Christiane Gref, Meike Schwagmann: Die Seelenwärter

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Christiane Gref, Meike Schwagmann: Die Seelenwärter
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783839215760

Informationen zum Buch

Seiten
380

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Die Kammer seines toten Dieners Lambrecht war karg möbliert.

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Handlungsort

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Halle 1805: Julius Weiland, der jüngere Bruder von Unterinspektor Weiland, beginnt ein Medizinstudium an der Friedrichs-Universität zu Halle. Doch an der Lehranstalt geschehen merkwürdige Dinge… Betreibt Erasmus Brackhagen, eine Koryphäe auf dem Gebiet der Nervenkrankheiten, ein geheimes Forschungslabor und experimentiert an den „Irren“, wie die Geisteskranken genannt werden? Ausgerechnet Brackhagen, der widerliche Frischvermählte von Eleonore - der Frau, die Julius um alles in der Welt liebt!

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Die Seelenwärter

Halle 1805: Julius Weiland möchte in Halle Medizin studieren. Er bekommt einen Studienplatz, doch seine Freude wird dadurch getrübt, dass seine Jugendfreundin Eleonore sich verlobt. Dabei ist Julius selbst unsterblich in Eleonore verliebt. Er kann sich jedoch ablenken, indem er sich für seinen Bruder, den Unterinspektor Laurenz Weiland, auf die Suche nach einer jungen Frau begibt. Er kommt seltsamen Vorkommnissen auf die Spur, in die auch Eleonores Ehegatte verwickelt zu sein scheint.

Mein Leseeindruck:

Leider habe ich den ersten Teil "Die Schädeljäger" noch nicht gelesen, aber trotzdem hatte ich keine Probleme, der Handlung zu folgen. Die Geschichte ist sehr spannend, unterhaltsam und mitreißend.

Ich mochte Julius von Beginn an und habe mit ihm fühlen können. Es wird ihm im Studentenheim nicht leichtgemacht, und auch seinen Liebeskummer habe ich nachvollziehen können. Seine Suche nach Margot und die Geschehnisse, die darauf folgten, waren sehr spannend, so dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen mochte.

Auch Eleonore ist eine sehr sympathische Figur, die man einfach ins Herz schließen muss. Auch mit ihr konnte ich mitfühlen und habe mich zeitweise sehr verbunden mit ihr gefühlt.

Die Autorinnen haben ein großes Erzähltalent; mich hat das Buch nicht mehr losgelassen. Ich freue mich darauf, bald den ersten Teil zu lesen und hoffe, dass noch weitere Bücher folgen werden!

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Historischer Krimi in Halle Anfang des 18. Jahrhunderts

Hallo 1805: für Julius Weiland, den jüngeren Bruder des Weimarer Unterinspektors Laurenz Weiland, geht ein Traum in Erfüllung, als er die Zusage für ein Medizinstudium in Halle erhält. Gleichzeitig bittet ihn sein Bruder, in Halle nach einer Margot Lambrecht zu suchen. Bei seiner Suche stößt Julius auf merkwürdige Dinge und auf verdächtige Todesursachen. Eine Spur führt ausgerechnet zu dem angesehenen Nervenarzt Erasmus Brackhagen, der zu allem Überfluss mit Eleonore, Julius heimlicher Liebe, verheiratet ist.

Das Autorenduo hat bereits mit „Die Schädeljäger“ einen historischen Medizinthriller, der in Weimar spielt, veröffentlicht. Für das Verständnis dieses zweiten Buches ist es aber nicht erforderlich, den Vorgänger gelesen zu haben, auch wenn über den Prolog eine Brücke zwischen den beiden Büchern geschlagen wird.

Der Leser taucht zusammen mit Julius in den Alltag der Medizinstudenten und erfährt nebenbei einiges Wissenswertes über den damaligen Kenntnisstand auf dem Gebiet der Geisteskrankheit. Dabei gehen die Autorinnen genauso vor, wie bereits im ersten Buch: die Szenen sind Momentaufnahmen, Gesprächsfetzen, die der Leser und Julius im Vorbeigehen aufnahmen, ohne sich mit langen Erklärungen aufzuhalten, wenn sie nur eine Randrolle in der Handlung spielen.

Wenn man das erste Buch gelesen hat, dann darf man sich bereits im Prolog über das Wiedersehen mit Adrian Dennfelder und Laurenz Wieland freuen, die allerdings in diesem Buch eher Randfiguren sind. Am meisten hat mich aber das Wiedersehen mit Friedemann, dem pfiffigen Jungen aus dem Vorgängerbuch gefreut.

Julius Weiland ist ein sympathischer junger Mann, der ein wenig zur Dramatik neigt. Durch seine anfängliche Unbedarftheit verläuft sein Studienbeginn nicht gerade glücklich, aber durch die folgenden Ereignisse gewinnt er zunehmend an Reife.

Eleonore ist Julius' Freundin aus Kindertagen, in die er heimlich verliebt ist. Neben ihrer Leidenschaft für Schauerromane, träumt sie von einer glänzenden Zukunft als Frau Doktor. Leider muß sie bald erkennen, daß die Realität ganz anders aussieht.

Julius' Suche nach Margot Lambrecht ist spannend und es wird bald klar, daß hinter den Fassaden der ehrwürdigen Universität in Halle ein dunkles Geheimnis lauert.

Mir haben „Die Schädeljäger“ schon gut gefallen, aber dieses Buch hat mir sogar noch einen Tick besser gefallen. Ich hoffe, wir lesen noch mehr aus der Feder des Autorenduos und daß es ein Wiedersehen mit lieb gewonnenen Charaktere gibt.

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Historisch Krimi im medizinischen Milieu

Halle 1805: Julius Weiland kann sich seinen grossen Wunsch erfüllen, er wird zum Medizinstudium in Halle zugelassen. Von seinem Bruder, der Inspektor in Weimar ist, wird er gebeten, Nachforschungen zum Verbleib einer Frau, Margot, anzustellen. Margot war anscheinend Patientin in einer Nervenheilanstalt. Nach dem ersten Kontakt mit ihr verschwindet die Frau. Julius Misstrauen ist geweckt und er beginnt weitere Nachforschungen anzustellen. Schnell ergeben sich Hinweise auf geheime Forschungslabore und versuchen an den Patienten.

Dieser Roman zeichnet sich, neben dem spannenden Fall, durch die gezeichnete Stimmung im studentischen Milieu der Zeit aus. So werden wir Zeugen eines Duells, erleben den studentischen Alltag und die Lehrmethoden. Auch der Ausblick auf den medizinischen Stand der Psychatrie, die damals noch in den Kinderschuhe steckte, war sehr interessant. Auf mich machen die Beschreibungen eine gut recherchierten Eindruck, der auch durch einen kurzen Abriss der Faktenlage im Nachwort bestätigt wird.

Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und es macht Spass, besonders mit Julius, den Fall zu untersuchen. Die Handlung bleibt immer spannend und überrascht den Leser mit einer überraschenden Wendung zum Ende. Ich hätte mir besonders zum Ende hin ein paar mehr Seiten gewüscht, da bei mir der Eindruck entstanden ist, dass das Ende etwas hektisch ist.

Das Buch ist sehr lesenswert und eine tolle Kombination aus einem Stimmungsbild der Zeit und einem spannenden Kriminalfall im medizinischen Umfeld. Trotz des etwas hektischem Ende handelt es sich um einen sehr gelungenen Krimi, der dem Leser einige spannende Lesestunden bereiten wird.

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(Aktualisiert: 31 Januar 2015)
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C.Gref / M.Schwagmann - Die Seelenwärter

Gut gefallen hat mir die Geschichte an sich. Ich mag Kriminalfälle, die im Universitätsmilieu um 1800 spielen.
Geheimnisse, studentische Verbindungen, neue Entdeckungen, geheime Versuche etc. Alles sehr interessante Themen....
In dieser Geschichte versuchen einige Gelehrte dem Ursprung der Geisteskrankheit auf die Spur zu kommen.
Für meinen Geschmack häte es gerne etwas mehr medizinische Szenen geben können und an der einen oder anderen Stelle, fehlte mir ein bisschen Kontext. Aber das sind meine persönlichen Vorlieben und soll nichts über die Qualität des Buches aussagen !
Die Geschichte ließ sich flüssig lesen und hat mich gut unterhalten. Sehr berührt hat mich das Schicksal von Eleonore, mit ihr habe ich sehr mitgefiebert und für mich auch der interessanteste Charakter im Buch.
Auch die studentischen Gepflogenheiten und die Einblicke in die damalige "Pflegesituation" von kranken Menschen, waren sehr interessant.

"Die Seelenwärter" ist der zweite Band von Ch. Gref / M. Schwagmann zu diesem Thema. Zum Verständnis muss man den 1. Teil nicht vorher gelesen haben.

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