Ken Follett: Die Tore der Welt

Hot
 
3.0 (2)
 
0.0 (0)
1670   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Ken Follett: Die Tore der Welt
ET (D)
2008
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
World without End
ET (Original)
2007
ISBN-13
9783785723166

Informationen zum Buch

Seiten
1120

Sonstiges

Erster Satz
Gwenda war acht Jahre alt, aber sie fürchtete sich nicht vor der Dunkelheit.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)
Wir schreiben das Jahr 1327: Am Tag nach Allerheiligen werden vier Kinder aus der Stadt Kingsbridge Zeugen eines Kampfes - und eines tödlichen Geheimnisses.Caris, Tochter eines Wollhändlers und Nachkomme von Jack Builder, hat den Traum, Ärztin zu werden. Merthin, ein Nachfahre von Toms Stiefsohn Jack, dem Erbauer der Kathedrale, hat dessen Genie und rebellische Natur geerbt. Sein Bruder Ralph strebt den Aufstieg in die Ritterschaft an. Gwenda, Kind eines Tagelöhners, will nur ihrer Liebe folgen. Und da ist noch Godwyn, Caris' Vetter, der entschlossen ist, Prior von Kingsbridge zu werden - um jeden Preis.Stolz und Rache, Ehrgeiz und Liebe wird das Leben dieser Menschen bestimmen. Sie werden Reichtum und Armut, Krieg und Pest erleben. Und immer wird der Schwur sie verfolgen, den sie an jenem schicksalhaften Tag leisteten.

Autoren-Bewertungen

2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0  (2)
Charaktere 
 
3.0  (2)
Sprache & Stil 
 
3.0  (2)
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0

Kingsbridge im 14. Jahrhundert. Prior Philip, Jack Builder und Lady Aliena aus "Die Säulen der Erde" sind längst Geschichte. Neben der Wollhändlerstochter Caris und dem Armeleutekind Gwenda sind auch die Brüder Ralph und Merthin, Nachfahren von Jack und Aliena, beim Spiel im Wald, als sie ein Scharmützel zwischen mehreren Rittern beobachten. Der Besiegte vergräbt ein Dokument und fleht Merthin an, das Versteck erst zu verraten, wenn er selbst gestorben ist.

Zehn Jahre später geht Merthin bei einem Baumeister in die Lehre und legt einiges Talent an den Tag, als die Brücke einstürzt, die Kingsbridge mit dem Rest der Welt verbindet, und er vom Bau einer neuartigen Steinbrücke baut. Doch davon muss erst einmal der Rat und vor allem der mächtige Prior des Klosters überzeugt werden ...

Soweit die beiden großen Aufhänger des Nachfolgeromans zu Folletts Klosterbau-Bestseller. Wieder gibt es auf fast 1300 Seiten Liebe und Leid, Intrigen und Geschäfte, Pest, Kampf und Tod unter Adel, Klerus, Bürgerschaft und Unfreien. Als großes Bauprojekt steht diesmal neben Renovierungen und Umbauten in Kathedrale und Kloster die Brücke im Mittelpunkt. Zum Mönchskloster ist ein Nonnenkonvent gekommen, der in ständigem Wettstreit mit den Mönchen steht. Und natürlich ist auch der historische Hintergrund mit dem mysteriösen Tod von König Edward II. und der rätselhaften Rolle seiner Frau Isabella nicht ganz unwichtig.

Das Schöne an diesem flüssig und detailreich geschriebenen Historienschmöker ist, dass man die "Kingsbridger" so lang begleitet, dass man die Familien über mehrere Generationen kennt, die Ratssitzungen gespannt verfolgt, auf denen über Neuerungen in der Gesetzgebung, Erbstreitigkeiten und Rechte diskutiert wird und das Wüten der Pest mit Entsetzen beobachtet.

Follett fährt ein ganzes Heer an Figuren auf, wobei es nicht allzu schwer fällt, den Überblick zu behalten, da die Charakterzeichnung eher schablonenhaft geraten ist - die Guten sind ein bisschen zu gut und vor allem die Bösen ein bisschen zu böse. Und die „starken“ Frauen natürlich auch um einiges zu fortschrittlich. Dass man am Ende genau weiß, welche Haarfarbe welche Frau an strategisch wichtigen Stellen hat, wäre in meinen Augen nicht zwingend notwendig gewesen, und einige Handlungsmuster wiederholen sich, etwa das ewige Palaver vor wichtigen personellen Entscheidungen. Wer von wem schwanger wird, ist auch meist schon weit im Vorfeld zu erahnen.

Diese Flachheiten sind ein wenig schade, qualitativ gibt es deutlich hochwertigere historische Romane. Wer aber einen schönen dicken Schmöker für einen faulen Tag sucht und nichts gegen ein paar Seifenoper-Elemente einzuwenden hat, ist hiermit sicherlich gut bedient.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
3.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
3.0



Gwenda ist die Tochter eines Tagelöhners, Caris Vater ist ein erfolgreicher Wollhändler, Ralph und Merthin sind die Söhne eines verarmten Ritters, der es sich nur leisten kann, einem seiner Söhne, nämlich Ralph, eine kriegerische Ausbildung zukommen zu lassen, während Merthin in eine Zimmermannslehre geschickt wird. Die vier Kinder beobachten, wie ein Ritter von zwei Bewaffneten verfolgt und im Kampf schwer verletzt wird. Die Kinder schwören einander darüber zu schweigen, und Merthin behält für sich, dass der Ritter nach dem Kampf einen Brief versteckt hat, der der Grund für den Angriff war. Im Laufe des Buches erleben wir, wie die Figuren erwachsen werden und ihren jeweiligen Lebensweg gehen, der in einigen Fällen längst nicht so gerade ist, wie man vermuten würde und auch das Geheimnis um den Brief taucht immer mal wieder auf.

Ich weiß noch, dass mir die "Säulen der Erde", als ich es vor vielleicht 15 Jahren das erste Mal gelesen habe, hervorragend gefallen hat. Als ich dann erfahren habe, dass Ken Follett eine Fortsetzung geschrieben hat, auch wenn sie einige Generationen später spielt, war ich erfreut und neugierig. Die Befürchtung, es könnte schlechter sein als sein Vorgänger und ein bisschen Geiz haben mich zwar davon abgehalten mir "Die Tore der Welt" direkt zu kaufen, aber als es mir als Leihgabe angeboten wurde, konnte ich nun nicht mehr ablehnen.

Die ersten ca. 200 Seiten fühlte ich mich in meinem Misstrauen bestätigt. Es war zwar generell ganz nett zu lesen, aber die Personen erschienen stereotyp und versprachen kein Entwicklungspotential. Bereits zu Beginn wurden Freundschaften und Feindschaften angelegt, die das ganze Buch über Bestand haben würden und es entschied sich, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehören würde. Zwischenpositionen waren anscheinend genauso wenig vorgesehen wie innere Zweifel oder bereute Entscheidungen. Die Lust zum Weiterlesen war nur noch schwach vorhanden, doch dann sprang plötzlich der Funke über und es war mir egal, dass bei näherem Hinsehen immer noch Klischees im Dutzend auftauchten, die Personen ziemlich flach wirkten und immer genau dann starben, wenn es dem Autoren gerade für seinen Handlungsverlauf notwendig erschien, es hat ein Schmökersog eingesetzt. Der Sog ließ mich auch darüber hinwegsehen, das in gewisser Weise ein roter Faden fehlte, das Geheimnis um den Brief, der wohl als solcher dienen sollte, zieht sich zwar durch das Buch, ist aber nur in wenigen Situationen relevant für den Handlungsverlauf und die meiste Zeit kann man ihn getrost vergessen.

Als ich das Buch dann jedoch zugeschlagen hatte, wurden mir die Schwächen wieder deutlich bewusst, "Die Tore der Welt" ist literarisches Fastfood - schnell verschlungen, aber nicht sättigend und nach Beendigung auch schnell wieder vergessen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

In dieser Liste gibt es noch keine Bewertungen.
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue