Eric Maron: Die Rebellinnen von Mallorca

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Eric Maron: Die Rebellinnen von Mallorca
ET (D)
2005
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783426662014

Informationen zum Buch

Seiten
572

Sonstiges

Erster Satz
An einem Frühsommertag im Jahre des Herrn 1343 stürmte der Turmwächter in den Saal, in dem sich die restlichen Bewohner der Burg versammelt hatten, und blieb mit bleichem Gesicht vor dem Grafen von Marranx stehen.

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Mallorca um 1343. In einem blutigen Feldzug erobern die Heerscharen von König Pere IV. zu Katalonien-Aragón das Inselreich. Trotz erbitterten Widerstands fällt auch die Burg des Grafen von Marranx dem übermächtigen Gegner in die Hände. Dieser ist nun ungeschützt der Rache des königlichen Ritters Domenèch Decluér ausgesetzt. Sein ärgster Feind, dem er einst die Braut geraubt hatte. Doch das Blut des Grafen ist Decluér nicht genug. Auch die beiden Töchter sollen für die damalige Schmach mit ihrer Ehre und ihrem Leben bezahlen. Miranda und Soledad können ihm als Mägde verkleidet allerdings gerade noch entkommen und verbergen sich in einem kleinen Fischerdorf vor seinen Häschern.

Die Zeit vergeht, doch Decluérs Rachegedanken ruhen nicht. Keinen Winkel der Insel lässt er auf der Suche nach den Grafentöchtern aus. Und eines Tages wird seine Geduld belohnt, und das Schicksal der Mädchen scheint besiegelt. Während Miranda in Decluérs Hände fällt, flieht Soledad auf dem gefährlichen Seeweg aufs Festland.

Gibt es eine Rettung für die Grafentöchter? Wird das Schicksal sie wieder zusammen führen?

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(Aktualisiert: 30 Januar 2012)

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Deutlich schwächer als "Die Fürstin"

Die Truppen König Peres von Katalonien-Aragon erobern ohne großen Widerstand das kleine Inselreich Mallorca, das bisher von König Jaume regiert wurde. Dessen Grafen und Ritter ergeben sich nahezu ohne Kampf und nur wenige ziehen für ihren Herrn in den Krieg. Einer der wenigen ist der Graf von Marranx, der jedoch von seinem Erzfeind Domenèch Decluér hinterhältig ermordet wird. Decluérs Hass ist so groß, da ihm von seinem Gegner vor Jahren die Braut geraubt wurde und so verfolgt er mit dem gleichen Hass auch die beiden Töchter. Miranda und Soledad können jedoch mit Hilfe ihres Dieners Antoni knapp entkommen und schlagen sich nun auf der kleinen Insel durch - immer in Furcht vor Entdeckung.

Wie ich es bereits von Eric Marons Erstling "Die Fürstin" gewohnt war, wird auch diese Geschichte mit bildhafter Sprache erzählt. Da mir die kleine Insel von einem Urlaub bekannt war, sah ich die Burg am Fuße der Sierra de Tramuntana, die engen, steilen Gebirgspässe und die trockenen Ebenen schillernd vor mir. Auch bei "Die Rebellinnen von Mallorca" stolpert man wieder fast in die Geschichte - der Autor verzichtet auf störende, langatmige Einleitungen und kommt gleich "zur Sache". Problematisch sind manchmal die vielen spanischen Namen, aber ich empfand es nicht als nachteilig, dass ich mir davon so manchen nicht merken konnten. Abhilfe schaffte da ein übersichtliches Namensregister als Buchanhang. Eine Karte hätte diesen Anhang allerdings noch abgerundet.

Im Gegensatz zu "Die Fürstin" empfand ich dieses Buch eher als Abenteuererzählung denn als historischen Roman. Die Handlung geht bei weitem nicht so in die Tiefe, sondern kratzt eher an der Oberfläche. Im Mittelpunkt stehen nicht die geschichtlichen Vorkommnisse, sondern die Flucht und der Kampf ums Überleben der beiden Mädchen. Dabei konnte ich während der ganzen Zeit keine richtige Verbindung zu den Hauptcharakteren knüpfen. Miranda erschien mir eher blass, Soledad agierte mir oft zu impulsiv-dumm. Auch die ewige Erwähnung der jungen Damen, dass sie sich sofort "entleiben müssten", sollten sie ihre Ehre (= Jungfräulichkeit) verlieren, haben mich irgendwann nicht mehr belustigt, sondern genervt.

Zu der Kritik kommen leider noch ein paar Längen im letzten Drittel des Buches daher - hier wird plötzlich mehr wert auf geschichtliche Ereignisse gelegt, Namen und politische Begleitumstände überforderten mich nach den etwas seichteren vorhergenden Seiten. "Die Rebellinnen von Mallorca" ist in meinen Augen leider deutlich schwächer als "Die Fürstin", ist aber dennoch ein sehr "erholsames" Buch, das sich vor allem im Urlaub auf Mallorca wunderbar genießen lässt.

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Seichte Handlung

Erzählt wird die Geschiche Mirandas und Soledads, die sich vor der Besetzung der elterlichen Burg mit ihrem Diener Antoni auf eine gewagte Flucht begeben. Dabei müssen sie allen Prunk und gewohnten Komfort hinter sich lassen und ein neues Leben als einfache Fischermädchen beginnen. Zu allem Übel hat auch Decluér sie nicht vergessen und sinnt auf Rache...

Ich muß ehrlich gestehen, daß ich etwas von dem Buch enttäuscht war. Die Handlung war mir zu seicht, die abenteuerlichen Geschehnisse der Mädchen werden wesentlich stärker gewichtet als historische Informationen. Die Historie bildet allenfalls den schmückenden Rahmen zu der Geschichte. Ausnahme dazu bildet das Ende, dort fühlte ich mich von dem Ausmaß an Details überrollt und teilweise auch überfordert.

Die Protagonistinnen waren mir zu blass und in ihrer Unterschiedlichkeit zu ausgeprägt: Miranda stellte das vermutlich typisch mittelalterliche Mädchen dar, erscheint langweilig und ohne Tiefgang, während Soledad sehr oft unvernünftig-impulsiv handelt. Diese Handlungen erschienen mir oft nicht nachvollziehbar und ärgerten mich zunehmend.

Überdies hatte ich Schwierigkeiten mit der Insel Mallorca als Handlungsplatz. Die spanischen Namen konnte ich mir schlecht merken und oft wurde mir nur anhand der Handlung klar, um wen es gerade ging. Der sonnige Hintergrund, der auf viele Leser sicherlich anziehend wirkt, hat mich persönlich nicht sehr angesprochen. Mir gefällt Mittelalter in Deutschland immer noch am besten ;-).

Es mag übrigens durchaus sein, daß ich das Buch deswegen so kritisiere, weil der Vorgänger "Die Fürstin" einfach eine ganz andere Klasse ist und somit auch meine Erwartungen sehr hoch geschraubt waren .

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Interessante, aber verschenkte Idee

Einen historischen Roman in Mallorca spielen zu lassen, empfand ich als eine interessante Idee, die mich neugierig machte. Das Buch lässt sich recht flüssig lesen, und ist auch recht leicht verständig geschrieben. Die sehr vielen spanischen Namen ließen mich schon hin und wieder den Überblick verlieren. Auch mit den Hauptfiguren, Miranda und Soledad, konnte ich nicht wirklich warm werden. Im letzten drittel des Buches dreht sich die Handlung dann immer mehr um politische Hintergründe. Diese Seiten habe ich fast schon als "künstlich hinausgezögert" empfunden. Hier wäre man besser beraten gewesen etwas zu kürzen. Im Anhang des Buches habe ich eine Landkarte von Mallorca vermisst. So hätte man die Handlung doch etwas besser nachvollziehen können.

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