Jennifer Donnelly: Die Teerose

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Jennifer Donnelly: Die Teerose
Verlag
ET (D)
2003
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Tea Rose
ET (Original)
2002
ISBN-13
9783822506172

Informationen zum Buch

Seiten
685

Serieninfo

Sonstiges

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London 1888, eine Stadt im Aufbruch: Während in den Gassen von Whitechapel das Laster blüht, träumt die 17jährige Fiona von einer besseren Zukunft. Als Packerin in einer Teefabrik beweist die junge Irin ihr Gespür für Tee, für seinen warmen, intensiven, betörenden Duft, für die köstlichsten Sorten und exotischsten Mischungen. Doch dann muss Fiona ihren Verlobten Joe verlassen und sich im New York der Jahrhundertwende eine Existenz aufbauen ...

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London 1888. Während Jack the Ripper mit seinen bestialischen Morden die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt, träumen die neunzehnjährige Fiona, die für einen Hungerlohn in einer Teefabrik arbeitet, und ihr Freund Joe von einer glücklichen Zukunft als Besitzer eines kleinen Ladens. Jeder Penny, den sie abknapsen können, wird eisern gespart, damit ihr gemeinsamer Traum in Erfüllung gehen kann.

Doch innerhalb kürzester Zeit stellen mehrere traumatische Ereignisse Fionas Leben dermaßen auf den Kopf, wie sie es sich nie hätte vorstellen können. Nachdem Fiona auch noch ihren ehemaligen Chef, einen mächtigen und skrupellosen Mann, zutiefst gekränkt hat, bleibt ihr nur noch, sich so schnell wie möglich aus London abzusetzen und ihr Glück woanders zu suchen - in New York, wo ihr Onkel lebt ...

Literarisch ist das Buch bestimmt kein ganz großer Wurf, dafür gibt es zu viele Klischees und vorhersehbare Handlungselemente. Trotzdem ist die Geschichte der schicksalsgeplagten Fiona packend erzählt und genau das Richtige für ein paar gemütliche Lesestunden am Kamin oder am Strand, am besten mit einer Tasse Tee oder auch einem Glas Eistee in der Nähe.

Die Atmosphäre der beiden ganz unterschiedlichen Metropolen mit all ihren Facetten, von der beklemmenden Enge heruntergekommener Armenviertel bis zu den strahlend erleuchteten Schlemmertempeln der Superreichen werden Orte und Menschen lebendig, so plastisch geschildert, dass man die Handlung wie einen Film vorm inneren Auge sehen kann.

Einige Szenen sind hart an der Kitschgrenze, doch Fiona und ihre Weggefährten haben mich berührt und zum Mitfiebern animiert. Das Buch ist eben so richtig schön was fürs Herz.

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Den vielen begeisterten Meinungen zu "Die Teerose" kann ich mich nicht anschließen, schlecht fand ich es jedoch nicht. Positiv kann ich anmerken, dass das Buch auf jeden Fall ein toller Schmöker ist, in den man sich so richtig schön versenken kann. Die Charaktere sind lebendig gezeichnet, ich hatte sie während des Lesens direkt vor Augen. Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, so dass ich immer wieder gerne ein paar Kapitel "nachgeschoben" habe, obwohl ich eigentlich aufhören wollte zu lesen.

Doch je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr haben mich gewisse Kleinigkeiten genervt. Die ganzen Zufälle, z.B. dass Fiona immer wieder von einem Vertreter männlichen Geschlechts aus der Patsche geholfen wird, fand ich unglaubwürdig, ebenso wie der geschäftliche Erfolg von Joe und Fiona. Auch das Ende hätte meiner Meinung nach schon viel früher kommen können, da hätte ich beide Figuren (und Roddy, der auch einiges zur Aufklärung gewisser Dinge hätte beitragen können) einfach nur schütteln mögen. Die Einbeziehung von Jack the Ripper fand ich ok, hätte von mir aus aber auch nicht unbedingt sein müssen.

Wer sich daran nicht stört, für den ist "Die Teerose" der ideale Schmöker. Ich kann nur eine durchschnittliche Bewertung vergeben.

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#1 Rezensent
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Die 17jährige Fiona Finnegan wächst in ärmlichen, aber glücklichen, Verhältnissen auf und mit ihrem kargen Lohn, den sie als Teepackerin bei Burton verdient, greift sie ihrer Familie finanziell unter die Arme. Doch ihr Traum ist es, mit ihrem Freund Joe Bristow einen eigenen Laden aufzumachen. Als Fionas Vater bei einem Unfall am Hafen ums Leben kommt beginnt nur eine Reihe von schweren Schicksalsschlägen, an denen Fiona entweder zerbricht oder an Stärke gewinnt. Geschlagen aber noch nicht ganz besiegt macht sie sich auf die Reise nach New York, um dort ihr Glück zu versuchen. Doch der Gedanke an Rache lässt sie niemals los. Rache an dem Mann, der sie und ihre Lieben ins Unglück gestürzt hat.

"Die Teerose" ist ein Buch, in das man eintauchen und sich wohlfühlen kann. Die Recherche, die Jennifer Donnelly betrieben hat, ist zwar nicht der Rede wert - historische Begebenheiten und Personen werden verbogen oder ignoriert - aber die Geschichte ist spannend und so lebendig, dass man einfach weiterlesen muss. Manchmal muss Fiona ein paar Schicksalsschläge zu viel ertragen und das Ende gerät etwas rührselig und überzeichnet. Doch die Atmosphäre des viktorianischen London, die dunklen Gassen, in denen sich Jack The Ripper herumtreibt, das geschäftige London... all das ließ mich in die Geschichte eintauchen und zeichnete farbige Bilder vor meinen Augen.

Gerne hätte ich etwas mehr über die Geschichte des Tees und der Teeproduktion der damaligen Zeit erfahren. Anfangs kommt dieses Thema so kurz, dass ich mich gefragt habe, warum das Buch überhaupt so einen Titel erhält. Später wird dem Tee und den schönen Teerosen aber mehr Platz eingeräumt. Das Buch steht ganz unter dem amerikanischen Traummotto "Vom Tellerwäscher zum Millionär" und ist dabei so mitreißend erzählt, dass einem der (etwas ausgelutschte) Plot einer jungen Frau, die alles ertragen muss und dennoch als Siegerin hervorgeht, gar nicht stört.

Dies mag jetzt vielleicht etwas negativ klingen, aber Jenniffer Donnelly hat einfach eine wunderschöne Art, mich mit ihrer Geschichte gefangen zu nehmen. Idealerweise liest man dieses Buch bei Sturm und Regen mit einer heißen Kanne Assam Tee!

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Die siebzehnjährige Packerin Fiona träumt im London des 19. Jahrhunderts von einem neuen Leben, einer besseren Zukunft. Dies möchte sie gemeinsam mit ihrem Verlobten Joe füjrem, doch dann kommt alles anders, als sie denkt...

"Die Teerose" ist ein ausgesprochenes Wohlfühlbuch, ein Buch das man beginnt und dann gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Sprache ist wunderschön und der Autorin ist es sehr gut gelungen, mich ins London des 19. Jahrhunderts zu versetzen. Ich konnte Personen und Handlungsorte förmlich vor mir sehen, und jedes Gesicht bekam nach sehr kurzer Zeit viel Charakter und Audruck. Als sehr angenehm habe ich es auch empfunden, daß die Geschichte nicht nur über kurze Wochen oder Monate, sondern über viele Jahre hinweg handelt. Das macht so manche Wendung etwas glaubhafter - womit ich auch schon bei den Kritikpunken bin. Leider gab es so manche Stelle und Begebenheit, die ich als zu klischeehaft oder vorhersehbar empfunden habe. Mir persönlich hätte etwas weniger Romanze sehr gut gefallen, dafür hätte ich mich über mehr Hintergrundinfos zum Zeitraum der Handlung sehr gefreut. Auch das Thema "Tee" wurde nur sehr oberflächlich behandelt, dazu hätte ich mir mehr erwartet.

Die kleinen Schwächen mindern jedoch das Lesevergnügen kaum, sodaß ich das Buch gerne weiterempfehlen kann.

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Ich hatte von dem Buch nur gutes gehört und war schon sehr gespannt, wie es mir denn gefallen würde. Ich kann nur sagen, wunderschön. Die Atmosphäre welche Donelly in ihrem Roman schafft, ist mitreißend und sehr realistisch. Jeder Charakter hat seine starken und seine schwachen Seiten. Daher wirken sie real und sympatisch. Man leidet mit ihnen mit. Man verfolgt, wie sie sich selber die Beine stellen, sich dann aber auch aus eigener Kraft wieder hochrappeln und versuchen das Beste aus jeder Situation zu machen. Durch den Schreibstil ließt es sich flüssig und leicht. Fiona ist ein sehr schöner Charakter. Sie ist eigenwillig, eifersüchtig, stark, zielstrebig, glaubt an sich und ihren Freunden immer treu ergeben. So jemanden würde man auch gern als Freundin haben. So folgt man gespannt ihrer Geschichte und ihrem Weg.

Als einzigen Mangel empfand ich, dass nicht näher auf die Teesorten und deren Besonderheiten eingegangen wurde. Den kriminalistischen Teil fand ich nicht so gelungen. Ich hatte sehr schnell einen Verdacht und der wurde mir dann auf den letzten Seiten auch bestätigt.

Ich kann das Buch nur empfehlen und werde es selber bestimmt auch nocheinmal lesen.

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Ich habe mir die Teerose gekauft, weil ich glaubte, mir mal wieder ein "London"-Buch zu gönnen. Ich hatte den Klappentext nicht gelesen - um nicht zu viel von der Handlung vorweg zu nehmen - und war deshalb überrascht, dass ein guter Teil des Buches in New York spielt. Erstaunlicherweise hat diese Tatsache mich im Nachhinein am wenigsten gestört. Denn ich bin in dem Buch auf mehrere andere Dinge gestossen, die ich persönlich an Büchern nicht mag: Da wäre zunächst die Hauptperson. Ja, Fiona wird als eigenwillig und nicht ihrer Zeit angepasst dargestellt, ABER gleichzeitig ist sie auch überaus kreativ, arbeitsam, morlisch unangreifbar, wunderschön, ... das könnte ich so weiterführen. Ich mag einfach (Haupt-) Personen nicht, die quasi perfekt sind (bis auf kleine Fehler, die man aber überaus gerne verzeiht).

Dann der Stil des Buches: Es gibt Stellen, da musste ich Lachen, weil eine kleine Szene gut gelungen war (z.B. beschwert sich ein alter Arbeiter über den schlechten Geschmack des Lagers (Bier), er trinkt aber gerade Champagner - sehr schöne Konfrontation der Welten arm und reich). An anderen Stellen musste ich lachen, weil es so schwülstig wurde: "Sein großes und edelmütiges Herz stockte und blieb stehen." Das war mir ein bisschen zu viel. Wie ich der Rezension für "Die Winterrose" entnehme, scheint die Autorin langwierige Verwicklungen zu mögen, in denen der Knackpunkt ist, dass jeder jedem anderen (insbesondere der Hauptperson) Dinge verheimlicht, die den Handlung, wären sie bekannt, immens verkürzen würden. In der "Teerose" wird gerade zum Ende hin eine dieser Verwicklungen bis ins unerträgliche ausgedehnt.

Zum Abschluss noch ein Lob: Die Gegenüberstellung von arm und reich, die Lebensverhältnisse und daraus entstehenden Schwierigkeiten werden dem Leser deutlich vor Augen geführt und erinnern daran, dass sich auch heute die Verhältnisse nicht grundlegend geändert haben.

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