Norbert Klugmann: Die Tochter des Salzhändlers

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Norbert Klugmann: Die Tochter des Salzhändlers
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783899777062

Informationen zum Buch

Seiten
327

Sonstiges

Erster Satz
Die Frau schrie, und Paul flog in Lilis Arme.

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Handlungsort

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Lübeck, Silvester 1599. Die Frau des angesehenen Salzkaufmanns Heinrich Schelling bringt mit Unterstützung der Hebamme Trine Deichmann ein Kind zur Welt. Das Neugeborene weist eine seltsame Missbildung auf: Seine zusammengewachsenen Beine sehen aus wie der Schwanz einer Nixe. Bei der schweren Geburt stirbt die Mutter; ihre Leiche verschwindet spurlos. Kurz darauf ist auch ihr Mann unauffindbar. In der Stadt entbrennen heftige Diskussionen über die Hebammen, deren teils magisch wirkende Praktiken sie zum neuen alten Feindbild werden lassen. Besorgt um den Ruf ihres Standes, macht sich Trine Deichmann zusammen mit Lili, der ältesten Tochter des Salzhändlers, auf die Suche nach den Verschwundenen und macht dabei eine unglaubliche Entdeckung.

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Am letzten Tag des Jahres 1599 liegt in Lübeck Martha Schelling, Ehefrau eines einflussreichen Salzhändlers, in den Wehen, unterstützt von der erfahrenen Hebamme Trine Deichmann. Doch trotz ihres Erfahrungsschatzes kann Trine das Unglück nicht verhindern: Martha überlebt die Geburt nicht, und das Kind ist zwar am Leben, aber missgebildet, das, was das einfache Volk ein Monster nennt.

Die dreizehnjährige Lili Schelling ist untröstlich und wacht Tag und Nacht bei der Leiche ihrer Mutter - bis sie morgens in ihrem eigenen Bett erwacht und kurz darauf feststellen muss, dass die Tote spurlos verschwunden ist, ebenso der Vater.

Lili ist nun alleine mit ihrem jüngeren Bruder Paul, weigert sich jedoch, zu ihrer Tante zu ziehen, die ein Auge auf Schellings Salzgeschäft geworfen hat.

Trine Deichmann hat währenddessen noch ganz andere Sorgen: immer häufiger werden Stimmen laut, die sie und ihre Berufskolleginnen als Hexen geißeln, die die gebärenden Frauen mit uralten, überkommenen Mitteln traktieren, statt diese Aufgabe den Ärzten zu überlassen. Es bleibt nicht bei Geflüster, sondern kommt zu einer handfesten Hetzkampagne gegen die städtischen Hebammen, die angeblich ihr Berufsethos verletzt haben sollen ...

Für einen historischen Roman ist das Buch mit gut 300 Seiten eher dünn, inhaltlich aber gut gefüllt.

Der Stern der Hanse ist im Sinken, das Gemeinschaftsgefühl ebenso, jeder Kaufmann wird zum Einzelkämpfer. Die Jahrhundertwende beflügelt die Phantasie, Weltuntergangsszenarien tauchen auf. Währenddessen tun Trine Deichmann und ihre Kolleginnen ganz bodenständig und kompetent ihre Arbeit und werden dafür von Neidern verunglimpft. Lübeck ist in mehrfacher Hinsicht in Aufruhr.

Vor dieser detailreich und lebensecht gezeichneten Kulisse spielt sich das Drama der Familie Schelling und die Existenzängste der Hebammen ab, und Lili und Paul kommen einem grausigen Geheimnis auf die Spur.

Vielleicht gibt es ein paar merkwürdige Gestalten zu viel in diesem Buch, und am Schluss wird viel zu dick aufgetragen. Dafür sind die Hauptfiguren - Lili, Paul, der verknöcherte und doch gutherzige Buchhalter Jütte, Trine und ihr treuer, tatkräftiger Mann - sehr sympathisch, und die Atmosphäre der Lagerschuppen am Hafen und des Handelskontors voller Kontobücher, der Schenken und der Geburtszimmer lässt sich fast mit Händen greifen.

Vom übertriebenen Ende abgesehen eine schöne historische Lektüre. Der Titel gefällt mir im übrigen nicht, viel zu nichtssagend, und nicht nur Lili Schelling steht im Mittelpunkt des Geschehens ...

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