Sabine Wassermann: Die Wikingersklavin

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Sabine Wassermann: Die Wikingersklavin
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783937357621

Informationen zum Buch

Seiten
336

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

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Anno Domini 1066: Heimatlos und ihrer Freiheit beraubt, landet die junge Fränkin Sophia in der Wikingerstadt Haithabu. Im Haus der Hurenwirtin Svana trifft sie auf Askell. Der Nordmann mit tiefschwarzem Haar tätigt am Ende einer Handelsreise noch einen letzten Kauf: Sophia wird seine Sklavin. Unsichere Zeiten führen Askell, Sophia und den ebenfalls versklavten Benediktinermönch Aidan über die raue See in die unwirtlichen Wälder des Nordens. Blutige Kämpfe und gefährliche Intrigen lassen Sophias Hoffnung auf ein Leben in Freiheit schwinden. Doch das Schicksal hält noch einige Wendungen bereit. Wo Furcht und Verachtung waren, wachsen allmählich Vertrauen und Zuneigung. Deren Stärke muss sich jedoch in einer letzten Herausforderung erst noch beweisen ...

Autoren-Bewertungen

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Die Wikingersklavin

Im Jahre 1066 wird die Fränkin Sophia in der Hafenstadt Haithabu an den Wikinger Askell verkauft. Fortan ist sie seine Sklavin und er beabsichtigt mit ihr in seine Heimat Richtung Norden zu reisen. Unterwegs erwirbt Askell noch Aidan den Mönch als weiteren Sklaven. Während man das Gefühl hat, dass Askell Sophia nicht wirklich etwas Böses will, sondern sie sogar recht gut behandelt, so bleibt sie ihm gegenüber dennoch abweisend. Das mag daran liegen, dass sie wohl nicht mit dem Gefühl leben kann nicht mehr frei zu sein. Sie vermisst ihre alte Heimat und ihren Vater, der bei einem Überfall getötet wurde. Auch die Schiffsreise bekommt ihr nicht gut.

Im rauen Norden angekommen gelingt Sophia und Aidan zunächst die Flucht als Askell von seinen eigenen Landmännern und Freunden seines Vaters angegriffen wird. In dem Moment in dem Askell aber verletzt wieder auftaucht, kümmern sich Aidan und Sophia um ihn und fortan reisen die drei gemeinsam weiter. In seinem Heimatdorf lernen Sophia und Aidan Askells Schwester kennen, die kaum ein Wort spricht und immer nur merkwürdige Töne von sich gibt. Mit ihr reisen sie weiter, erleben so manche Kämpfe und werden schließlich getrennt. Diese Trennung ist der Beginn einer Veränderung von Sophia, ihren Gefühlen und ihrem Verhalten. Sophia wird zurückgebracht in Askells Heimatdorf und verbleibt dort als Sklavin. Wieder bestimmen andere über sie.

In „Die Wikingersklavin“ beschreibt die Autorin Sabine Wassermann das Leben in Norwegen zu einer Zeit als große Teile des Volkes bereits dem Christentum angehörten, andere noch ihre alten Götter anbeteten und wiederum andere nur nach außen Christen waren, im Herzen aber noch an ihre wahren Götter glaubten. Der Norden erscheint hier rau und dunkel, das Leben beschwerlich und von Kriegen geprägt. Die Geschichte selbst aber ist trotz der schrecklichen Erlebnisse von Sophia und dieser düsteren Zeit einfach mitreißend und faszinierend zu lesen. Die Autorin beschreibt Land und Leute so, als hätte sie selbst es genau zu dieser Zeit kennen und auch lieben gelernt.

Neben den geschichtlichen Ereignissen dieser Zeit, die hier wunderbar in die Handlung eingeflochten werden, erlebt der Leser die Veränderung von Sophia und Askell, die beide aufgrund ihrer Erlebnisse an innerer Stärke hinzugewinnen. Damit wird „Die Wikingersklavin“ zu einem historischen Roman mit starken Charakteren, die erkennen müssen, dass Heimat überall sein kann, wenn man selbst es so empfindet.

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Die Wikingersklavin

Askell, der Wikiniger aus dem Norden, ist zum Handeln in Bremen. Dort kauft er sich im Hurenhaus die ehemalige Pelzertochter Sophia, die ihre Familie bei einer Plünderung verloren hat. Widerwillig macht sie sich mit Askell auf die Reise in den Norden. Mit dabei ist der versklavte Mönch Aidan, zu dem Sophia freundschaftlichen Kontakt schließt. Doch will sie sich noch nicht damit abfinden, die Sklavin von dem verschlossenen Askell zu sein, für den sie unter anderem das Bett wärmen soll…

Die Dreieckskonstellation in diesem Buch ist erfrischend anders, als das, was ich bisher aus Büchern kenne. Aidan, ein liebenswerter Mensch, der sich voll und ganz für seinen Glauben hin gibt und das Schicksal zu nehmen weiß. Sophia, die ständig mit sich und ihrem Schicksal hadert. Und Askell, der stoisch an seinem alten Glauben festhält und schwer zu durchschauen ist. Alle weisen sie interessante Charaktereigenschaften auf, die für Spannungen sorgen. Dabei habe ich vor allem Aidan ins Herz schließen können. Allerdings fiel mir Verständnis für Sophia oft ziemlich schwer. Man ist es nicht gewöhnt, eine Protagonistin zu haben, die so sehr mit ihrem Schicksal hadert und es sich selbst so schwer macht. Dadurch dass sie nicht weiß, was sie eigentlich will, verbaut sie sich viel und führt einige Unglücke herbei. Das was für mich als Leserin oft schwer zu ertragen.

Der Plot der Geschichte ist sehr düster. Es beginnt düster und endet düster. Alle drei haben unterschiedliche, aber nicht minder schwere Schicksale, die sie bewältigen müssen. Das macht es nicht gerade einfach und vor allem nicht erhellend. Doch dabei weist der Plot Wendungen auf, mit denen ich gar nicht gerechnet hätte. Also, vorhersehbar ist höchstens nur die Liebesgeschichte zwischen Askell und Sophia.

Das Setting ist gut gewählt und passt zum Plot. Rauhe Landschaft und barbarische Kriege. Es war sehr interessant mal in eine andere historische Welt als die mittelalterliche einzutauchen. Man lernte viel Neues, vor allem meinen Wortschatz konnte ich ein wenig erweitern.

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Keine kitschige Liebesgeschichte!

Im Jahr 1066 wird die Sklavin Sophia in der Hafenstadt Haithabu von dem Schmied Askell gekauft. Askell ist noch Anhänger der alten Wikinger-Götter und lehnt das Christentum ab. Dennoch ist er kein böser Mensch und behandelt Sophia relativ gut. Doch die geschockte junge Frau nimmt nur ihre Gefangenschaft in der Hand eines Nicht-Christen wahr und hat keine Augen für das Positive an Askell und ihrer Situation. Einzig der ebenfalls von Askell gekaufte Benediktinermönch Aidan gibt ihr Halt.

Das Cover und der Titel täuschen meiner Meinung nach ein bisschen, der Inhalt des Buches ist keine kitschige Liebesgeschichte, sondern eine spannende und streckenweise finstere Auseinandersetzung über Glaubensfragen in einer Zeit, in der das Christentum sich zunehmend ausbreitete und den Glauben an andere Götter mehr und mehr verdrängte.
Anhand der beiden gegensätzlichen Figuren Askell und Aidan wird dieser teilweise auch sehr blutige Konflikt authentisch, aber auch unterhaltsam und spannend dargestellt.
Sophia hingegen ist eine schwierige Figur, mit der ich lange nicht wirklich warmgeworden bin, ist sie doch sehr in sich gekehrt und abweisend und macht es weder den Personen um sie herum, noch dem Leser ganz leicht, sie liebzugewinnen. Dennoch mochte ich sie, denn ihr schweres Schicksal lässt ihr Verhalten durchaus nachvollziehbar wirken. An einer Stelle änderte sich ihre Einstellung für mich ein bisschen zu aprupt, aber insgesamt fand ich sie durchaus verständlich.

Die Autorin bringt einige überraschende Wendungen im Verlauf der Handlung. Wer am Anfang gedacht hat, schon zu wissen, wie das Buch ausgeht, wird sich zwischendurch sicher das eine oder andere Mal wundern.

Auch an Begleitinformationen zu dieser doch weit zurückliegenden Zeit wird nicht gespart, und so bekommt der Leser neben der fiktiven Geschichte noch viele wissenswerte historische Details vermittelt. Da ich über die Wikinger nur noch sehr wenig wusste, fand ich das hochinteressant. Auch gibt es am Ende noch ein kleines Glossar.

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Die Wikingersklavin

Sophia, eine junge Frau die geraubt und als Sklavin verkauft wurde. Askell ein Nordmann, der sie kauft und mitnimmt in seine Heimat. Für Sophia beginnt ein völlig neues Leben als Sklavin. Es ist das Jahr 1066 in Haithabu als ihre Geschichte begann.

Der Erzählstil von Frau Wassermann ist leicht und flüssig zu lesen, vielleicht ein klein wenig düster. Aber der Zeit angepasst und vor allem dem Schicksal der Protagonisten angepasst. Sie hat das traurige Schicksal von Sophia gut vermittelt und es fiel leicht mit ihr mitzufühlen. Sie erzählt hier aber nicht nur von Sophia und von Askell, wie sie sich langsam annähern und aneinander gewöhnen und wie Sophia mit ihr Dasein als Sklavin zurechtkommt, sondern auch von der Zeit. So erfährt der Leser wie es damals in Norwegen zu ging, wie die Menschen lebten, von ihrem Glauben an die alten Götter, von der Christianisierung und vor allem was in ihrem Nachbarland England im Jahre 1066 geschah und wie die Wikinger darin verwickelt waren.

Die Protagonisten dieser Geschichte sind gut ausgearbeitet worden, sie haben Ecken und Kanten. Die sie mal sympathisch wirken lassen und manchmal möchte man beim Lesen auch mal dazwischen gehen. Der bildhafte Erzählstil der Autorin trägt dazu bei, dass man beim Lesen schnell Bilder und Szenen vor Augen hat. Sophias Schicksal berührt aber auch das ihres Herren Askell ist bewegend. Das Geheimnis seines Lebens bleibt lange im Dunkeln und lädt förmlich dazu ein mitzufiebern und zu raten, was ihm in seinem Leben alles wiederfahren ist und warum. Jedenfalls ging es mir so.

Die eine oder andere Szene war vielleicht ein bisschen kurz und einige lose Fäden fügen sich nur allzu schnell zusammen. Vielleicht hätte dem Buch ein paar Seiten mehr gut getan und einiges etwas ausführlicher und intensiver erzählt werden können. Auch eine Karte zur Orientierung wäre nicht schlecht gewesen.

Mein Fazit: „Die Wikingersklavin“ ist ein historischer Roman über das Schicksal zweier Menschen, Sophia und Askell. Er ist spannend erzählt und fast nebenbei erfährt der Leser auch die Geschichte der Nordmänner und wie sie in die Eroberung Englands verwickelt waren. Von ihrem Glauben an die Götter und von ihrem Leben mit dem neuen Glauben der Christen ist die Rede, aber auch von Freundschaft, Treue und Liebe. Mir hat dieser Roman über diese vergangene Zeit gut gefallen.

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