Heidi Rehn: Gold und Stein

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Heidi Rehn: Gold und Stein
Verlag
ET (D)
2012
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783426652619

Informationen zum Buch

Seiten
720

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Es war da!

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Handlungsort

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Preußen, Mitte des 15. Jahrhunderts. Die 17jährige Agnes und ihre Mutter Gunda leben als angesehene Bierbrauerinnen in Wehlau. Eines Tages taucht der junge Baumeister Laurenz auf und erobert Agnes´ Herz im Sturm. Mit aller Kraft sperrt sich Mutter Gunda gegen diese Liebe, droht damit doch ein dunkles Geheimnis aus ihrer Vergangenheit offenbar zu werden. Als die Deutschordensritter Wehlau belagern, flieht Agnes nach Königsberg, wo sie dem gleichaltrigen Caspar begegnet. Warum nur fühlt sie sich sogleich zu ihm hingezogen, wo ihr Herz doch Laurenz gehört? Ihre Verwirrung wächst, als sie an Caspars Nacken dasselbe Feuermal wie an dem ihren entdeckt. Was verbindet sie mit ihm? Plötzlich muss sie sich nicht nur zwischen zwei Männern, sondern auch zwischen zwei Müttern entscheiden...

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Ein düsteres Familiengeheimnis

Wehlau in Preußen im Jahr 1455: Die 17jährige Gunda lebt glücklich mit ihrer Mutter und Großmutter zusammen und hilft beim Bier brauen und in der Gastwirtschaft, die mit dazu gehört. Eines Tages taucht ein Mann mit verschiedenfarbigen Augen auf und behauptet Gunda von früher zu kennen. Diese streitet zwar alles ab, aber Agnes beginnt an ihrer Mutter zu zweifeln und fragt immer vehementer nach dem scheinbaren Geheimnis, das ihre Mutter umgibt. Als die Deutschordensritter Wehlau umzingeln, flieht Agnes aus der Stadt, um ihr eigenes Glück zu finden und die Geheimnisse ihrer Mutter zu ergründen.

Der Prolog beginnt einige Jahre früher und gibt dem Leser ein paar Hinweise, zu der rätselhaften Vergangenheit von Gunda. Das erste Kapitel springt dann jedoch 17 Jahre nach vorne und die ersten Seiten war ich dann erstmal gut verwirrt, aufgrund der komplett unterschiedlichen Begebenheiten, die ich vorgefunden habe. Seite für Seite lüften sich schließlich die Geheimnisse, bis sich ganz gegen Ende die komplette Auflösung der Geschichte offenbart.

Agnes ist eine sehr liebenswürdige Figur und ich konnte relativ schnell mit ihr mitfiebern. Gunda hingegen ist ziemlich sperrig und ich schwankte zwischen Abneigung, Mitleid, bis sie schließlich gegen Ende doch noch ihr sehr großes Herz offenbarte. Auch alle anderen Figuren blieben nicht immer das, was sie auf Anhieb zu sein schienen und nur eine Person gewann meine Abneigung auf den ersten Seite und wenn möglich steigerte sich dieser Widerwillen gegen sie nur noch mehr im Laufe des Buches.
Schade ist jedoch, dass nicht näher auf die Beweggründe dieser unmöglichen Person eingegangen wurde und sie schließlich ziemlich klanglos einfach verschwindet.

Gut gefallen haben mir die Erklärungen zum Bier brauen, die immer wieder mit einfließen und auch die politischen Hintergründe, die immer wieder beleuchtet werden. Der Kampf der Deutschordensritter gegen Aufständische war mir bis dato eher fremd und ich fand es sehr interessant einige Informationen zu den politischen Verwicklungen im Verlauf des Buches zu erfahren.

Weniger gefallen hat mir der Stil der vielen direkten Reden. Teilweise werden Dialoge über Seiten hinweg geführt und dabei sehr viele Informationen in diese Reden gepackt. Ich empfand diese Dialoge oft als zu lang und auch oft als nicht wirklich zielführend. Viele direkten Reden wurden nach meinem Empfinden nur um des Redens willen geführt, ohne dass sich daraus mehr Informationen ergeben bzw. die Menschen wirklich miteinander geredet hätten. Oft waren es lange Monologe einer Person, auf die eine andere dann zwar bruchstückhaft antwortet, ich als Leser aber trotzdem das Gefühl einer nicht wirklich stattfindenden Kommunikation hatte.

Das Ende ist sehr positiv, mir aber fast eine Spur zu zuckersüß. Trotz allem ist die Botschaft am Ende sehr schön und auch löblich. Das höchste Ziel ist es wohl auch im wirklichen Leben so zu handeln, wie die Personen es hier schließlich tun.

Sehr positiv finde ich das ausführliche Nachwort am Ende, in dem genau auf die historischen Tatsachen eingegangen wird und Tatsachen von Fiktion getrennt werden. Gut gefällt mir auch die auf den ersten Seiten aufgedruckte Karte, anhand derer ich mich doch immer sehr gut orientieren konnte.

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Schöne Geschichte

Zum Inhalt:
Es beginnt alles am 9. Mai 1438 im dem kleinen Ort Löbenicht(Königsberg), der von Aberglaube der Menschen geprägt ist, was für Gunda, die Frau des Böttchenmeister Kelletat die an diesem Tag Mutter von Zwilling, einem Jungen und einem Mädchen wird. In dieser Zeit und an diesem Ort ein großes Problem bedeutet, denn die Leute nehmen an, dass Zwilling unmöglich von ein und dem selben Mann kommen können. Eine schlimme Behauptung, die nicht ohne Folgen für die weitere Geschichte bleiben wird.

Die wiederum im Frühjahr 1455 weitergeht. Die Gunda Kelletat heißt jetzt Fröbel, ist Witwe lebt zusammen mit ihrer Mutter Lore und Tochter Agnes als Bierbrauerin mit einer Schankwirtschaft in dem Ort Wehlau. Es könnte alles so schön sein, wenn nicht plötzlich ein junger Mann mit verschiedenfarbigen Augen bei der Familie Fröbel auftauchen würde und Agnes erzählt, sie hätte wohl auch einen Bruder. Agnes hatte schon immer geahnt, dass der Bierbrauer Fröbel nicht ihr richtiger Vater ist.
Aber wer mag es wohl sein, welches dunkle Vergangenheit hat Mutter Gunda über die sie auch nach Jahren nicht mit Agnes reden will oder kann, gibt es wirklich einen Bruder und hat der auch ein Feuermal wie Agnes auch. Laurenz, der junge Mann verliebt sich auch noch in Agnes und sie erwidert diese Liebe, doch welche Rolle spielt dieser Laurenz wirklich.

Von Oma Lore und ihrer Mutter Gunda bekommt sie wenig Hilfe. Also begibt sie sich auf die gefährliche Reise in ihrer Vergangenheit, erschwerend kommt hinzu, dass ein Krieg bevorsteht und man in dieser Zeit als junge Frau schlecht alleine reisen konnte.

Davon und sie es schafft die Wahrheit über ihre Mutter und ihr eigenes Leben zu erfahren erzählt dieser spannende Roman.


Meine Meinung:

Die Autorin Heidi Rehn beschreibt hier sehr anschaulich und interessant die Lebenslage und Stimmung der Menschen in dieser Zeit. So ist es ein leichtes in diese Zeit ein und ab zu tauchen. Und man kann so sehr schön leiden, sich ärgern, fiebern und wundern mit den Personen über die Personen, wie finde ich. Interessant auch die Informationen die man durch die Autorin über das Handwerk des Bierbrauens und die Bedeutung der Frauen als Bierbrauerinnen bekommt.

Desweiteren gibt es eine Karte zur Veranschaulichung der Örtlichkeiten und ein Personenregister und ein Glossar mit weiteren interessanten Informationen über Begriffe und Äußerung die in diesem Roman eine wichtige Rollen spielen, was auch informative keine Fragen offen lässt.

Auch möchte ich ein Wort zur Aufmachung des Buches verlieren, das Cover ist schön und außergewöhnlich gestaltet durch das Leuchten der Schrift und es gibt auch ein Lesebändchen, was dieses Buch auch optisch schon von anderen Büchern unterscheidet und wirklich ein tolles Hingucker ist, wie ich finde.

Ein Buch, dass ich so gerne weiterempfehlen werde.

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Gold und Stein

Ich habe die Geschichte mit großer Begeisterung gelesen. Der Schreibstil von Frau Rehn ist sehr flüssig zu lesen, ist sehr bildhaft und sehr mitreißend.
Die Autorin versteht es meisterhaft, den Leser auf Spannung zu halten. Während des lesens tauchen viele Fragen auf, die werden nach und nch beantwortet, werfen aber wieder neue Fragen auf. So bleibt der Spannungsbogen nicht nur konstant, sondern steigert sich ständig bis zum Schluß, sodaß man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Die Protagonisten sind sehr vielseitig. Gut hat mir gefallen, daß alle nicht immer nur symphatisch sind, sondern auch ihre Ecken und Kanten haben.
Das bietet dem Leser viel Abwechslung, denn einem symphatische Figuren handeln auch mal so, wie es dem Leser gar nicht gefällt.
Auch der bildhafte und gefühlvolle Schreibstil machen es einem leicht, sich eigene Bilder der Landschaften und der Personen vorzustellen. Ebenso wurde meine gesamte Gefühlspalette in Anspruch genommen. Ich war traurig und wollte trösten, ich habe mich gefreut, aber ich hatte auch ziemliche Haßgefühle.

Der Roman handelt ja auch vom Bierbrauen und hier konnte ich einige interessante Sachen in Erfahrung bringen.

Kurzum ich kann von der Geschichte nur schwärmen und habe in Heidi Rehn eine neue Lieblingsautorin für mich entdeckt.
Auch die Gestaltung des Buches möchte ich nicht unerwähnt lassen. Die goldene Schrift, die verschieden funkelt, jenachdem aus was für einem Blickwinkel man auf das Buch schaut und die erhobene Borte sind ein wahrer Hingucker.
Im inneren findet man eine Karte, ein Personenregister und ein Glossar.
Auch mit dem interessanten Nachwort hat sich die Autorin viel Mühe gegeben.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen. Ich möchte das Buch unbedingt weiterempfehlen und freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.

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Heidi Rehn: Gold und Stein

Heidi Rehns "Gold und Stein" wird als "Historischer Roman" gehandelt. Das Setting ist also in die Vergangenheit gelegt, in unserm Fall ins Königsberg zur Zeit des Dreizehnjährigen Kriegs (1453-1466). Ausser, dass wir ganz am Rand die Auswirkungen von Belagerungen auf die Protagonisten mitbekommen, spielt aber der Krieg keine Rolle. Die Deutschordensritter werden zwar erwähnt, bleiben aber undeutlicher Hintergrund. Im Zentrum der Handlung stehen die Erlebnisse zweier Familien und die Ergebnisse einer Vertauschung von Kindern. Kein Adel, sondern Kaufleute, Braumeister. So weit, so gut - das versprach eigentlich, recht interessant werden zu können - besonders natürlich die Thematik des Bierbrauens sprang mir sofort ins Auge.

Leider konnte der Roman die Hoffnung, die ich in ihn gesetzt hatte, nicht erfüllen. Mir fehlte das Fleisch am Knochen. Die Autorin hat sich ganz auf die handelnden Personen konzentriert. Das historische Umfeld ist nur schwach erleuchtet. Wir sind die meiste Zeit mit Handlungen der Protagonisten konfrontiert, die uns in direkter Rede präsentiert werden. Alles, was ich an einem Roman so liebe - die Aus- und Abschweifungen, die auktoriellen Kommentare - alles das fehlt. Nicht einmal eine Landschaftsbeschreibung, die über zwei oder drei Zeilen hinausgeht. Im Grunde genommen hätte der Roman genau so gut in Rom, Stockholm oder Grossgünzlesburghausen spielen können. Auch der Beruf der beiden weiblichen Hauptfiguren, das Bierbrauen, war im Grunde genommen völlig unwichtig. Die beiden hätten genau so gut Bandwirkerinnen oder Rabbinerinnen sein können. Die einzigen Abschweifungen - und die fand ich nun wiederum absolut unnötig - fanden statt, wenn mal wieder ein Liebes- oder Ehepaar es mit unseren gefiederten Freunden hielt, den Vögeln.

Es bleibt dem Leser die dürre Handlung. Der überweigende Gebrauch der direkten Rede vermittelte mir zusehends den Eindruck, das Exposé für einen TV-Film zu lesen, einen Film, der aus Spargründen vorwiegend im Studio gedreht werden sollte. So etwas hat seine Fans: Bei amazon vergeben von aktuell 13 Rezensionen deren 10 die maximale Punktezahl für diesen Roman. Ich gehöre nicht zu den Fans ...

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Ein getrenntes Zwillingspaar

Heidi Rehn entführt die Leser/innen von Gold und Stein ins 15. Jh. nach Preußen in die Gegend um Königsberg. Dort herrscht der Preußische Städtekrieg, in dem verschiedene Städte und der Deutsche Orden um die Vorherrschaft kämpfen. Die Geschichte dreht sich um die Zwillinge Agnes und Casper, die durch widrige Umstände als Babys getrennt werden. Agnes wächst bei ihrer Mutter Gunda, einer Bierbrauerin, in dem preußischen Städtchen Wehlau auf und hilft ihr in der Schankwirtschaft. Dort lernt sie auch den jungen Baumeister Lorenz Selege kennen. Selege sieht das Feuermal, das Agnes im Nacken hat und erzählt ihr von einem Zwillingspaar mit einem solchen Feuermal, das seine Mutter vor fast sechzehn Jahren als Hebamme auf die Welt geholt hat, er assistierte damals als Junge. Agnes spricht die Mutter darauf an und diese reagiert abweisend, doch Agnes spürt, dass ihre Geburt von einem Geheimnis umschattet ist. Lorenz und Agnes verlieben sich ineinander und fliehen nach Königsberg. Dort lebt der zweite Zwilling, ein Junge namens Casper, bei seinem Vater, der Händler ist und dessen Frau. Als sich Agnes und Casper zufällig treffen, spüren sie ihre Verbindung zueinander. Werden sich die Zwillinge erkennen und das Geheimnis um ihre Geburt lüften?

Heidi Rehn erzählt in „Gold und Stein“ neben der geheimnisvollen Zwillingsgeschichte auch die interessanten Lebensgeschichten der Eltern der Kinder und ihrer jeweiligen Partner. Sogar Nebenfiguren wie Handelspartner oder Hausangestellte sind liebevoll und sehr lebendig dargestellt. Ganz nebenbei erfährt man einiges über das Bierbrauen, die Politik und die Handelsgepflogenheiten der damaligen Zeit. Von der ersten Seite an kann man in der Geschichte abtauchen und die abwechslungsreiche Handlung miterleben, die – wie auch die Charaktere – vielschichtig, glaubwürdig und ohne Klischees ist.
Mein Fazit: ein historischer Roman aus einer Zeit und einer Gegend, die ich bisher nicht kannte, klasse zu lesen und gut recherchiert. Eine tolle Aufmachung des Buches mit wunderschönem Cover, Karten und Lesebändchen vervollkommnen den Lesegenuss noch. Es war mein erstes Buch von Heidi Rehn, aber ganz sicher nicht mein letztes.

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(Aktualisiert: 19 Mai 2016)
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Wo ist der andere Zwilling?

Mai 1438 n. Chr. Gunda Kelletat hatte Zwillinge geboren. Zu den damaligen Zeiten nahmen die Menschen – auch die Hebammen – an, die Kinder hätten zwei Väter. Genauer gesagt, die Ehefrau des einen habe Ehebruch begangen. Und so bot die Hebamme Gerda Selege gleich an, sich um eines der Kinder zu kümmern….
Doch da kam der zehnjährige Sohn der Hebamme und sah die Zwillinge. Und das sollte Gunda sehr viel später zum Vorteil gereichen….
Frühjahr 1455. Gunda Fröbelin führte in Wehlau die Gaststätte Zum springenden Hirschen nach dem Tod ihres Mannes zusammen mit ihrer Mutter Lore und ihrer Tochter Agnes weiter. Die siebzehnjährige Agnes trug immer ein Halstuch…
In dieser Gaststätte lernte Agnes auch Laurenz kennen, der ebenfalls gezeichnet war…
Doch Gunda erschrak, als Laurenz sie anscheinend erkannte, sie stritt es ab, ihn jemals gesehen zu haben…
Aber Agnes und Laurenz verliebten sich ineinander und als Gunda Agnes mit einem viel älteren Mann verheiraten wollte, flüchtete diese mit Laurenz in eine der drei Königsberger Städte zu seiner Muhme…
Aber Laurenz war als Baumeister nach Marienstadt zu den Deutschordensrittern berufen und musste sie bei seiner Muhme zurücklassen. Sobald er zurückkehre, würden sie heiraten, so sagte er…
Und dann gab es da noch Casper, einen jungen Mann, der, genau wie Agnes, ein Halstuch trug…
Warum wollte die Hebamme für eines der Kinder sorgen? Und wie wollte sie das tun? Warum sollte Gunda es zum Vorteil gereichen, dass der Zehnjährige die beiden Kinder gesehen hatte? Warum trug Agnes immer ein Halstuch? Inwiefern war Laurenz gekennzeichnet? Warum erschrak Gunda vor Laurenz? Hatte sie ihn doch schon einmal gesehen, obwohl sie es abstritt? Warum war Gunda überhaupt gegen die Freundschaft von Agnes und Laurenz? Warum floh Agnes aus Wehlau? Weshalb nahm Laurenz Agnes nicht mit nach Marienstadt? War sie bei seiner Muhme wirklich gut aufgehoben? Und wer war Casper? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Dieses Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Ich kannte Heidi Rehns Schreibstil bereits aus einem anderen Buch und er hat mir gefallen, weil er unkompliziert ist. Man muss sich nicht fragen, was sie mit diesem oder jenem Wort/Satz gerade meint. Ich wurde auch in diesem Buch nicht enttäuscht. Es find auch gleich spannend an mit einer Zwillingsgeburt, was wohl damals noch eher ungewöhnlich war, und außerdem zu falschen Schlüssen führte. Doch wo ist das zweite Kind geblieben, habe ich mich gefragt. Und Agnes wusste gar nichts von einem Zwillingsbruder. Hatte Gunda ihr zweites Kind doch weggegeben? Das konnte ich mir nicht vorstellen und so las ich begierig in dem Buch weiter. Gut, es war an manchen Stellen ein klitzekleines bisschen langatmig, aber das gab sich schnell wieder und es wurde wieder so spannend, wie es von Anfang an gewesen war. Auf jeden Fall hat mich das Buch gefesselt, nur Verpflichtungen, die ich wegen anderer Bücher hatte, konnten mich dazu zwingen, es für einige Zeit auf die Seite zu legen. Doch das restliche Buch habe ich in einem Rutsch gelesen. Es hat mir sehr gut gefallen und bekommt von mir eine Lese-/Kaufempfehlung.

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