Tereza Vanek: Die Ketzerin von Carcassonne

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Tereza Vanek: Die Ketzerin von Carcassonne
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442477951

Informationen zum Buch

Seiten
576

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Speisesaal erstreckte sich im Schimmer zahlloser Kerzen vor Adelinds Augen und erinnerte für einen Moment an ein irdisches Paradies.

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wei starke Schwestern kämpfen für ihre Freiheit – und um die Liebe. In Carcassonne, im Süden Frankreichs, entscheidet sich ihr Schicksal ...

Köln 1205. Die Schwestern Adelind und Hildegard müssen Hals über Kopf aus dem Kloster fliehen, in das sie als Kinder gegeben wurden, als Hildegard ungewollt schwanger wird. Bei einer Gauklertruppe finden die Frauen Zuflucht – und Adelind die Liebe. Ihr Schicksal führt sie bis nach Südfrankreich. Als die Mädchen dort in die Obhut von Esclarmonde de Foix kommen, einer Gräfin, die den Lehren der Katharer folgt, finden auch sie neue Kraft im Glauben. Doch der Konflikt mit dem Papst spitzt sich dramatisch zu. Und er gipfelt schließlich in dessen Aufruf zum Kreuzzug, der in einem blutigen Inferno endet ...

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Gelungene Darstellung eines Teils der Geschichte der Katharer

Die Schwestern Hildegard und Adelind wachsen im 13. Jahrhundert in der Nähe von Köln in einem Kloster auf. Nach dem sie dieses Hals über Kopf verlassen müssen, sind die beiden schutzlos verbrecherischen Banden und Übeltätern ausgesetzt, bis sie Aufnahme in einer Gauklertruppe finden. Diese Truppe führt sie über eine große Reiseroute bis nach Frankreich, in das Land der Katharer, wo die beiden Schwestern auch noch durch einige Höhen und Tiefen gemeinsam gehen müssen.

Das Buch ist in der dritten Person geschrieben, trotzdem ist es vor allem die Sicht von Adelind, die dem Leser dargestellt wird. Adelind ist ein Charakter mit dem ich gleich mitfiebern konnte und die ich auch gut nachvollziehen konnte, obwohl das irgendwann nicht mehr so einfach war. Jedoch waren ihre Handlungen dafür immer realistisch und die Autorin hat viel Zeit dafür verwendet sich über die Psyche von Menschen zu informieren, um sie richtig handeln lassen zu können.
Auch die anderen Personen wurden sehr bildlich und detailiert beschrieben und auch wenn ich Hildegard nicht immer verstehen konnte, blieb sie doch in ihren Taten immer sie selbst. Schön war dabei zu beobachten, wie die einzelnen Figuren sich weiter entwickeln. Gut hat mir dabei auch gefallen, dass die Figuren nicht nur "gut" oder nur "böse" sind, sondern jede Person ihre Schattierungen hat.

Sehr interessant und gut recherchiert wurden die Informationen zu den Katharern dargestellt und wichtige historische Begebenheiten in den Roman eingepflochten. Immer wieder erschreckend für mich, wenn ich feststellen muss, dass brutale Szenen gar nicht so sehr der Phantasie des Autors entspringen, sondern auf historischen Grundlagen beruhen. Dazu trug auch noch das ausführliche Nachwort der Autorin bei, in dem man genau nachlesen kann, welche Personen und Handlungen auf historischen Tatsachen beruhen.

Alles in allem ein sehr gelungener historischer Roman, der mir einen Teil der Geschichte der Katharer näher gebracht und mich dabei sehr gut unterhalten hat.

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Die Ketzerin von Carcassonne

Adelind und Hildegard, zwei Nonnen, die in einem Kloster in der Nähe von Köln leben, müssen dieses plötzlich verlassen. Ihre Flucht führt sie nach Frankreich, in einem Land, in dem die Häresie der Katharer immer mehr an Bedeutung gewinnt. Vor Ort müssen sie sich neu entscheiden: für die Religion, für die Freundschaft, für die Liebe.

Das Buch bietet einen spannend interessanten Einstieg. Man lernt die beiden Zwillinge in ihrer unterschiedlichen Art und Weise direkt kennen und wird auf die Verzwickungen in ihrem Leben aufmerksam gemacht. Adelind ins Herz zu schließen fällt nicht schwer und auch Hildegard ist auf ihre eigene Weise ein liebes, wenn auch etwas weltfremdes Mädchen.
Die Entwicklung, die die beiden während des Romans durchmachen, fand ich eigentlich in allen Situationen sehr glaubwürdig und dabei trotzdem spannend zu verfolgen. Ähnlich ging es mir dabei aber auch bei den Nebendarstellern, die mit viel Farbe gezeichnet wurden und eine Unterteilung in gut und böse selten zu ließen.
Dabei lernt man in dem gut recherchierten Roman (nochmal Hut ab für die Recherche!) einiges über das Leben und die Lehre der Katharer. Während mir deren Religion vorher so gut wie fremd war, bilde ich mir zumindest jetzt ein, mir ein kleines Bild dieser religiösen Strömung machen zu können. Natürlich fehlt auch am Ende des Buches nicht der historische Kontext und eine Zeittafel.
Der Schreibstil der Autorin ist ausführlich ohne langweilig zu wirken, dabei lässt es sich leicht herunterlesen und lädt zu spannenden und entspannenden Lesestunden ein, in denen man in eine entfernte Welt geführt wird.

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Dieser historische Roman bietet beste, spannende Unterhaltung

Inhaltsangabe:

Köln, am Anfang des 13. Jahrhunderts: Die junge Hildegard muss das Kloster verlassen, in dem sie seit ihrer Kindheit lebt. Ihre Schwester Adelind ahnt jedoch, dass sie mit dem Leben außerhalb der Klostermauern nicht zurecht kommen wird und folgt ihr ohne Erlaubnis der Äbtissin. Die beiden Mädchen schließen sich auf der Flucht einer Gauklertruppe an, mit der sie bis in den Süden Frankreichs reisen können. Dort begegnen sie den Katharern, von deren Lebensstil sich Hildegard sehr angezogen fühlt. Adelind fühlt sich eher zu Peyres, dem Anführer der Gaukler hingezogen, doch nach einem hässlichen Streit beschließt sie, lieber bei Hildegard und den Katharern zu bleiben. Ein gefährlicher Entschluss, denn der Papst will die „Ketzer“ mit allen Mitteln bekämpfen und ruft zum Kreuzzug auf. Schon bald zieht sich ein Heer von Kreuzfahrern um Carcassonne zusammen und den Katharern droht der Scheiterhaufen ...

Der erste Satz:

„Der Speisesaal erstreckte sich im Schimmer zahlloser Kerzen vor Adelinds Augen und erinnerte für einen Moment an ein irdisches Paradies.“

Meine Meinung zum Buch:

Ich habe diese Geschichte sehr gerne gelesen – sie war immer spannend und ich konnte mit den Romanfiguren immer sehr gut mitfühlen. Ich war beim Lesen immer mitten im Geschehen dabei, das mag ich besonders.

Meine Lieblingsfigur in dem Buch war Adelind. Ich mochte ihre bodenständige und (meistens) vernünftige Art, wie sie sich durchs Leben schlug. Ihre Schwester Hildegard war mir in ihrer Naivität und Weltfremdheit manchmal etwas suspekt, und die Szenen, in denen sie einen gehörigen Egoismus an den Tag legt, ließen mich die Stirn runzeln. Aber ihr Verhalten wird immer schlüssig erklärt und damit kann man ihr letztendlich auch nicht böse sein – sie ist so, wie sie ist bzw. sie wurde zu dem gemacht, was sie am Ende ist. Die übrigen Figuren, allen voran Peyres, Olivette oder Esclarmonde sind ebenfalls gut charakterisiert, als Leser lernen wir ihre Vergangenheit kennen und können verstehen, warum sie wie handeln. Es gibt noch eine Vielzahl von Nebenfiguren, welche die Geschichte bunt und lebendig und das Lesen sehr unterhaltsam machen.

Lesen ließ sich das Buch sehr leicht – ich musste mich aufgrund der Leserunde, in der ich die Geschichte gelesen habe, immer bremsen, um nicht vorzupreschen.

Interessant ist auch das Nachwort, in dem auf die historischen Ereignisse und ihre Erzählung im Buch eingegangen wird. Eine Tabelle mit den wichtigsten historischen Daten fehlt auch nicht – hier kann man nachlesen, was vor und nach dem Zeitraum passiert, in dem die Geschichte spielt. Die historischen Geschehnisse sind in die Geschichte wunderbar eingebettet - man lernt eine Menge über diese Zeit und fühlt sich dabei sehr gut unterhalten.

Für mich ein klarer Buchtipp!

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Mitreißende Zwillingsgeschichte

Ich bin mit hohen Erwartungen an „Die Ketzerin von Carcassonne“ herangegangen, denn die historischen Romane von Tereza Vanek haben mich bisher immer sehr überzeugt, so war es auch hier.
Die sehr lebendig erzählte Geschichte handelt von den Zwillingsschwestern Adelind und Hildegard, die im 13. Jahrhundert im Rheinland leben. Ihr Vater hat sie in einem Kloster untergebracht, doch als die schöne Hildegard ungewollt schwanger wird, muss sie das Kloster verlassen und ihre Schwester Adelind flieht mit ihr.
In Köln suchen die beiden erfolglos Hilfe, werden ausgeraubt und treffen zufällig auf eine Truppe Gaukler, denen sie sich anschließen und mit denen sie in den Süden Frankreichs reisen. Dort kommen sie in Kontakt mit den Katharern, einer Sekte, die in Gemeinschaften lebt und alles Weltliche ablehnt. Während Hildegard sich dort sehr wohlfühlt, schwankt Adelind zwischen der Liebe zum Gaukler Peyres und dem Leben an der Seite ihrer Schwester.
Schon nach wenigen Seiten konnte ich in die Geschichte eintauchen und mit den wunderbar gezeichneten Figuren mitfühlen und ihre Abenteuer und Gefühle miterleben. Gerade Adelind, Hildegard und Peyres sind mir sehr ans Herz gewachsen, aber auch viele Nebenfiguren waren so lebendig dargestellt, dass ich sie mir gut vorstellen kann. Tereza Vanek verzichtet wie immer auf Schwarzweißmalerei, es gibt keine eindimensionalen Figuren, sondern alle sind auf ihre Art plausibel dargestellt.
Neben der nie langweiligen Handlung um die Hauptpersonen erfährt man nebenbei vieles über die Geschichte der Katharer. Dabei sind die historischen Fakten geschickt in den Roman eingebunden, dass die Geschichte lebendig bleibt und doch viele Informationen rüber kommen. Hier merkt man, dass Tereza Vanek sehr gut recherchiert hat.
Auch die Umgebung, sei es das Klosterleben, das mittelalterliche Köln oder die wunderbare Landschaft Südfrankreichs werden beim Lesen vor dem inneren Auge lebendig.
Mein Fazit: Tereza Vanek hat wieder einen spannenden historischen Roman geschrieben, der neben einer ergreifenden Geschichte um zwei junge Frauen auch viele interessante Informationen über die Katharer und ihre Bekämpfung bietet. Für Freunde anspruchsvoller historischer Romane sehr zu empfehlen.

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