Carla Federico: Jenseits von Feuerland

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Carla Federico: Jenseits von Feuerland
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426504406

Informationen zum Buch

Seiten
768

Sonstiges

Erster Satz
Die junge Frau rannte um ihr Leben.

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Handlungsort

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Punta Arenas, die südlichste Stadt der Welt. Hier kämpfen zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können, um ihre Zukunft und ihre Freiheit -und um die Liebe: Emilia ist die Tochter von deutschen Auswanderern und flieht von zu Hause, nachdem sie ein dunkles, beschämendes Familiengeheimnis enthüllt hat. Die zurückhaltende Rita dagegen hat nur einen Wunsch: Sie will von den Chilenen als Weiße anerkannt werden, denn sie ist die Tochter einer Weißen und eines Mapuche und wird als Mischling brutal verfolgt. Im sturmgepeitschten Patagonien entscheidet sich das Schicksal der beiden Frauen ...

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Emilia, Tochter deutscher Auswanderer, lebt glücklich in Chile und freut sich auf die baldige Hochzeit mit ihrem Jugendfreund. Kurz vor ihrer Hochzeit erfährt sie jedoch ein lang gehütetes Familiengeheimnis, dass ihre ganze Welt von heute auf morgen zusammen brechen lässt. Hals über Kopf verlässt sie ihre Familie und macht sich auf den Weg nach Punta Arenas, der südlichsten Stadt der Welt, um zu vergessen.

Rita, ein Mapuche-Mädchen, dass das Gemetzel an ihrem gesamten Stamm durch Soldaten miterlebt, aber stark traumatisiert überlebt hat, begleitet Emilia auf ihrer Reise.

Die beiden Frauen müssen auf ihrem weiteren Lebensweg viele Gefahren und Schicksalsschläge überwinden und sich schließlich dem schwersten von allem, ihrer eigenen Vergangenheit stellen.

Carla de Federico entführt den Leser nach Chile, ins wilde Patagonien und lässt die Landschaft Chiles, die Gerüche, die enge und den Wirrwarr der Stadt Punta Arenas bildlich vor dem geistigen Auge erstehen. Man reitet mit Emilia durch die weite der Landschaft und begleitet die Frauen durch die engen Gassen der Stadt. Die Autorin schafft es, dass man das Pulsieren der Stadt fühlt und ich als Leser sogar mit geschwitzt habe in der Hitze von Chile.

Genauso intensiv erlebt man als Leser dann auch den Ausflug ins regnerische und schmutzige Hamburg und ich habe mich mit den Figuren angesichts des Drecks und Schmutzes mit geekelt. Jedoch wird auch Hamburg sehr schön beschrieben und zeigt klar den Gegensatz zum südlichen Chile.

Den beiden Frauen hat die Autorin kein leichtes Leben zugedacht und als Leser habe ich schon sehr stark mit den Schicksalsschlägen der beiden Hauptprotagonistinnen mitgelitten. Beide werden doch immer wieder hart vom Leben getroffen und beide schaffen es damit zurecht zu kommen. Dabei machen beide Frauen eine harte Entwicklung durch, am Ende gehen aber beide gestärkt aus den Schicksalsschlägen hervor und finden doch ihr eigenes Glück.

Diese Entwicklung der Figuren ist insgesamt ein großer Pluspunkt des Buches, der mir sehr gut gefallen hat. Alle Figuren in diesem Buch durchlaufen eine starke Entwicklung und als Leser ist man direkt mit dabei und kann die Schritte gut nachvollziehen.

Jedoch kann man dieses Buch wirklich als "Frauenbuch" bezeichnen, da Frauen die Hauptrolle spielen. Männer tauchen auch auf: Sowohl als Liebhaber, als auch als perfide Gegenspieler, aber sie reichen den Frauen nicht das Wasser und wenn es ein Film wäre, könnte man sagen, die Frauen haben die Männer an die Wand gespielt.

Alles in allem in tolles Buch, dass mir die Geschichte Chiles ein kleines bisschen näher gebracht hat und mir dabei auch einige spannende und emotionsgeladene Lesestunden beschert hat. Das Buch verläuft nicht immer besonders rosig und ich war mir die ganze Zeit über nie sicher, was für ein Ende mich erwartet. Es gibt viele Verstrickungen, die dazu beigetragen haben, dass es oft schwer war das Buch aus der Hand zu legen.

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Mit "Jenseits von Feuerland" liegt ein weiterer historischer Roman von Carla Federico vor, der in Chile spielt. Die Leser des erstes Buches "Im Land der Feuerblume" werden wohl einige Charaktere erkennen, doch grundsätzlich lassen sich die Geschichten unabhängig voneinander lesen. Ich habe mich erstmalig mit diesem Roman an das historische Abenteuer in Chile gewagt. Dabei hatte ich nicht den Eindruck, etwas verpasst zu haben.

Julia Kröhn hat bereits einige Romane mit historischen Figuren veröffentlicht. Unter Pseudonym schreibt sie Schmöker mit rein fiktiven Charakteren. Mir hat sie damit außerdem gezeigt, dass ferne, exotische Länder durchaus eine literarische Reise wert sind. Meine Vorliebe beschränkte sich bisher auf den europäischen Teil der Welt, mit Chile habe ich Neuland betreten. Ich fühlte mich aber bereits auf den ersten Seiten sehr wohl. Im Gegensatz zu "Das Geständnis der Amme" traf dieses Buch viel besser meinen Geschmack.

Die Autorin hat es geschafft, fesselnde Charaktere zu zaubern, die sich entwickeln und überraschen können. Gleichzeitig entsteht durch ihre Beschreibungen eine besondere Vertrautheit zum Land Chile und dem einfachen Leben Ende des 19. Jahrhunderts. Im Laufe der Geschichte wird eine schöne Spannung aufgebaut. An vielen Stellen war es fast unmöglich das Buch aus der Hand zu legen. Natürlich kostete das auch einige Nerven und ein paar Figuren hätte ich gern mit Blei an den Füßen im Südpazifik versenkt. Damit blieb der Roman aber sehr real und wirkte eben nicht kitschig und übertrieben, wie so viele andere historische Bücher auf dem Markt. Das Ende hat mir gut gefallen. Für jeden Handlungsstrang findet sich ein passender Abschluss und ob Freund oder Feind, jede(r) bekommt was er/sie verdient.

Fazit: Ein Roman über starke Frauen - und Männer, die es irgendwie schaffen, deren Weg zu begleiten.

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