Tanja Kinkel: Die Löwin von Aquitanien / Wahnsinn, der das Herz zerfrisst

Tanja Kinkel: Die Löwin von Aquitanien / Wahnsinn, der das Herz zerfrisst

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Tanja Kinkel: Die Löwin von Aquitanien / Wahnsinn, der das Herz zerfrisst
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442131792

Informationen zum Buch

Seiten
733

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Handlungsort

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Die Löwin von Aquitanien:

Leichtsinnig und romantisch, ehrgeizig und kaltblütig, Leitstern der Troubadoure, eine meisterhafte Politikerin, wenig besser als eine Dirne - all diese Eigenschaften wurden der großen Königin des 12. Jahrhunderts von der Überlieferung nachgesagt. Was davon wahr ist? Vielleicht ein wenig von allem. Aufgewachsen an einem der kultiviertesten Höfe der Zeit, fand die junge, lebenshungrige Eleonore erst als über Achtzigjährige im Kloster von Fontevrault ihren Frieden: Sie hatte zwei königliche Ehemänner und acht ihrer zehn Kinder überlebt.

Wahnsinn, der das Herz zerfrißt:

Seine Zeitgenossen umlagerten ihn, Goethe war von ihm fasziniert, und Chateaubriand beneidete ihn um Erfolg und Anerkennung. Sein Privatleben wurde von der sensationslüsternen Öffentlichkeit begierig verfolgt. Aber nur von einem Menschen fühlte sich der berühmte englische Dichter Lord Byron wirklich verstanden: von seiner fünf Jahre älteren Halbschwester Augusta Leigh. Er liebte sie. Im puritanischen England war indessen kein Raum für diese Beziehung. Byrons Schicksal war eine unstete, lebenslange Wanderschaft durch Europa.

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Rezension zu „Wahnsinn der mein Herz zerfrisst“


„Wahnsinn der mein Herz zerfrisst“ beschreibt die Beziehung des berühmt-berüchtigten Autors und Skandalhelden Lord Byron zu seiner Halbschwester Auguste. Ausgehend von einer Begegnung zwischen Auguste und ihrer Schwägerin in hohem Alter führt das Buch seinen Leser dann zurück zur (getrennt verbrachten) Kindheit und Jugend von Byron und Auguste. Als Jugendliche beginnen die beiden einen Briefwechsel, der zu einer tiefen Sympathie führt, die schließlich einige Jahre später in eine Liebesbeziehung umschlägt. Um einem Skandal vorzubeugen entschließt sich Lebemann Byron sogar zu einer Hochzeit mit einer anderen Frau. Auch wenn die Auguste und Byron ab diesem Zeitpunkt ihre Affäre in eine zwar sehr vertrauliche, aber generell keusche Beziehung umwandeln, bleibt Byrons Ehe von seiner Liebe zu Auguste überschattet und so kommt es natürlich am Ende doch noch zu Unglück und einem Skandal. Da das Hauptaugenmerk auf der Beziehung zwischen den beiden Geschwistern liegt, werden sämtliche anderen Begebenheiten in ihren Leben in diesem Buch nur gestreift und nebenbei erwähnt.

Die starke Konzentration auf die Beziehung und Ausblendung alles anderen macht auch gleich den Schwachpunkt des Buches aus. Auch durch die Kürze von gerade einmal 270 Seiten bleibt es oberflächlich. Ich empfinde für Byron selber fast nichts und obwohl Auguste sympathisch genug ist, um sie sich als Freundin denken zu können, trägt sie nicht das Buch. Ich hätte mir viel mehr Hintergrunddetails und Informationen gewünscht. Dazu kommt, dass ich, etwas wider Erwarten, Probleme mit den zeitgenössischen Textabschnitten habe, die zitierten Briefe und Gedichte passen nicht in mein ansonsten recht schnelles Lesetempo, der stilistische Unterschied zwischen ihnen und dem Rest des Textes ist zu groß, sie sind zu schwer für dieses ansonsten leichte Buch, das stört meinen Lesefluss ungemein.

Am interessantesten am ganzen Buch fand ich noch den kurzen Abschnitt über Mary Shelley und die Entstehung von Frankenstein. Byron bleibt flach und auch wenn ich nicht ein eindeutiges Charakterurteil von der Autorin erwartet hätte, hätte ich doch wenigstens auf genügend Informationen gehofft, die mir eine persönliche Einschätzung erlauben. Eine Beziehung zwischen Geschwistern empfinde ich, ganz vorsichtig ausgedrückt, generell als ablehnenswert und das Buch konnte mir nicht nahe bringen, in wie fern Byron und Auguste da eine Ausnahme darstellen könnten.

Noch ein paar Wort zu den Äußerlichkeiten: Den Verlauf der Geschichte unterstreicht Tanja Kinkel dadurch, dass sie einige Verse Byrons sowie Briefwechsel abgedruckt und im Anhang wird lobenswerterweise erwähnt, welche Briefe von der Autorin selbst übersetzt, welche bestehenden Quellen entnommen sind und welche (wenige) tatsächlich den Bedürfnissen des Buches angepasst wurden. Sehr interessant und nützlich ist auch der ebenfalls im Anhang enthaltene Stammbaum des Hauses Byron.

Insgesamt kann ich zu diesem Buch keine Empfehlung aussprechen. Es war flach und außerdem fehlte auch noch die Leichtigkeit, die sonst Tanja Kinkels Bücher gut lesbar macht. Wäre es länger gewesen, hätte ich es vermutlich abgebrochen.

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Rezension zu "Die Löwin von Aquitanien"


„Die Löwin von Aquitanien“, das ist Eleonore oder auf aquitanisch Alienor, Tochter des Herzogs von Aquitanien, Ehefrau des französischen Königs Ludwig VII, Ehefrau des englischen Königs Heinrich II und den nicht ganz so geschichtsinteressierten wahrscheinlich am ehesten ein Begriff als Mutter von Richard Löwenherz und seinem Bruder Johann (John) Ohneland. Wie man schon an der Aufzählung merkt, führte sie ein bewegtes Leben und war eine schillernde Persönlichkeit. Von großem Machtwillen, der Liebe zu den schönen Künsten und großer Intelligenz und politischem Kalkül erfüllt, hat sie die Geschichte Frankreichs und England nachhaltig geprägt. Die von ihr initiierte Annullierung ihrer Ehe mit dem französischen König und die praktisch sofort darauf folgende Hochzeit mit dem englischen König wird sogar als einer der langfristigen Auslöser für den 100jährigen Krieg zwischen beiden Ländern angesehen.

Also durchaus eine Frau, über die sich ein Buch zu schreiben lohnt, mit welchem man sich kaum langweilen wird. Genau das gelingt Tanja Kinkel, ganz routiniert beschreibt sie die Lebensgeschichte Eleonores von der Geburt bis zum Tod im Alter von 82 Jahren. Eleonore ist eine starke und interessante Figur und Tanja Kinkel gelingt es Sympathien für sie zu wecken, auch wenn Eleonore dem Leser auf der Gefühlsebene relativ fern bleibt. Knapp 500 Seiten sind für diese Anzahl von Jahren und diese Menge an Erlebnissen zu wenig, um neben den offiziellen Geschehnissen Platz zu lassen, für ganz private Momente. Dazu besteht das Problem, dass Tanja Kinkel dafür die Biographieebene hätte ganz und gar verlassen und ins spekulieren geraten müsste, während sie sich eigentlich in dem Roman recht dicht an die historischen Begebenheiten zu halten versucht. Dabei bleibt natürlich die Frage wie viel, oder besser gesagt, wie wenig wirklich privates Leben Eleonore überhaupt besaß. Deutlich wird jedenfalls die Lebensfreude Eleonores und alleine dafür gönnt der Leser ihr ihre Erfolge und leidet mit ihr in den schwierigen Zeiten.

Sehr praktisch, und von mir gerade in so einem Doppelband nicht erwartet, fand ich die diversen Stammbäume von Eleonores Familie und ihrer jeweiligen Ehemänner, bei zehn Kinder verliert man sonst leicht den Überblick, wer mit wem verheiratet wurde.

Als Endfazit bleibt, dass mir durch den langen Zeitraum mit Eleonore als rotem Faden einige Verbindungen, Intrigen und Geschehnisse im beschriebenen Jahrhundert deutlicher geworden sind, auch wenn für genaue Kenner dieser Zeit wahrscheinlich einiges nicht perfekt dargestellt war. Als Leseerlebnis ist "Die Löwin von Aquitanien" einfach eine schöne Geschichte über eine sehr interessante Frau.

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#1 Rezensent
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Rezension zu "Die Löwin von Aquitanien"

Ich glaube, von Tanja Kinkel gibt es keine schlechten Bücher. So hat mir auch "Die Löwin von Aquitanien" sehr gut gefallen, handelt die Geschichte doch von einer sehr starken Frau im 12. Jahrhundert, die sich in ihrem langen Leben gegen vieles behaupten muß.

"Die Puppenspieler" wird aber wohl weiterhin mein Lieblingsbuch der Autorin bleiben.

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