Brigitte Riebe: Die sieben Monde des Jakobus

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Brigitte Riebe: Die sieben Monde des Jakobus
ET (D)
2004
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783453351035

Informationen zum Buch

Seiten
425

Sonstiges

Erster Satz
Blätter, vergilbt und brüchig, bedeckt mit einer kühnen, steilen Handschrift.

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Für die Katholikin Clara Weingarten wird das Leben im streng calvinistischen Genf Mitte des 16. Jahrhunderts zur Hölle. In einer Zeit der Kriege, Verfolgung und Inquisition scheint der Pilgerweg ins ferne Santiago de Compostela die letzte Zuflucht zu sein. Im Schutz der Dunkelheit brechen Clara und ihr kleiner Sohn auf.

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Die Geschichte spielt 1563. Der Glaube spielt für die Menschen eine große Rolle und so ist es verständlich, dass Clara sehr darunter leidet, nur heimlich und unter tödlicher Gefahr Trost darin finden zu können. Dabei hätte sie Trost sehr nötig, denn mehr und mehr erkennt sie, dass ihr Schwager sie nur ausnutzt. Als das Leben ihres Sohnes in Gefahr gerät, findet sie endlich den Mut zu gehen. Und damit ist sie nicht alleine, denn sie schließt sich mit Menschen zusammen, die alle irgendwie zu den Außenseitern gehören oder auf der Suche nach ihrer eigenen Identität sind, nämlich dem Mädchen Camille, das ihre Herkunft nicht kennt und Bruno, der mit seinem Hund schon länger durch die Gegend zieht. Und diese unterschiedlichen Menschen lernt man als Leser nach und nach kennen und mögen. Aber nicht alle gehen den gleichen Weg. So wie der eine sich unterwegs schon findet, der andere am Ende irgendwo ankommt, so kann der nächste auch am Schluss noch kein Ende seines persönlichen Weges gefunden haben. Aber alle haben ihre persönlichen Erfahrungen gemacht und irgendwie zu sich selbst auf dem gemeinsamen Weg gefunden.

Zusätzlich lernen wir noch Alvar aus Santiago de Compostela kennen, der auch mit seiner Andersartigkeit und einer belastenden Vergangenheit hadert und keine Ruhe findet und parallel gibt es noch einen fast märchenhaften Handlungsstrang, der auf den ersten Blick befremdlich und schwer verständlich wirkt, was auch seinen guten Grund hat, aber im Laufe der Geschichte immer klarer wird, bis sich dann am Ende der Kreis schließt und die Handlungsstränge zusammengeführt werden.

Die Geschichte lebt, einmal abgesehen von den äußerst dramatischen Ereignissen um Clara zu Beginn der Handlung, weniger von spannenden Abenteuern und gefährlichen Situationen, sondern mehr von den Figuren und ihrer gemeinsamen Reise und Entwicklung. Spätestens, als Clara nicht mehr alleine unterwegs war, hatte ich keine Angst mehr um ihr Leben oder sonst das Gefühl, ich müsste mich aufregen, sondern holte für mich die Spannung mehr aus der Frage, was die ungleichen Gefährten am Ende des Weges wohl machen werden und nicht, ob sie das Ende des Weges überhaupt erreichen. Dazu beschäftige mich der parallele Handlungsstrang, nachdem mehr und mehr klar wurde, wo er hinführt.

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Die Autorin schreibt immer sehr liebevoll von ihren Figuren, auch wenn sie mal etwas schwieriger oder unbequem sind. Und auch die Nebenfiguren bekommen ihre Aufmerksamkeit und damit einen besonderen Stellenwert.

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