Linda Holeman: Die Tochter des Seefahrers

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Linda Holeman: Die Tochter des Seefahrers
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Devil on her tongue
ET (Original)
2014
ISBN-13
9783442482610

Informationen zum Buch

Seiten
704

Sonstiges

Originalsprache
kanadisch-englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Estra ging jeden Morgen bei Sonnenaufgang über das einsame Ende des Strands von Calheta und suchte nach Meeresschnecken und kleinen Kostbarkeiten.

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Portugal 1745: Auf einer kleinen, von Armut geplagten Insel wächst die junge Diamantina auf. Trost findet sie in den Geschichten ihres Vaters Arie, eines Seefahrers, der ihr oft von fernen, faszinierenden Ländern erzählt. Als Arie sein Glück in Südamerika sucht, träumt auch seine Tochter davon, die karge Insel zu verlassen. In ihrer Not nimmt sie den Antrag des Weinbauern Bonifacio an und geht mit ihm nach Madeira. Doch die Ehe wird zum Gefängnis. Den einzigen Ausweg sieht die junge Frau in der Flucht in die Neue Welt. Schon bald aber muss Diamantina sich fragen, wo ihr Herz sie wirklich hinzieht, denn zwischen ihr und Bonifacios Bruder Espirito entsteht eine zarte Liebe ...

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Diamantina, ein Leben auf Madeira

Im 18. Jahrhundert auf einer kleinen Insel vor Madeira wächst Diamantina auf. Sie ist die Tochter eines niederländischen Seemanns und einer geheimnisvollen Frau, die schon lange auf der Insel lebt. Für die Menschen dieser Insel ist das Leben nicht leicht. Gerade für Diamantina und ihre Mutter sind Hunger und Armut ein ständiger Begleiter. Arie, der Seemann hat seine Familie verlassen, als die Tochter noch nicht ganz erwachsen ist. Sie träumt ständig davon dem Vater nach Brasilien zu folgen, aber das Schicksal meint es anders mit ihr und so führt sie ihr Weg zunächst nach Madeira, wo sie Arbeit und ein neues Leben findet.

Hier wird die Lebensgeschichte einer jungen Frau erzählt, das heißt eigentlich erzählt Diamantina ihre Geschichte selbst. Die Ich-Perspektive sorgt dann auch dafür, dass der Leser direkt bei ihr ist und ihre Höhen und Tiefen miterlebt. Es fällt leicht mit dem Mädchen zu gehen und ihr dabei zuzuschauen, wie sie ihr Leben gestaltet. Sie wächst auf als Mischlinkskind zwischen einem niederländischen Seemann und einer algerischen Frau, die zudem auch noch als Heilerin arbeitet. Auf dieser kleinen Insel bringt das schnell Probleme mit sich. Die Menschen leben im katholischen Glauben, und dass die Mutter eben nicht katholisch ist und der Vater früh wieder fort ist, sorgt für Spannungen. Nicht jeder ist diesen beiden Protagonisten zugetan. Diese Spannungen zwischen den Menschen sind wunderbar eingefangen und wiedergegeben. Gerade der Dorfpfarrer sorgt dafür, dass die Frauen nicht unbedingt in die Dorfgemeinschaft aufgenommen werden.

So wurden Diamantina viele Steine in den Weg gelegt, denn im 18. Jahrhundert war es einer Frau nicht gestattet, ihr Leben selbst zu bestimmen. Sie musste bald erkennen, dass sie sich fügen muss, wenn sie ihre Ziele erreichen will. Ganze 20 Jahre darf der Leser sie nun begleiten und erleben wie aus einem kleinen Mädchen, welches zunächst behütet aufgewachsen ist, eine starke Frau wird, die ihr Leben eben doch selbst in die Hand nimmt. Zunächst lebt sie auf der kleinen Insel und später führt ihr Weg nach Madeira. Ihr Leben nimmt Wendungen, die sie selbst nicht für möglich gehalten hätte. Dabei lernt sie Menschen kennen, die ihr ans Herz wachsen und die sie nicht enttäuschen will. Es gibt aber auch Charaktere, die sie vielleicht lieber nicht getroffen hätte. Denn auch die weniger netten Protagonisten sind gut beschrieben und sorgen für ein wenig Dramatik in der Geschichte.

Der historische Hintergrund ist wunderbar in die Geschichte eingearbeitet, so dass der Leser das Leben dieser Zeit und auf den Inseln gut nachverfolgen und verstehen kann. Gerade was die Frauenrolle betrifft, ist es der Autorin gelungen, authentisch zu schreiben. Es macht einfach Spaß die Geschichte von Diamantina zu lesen. Zudem gibt es interessante Einblicke in das Leben dieser Zeit und einige historische Ereignisse sind auch glaubhaft mit eingearbeitet.

„Die Tochter des Seefahrers“ ist eine einfühlsame Geschichte einer jungen Frau, mit ihren Höhen und Tiefen. Es zeigt von dem Leben der Zeit und hält eine schöne Liebesgeschichte parat.

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Die Reise ihres Lebens...

Als Fan historischer Romane und auf der Suche nach spannender Urlaubslektüre bin ich über dieses seitenstarke Buch gestolpert. Und da mich der Klappentext sehr ansprach und ich von der Autorin bisher noch nichts gelesen hatte, startete ich einfach mal einen Versuch.

Das Buch ist in vier Teile untergliedert und die Handlung spielt über einen Zeitraum von 20 Jahren, beginnend ab 1745. Es handelt sich um einen reinen historischen Roman, der nur in der Vergangenheit spielt und keine Gegenwartshandlung beinhaltet, was mir gut gefallen hat.

Durch die Handlung führt uns die Ich- Erzählerin Diamantina, die zu Beginn der Geschichte 13 Jahre alt ist. Ihr Vater verlässt die Familie, um wieder zur See zu fahren. Diamantina würde ihn nur zu gern begleiten, doch sie wagt es nicht ihre Mutter allein zu lassen. Die beiden Frauen leben unter ärmsten Verhältnissen und die junge Diamantina sieht keinen anderen Ausweg mehr als zu heiraten und die alte Heimat zu verlassen. Ob das die richtige Entscheidung war?

Die Autorin schildert die Ereignisse um unsere Protagonistin, mit dem sehr eigenwilligen Namen, sehr detailliert und mit einer bildhaften Sprache, die mich zum Träumen eingeladen hat.

Aufgrund der Erzählperspektive erfahren wir sehr viel über Diamantina und erleben zudem ihre gesamte Gefühlswelt mit, was ich als gelungen empfand. Besonders gefallen hat mir das innige Verhältnis zwischen Vater und Tochter, denn trotz der weiten Entfernung hielten sie Kontakt und waren gedanklich immer bei einander.

Das Schicksal unserer Protagonistin wusste auf Anhieb zu fesseln. Linda Holeman gelang es sehr gut ein authentisches Frauenbild der damaligen Zeit zu schaffen. Zudem ist die Lektüre ungemein kurzweilig.

Gut gefallen haben mir außerdem die Beschreibungen von Madeira, da hatte man direkt das Gefühl selbst vor Ort zu sein.

Fazit: Ein gelungener Schmöker, der zum Träumen einlädt. Urlaub für den Kopf... Lesenswert!

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