Judith Merkle-Riley: Die Stimme

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Judith Merkle-Riley: Die Stimme
Verlag
ET (D)
1989
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
A Vision of Light
ET (Original)
1989
ISBN-13
9783548251035

Informationen zum Buch

Seiten
478

Sonstiges

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England im Jahre 1355: Hexenfeuer lodern von Nord bis Süd, die Pest fordert ihre Opfer, klerikale Eiferer wüten. Die junge energische Margaret von Ashbury, die sich bisher als Gauklerin und Hebamme durchgeschlagen hat, beschließt, die bewegte Geschichte ihres aufregenden Lebens aufzuschreiben. Doch in dieser Zeit ist schon die Vorstellung, dass eine Frau ihre Gedanken und Erfahrungen äußert, pure Ketzerei. Margaret aber lässt sich nicht beirren und folgt ihrer inneren Stimme.

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Judith Merkle-Riley – Die Stimme

Eine mysteriöse Stimme in Margarets Kopf befiehlt ihr Leben niederzuschreiben, in einer Zeit in der Frauen weder Lesen noch Schreiben konnten. Das macht die Hinzuziehung eines Schreiberlings notwendig. Jedoch gestaltet sich die Suche nach einem passenden Gelehrten unerwartet schwierig, denn trotz des hohen Salärs, ist keiner bereit, ihren ungewöhnlichen ja fast ketzerischen Wunsch zu erfüllen. Bis sie auf einen erbärmlich gekleideten und ausgezehrten Mönch trifft, der den Verlockungen einer Mahlzeit und des Geldes nicht widerstehen kann.

Margaret von Ashbury ist eine vom Schicksal gebeutelte Frau in der Blütezeit der Hexenverfolgung und Inquisition. Als ihre Mutter stirbt und ihre neue Stiefmutter zu einer raschen Vermählung Margarets drängt, wird sie kurzerhand an einen wohlhabend scheinenden Pelzhändler gebunden. Dieser ist jedoch alles andere als freundlich zu ihr. Seine mysteriösen Freunde und nächtlichen Besucher und seine brutale Rohheit im Ehebett verängstigen die junge Margaret. Als dann im Ort erste Anzeichen der Pest auftreten fliehen Margaret und ihr Mann. Hochschwanger und nur dünn bekleidet erkrankt sie während des nächtlichen Ausrittes in der Eiseskälte, und ihr Mann lässt sie kurzerhand am Wegesrand zurück. In einer Zeit, in der eine allein stehende Frau wenig bedeutet verdingt sie sich als Heilerin und gelangt als tüchtige Wehmutter unter schwierigen Bedingungen zu einigem Ansehen. Diese Geschichte erzählt Margaret Bruder Gregory, der beim Niederschreiben seine eigenen Gedanken dazu hat, die teilweise recht amüsant, aber auch sehr ernst sind. Oftmals kommt es zu einem Disput zwischen ihm und Margaret, der jedoch durch üppige Mahlzeiten und ein gutes Gehalt schnell vergessen ist. Bruder Gregory zählt bald schon zu einem Teil der Familie, bis sich die Ereignisse überschlagen.

Der Autorin gelingt ein farbiges Bild des mittelalterlichen England. Die sehr spannende Handlung verläuft über zwei Ebenen. Einerseits die Erzählung von Margarets Vergangenheit die der Leser während des Niederschreibens erfährt. Und andererseits die interessanten Gedanken Bruder Gregorys und die heftigen Dispute mit Margaret. Durch das Verweben der Handlungsstränge wird eine durchgehende Spannung erzeugt, die nicht langweilig wird, durch die ständigen Auflockerungen. Die Charaktere wirken glaubwürdig und gewinnen während der fast 500 Seiten an Tiefe, so dass der Verlust Einzelner sehr traurig ist.

Die Sprache des Romans bewegt sich auf mittlerem Niveau und portraitiert die Zeit und ihre Menschen mit einfachen Worten und wenig verschachtelten Sätzen eindrucksvoll. Das Buch liest sich sehr flüssig und wird von einem gewissen Witz und einer leichten Ironie auf die damalige Zeit begleitet, ausgedrückt in den Gedanken Bruder Gregorys.

Das Buch ist bereits 1989 erschienen, und kann als Klassiker der heutigen historischen Romane gesehen werden. Das Buch erhält eine Fortsetzung in dem Buch „Die Vision“ und eine weitere in dem Buch „Die Zauberquelle“. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Kalifornien und ist Dozentin für Politikwissenschaft. Ihre historischen Romane wurden weltweit zu Bestsellern.

Das Buch „Die Stimme“ kann ich uneingeschränkt jedem Fan historischer Romane empfehlen, aber auch als Einstiegsroman in das Genre.

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Im spätmittelalterlichen England lodern von Nord bis Süd die Hexenfeuer, die Große Pest entvölkert Städte und Dörfer, klerikale Eiferer wüten. Da tut eine Frau etwas bisher Undenkbares: Sie folgt einer inneren Stimme, die ihr befiehlt, die unglaubliche und schockierende Geschichte ihres Lebens aufzuzeichnen.

Ein sehr unterhaltsam geschriebener historischer Roman über eine Frau, die das undenkbar tut und Lesen und Schreiben lernt. Ein herrlich sattes farbenprächtiges Gemälde des mittelalterlichen England läßt die Autorin vor dem inneren Auge des Lesers entstehen. Das Leben einer frei geborenen Frau, die Pest und kaltblütigen Ehemann überlebt und ihr Schicksal fest in die eigenen Hände nimmt.

Auch die damals recht verbreitete Gotteserfahrung, der - aus heutiger Sicht - religiöse "Wahn" findet seinen Platz in diesem Buch.

Ich habe das Buch mit Spannung und Genuß gelesen, auch wenn ich die mystischen Abschnitte des Buches ein bißchen zu mystisch und zu bestimmend fand. Alles in allem ein gutes Stück Unterhaltungsliteratur, daß durchaus einen realistischen Einblick in das mittelalterliche Leben Englands gewährt.

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