Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke

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Sarah Lark: Im Land der weißen Wolke
ET (D)
2007
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783404157136

Informationen zum Buch

Seiten
813

Sonstiges

Erster Satz
Helens Blick blieb kurz an der unscheinbaren Anzeige auf der letzten Seite des Kirchenblättchens haften.

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London, 1852: Zwei junge Frauen treten die Reise nach Neuseeland an. Es ist der Aufbruch in ein neues Leben - als künftige Ehefrauen von Männern, die sie kaum kennen. Die adlige Gwyneira ist dem Sohn eines reichen "Schafbarons" versprochen, und die junge Gouvernante Helen wurde als Ehefrau für einen Farmer angeworben. Ihr Schicksal soll sich erfüllen in einem Land, das man ihnen als Paradies geschildert hat.

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Die Geschichte beginnt 1852 in Großbritannien und erzählt die nächsten 25 Jahre. Gwyneira, die Tochter eines walisischen Landadligen, und Helen, eine Gouvernante in einer Londoner Kaufmannsfamilie, entscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen für das Wagnis einer Ehe mit einem unbekannten Mann in Neuseeland. Während der Schiffsreise, auf der Helen einige Waisen betreut, die als Dienstmädchen in Christchurcher Häuser vermittelt werden sollen, freunden sich die beiden jungen Frauen an. Gwyn teilt mit ihrem zukünftigen Gatten, dem sensiblen, künstlerisch veranlagten Lucas Warden praktisch keine Interessen, ihr liegt mehr das alltägliche Farm- und Zuchtgeschäft. Als die Ehe kinderlos zu bleiben droht und Lucas' Vater Gerald sich darüber zunehmend erregt, sinnt Gwyn auf Abhilfe. Ganz anders trifft es Helen, deren Ehemann Howard O'Keefe sich keineswegs als kultivierter Gentleman entpuppt, sondern als ziemlich erfolgloser Kleinfarmer. Da Helen von Farmarbeit keine Ahnung hat, tauscht sie die Hilfsdienste der Maori-Kinder gegen Schulunterricht für diese ein. Die Wardens und O'Keefes sind zwar Nachbarn, aber Gerald und Howard sind sich spinnefeind. Helens Sohn Ruben und Gwyns Tochter Fleurette wachsen gleichwohl gemeinsam auf, weil die beiden Frauen nicht gewillt sind, ihre Freundschaft dem Streit der Männer zu opfern. Die Atmosphäre in beiden Familien ist mit den Jahren zunehmend angespannt. Ruben zeigt keinerlei Neigung zur Farmarbeit sondern zu Jura, während sich bei den Wardens der doch noch eingetroffene Erbe Paul außer bei Gerald allseits unbeliebt macht. Zudem treibt ein Schafsdieb sein Unwesen und die Maori beginnen, sich über ihre "Verträge" mit den europäischen Siedlern Gedanken zu machen. Die Spannungen entladen sich über die Jahre in dramatischen Einzelaktionen. Dabei spielen auch die von Helen einst betreuten Waisen, die ganz unterschiedliche "Karrieren" machen, bedeutende Rollen.

Auf der Rückseite des Buches wird von einer Familiensaga gesprochen und das trifft es auch am besten. Die Handlung ist um die beiden Familien der Wardens und O'Keefes herum konzentriert, allerdings nicht so weit, daß Personen jenseits des inneren Kreises keinen Raum mehr hätten und nur als Stichwortgeber auftreten. Besonders erfrischend waren die Kommentare der Maori zu den – aus ihrer Sicht – Marotten der europäischen Siedler, die im Verlauf des Romans leider stark abnehmen. Und ohne diese Maoris hätte man sich auch ganz woanders als in Neuseeland fühlen können, aus der Kulisse hätte sich mehr machen lassen sollen. Die Hauptpersonen selber waren klar gezeichnet, meine Sympathien und Antipathien waren von Beginn an recht eindeutig verteilt und erfuhren nur graduelle Korrekturen. In ihren Handlungen waren die Protagonisten daher zwar durchaus konsequent, aber auch etwas vorhersehbar.

Von Beginn an war ich mir sicher, daß es zu einem Happy-End kommen würde, die Spannung resultierte daher vor allem aus der Frage, wie dieses Ende für die einzelnen Figuren aussehen kann und wie es dazu kommt. Das ging nicht emotionslos und teilweise hat die Aufregung die Entspannung in den Hintergrund treten lassen. Das Erzähltempo ist dabei abwechslungsreich genug, um nach dramatischen Ereignissen auch wieder etwas Ruhe einzukehren zu lassen. Am Ende waren alle im Verlaufe des Romans aufgeworfen Fragen hinreichend beantwortet und die Erzählstränge abgeschlossen, wobei erfreulicherweise nicht alle Probleme auf wundersame Weise erst im Verlaufe der letzten zwanzig Seiten gelöst wurden.

Der Roman teilt sich in mehrere Großabschnitte, denen jeweils ein Deckblatt mit Angabe des Zeitraums und der wesentlichen Handlungsorte vorangestellt ist. Die Kapitel innerhalb dieser Abschnitte haben eine gute Länge und strukturieren die Erzählung in vernünftiger Weise. Zwei Karten am Beginn, die die Lage der relevanten Orte zueinander und des gesamten Gebietes innerhalb Neuseelands zeigen, runden das Buch ab.

Alles in allem hat Lark hier einen Roman geschrieben, der gut als Schmöker für ein verregnetes Wochenende geeignet ist, wenn man Familiengeschichten mit Dramatik und Herz-Schmerz etwas abgewinnen kann. Die Bewertung berücksichtigt die o. a. Vorhersehbarkeit und die solide, aber nicht herausragende sprachliche Gestaltung.

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