Joël Tan: Im Schatten der Purpurbuche

Joël Tan: Im Schatten der Purpurbuche

 
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Joël Tan: Im Schatten der Purpurbuche
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783734101175

Informationen zum Buch

Seiten
480

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Heute war wiedre mal einer dieser Tage, an denen Svea das Gefühl hatte, die Minuten liefen doppelt so schnell.

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Handlungsort

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Zwei Liebende auf ewig verbunden durch längst vergessene Zeiten ...

Treue Freunde. Ein umwerfender Verlobter. Eine grausame Chefin. Das ist Sveas Leben. Jedenfalls bis zu dem Tag, an dem ihre beste Freundin Tilli sie zum Handlesen und Loseziehen auf dem Bremer Freimarkt überredet. Svea zieht den dubiosen Hauptgewinn: Eine Reise in die Vergangenheit in ein früheres Leben. Obwohl sie schwört, das Los niemals einzulösen, kommt alles anders. Eines Tages geht sie das Wagnis ein und wird überrascht: Sie sieht mittelalterliche Orte, ein Verbrechen und einen ihr fremden Mann, für den sie dennoch starke Gefühle hegt. Svea hat keine Ahnung, dass ihr Leben nie wieder sein wird wie zuvor …

Autoren-Bewertungen

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Eine Rückführung in ein mittelalterliches Leben

In Svens Leben läuft vieles richtig: sie hat einen Job, dem sie sehr gerne und ebenso engagiert nachgeht, tolle, enge Freunde und vor allem mit Marc, ihrem Verlobten, einen Mann an ihrer Seite, den sie über alles liebt.
Marc wirkt in meinen Augen etwas zu perfekt, was an der rosaroten Brille Sveas liegen mag. Seine Art, ständig die Hosen alleine anhaben zu müssen, finde ich dann doch etwas befremdlich, aber Svea stört das nicht weiter. Einzig seine Abneigung gegenüber allem Übersinnlichen passt nicht so sehr zu ihr, die für Dinge wie beispielsweise Handlesen offen ist.
Eines Tages besucht Svea mit ihrer Freundin Tilli den Bremer Jahrmarkt und gewinnt dort eine sogenannte Rückführung in eines ihrer früheren Leben. Svea ist mehr als skeptisch und sich nicht sicher, ob sie den Gewinn einlösen soll. Doch als sie sich dann darauf einlässt, sieht sie Szenen aus dem Mittelalter und Menschen, die starke Gefühle in ihr auslösen... Doch was hat das alles zu bedeuten? Gab es die Geschehnisse und vor allem die Personen aus der Vision wirklich? Und wenn ja, was hat das für einen Einfluss auf ihr eigenes Leben in der Gegenwart?
Und hier zeigt sich ein Problem, das ich mit dem Buch hatte: während ich angenommen habe, dass ein deutlicher Teil der Handlung in der Vergangenheit spielt, ist das Gegenteil der Fall. Zumal ich eigentlich erwartet habe, dass ich als Leserin eine Art Zeitreise erlebe. Doch die Episoden in der Vergangenheit sind rar und beschränken sich auf so etwas wie Visionen, die Svea von ihrem angeblich früheren Leben hat. Die Autorin Joël Tan hat ausgiebig recherchiert und kann die sogenannte Rückführung sehr gekonnt schildern - aber ich muss gestehen, dass ich damit nicht sonderlich viel anfangen kann. Dadurch, dass diese esoterischen Handlungen und Auswirkungen einen großen Stellenwert in diesem Roman einnehmen, wurde ich nicht vollständig warm mit ihm.
So versucht Svea nun mit Hilfe ihrer Freundinnen, die Rätsel, die ihr ihr früheres Leben und vor allem ein Mann aus der damaligen Zeit aufgibt, zu lösen. Dabei muss sie begreifen, dass nichts ohne Folgen bleibt und das, was wir mitunter Schicksal nennen, ganz genau weiß, wohin es zu gehen hat...

Zugegeben: ich bin gas offensichtlich zu nüchtern veranlagt und somit die falsche Zielgruppe für diesen Roman. Bevor man mit der Lektüre startet, sollte man sich fragen, ob man sich auf Elemente wie Rückführungen einlassen kann und möchte. Denn dazu nimmt dieses Element eine zu große Rolle ein. Das habe ich klar falsch eingeschätzt, da ich einen stärkeren historischen Part in Form einer Art Zeitreise erwartet habe.
Svea ist mir als Hauptfigur sympathisch gewesen - auch wenn ich ihre Beziehung mit Marc nicht unbedingt nachvollziehen konnte. Doch sie entwickelt sich und zeigt mehrfach, dass sie einen wirklich guten Charakter hat.
Wenn ich meine persönlichen Schwierigkeiten mit dem Grundgedanken der Geschichte außer Acht lasse, dann kann ich sagen, dass die Handlung durchaus spannend ist - aber auch hier gab es für mich ein paar Ungereimtheiten, die meinen Lesegenuss etwas geschmälert haben. So waren mir manche Wendungen einfach zu konstruiert, so dass sie in der Handlung damit noch herausstachen - dabei bin ich mir sicher, dass die Autorin dies auch anders hätte lösen können.

Fazit: Für Leserinnen, die Interesse an Esoterik haben, ein guter Schmöker.

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(Aktualisiert: 19 Juli 2015)
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Ein unterhaltsamer Schmöker

Svea ist eine hilfsbereite und geduldige Frau, die sich gerne zu spontanen Aktionen hinreißen lässt. Ihren Beruf übt sie mit Hingabe aus, egal wie schwierig der Patient ist.
Im Privatleben ist sie rundum glücklich mit ihrem Freund Marc, mit dem sie ihr restliches Leben verbringen möchte.
Wichtig sind für sie auch ihre Freundinnen Tilli und Pia und vor allem Pia ist mit ihrem geschichtlichen Wissen später von unschätzbarem Wert.

Im ersten Moment wirkt Marc wie ein Traummann, gut aussehend, aufmerksam und liebevoll. Allerdings hat er eine dominante und besitzergreifende Ader, die Svea aber nicht stört. Im Gegenteil, sie scheint es zu genießen, was vor allem bei der ein oder anderen prickelnden Szene deutlich wird.
Wenn es um esoterische Dinge wie z.B. Kartenlegen und Rückführungen geht, reagiert er ungehalten mit strikter Ablehnung. Kein Wunder, denn seit seiner Kindheit behauptet seine Mutter, er wäre eine "alte Seele" und schleppte ihn von einem Hellseher zum nächsten.

Für diese Dinge sollte man als Leserin offen sein, denn sie spielen eine große Rolle in diesem Buch. Die Autorin hat im Rahmen ihrer Recherchen selbst an Rückführungen teilgenommen und entsprechend glaubwürdig sind ihre Schilderungen.
Svea sieht sich in einem früheren Leben im 13. Jahrhundert und spürt das dramatische Geschehen sehr intensiv. Doch was bedeuten die Ereignisse in der Vergangenheit für Sveas heutiges Leben? Gab es die Menschen in ihrer „Vision“ wirklich? Diese Rätsel versucht Svea gemeinsam mit ihrer Freundin Pia zu lösen.
Die Reisen in die Vergangenheit machen jedoch nur einen sehr geringen Teil der Handlung aus. Hauptsächlich findet das Geschehen in der Gegenwart statt.

Und hier muss Svea lernen, dass nichts zufällig passiert. Diese Aussage begegnet einem immer wieder beim Lesen. Und so lenkt das Schicksal Svea zielstrebig in die gewünschte Richtung und macht dabei die erstaunlichsten Verrenkungen.

Die Handlung ist so unterhaltsam und abwechslungsreich, dass ich das Buch regelrecht verschlungen habe. Es ist ein richtig toller Schmöker. Nur zum Ende wurde es für meinen Geschmack etwas abstrus und überzogen, was zwar die Spannung gesteigert hat, aber das wäre in meinen Augen nicht nötig gewesen um zu einem gelungenen und fesselnden Ende zu kommen.

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Rückführung in ein altes Leben?

Aufgrund des hübschen Äußeren und des sehr ansprechenden Klappentextes entschied ich mich für dieses Buch. Von der Autorin hatte ich bis dato kein Buch gelesen.

Bevor ich zu meiner eigentlichen Bewertung komme, möchte ich darauf hinweisen, dass es sich um einen reinen Frauenroman handelt, bei dem mal sehr kurz in die Vergangenheit gereist wird. Elemente eines historischen Romans mit zwei Zeitebenen gibt es keine. Ich hatte nämlich einen ebensolchen Roman erwartet, aber dann nicht bekommen.

In der Geschichte geht es um Svea, die mit ihrem Job und Freund Marc einfach nur zufrieden ist. Besser könnte das Leben kaum sein. Wirklich? Doch dann besucht sie mit ihrer besten Freundin einen Jahrmarkt und gewinnt dort die Rückführung in ein vergangenes Leben. Soll sie an dem Quatsch wirklich teilnehmen? Und vor allem: Was hat das eigentlich für Auswirkungen auf ihr Leben in der Gegenwart?

Das Buch ist in vier Abschnitte untergliedert und ein personaler Erzähler führt uns durch das Geschehen.

Svea ist als Protagonistin einfach ein Mädel mit dem Herzen am rechten Fleck. Sie war mir auf Anhieb sympathisch. Was ich nicht so ganz verstehen konnte war ihre Vernarrtheit in ihren dominanten Freund Marc, der mir nicht so recht gefallen wollte.

Die Handlung spielt fast ausschließlich in der Gegenwart und beschäftigt sich mit esoterischen Elementen, wie eben auch der Rückführung in ein anderes, früheres Leben. Man merkt dem Buch stark an, dass die Autorin detailliert recherchiert hat, aber man muss schon etwas dafür übrig haben, um die Ereignisse dann auch gern zu lesen.

Die Grundidee, dass das Schicksal das Leben lenkt und leitet hat mir gut gefallen. Auch der Gedanke, dass frühere Entscheidungen (von einem selbst oder den Vorfahren) einen Einfluss auf das eigene Leben haben, wirkte stimmig. Trotzdem fiel es mir recht schwer mich auf die Materie einzulassen, da ich nur an wissenschaftlich bewiesene Ereignisse/ Tatsachen glaube.

Klar ist, dass die Autorin ohne Frage schreiben kann, denn sie hat mich mit ihrem Roman gut unterhalten, auch wenn das gewählte Thema nicht so meins war. Das Ende war mir persönlich etwas zu überzogen.

Fazit: Leichte Frauenlektüre, die sich hervorragend für den Urlaub eignet. Aufgrund des Themas kann ich den Roman nur bedingt weiterempfehlen...

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