Michael Wilcke: Hexentage

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Michael Wilcke: Hexentage
Verlag
ET (D)
2003
Ausgabe
Taschenbuch
ET (Original)
2003
ISBN-13
9783746619996

Informationen zum Buch

Seiten
320

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Handlungsort

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Mit seinem Brautvater reist Jakob Theis aus Minden nach Osnabrück, um den Hexenprozeß gegen die Apothekerin Anna Ameldung zu verfolgen. In der Stadt scheint ein Hexenwahn ausgebrochen zu sein. Innerhalb weniger Wochen wurden mehrere Frauen als Hexen hingerichtet. Jakob will den Prozeß als Beobachter verfolgen, um sich so auf seine Laufbahn als Jurist vorzubereiten. Er zweifelt nicht daran, daß es Hexen gibt. Manchmal wird er selbst von Visionen gepeinigt und sieht die grausamen Dinge, die irgendwann in der Vergangenheit geschehen sein müssen. Bei der Hinrichtung einer Hexe begegnet er Sara, der Tochter eines Goldschmieds. Die junge Frau ist eine Außenseiterin, nicht nur weil sie von einem schwedischen Soldaten schwanger wurde, sondern auch weil sie nicht dem Hexenwahn verfallen ist. Sie versucht Jakob die Augen zu öffnen: Es gibt einen Menschen, der hinter all diesen Anklagen gegen unbescholtene Frauen steckt - der Bürgermeister der Stadt.

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Im Jahre 1636 lernt Jakob die schwangere Sara kennen und lieben. Es ist die Zeit der Hexenjagd. Das Buch beginnt mit der Verhaftung einer „Hexe“ und recht schnell kommt Jakob ins Spiel.

Mir hat das Buch von der ersten Seite an gefallen, es hat mich vom ersten Augenblick an fasziniert. Die Story baut sich langsam auf, die Spannung steigt behutsam. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet. Mir hat das Wachsen der Figur von Jakob gefallen. Aus einem unbedarften Jüngling ohne eigene Meinung wird ein Mann, der seine eigenen Entscheidungen trifft. Sara hat mir auch gut gefallen, auch wenn ich mir erst nicht sicher war, ob sie eine Hexe ist oder nicht. Sie geht unbeirrbar ihren weg, obwohl sie einen „Bastard“ unter dem Herzen trägt. In der damaligen Zeit einfach ein unmöglicher Zustand.

Die Hexenverfolgung im 16./17. Jahrhundert ist ein interessantes Thema, wenn auch äußerst brutal. Es ist unglaublich, wie die einfachen Leute beeinflussbar, wie leichtgläubig sie waren. Man kann das aber auch gut auf die folgenden Jahrhunderte bis in die heutige Zeit vergleichen. Es gibt keine Hexenverfolgungen mehr, aber noch heute sind viele Menschen leicht beeinflussbar und folgen Menschen, die vermeidlich stark sind und große Ziele haben. Nicht immer die richtigen, wie man an vielen Beispielen zeigen könnte.

Die Verhörszenen, die Schilderungen der Folterungen waren fast ein bisschen zu brutal für das Buch. Es war so authentisch beschrieben, das es mir schon fast weh tat und ich das Buch danach erst mal aus der Hand legen musste. Die Geburt des Babys war wunderbar in das Buch eingebaut, ein Hoffnungsschimmer in dieser schweren Zeit. Alles in allen ein Buch, das ich wärmstens empfehlen kann.

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