Bewertungsdetails

Historische Romane 952
Macht Lust auf Urlaub an der Nordsee
Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
5.0
Die Villa am Meer ist die Geschichte zweier unterschiedlicher Frauen in der Zeit von 1897 bis 1918.
Katharina löst die Verlobung mit ihrer großen Liebe Joachim, da sie sich ein Leben an der Seite eines Kapitänes nicht vorstellen kann.
Sie sehnt sich nach Sicherheit und heiratet den 20 Jahre älteren Korbmacher Olaf Borchers.
Die beiden bekommen 2 Söhne und Katharina lebt ein ruhiges, aber unerfülltes Leben.
Auch Joachim heiratet. Greta kommt aus einfachen Verhältnissen, hat aber große Ambitionen. Als Frau eines Kapitänes erhofft sie sich gesellschaftlichen Aufstieg.
Aber alles kommt anders!
Katharinas Pläne, sich mit einem Strandkorb-Verleih zu verwirklichen, wird von Olaf zuerst kategorisch abgelehnt. Auch hat er mittlerweile eine Affäre gegen die Kathrina nichts unternehmen kann. Bei einer Scheidung würde sie ihre Söhne verlieren. Also schweigt sie.
Joachim und Greta haben eine Tochter, leben aber ansonsten nebeneinander her. Und nach einem tragischen Unfall verliert Joachim seine Arbeit, was zu einem sozialen Abstieg führt!
Als Katharina Olaf einen Strandkorb-Verleih abtrotzen kann, muss sie einen Geschäftsführer einstellen: Joachim!
Greta ahnt, dass zwischen ihrem Mann und "der Borchers" eine besondere Beziehung besteht und zu ihrer Unzufriedenheit kommt noch Hass auf die vermeintliche Konkurrentin.
Für beide Frauen läuft das Leben nicht nach ihren Vorstellungen....

Katharina und Greta sind sehr unterschiedliche Frauen, haben aber etwas gemeinsam: Sie sind beide extrem willensstark.
Katharina muss sich gegen ihren dominanten Ehemann behaupten und kämpft dabei auch immer mit den gesellschaftlichen Konventionen.
Greta will "dazugehören". Ihr Kampf um Anerkennung treibt sie immer weiter an.

Katharina hat auf ihre ruhige Art einen Weg gefunden ihr Leben, trotz diverser Widrigkeiten und Rückschläge, nach ihren Vorstellungen zu gestalten.
Für Greta hatte ich verblüffenderweise Sympathie, auch wenn sie eigentlich "die Böse" war. Oft hat sie es sich selber unnötig schwer gemacht. Sie tat mir eigentlich die meiste Zeit über sehr leid.

Leider kommen die Männer hier nicht so gut weg. Joachim und Olaf kommen in meinen Augen beide eher schwach rüber.

Der Ausbruch des ersten Weltkrieges dominiert die Handlung nicht, was auch nicht gepasst hätte, da der Fokus der Geschichte anders lag.

Die "nächste Generation", also Katharinas Söhne Christian und Ulrich, sowie Gretas Tochter Friederike, sind nur Nebenfiguren, haben aber Potential für mehr. Eine Fortsetzung mit ihnen würde mich sehr freuen!

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ort und Zeit der Handlung fand ich sehr interessant. Vieles was die beiden Frauen getan, oder eben nicht getan haben, ist aus heutiger Sicht zwar kaum nachvollziehbar, aber im Zeitrahmen der Geschichte absolut stimmig.
Die Beschreibungen z.B. von Warnemünde mit Vorder-und Hinterreihe, waren sehr schön und machen Lust auf einen Ostsee-Urlaub!
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