Gerit Bertram: Das Lied vom schwarzen Tod

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Gerit Bertram: Das Lied vom schwarzen Tod
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
ET (Original)
Broschiert
ISBN-13
9783734101694

Informationen zum Buch

Seiten
512

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Bäuchlings und nur mit seiner Bruche bekleidet, lag der hochgewachsene Mann regungslos auf dem Boden der Kammer, die er vor drei Tagen gemietet hatte.

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Nürnberg, 1522. Nachdem ihre Eltern der Pest zum Opfer fielen, wird Anna in einem Kloster eingesperrt. Unterdessen schließt sich ihr Bruder Sebastian einer Bruderschaft an, deren Anführer Pankratius Erlösung verspricht. Als Anna die Flucht endlich gelingt, macht sie sich auf die Suche nach ihm – doch Nürnberg ist in diesen Tagen wie im Fieber. Weltuntergangsprediger verkünden das nahe Ende, und Pankratius‘ Anhänger machen Jagd auf alle, die mit Luthers Lehren sympathisieren. Auch auf den Buchmaler, bei dem Anna Zuflucht gefunden hat …

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Historischer Roman vom Feinsten


Die Geschwister Anna und Sebastian verlieren ihre Familie an der Pest. Um alles in der Welt wollen sie nun zusammen dem Schicksal entgegen treten, doch ihr Onkel trennt die Geschwister. Während Anna ins Kloster gehen muss, fängt Sebastian eine Lehre an. Doch weder Anna noch Sebastian sind glücklich mit dem Schicksal, dass der Onkel ihnen ausgesucht hat...

Die beiden Geschwister Anna und Sebastian sind zwei Figuren, die ich direkt ins Herz geschlossen habe, obwohl ich ihre Entscheidungen nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Doch gerade das macht die Personen so reizend. Sie haben ihren eigenen Willen, geraten so auch in Situationen, in denen sie menschlich handeln - was aber nicht immer den moralischen Vorstellungen aller entspricht. So kann auch diese spannende Geschichte entstehen. Doch auch die Nebencharaktere sind schön gezeichnet. Mir gefällt auch die Entwicklung, die nicht immer nur positiv ist, sondern die Charaktere auch von ihren Schattenseiten zeigt.

Der Plot ist dabei durchweg spannend gestaltet, doch was ich am meisten an der Geschichte liebe, ist die Realitätsnähe. Anna und Sebastian - und auch den anderen Figuren - widerfahren zwar teilweise schreckliche Dinge, aber sie sind nicht übertrieben geschildert oder unrealistisch aufgebauscht. Denn das hat der Plot auch gar nicht nötig. Auch ohne hält es die Spannung und die Freude am Lesen konstant.

Der Stil ist dabei so, wie ich es vom Autorenteam gewohnt bin. Es gibt nichts auszusetzen, es liest sich flüssig, aber trotzdem nicht unanspruchsvoll. Die Beschreibungen lassen ein schönes mittelalterliches Bild entstehen, so dass ich mich genau in diese Zeit hineinversetzt habe. Ein tolles Beispiel sind dafür die verschiedenen Handwerksberufe, die immer mal wieder erwähnt werden und was einem ganz unterschwellig in die Zeit abtauchen lässt.

Alles in allem wirklich ein toller historischer Roman, den ich jederzeit empfehlen würde, wenn man nicht nur auf einer Action nach der anderen aus ist!

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Spannend wie ein Krimi

Nürnberg 1522: die Pest, auch der Schwarze Tod genannt, hat die Stadt und ihre Einwohner fest im Griff und fordert täglich neue Opfer. So auch die Eltern von Anna und Sebastian Sträubling. Nach dem Tod der Eltern kümmert sich der Onkel um die beiden jungen Menschen. Anna findet Halt in ihrer Liebe zu Martin, dem Ziehsohn des Onkels Gerald. Dieser hat jedoch andere Pläne mit seinem Sohn und bringt Anna kurzerhand in einem Kloster unter. Anna wartet dort verzweifelt auf Nachrichten von ihrem Geliebten und ihrem Bruder. Als sie nach Monaten nichts gehört hat, plant sie ihre Flucht.

Das ist mein zweites Buch des sympathischen Autorenduos und es hat mir sogar noch einen Tick besser gefallen als „Die Tochter des Medicus“. Das liegt aber auch daran, dass das Buch über weite Strecken sehr spannend und packend ist. Die Autoren überraschen den Leser mit immer neuen Wendungen, die ich nicht erwartet hatte. Es wird anschaulich das Leben im Schatten der Pest beschrieben und wie diese teuflische Krankheit den Nährboden für religiöse Fanatiker darstellt.

Die Charaktere sind wieder durchweg gelungen, vor allem weil sie alles andere als eindimensional sind. Bei manch einer Figur musste ich nachträglich meine Meinung revidieren. Anna und Sebastian Sträubling waren mir sehr sympathisch, auch weil sie nicht ohne Fehler sind. Und ich habe mit ihnen mitgelitten, wenn es das Schicksal mit ihnen mal wieder nicht so gut gemeint hat. Umso schöner sind dann die Begegnungen mit selbstlosen Menschen, die bereit sind, ihnen zu helfen. Sehr gut gelungen ist auch die bedrohliche und fanatische Figur des selbsternannten Propheten Elia, der mit seiner charismatischen Art immer mehr Menschen für sich einnehmen kann.

Sehr gut hat mir auch wieder die Verstrickung von fiktiven und historischen Fakten und Charakteren gefallen, dieses Mal erhalten das Künstlerehepaar Albrecht und Agnes Dürer viel Platz in der Handlung. Der exzentrische Charakter des berühmten Malers fand ich auch gut getroffen.

Am Ende des Buches wird es nochmal sehr spannend, so dass man das Buch gar nicht mehr auf die Seite legen möchte. Ohne Frage freue ich mich jetzt noch mehr auf die anderen Bücher der Autoren.

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Benutzerkommentare

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Eine Buchperle

Zum Buch:

Die Ausgabe ist einfach jeden Cent wert. Das Titelbild und die ganze Aufmachung hat mich sofort angesprochen. Die Gestaltung ist wunderschön und wirklich mehr als passend. Auch das Personenregister ist meiner Meinung nach immer hilfreich. Kurzum: Dieses Buch ist eine Bereicherung in jedem Bücherregal. Und ich bin mächtig stolz drauf.

Klappentext:

Nürnberg, 1522. Nachdem ihre Eltern der Pest zum Opfer fielen, wird Anna in einem Kloster eingesperrt. Unterdessen schließt sich ihr Bruder Sebastian einer Bruderschaft an, deren Anführer Pankratius Erlösung verspricht. Als Anna die Flucht endlich gelingt, macht sie sich auf die Suche nach ihm – doch Nürnberg ist in diesen Tagen wie im Fieber. Weltuntergangsprediger verkünden das nahe Ende, und Pankratius' Anhänger machen Jagd auf alle, die mit Luthers Lehren sympathisieren. Auch auf den Buchmaler, bei dem Anna Zuflucht gefunden hat …

Zum Inhalt:

Eigentlich dürfte man gar nicht mehr so viel vom Inhalt verraten. Der Klappentext verrät ja schon so einiges. Aber eines kann ich sagen: Die Geschichte um Anna und Sebastian nimmt sofort an Fahrt auf. Es wird eigentlich zu keiner Zeit langweilig. Ganz im Gegenteil. Es ist spannend aber man kann und darf ab und an auch mal verschnaufen. Richtig gut gelungen ist der Spagat zwischen Fiktion und Realität. Denn zur fiktiven Geschichte gesellen sich einige reale Personen wie z.B.: Martin Luther und Albrecht Dürer. Es ist einfach ein gelungener historischer Roman der Fiktion und Realität sehr gut verknüpft. So nimmt die Geschichte mit all ihren vielschichtigen Charakteren ihren Lauf und lässt einen auch erst auf der letzten Seite wieder los.

Mich hat diese ungewöhnliche Kombination aus eine wenig Krimi & historischer Roman sofort in den Bann gezogen.
Die Darstellung der Protagonisten und der ganzen Umgebung sowie die Atmosphäre gelingt dem Autorenduo so farbenfroh und detailliert, dass man glaubt mitten im Geschehen zu stehen. Immer wieder brachte mich dieses Buch und seine Protagonisten zum nachdenken und zum mitfühlen. Der eine mehr der andere weniger. Und so mancher wird mich bestimmt noch eine Weile begleiten. Mir bleibt eigentlich nichts anderes zu sagen außer: Vielen Dank für diesen wundervollen Roman. Möge er vielen so schöne Lesestunden bereiten wie mir!

Für mich von daher ein glasklarer Buchtipp!

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Die Ausgabe ist einfach jeden Cent wert. Das Titelbild und die ganze Aufmachung hat mich sofort angesprochen. Die Gestaltung ist wunderschön und wirklich mehr als passend. Auch das Personenregister ist meiner Meinung nach immer hilfreich. Kurzum: Dieses Buch ist eine Bereicherung in jedem Bücherregal. Und ich bin mächtig stolz drauf.

Klappentext:

Nürnberg, 1522. Nachdem ihre Eltern der Pest zum Opfer fielen, wird Anna in einem Kloster eingesperrt. Unterdessen schließt sich ihr Bruder Sebastian einer Bruderschaft an, deren Anführer Pankratius Erlösung verspricht. Als Anna die Flucht endlich gelingt, macht sie sich auf die Suche nach ihm – doch Nürnberg ist in diesen Tagen wie im Fieber. Weltuntergangsprediger verkünden das nahe Ende, und Pankratius' Anhänger machen Jagd auf alle, die mit Luthers Lehren sympathisieren. Auch auf den Buchmaler, bei dem Anna Zuflucht gefunden hat …

Zum Inhalt:

Eigentlich dürfte man gar nicht mehr so viel vom Inhalt verraten. Der Klappentext verrät ja schon so einiges. Aber eines kann ich sagen: Die Geschichte um Anna und Sebastian nimmt sofort an Fahrt auf. Es wird eigentlich zu keiner Zeit langweilig. Ganz im Gegenteil. Es ist spannend aber man kann und darf ab und an auch mal verschnaufen. Richtig gut gelungen ist der Spagat zwischen Fiktion und Realität. Denn zur fiktiven Geschichte gesellen sich einige reale Personen wie z.B.: Martin Luther und Albrecht Dürer. Es ist einfach ein gelungener historischer Roman der Fiktion und Realität sehr gut verknüpft. So nimmt die Geschichte mit all ihren vielschichtigen Charakteren ihren Lauf und lässt einen auch erst auf der letzten Seite wieder los.

Mich hat diese ungewöhnliche Kombination aus eine wenig Krimi & historischer Roman sofort in den Bann gezogen.
Die Darstellung der Protagonisten und der ganzen Umgebung sowie die Atmosphäre gelingt dem Autorenduo so farbenfroh und detailliert, dass man glaubt mitten im Geschehen zu stehen. Immer wieder brachte mich dieses Buch und seine Protagonisten zum nachdenken und zum mitfühlen. Der eine mehr der andere weniger. Und so mancher wird mich bestimmt noch eine Weile begleiten. Mir bleibt eigentlich nichts anderes zu sagen außer: Vielen Dank für diesen wundervollen Roman. Möge er vielen so schöne Lesestunden bereiten wie mir!

Für mich von daher ein glasklarer Buchtipp!!

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