Gina Mayer: Die Protestantin

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Gina Mayer: Die Protestantin
Verlag
ET (D)
2006
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453351400

Informationen zum Buch

Seiten
676

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Liebe Esther, wie nah Du mir doch in jedem Deiner Briefe bist.

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Glaube, Liebe, Hoffnung - drei starke Frauen kämpfen um ihr Glück Kaiserswerth im Jahre 1822. Als sie dem protestantischen Pfarrer Theodor Fliedner begegnet, ist die 17-jährige Johanne voller Bewunderung für diesen willensstarken Mann. Eine Ehe mit ihm bahnt sich an, doch als er um ihre Hand anhält, gibt es etwas, was ihr wichtiger ist: ihre Freiheit. Auch ihre jüngere Schwester Catharine will ihre Liebe und ihr Leben selbst bestimmen. Als 1848 die Revolution losbricht, für die sich Catharine leidenschaftlich engagiert, entbrennt zwischen den Schwestern ein kräftezehrender Kampf um die persönliche Überzeugung. Wird es erst ihrer gemeinsamen Pflegetochter Magdalena gelingen, Freiheit, Glaube und Liebe in Einklang zu bringen?

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Die Protestantin

Der Roman umfasst die Jahre 1822 - 1876 und beschreibt neben einer spannenden Handlung auf eindrucksvolle Weise die politischen und sozialen Vorgänge dieser Zeit. Im Mittelpunkt steht der protestantische Pfarrer Theodor Fliedner, der in Kaiserswerth ein wegweisendes soziales Projekt, das Diakonische Werk, auf die Beine stellte. Gina Mayer schildert Fliedner als charismatischen, tiefgläubigen Mann, der aus Nächstenliebe soziale Not lindern will und fanatisch seinen Weg geht.

Die herrschende Ordnung, die die Verelendung der Massen erst möglich macht, akzeptiert er als gottgegeben. Dagegen stellt die Autorin die aufkeimende sozialistische Bewegung, die in der Revolution von 1848 einen Höhepunkt und eine schwere Niederlage erlebt. In diesem Spannungsfeld bewegen sich die Schwestern Johanne und Catharine - die eine an der Seite Theodor Fliedners, die andere an der Seite der Revolution. Beiden Frauen ist aber schnell klar, dass Frauen weder auf der einen noch auf der anderen Seite wirklich ernst genommen werden und handeln entsprechend.

Der Roman ist gut recherchiert und beschäftigt sich mit vielen Probleme der damaligen Zeit - ein wirklich gelungenes Sittengemälde. Mich hat das Buch angeregt, mich ein wenig intensiver mit der Zeit zu beschäftigen. Darüber hinaus gelingt es Gina Mayer, eine wunderbare Stimmung einzufangen, die man auch heute noch spüren kann, wenn man durch den alten Stadtkern von Kaiserswerth spaziert.

Ein wirklich guter historischer Roman, der von mir vier Sterne bekommt. Eine Ratte ziehe ich ab, weil Gina Mayer diesen einfallslosen und irreführenden -in-Titel gewählt hat.

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Glaube, Liebe, Freiheit

Seit dem Maikäfermädchen, das ich Anfang 2013 gelesen habe, mag ich die Bücher von Gina Mayer sehr. Deshalb war ich neugierig auf eins ihrer früheren Werke. Die Protestantin wurde in diesem Jahr in einer überarbeiteten Fassung neu aufgelegt.

Gina Mayer erzählt die Geschichte von drei starken Frauen und ich begleite sie in einem Zeitraum von über 50 Jahren. Gina Mayer hat ihre Geschichte in fünf Teile gegliedert und ich schaue abwechselnd Johanne und Catherine über die Schulter. Der letzte Teil ist Magdalena gewidmet. Alle drei Frauen haben es nicht leicht, aber sie gehen beständig ihren Weg. Jede ist auf ihre ganz eigene Art sehr faszinierend. Der historische Hintergrund hat einen sehr hohen Stellenwert und wird perfekt in die Geschichte eingebunden. Genau so mag ich historische Romane, denn ich erfahre sehr viel über die damalige politische Situation, die Anfänge der Arbeiterbewegung und bekomme das „Brodeln“ hautnah mit.

Bis dato hatte ich noch nichts von Theodor Fliedner gehört und bin froh, diesen engagierten Pfarrer und sein Lebenswerk durch diesen Roman kennen gelernt zu haben. Ihm und seinen beiden Ehefrauen gibt Gina Mayer sehr viel Raum. Johannes Weg ist eng mit Fliedner verbunden, dadurch bin ich ganz nah bei ihm, erfahre von seinem Leid und seinen Zweifeln, aber auch von all dem Guten, was er nicht nur für seine Gemeinde getan hat.

Genau wie Fliedner sind auch die fiktiven Personen sehr sperrige Charaktere mit vielen Ecken und Kanten. Und genau das macht die Geschichte enorm spannend und interessant.

Ein besonderes Markenzeichen von Gina Mayer ist ihr Schreibstil, der auf seine ganz eigene Art so unglaublich viel Poesie verströmt. Auch in diesem Buch begegnen mir immer wieder Sätze, die ich mehrmals lesen muss, die ich ganz langsam lese, um sie zu genießen. Sätze wie: „Sie waren voller Hoffnung und die Hoffnung hing an einem seidenen Faden und der Faden riss. Seitdem fielen sie“. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Gina Mayer mit wenigen kraftvollen Worten aussagen kann. Dafür liebe ich ihre Bücher.

Fazit: Ein faszinierender Roman über den Glauben, die Freiheit und auch die Liebe!

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