Heidi Rehn: Hexengold

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Heidi Rehn: Hexengold
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426505441

Informationen zum Buch

Seiten
752

Sonstiges

Erster Satz
Im zweitenahr nach Ende des Großen Krieges meinten es die göttlichen Heerscharen gut mit den Frankfurtern.

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Deutschland zehn Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges: Eigentlich könnte die ehemalige Wundärztin Magdalena mit ihrem geliebten Eric ein glückliches Leben in Frankfurt führen, wo er sich als Kaufmann etabliert hat. Doch da erfährt sie, dass ihr Mann ihr offensichtlich Nachrichten über ihre verschollene Familie in Königsberg verheimlicht hat. Gründet ihr ganzes Glück auf einer Lüge? Als Eric spurlos verschwindet und Magdalena plötzlich mittellos dasteht, macht sie sich auf nach Königsberg, um das Geheimnis ihrer Familie zu enthüllen und damit auch Erics Vergangenheit auf den Grund zu gehen.

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Etwas kürzer wäre besser gewesen

Dieses Buch stellt den 2. Teil einer Trilogie dar. Den ersten Teil "Die Wundärztin" habe ich nicht gelesen, was jedoch kein Problem dargestellt hat. Dieses Buch lässt sich auch als Einzelband gut lesen und verstehen.

Wichtige Begebenheiten und Hintergründe, die im ersten Teil passiert sind, werden geschickt eingearbeitet und dem Leser mitgeteilt. So hatte ich nie Probleme die Inhalte nachzuvollziehen bzw. die gemeinsame Vergangenheit von Eric und Magdalena hat sich mir bald sehr eindeutig präsentiert. Nicht so gut war für mich jedoch die angeblich "große" Liebe zwischen den beiden fühlbar, die immer wieder angepriesen wurde. Magdalena redet die ganze Zeit davon, dass Eric ihre große Liebe ist und sieht ihm auch alles nach, aber so richtig spüren, dass die beiden etwas Großes verbindet konnte ich nicht.

Das viele Reden ist auch einer meiner größten Kritikpunkte an dem Buch. Für mich gefühlt, bestand das Buch vorwiegend aus vielen Dialogen. Davon waren viele für mich überhaupt nicht zielführend. Sie haben zwar viele Seiten eingenommen, aber durch sie ist weder die Handlung vorangebracht worden, noch habe ich wichtige Dinge erfahren, die für den weiteren Verlauf der Geschichte notwendig gewesen wären.

Magdalena ist mir darüber hinaus schon wieder eine fast zu perfekte Heldin: Sie ist sehr hübsch, zierlich, relativ klein und weckt gleich in jedem Mann natürlich den Beschützerinstinkt. Darüber hinaus ist sie von einem so liebenswürdigen und v. a. gutmütigen Gemüt, dass sie niemandem etwas zu Leide tun kann und immer für jeden Verständnis hat. Das sind alles tolle Eigenschaften, aber vereint in einer Person, für mich dann doch zu viel des Guten.
Eric hingegen blieb für mich das gesamte Buch über undurchschaubar und ich weiß bis heute nicht, welche Beweggründe ihn angetrieben haben. Kurz vor Ende wird zwar noch ein lange währender Familienkonflikt endlich gelöst, trotz allem konnte ich viele von Erics Handlungen in diesem Zusammenhang nicht nachvollziehen.

Darüber hinaus gibt es dann noch weitere Charaktere, von denen ich nicht behaupten möchte, dass sie alle in Gut und Böse eingeteilt werden könnten, aber oft für mich trotzdem nicht nachvollziehbar in ihren Handlungen blieben.

Das Buch plätscherte über die Hälfte einfach relativ ruhig dahin und teilweise musste ich mich richtig dazu zwingen weiterzulesen. Spannung baut sich erst im guten letzten Drittel des Buches auf und ich bin der Meinung, dass ein bisschen weniger Seiten dem Buch sehr gut getan hätten.

Erst durch das ausführliche Nachwort, das ich an dieser Stelle lobend erwähnen möchte, wurde mir klar, welche Intension das Buch eigentlich verfolgt. Eigentlich möchte die Autorin zeigen, wie den Frauen, die Freiheit und Selbstständigkeit, die sie während des 30jährigen Krieges genossen haben, genommen wurde. Dieser Aspekt ist mir leider während der Lektüre des Buches nicht wirklich klar geworden. Dafür ist Magdalena viel zu gutmütig und nimmt fast alles einfach hin.

Gut gefallen, haben mir dafür die Abschnitte, in denen Magdalena als Wundärztin tätig sein darf. Die Behandlungen wurden dabei sehr detailliert und interessant beschrieben und waren für mich immer wieder spannend zu lesen. Auch die Beschreibung und Reflektion über ein zerstörtes Land, die unterschiedlichen Lager, die sich teilweise immer noch bekriegen und die gegensätzliche Darstellung von Städten, die erblühen und solchen, die immer noch schwer an dem langen Krieg kauen müssen, haben mir sehr gefallen und mir doch ein sehr detaillreiches Bild der damaligen Zeit vermittelt.

Alles in allem ein schließlich doch noch spannender und interessanter historischer Roman, der ein wichtiges Thema vermitteln möchte, jedoch für mich nicht so ganz seinen eigenen Ansprüchen gerecht wird. Ein paar Seiten und Dialoge weniger, eine doch etwas kantenreichere Hauptakteurin hätten dem Buch sehr gut getan.

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