Matthew Kneale: Englische Passagiere

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Matthew Kneale: Englische Passagiere
Verlag
ET (D)
2000
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
English Passengers
ET (Original)
2000
ISBN-13
9783423205382

Informationen zum Buch

Seiten
543

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Angenommen, jemand kriegt eine Kugel durch den Schädel, in irgend so einem Krieg, wo hat das dann alles angefangen?

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Handlungsort

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Captain Illiam Quillian Kewley will im Jahre 1857 mit seiner Sincerity eigentlich nur ein wenig Cognac und Tabak gewinnbringend und ohne umständliche Einschaltung des Zolls von Frankreich nach England transportieren. Aber der englische Zoll ist nicht so verschlafen, wie viele glauben. Die Sincerity wird im Londoner Hafen festgesetzt, ohne daß der Zoll die Konterbande entdeckt. Rettung bringt eine Drei-Mann-Expedition verrückter Engländer: Ein fanatischer Landpfarrer, ein Botaniker und ein im Rassenwahn befangener Arzt wollen auf der anderen Seite der Welt, im australischen Tasmanien, den Garten Eden entdecken und so ein für allemal die Wahrheit der biblischen Schöpfungsgeschichte beweisen. Die Sincerity samt Mannschaft wird ausgelöst und bricht zu einer aberwitzigen Reise auf. Doch das Ziel, das sie ansteuert, ist schon längst kein Paradies mehr ...

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Captain Kewley von der Isle of Man hat das Pech für sich gepachtet. Als er versucht seiner Familie zu ein wenig Wohlstand zu verhelfen und sich auf den Schmuggel von Tabak und Cognac aus Frankreich verlegt, hat er zwar das Glück, dass man ihm praktisch nichts nachweisen kann, er kann die Schmuggelware aber auch nicht erfolgreich an den Mann bringen und ist somit pleite, er kann die ihm auferlegte Geldstrafe nicht bezahlen. Ohne Hochseekenntnisse verdingt er sich und sein Schiff schließlich für eine Expedition nach Tasmanien. Ein Priester ist davon überzeugt dort den Ursprung der Menschheit, nämlich den Zugang zum Paradies zu finden. Außer ihm gehören noch ein Arzt, der von seiner rassischen Überlegenheit geprägt ist und ein Botaniker zur Expedition. Parallel wird immer wieder von Ereignissen auf Tasmanien berichtet und wir lernen das Leben dort auch aus Sicht der Ureinwohner kennen.

Mathew Kneale wechselt in dem Buch immer wieder die Perspektive, so dass wir die Ereignisse aus den verschiedensten Blickwinkeln beschrieben bekommen.

Die Engländer sind dabei wunderbar verbohrt in ihren Ansichten und so zu Beginn Quelle meines fast ständigen amüsierten Grinsens. Allerdings nur bis zu einem gewissen Grad, denn irgendwann wird der darunter liegende menschenverachtende Rassismus deutlich und mein Grinsen ist in Abscheu bestimmten Figuren gegenüber umgeschlagen. Wenn deutlich gemacht wird, dass die Tasmanier von minderwertiger Rasse sind, denn sonst hätten sie sich ja schließlich nicht ausrotten lassen, ist das einfach nur noch erschreckend. Tatsächlich war ich etwas verwundert festzustellen, dass Kneale selbst Engländer ist, kommen bei ihm die Engländer doch alles andere als gut weg, sie sind entweder dumm, brutal, verrückt, rassistisch oder eine Mischung davon.

Ein vielschichtiges Buch, welches Interesse an der Geschichte einer Insel weckt, deren Vergangenheit mir bisher fremd war und neben amüsanter Unterhaltung ein wirklich düsteres Licht auf das Zeitalter des Kolonialismus wirft.

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