Brigitte Riebe: Die Sünderin von Siena

Brigitte Riebe: Die Sünderin von Siena

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Brigitte Riebe: Die Sünderin von Siena
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783453265226

Informationen zum Buch

Seiten
560

Sonstiges

Erster Satz
"Wenn du dieses Haus verlässt, bist du tot!"

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Siena 1348: Auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Mann findet Gemma Schutz bei Lina, einer vermögenden Witwe, die ihr Leben den Waisen von Siena widmet. Beide Frauen kämpfen um ihre gesellschaftliche Anerkennung. Doch die rätselhaften Todesfälle zweier unschuldiger Kinder drohen ihnen zum Verhängnis zu werden ...

Als Gemma sich aus den Fängen ihres Mannes befreit, weiß sie, dass ihr ein Leben als ehrbare Frau für immer verwehrt sein wird. Scheidungen sind ein Sakrileg, und so bleibt ihr nur die Flucht. Wie ein Geschenk des Himmels erscheint ihr da die Begegnung mit Lina. Aufopferungsvoll kümmert sich die junge Witwe um die Waisen von Siena und bietet Gemma an, sie zu unterstützen. Doch dann sterben kurz hintereinander auf mysteriöse Weise zwei Kinder, die in Linas Obhut standen. Eine heimliche Obduktion ergibt lediglich, dass die Kinder ohne sichtbare Anwendung von Gewalt zu Tode kamen. Wer ist für die ungeheuerlichen Taten verantwortlich? Einflussreiche Stadtväter, die Lina aus unerfindlichen Gründen zum Schweigen bringen wollen? Gemmas Vater, der Salzhändler mit dunkler Vergangenheit? Ein Wahnsinniger, der nachts auf den Straßen sein Unwesen treibt? Schließlich gerät Gemma selbst in Verdacht, sie wird verhaftet, verhört und als Mörderin angeklagt. Nur ein mutiges Bekenntnis im allerletzten Augenblick könnte sie noch retten ...

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Es war ja mein erster Roman von Brigitte Riebe, doch ich gestehe gleich mal zu Beginn, es wird sicher nicht mein letzter sein.

Denn die Geschichte um die junge Gemma, die ihrem unglaublich bösen und gewalttätigem Mann Lupo di Cecco aus dessen Hause entflüchten kann, hat mich gleich ab der ersten Seite in ihren Bann gezogen. Bildhaft und sehr spannend beschrieben schildert Brigitte in diesem historischen Roman des 14.Jahrhunderts, wie die beherzte Gemma sich aus ihrem eigenen Schicksal zu befreien versucht und dabei auf eine Umwelt stößt, die weitaus komplizierter scheint als es zunächst den Anschein hat. So trifft sie dabei nicht nur auf Mama Lina und ihre liebenswerten Waisenkinder, oder den geheimnisvollen Maler Matteo, sondern sieht sich schon bald darauf verstrickt in widerwärtigen Intrigen und Machenschaften, die all ihrem Denken doch eigentlich so fern liegen. Als dann auch noch zwei der geliebten Waisenkinder auf unerklärliche Weise ums Leben kommen, gilt es zu handeln.

Wunderbar und vor allem fesselnd beschrieben hat es die Autorin doch glatt geschafft mir die Geschichte so nahe zu bringen, dass ich auch schon mal einen Termin verpasst habe. Wobei mir auf lebendige Art die einzelnen Figuren sehr menschlich sowie vielfältig in Fleisch und Blut übergingen. Spontan konnte ich als Leserin meine Lieblinge und deren Gegenstücke ausmachen. Doch auch wenn man gleich vermittelt bekam, wer denn "gut" und "böse" war, so war es lange Zeit nicht klar, in welch verschlungenen Wegen sich alles auflösen wird, und so gab es dann auch zum Schluss eine recht heftige Überraschung, die hier natürlich nicht verraten wird. Einzig eine Frage blieb zum Ende offen und ungeklärt. Allerdings gehöre ich doch eher zu den Leserinnen die nicht alles bis ins letzte Detail zerredet haben müssen.

Für mich ein sehr empfehlenswerter Buchtipp in der historischen Romanecke.

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Gemma führt eine unglückliche Ehe mit Lupo. Die Situation wird so furchtbar für sie, dass sie aus dem gemeinsamen Haus flieht und durch Zufall in einer Stätte für Waisenkinder landet. Jedoch wird ihr nur eine kurze Verschnaufpause gegönnt, bis sich die Dinge anfangen zu überschlagen und für Gemma eine gefährliche Wendung nehmen.



Von Anfang an ist Gemma die klare Sympathieträgerin unter den Charakteren. Die meisten anderen Charaktere sind teilweise sehr schwer einzuschätzen und bei vielen kann man bis zum Ende nicht erkennen, auf welcher Seite sie jetzt stehen. Jedoch lassen sich auch die meisten Personen nicht eindeutig einer Seite zuweisen: Viele Charaktere haben sowohl positive, als auch negative Eigenschaften. Außerdem sind viele Personen nicht das, was sie zu sein scheinen oder vorgeben zu sein. Auch gibt es keinen strahlenden Helden in dem Sinne, sondern einfach nur Menschen mit ihren Stärken und Schwächen, die nun mal oft nichts heldenhaftes an sich haben. Genau diese Eigenschaft hat mich von den Personen voll und ganz überzeugt.



Das Buch beginnt dabei mitten im Geschehen und gewährt dem Leser quasi keine Atempause. Es liest sich sehr schnell und flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Schön auch, dass der historische Kontext geschickt eingebunden wird und das Siena im 14. Jahrhundert ziemlich lebendig vor dem Auge des Lesers erschaffen wird. Zur besseren Vorstellung der Stadt, trägt auch die Karte, die in den Buchdeckel der HC-Ausgabe gemalt ist, bei.



Problematisch waren für mich zu Beginn zur die zahlreich auftretenden Personen, mit natürlich italienischen Namen, bei denen ich eine Zeit gebraucht habe, bis ich alle richtig zuordnen konnte. Da wäre ein Personenregister vielleicht eine gute Lösung.



Die Auflösung des Buches hatte für mich einige Überraschungen parat und bis auf dass ein kleiner Handlungsstrang nicht mehr weiter ausdetailliert wurde, hat mir das Ende sehr gut gefallen. Auch sehr positiv finde ich die ausführlichen geschichtlichen Informationen, die sich im Anhang befinden und in denen auch explizit erklärt wird, was im Buch wahr und was nur Fiktion ist.



Insgesamt ein wunderschönes Buch, das mir sehr angenehme Lesestunde beschert hat und das ich auf jeden Fall weiter empfehlen werde.

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