Iny Lorentz: Die Tatarin

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Iny Lorentz: Die Tatarin
Verlag
ET (D)
2004
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ET (Original)
2004
ISBN-13
9783426628577

Informationen zum Buch

Seiten
590

Sonstiges

Erster Satz
Die Felsgruppe stieg unvermittelt aus der endlos scheinenden Steppe empor, so als habe ein Riese sie zum Scherz dorthin geworfen.

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Russland im Jahre 1707: Das Leben der jungen Tartarin Schirin ändert sich jäh, als ihr Vater, der Khan, nach einem missglückten Aufstand von den Russen gefangen genommen wird. Die Sieger fordern den Khan auf, ihnen einen Sohn als Geisel zu stellen. Doch der älteste seiner Söhne ist bereits tot und der jüngste noch zu klein. Also wird Schirin kurzerhand in Männerkleider gesteckt und unter dem Namen ihres toten Bruders an die Russen ausgeliefert. Für Schirin beginnt eine harte Zeit, in der sie nicht nur ihre wahre Identität verheimlichen, sondern auch ihre aufkeimenden Gefühle für einen jungen Russen aus feindlichem Lager verbergen muss ...

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Schirin, Tochter des Tatarenführers Möngür Khan und einer russischen Sklavin, ist entbehrlich und so wird sie als Geisel kurzerhand in Männerkleidung gesteckt und den Russen übergeben, weil ihr Vater nicht auf seinen einzigen noch lebenden Sohn verzichten möchte. Schirin macht sich also als Mann in Gesellschaft einer Gruppe anderer tatarischer Geiseln und unter der Führung von Hauptmann Sergej Tarlow auf den Weg nach Moskau, um von Zar Pjotr Alexejewitsch (Peter der Große) zu erfahren, wie ihr Leben in Zukunft aussehen wird. Dabei muss sie nicht nur gegen Piraten kämpfen, sondern auch darauf achten, dass ihre Tarnung nicht auffliegt - was in einem Regiment mit mehreren hundert Soldaten nicht einfach ist.

Erneut begeben wir uns mit Iny Lorentz in das Reich der Frauen in Männerkleidung. Zuletzt lasen wir davon in "Die Kastratin" und tatsächlich erschien mir "Die Tatarin" nun auch als die gleiche Geschichte in einem anderen historischen Gewand. Typisch für Iny Lorentz' Schreibstil ist das Eintauchenkönnen in die Handlung. Schon von der ersten Seite an ist man "drin" und die Seiten blättern sich fast von alleine um. Auch den Schauplatz Russland fand ich sehr gelungen und ähnlich wie im Buch "Die Fürstin" erhält man viele Informationen über den Krieg der Schweden gegen Russland, das Wodkatrinken und die Russen selbst. Trotz dieser Informationen bleibt das Buch gut lesbar und nur die vielen russischen Namen können zu einer leichten Verwirrung beitragen.

Wie auch in "Die Kastratin" fühlt Hauptmann Sergej Tarlow sich im Laufe der Zeit (unerklärlicherweise) zu Schirin, die er nur als Bahadur kennt, hingezogen. Im Gegensatz zu "Die Kastratin" wird er zum Glück nicht von einer fast unkontrollierbaren Leidenschaft befallen, die ihn gleichgültig gegenüber dem anderen Geschlecht macht und so fügt sich besonders am Ende alles sehr harmonisch zusammen.

Neben dem nochmals durchgekauten "Frauen-in-Männerkleidern" sind es vor allem die zufällig-konstruierten Verwicklungen, die mich störten. Vielleicht liegt es daran, dass ich schon so viel vom Autorenteam Iny Lorentz gelesen habe, aber inzwischen kann mich die Handlung fast nicht mehr überraschen. Beginn eine Szene, kann ich schon mit 95%iger Sicherheit voraussagen, wie sie ausgehen wird und ganz ehrlich: Schirin hat mich über lange Strecken fürchterlich genervt. Sie erscheint oft zu perfekt,ihr fällt alles sehr leicht, fast nie verlässt sie ihr Glück und bei manchen Szenen habe ich gar erwartet, dass sie nun ihr Wonderwoman-Kostüm auspackt und den Krieg ganz alleine gewinnt. Sie ist intelligent, sieht sogar als Mann wunderschön aus, ist stolz und hat hohe moralische Vorstellungen.

Anderersteits stellte ich immer wieder fest, wie schnell sich das Buch doch lesen ließ. Typisch Iny Lorentz - die Seiten flutschten und so las ich "Die Tatarin" trotz der oben erwähnten Kritikpunkte sehr gerne und wurde optimal unterhalten. Da verzeiche ich auch gerne mal etwas Unlogik und eine gewisse Genervtheit.

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Mit dem Buch "Die Tatarin", das 2004 im Knaur Verlag veröffentlicht wurde, hat die aus Köln stammende Iny Lorentz ihrem 4. Erfolg zu verbuchen. Wie auch bei ihren anderen Erfolgromanen, handelt es sich hier um eine Vermischung von Liebes- und Historischenroman. Wobei jedoch nie der Eindruck entsteht, dass es sich um ein Trockenesgeschichtsbuch handelt - vielmehr steht stets die Liebesgeschichte zwischen der jungen Tatarin Schirin und dem jungen russichen Offizier Tarlow im Mittelpunkt. Dabei treten jedoch allerhand Probleme auf, die den Leser zum Lachen aber auch zum Mitfühlen bewegen. Dabei wird der Leser einige Parallelen zu Iny Lorentz anderen Büchern "Die Goldhändlerin" und "Die Kastratin" erkennen. Insgesamt also für jeden der diesen Mix zwischen Geschichte und Liebe mag ein empfehlenswertes Buch. Für mich bislang neben "Der Wanderhure" das beste Buch von Iny Lorentz!!!

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