Jennifer Donnelly: Die Winterrose

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Jennifer Donnelly: Die Winterrose
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Winter Rose
ET (Original)
2006
ISBN-13
9783492048323

Informationen zum Buch

Seiten
800

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Einen Bullen konnte Frankie Betts schon von weitem riechen.

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Handlungsort

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India kannte nur ein Ziel, sie wollte eine erfolgreiche Ärztin werden. Dann begegnete sie Sid Malone. Und plötzlich war es India gleich­gültig, daß sie Verbotenes tat. Daß sie ihre Verlobung mit dem ehrgeizigen Parlamentsabgeordneten Freddie Lytton aufs Spiel setzte, um sich endlich ihrer Liebe zu Sid hinzugeben. Doch es war ein Spiel mit dem Feuer, denn Sid war ein gejagter Gangsterboß aus dem berüchtigten Londoner Armenviertel Whitechapel - und zu seinen Todfeinden gehört Freddie Lytton.

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“The Winter Rose” von Jennifer Donnelly ist die Fortsetzung von “The Tea Rose”. Da “The Tea Rose” in sich eigentlich abgeschlossen ist, muss man den zweiten Teil nicht zwingend lesen. Dasselbe gilt umgekehrt. Man muss den ersten Teil nicht unbedingt gelesen haben, um mit dem zweiten zu Recht zu kommen, allerdings würde ich es dennoch empfehlen.

Wie schon in “The Tea Rose” begegnen wir auch hier Fiona Finnegan und Joe Bristow. Auch Fionas Bruder Charlie, der sich nun Sid Malone nennt und ein Verbrecher geworden ist, ist wieder dabei. Fiona und ihr Mann Joe engagieren sich sehr für die armen Bewohner Londons, da sie nun zu den wohlhabenderen Familien gehören.

Außerdem lernen wir India kennen, eine junge Ärztin, die davon träumt, die Welt zu verbessern, indem sie eine Klinik für Frauen und Kinder eröffnen möchte. Bis dorthin ist es allerdings ein harter Weg. Sie ist mit Freddie verlobt, der politisch aktiv ist und mehr verspricht als er halten kann. Freddie hält nicht viel von dem Ambitionen seiner Verlobten und würde sie lieber als Mutter im trauten Heim sehen anstatt arbeitend im Krankenhaus.

Alle Charaktere haben eines gemein: Sie kennen Sid Malone, und wenn nicht, dann lernen sie ihn kennen. Doch manche lernen ihn zu lieben, andere würden ihn gerne tot sehen.

Der Vollständigkeit halber sollte ich vielleicht noch erwähnen, dass die Geschichte in London um 1900 spielt. Daher hat es India auch nicht leicht als Ärztin, da Frauen in diesem Berufsfeld noch nicht wirklich anerkannt waren.

Besonders beeindruckt hat mich die Darstellung der einzelnen Charaktere. Jeder einzelne wird so beschrieben, dass man sich in ihn hineinfühlen kann. Der Leser entwickelt rasch Sympathien und Antipathien. India beispielsweise ist mir schnell ans Herz gewachsen. Fiona musste das nicht mehr, ich hatte mich doch schon so darauf gefreut wieder von ihr zu lesen. Freddie hingegen war mir von Anfang an nicht geheuer.

Trotz seines doch eher großen Umfangs (über 700 Seiten) weist das Buch eigentlich keine Längen auf. Anfangs habe ich zwar etwas gebraucht, um hinein zu kommen, aber es ist durchwegs spannend. Ich habe wirklich mitgefiebert, und wollte unbedingt wissen, was India als nächstes erleben wird. Die letzten 400 Seiten habe ich in einem Rutsch gelesen, weil ich das Buch einfach nicht mehr weglegen konnte.

Ich kann gar nicht genau sagen, was das Buch so besonders macht. Es ist die Atmosphäre: Man fühlt sich geborgen, wenn man das so sagen kann. Obwohl der Inhalt nicht wirklich erfreulich ist, ist es in meinen Augen dennoch ein Wohlfühlbuch – geprägt von Gewalt, Gefahr und Betrug.

Wie schon “The Tea Rose” ist auch der zweite Teil ein absoluter Buchtipp!

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ACHTUNG – Spoiler zu „Die Teerose“ enthalten

„Die Winterrose“ ist die Fortsetzung von Jennifer Donnellys ziemlich erfolgreichem und überaus angenehm zu lesenden Roman „Die Teerose“ und die Lektüre dieses ersten Bandes empfehle ich durchaus, wenn man sich so richtig in den Tiefen der Familientragödien der Hauptfiguren verlieren will. Wenn man die Teerose allerdings noch nicht kennt, sollte man hier aufhören zu lesen, denn schon die Nennung der Hauptfiguren der „Winterrose“ verrät eigentlich zu viel von der Handlung des Vorgängers.

Im Jahre 1900 haben Fiona und Joe ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut und der familiäre Friede wird nur dadurch gestört, dass Fiona es (auch gegen Joes Wünsche) nicht lassen kann, den Kontakt zu ihrem Bruder Charlie zu suchen, der unter dem Namen Sid Malone eine Größe der Unterwelt Londons geworden ist. Dass Charlie/Sid jeglichen Kontakt ablehnt, auch um Fiona zu schützen, interessiert sie dabei wenig. Die eigentliche Hauptfigur ist aber India Jones. (Welch unglückliche Namenswahl, immerhin taucht er in dieser Schreibweise äußerst selten auf) Tochter reicher Eltern, doch ohne Interesse an der „Guten Gesellschaft“, hat sie Medizin studiert und will nun, nach ihrem Abschluss, im Elendsviertel Whitechapel eine Klinik eröffnen. Dabei wirkt ihr „Sandkastenfreund“, der Parlamentsabgeordnete Freddie Lytton, der sie gerne heiraten möchte, eher wie eine Bremse. Überraschende Unterstützung erfährt sie hingegen nach anfänglichen Querelen durch Sid Malone. In der Mitte des Buches gibt es dann eine Unterbrechung von einigen Jahren, um Platz für weitere Entwicklungen zu schaffen und einen der Handlungsplätze nach Afrika zu verlagern, eine angenehme Abwechslung zu den Londoner Slums.

Alle Personen begegnen sich ständig unter den unterschiedlichsten Vorzeichen und bei diversen Gelegenheiten, wobei fast jeder vor jedem Geheimnisse hat. Das war es auch was mich teilweise am Handlungsverlauf störte, hätte jeder dem Menschen, den er mochte, nur ein wenig mehr vertraut, wäre das Buch zwar nur halb so lang gewesen, das Verhalten der Personen hätte aber auch nicht so an meinen Nerven gezerrt. Es gab auch noch ein, zwei andere Ungereimtheiten, wo das Verhalten der Figuren eher den Wünschen der Autorin entsprach als logischem Menschenverstand. Leider hat Fiona, die in der Teerose eine sehr große Rolle gespielt hat und auch zu Beginn der Winterrose noch eine dominante Figur ist, im Laufe des Buches nachgelassen und gegen Ende ein so passives Verhalten an den Tag gelegt, dass mir als Erklärung ein „sie ist halt nicht die Hauptfigur“ nicht ausreicht. Ich hatte eher das Gefühl, die Autorin hat sie vor lauter Begeisterung für neu auftauchende Figuren (die mir auch gut gefielen und auf deren Rückkehr im geplanten 3. Band, „The Wild Rose“, ich mich auch freue) völlig vergessen. Trotz meiner Kritikpunkte habe ich doch die meiste Zeit, die ich mit der „Winterrose“ verbracht habe, genossen und mit dem wechselhaften Schicksal gehadert und mit den Helden mitgefiebert.

Da ich das Buch in einer englisch-deutschen Leserunde mit der Autorin gelesen habe, noch eine Bemerkung zu den unterschiedlichen Auflagen. Scheinbar fehlen in der deutschen Ausgabe einige Szenen gegenüber der britischen und auch für das amerikanische Publikum hat es laut Jennifer Donnelly Anpassungen gegeben. Die Unterschiede waren nicht so groß, dass eines der Bücher dadurch merklich an Qualität verloren hätte, schade ist so eine Vorgehensweise aber natürlich schon.

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