Petra Durst-Benning: Die Silberdistel

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Petra Durst-Benning: Die Silberdistel
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
ET (Original)
1996
ISBN-13
9783548251226

Informationen zum Buch

Seiten
461

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Handlungsort

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Süddeutschland im Jahre 1514: Die Lebensbedingungen der Bauern könnten schlechter nicht sein. Immer neue Frondienste und höhere Abgaben lassen das Leben der Bauern zum Kampf ums tägliche Überleben werden. Auch der Bauer Jerg Braun schließt sich dem Geheimbund Armer Konrad an, um sich gegen die Ausbeutung zur Wehr zu setzen. Doch schon bald setzt der Herzog alles daran, diesen Bund zu vernichten. Ein bewegendes und spannendes Familienschicksal vor dem Hintergrund der Bauernkriege.

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Das deutsche und schweizerische Volk protestierte in den Jahren 1524 bis 1526 zuerst friedlich, dann jedoch immer gewalttätiger gegen die ungerechte Behandlung und Ausbeutung, wie sie Bauern und Leibeigenen von den Adligen zuteil wurde. Örtlich entwickelten sich Brandherde, doch Herzog Ulrich von Württemberg vorfolgt die Aufständischen gnadenlos. Starben diese vorher im Winter an Husten und Hungersnot, mussten nun mehr als 100.000 Bauern durch die Niederschlagung der Aufstände ihr Leben lassen. Die Unterdrückung sollte noch mehr als 300 Jahre lang anhalten.

Inmitten dieser Unruhen befinden sich Bauer Jerg, der mit Ehefrau Marga bei seinem Bruder Cornelius wohnt. Lene, Cornelius' Frau, ist eine verbitterte, zänkische Frau, die Margas Leben fast zur Hölle macht. Jerg, ein mutiger, aber mindestens genauso hitzköpfiger junger Mann, schließt sich aus Unzufriedenheit mit der Situation dem Geheimbund "Armer Konrad" an. Bald stört es ihn aber, dass dort nur geredet, jedoch nicht gehandelt und gegen die Unterdrückung vorgegangen wird. Die radikaleren Anführer werden bald zu seinem Vorbild, doch immer noch sind die Adligen besser bewaffnet. Während Jerg in der Weltgeschichte herumwandert und um das Wohl aller besorgt ist, kümmert sich Marga in ihrem kleinen Kreis um die Notleidenden. Mit Hilfe von Pfarrer Wieland und der Heilerin Asa gelingt es ihr, die Menschen aufzurichten und ihrem Leben nach großem Leid wieder Sinn zu geben.

Geschickt spielt Petra Durst-Benning mit dem Empfinden des Lesers. Die Erzählperspektive wechselt zuerst von Jerg in der Dritten Person zu Marga - der Ich-Erzählerin - , um dann jedoch wieder zu Jerg zurückzukehren. So fiel es mir leicht, mich mit Marga zu identifizieren, wobei ich zu Jerg eher Distanz wahren konnte. Der junge, zwar sehr mutige, doch auch oft so dumme Bauer, war mir bis zum Schluß sogar eher unsympathisch. Allerdings: Sein Verhalten und seine Weltanschauung war der damaligen Zeit angepasst und wirkte sehr authentisch.

Die Recherche zum Buch beeindruckte mich am meisten. Egal, was ich im Internet nachlas: Petra Durst-Benning erzählte die historischen Begebenheiten so korrekt wie nur möglich. Der Nachteil, der sich dabei ergibt ist, dass die Geschichte selbst ihr Ende schrieb. Nichts wurde beschönigt, nichts weggelassen. Ein glückliches Ende ist also nur in den Einzelschicksalen zu finden - eine Lösung für das Leid der Bauern sollte sich erst Hunderte von Jahren später finden. Durch die geballte Ladung an Wissen über ein Thema, das doch eher selten von Autoren in einem Roman verarbeitet wird, kann manches Kapitel etwas trockener scheinen. Mir persönlich machte das nichts aus: Ich sog jeden Satz auf und beschäftige mich gedanklich immer noch mit dem Thema. "Die Silberdistel" - ich frage mich immer noch, was der Titel mit dem Buch zu tun haben könnte - ist ein Buch für jeden, der gerne mehr über die Geschichte Deutschlands erfahren möchte.

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