Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme

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Sabine Ebert: Die Spur der Hebamme
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426636954

Informationen zum Buch

Seiten
656

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
"Herr, wir brauchen ein Hurenhaus!"

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Sachsen im Jahre 1173: Die Hebamme Marthe und ihr Mann, der Ritter Christian, könnten mit ihrem Leben glücklich sein, doch da erreicht sie eine schlimme Nachricht: Randolf, Christians ärgster Feind, ist aus dem Heiligen Land zurückgekehrt. Und damit nicht genug: Eines Tages taucht im Dorf jener fanatische Beichtvater auf, dem Marthe und ihre Fähigkeit, die Menschen zu heilen, schon lange ein Dorn im Auge sind. Nur zu gern ergreift er die Gelegenheit, die Hebamme zu denunzieren. Christian will seine Frau in Sicherheit bringen, doch zu spät: Marthe muss sich wegen Hexerei vor einem Kirchengericht verantworten.

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Christiansdorf im Jahre 1173: Sechs Jahre sind seit "Das Geheimnis der Hebamme" vergangen, Marthe und Christian sind glücklich verheiratet und leben nicht weniger glücklich mit ihren beiden Kindern in Christiansdorf. Doch das Glück der beiden soll nicht lange anhalten, wenn es nach Sabine Ebert geht: Ritter Randolf kehrt von seinem Kreuzzug zurück und er wird nicht der einzige Feind alter Tage bleiben, der Marthe und Christian das Leben zur Hölle macht.

Nach viel Lästerei in meiner Rezension über den ersten Teil hatte wohl niemand erwartet, dass ich mich auch auf die Fortsetzung stürze. Vielleicht grenzt es an Masochismus, aber ich hatte tatsächlich ein unbändiges Verlangen (um es mit den Worten der Autorin auszudrücken), wieder mit Marthe und Christian nach Christiansdorf zurückzukehren. Was lag da näher, als auch hier wieder eine Minileserunde durchzuführen, um erneut ordentlich lästern zu können? Die Autorin bleibt erwartungsgemäß ihrem Stil treu, und wenn man vorgewarnt ist, dann ist der Roman wirklich erträglich.

Laut einem Interview mit der "Zeit" wollte Sabine Ebert "doch nur eine Liebesgeschichte" schreiben. Ob sie damit die platte Handlung ganz im Stile der heutigen Seifenopern entschuldigen will? Für eine Liebesgeschichte gibt es - neben all den echten und geplanten Vergewaltigungen - viel zu wenig Sex. Die Charaktere wirken eindimensional: Marthe, Christian und ihre Freunde sind gut, der Rest (ihre Feinde) sind böse. Grauzonen erspart sich die Autorin - vielleicht möchte sie ihre Leserschar nicht überfordern.

Warum also pfeffert man so ein Buch nicht gleich nach den ersten 100 Seiten in die Ecke? Ganz einfach: Dem flüssigen Schreibstil merkt man nicht an, dass man schon wieder 100 Seiten weiter gelesen hat und mal ehrlich: so richtig über ein Buch lästern zu können, macht viel Spaß. Doch wie beim ersten Teil bin ich froh, dass ich gemeinsam in einer Minileserunde über das Buch herziehen konnte, denn alleine hätte ich wohl nicht die Kraft aufbringen können, es zu Ende zu lesen.

Marthe ist für mich ein mittelalterliches Phänomen. Sie kann alles, weiss alles und es würde mich nicht wundern, wenn die Autorin es so hinbiegt, dass sie in einem der nächsten Bücher in Form eines Poltergeistes Alexander Fleming bei der Entdeckung des Penicillins hilft. Bisher kann sie jedoch nur erspüren, wann ihr Mann nach Hause zurückkehrt - von all den dunklen Vorahnungen mal abgesehen. natürlich zieht Marthe auch in diesem zweiten Teil die Männer an wie ein Misthaufen die Fliegen. Sabine Eberts Sprache zeichnet sich vor allem durch eine so exzessive Nutzung von Adjektiven "mächtigster Feind, grausame Folter, erbitterter Kampf auf Leben und Tod, im letzten Moment entkommen..." aus, dass dies schon fast an Fanatismus grenzt.

Flüssiger Schreibstil hin oder her... am Ende ist man sehr froh, dass man Marthe nun doch wieder einigermaßen unbeschadet entkommen konnte. Nach all den zahlreiche Verwicklungen, der ständig gesteigerten Brutalität der BÖSEN gegenüber den GUTEN, die Intrigen und dem seit Dallas abgedroschenen und hier zweifach verwendeten Plot "Die Auferstehung von Totgeglaubten", war ich wirklich entkräftet und dem Suff nahe.

Es gibt aber auch etwas Positives: Neben all der Schmonzette und Gute Zeiten Schlechte Zeiten im Mittelalter Problematik gibt es von der Autorin ein Nachwort über die wahren und erfundenen Begebenheiten. Alle Fans von Marthe aufgepasst: Das Abenteuer geht im Herbst 2008 weiter.

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