Laila El Omari: Die Farbe der Pfefferblüte

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Laila El Omari: Die Farbe der Pfefferblüte
Verlag
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426506806

Informationen zum Buch

Seiten
464

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Aufhören!"

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Handlungsort

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Brasilien 1624: Catarina da Silvera, uneheliche Tochter eines portugiesischen Adligen, wächst auf der Zuckerrohrplantage ihres Onkels in Olinda auf. Träge fließt das Leben zwischen hohen Marmorsäulen und den Bambushütten der Sklaven dahin, nichts scheint sich jemals zu ändern. Bis der Engländer Jeremy Glanville nach einem heftigen Sturm gezwungen ist, mit seinem Schiff den Hafen von Olinda anzulaufen. Hals über Kopf verliebt Catarina sich in den gutaussehenden Abenteurer – und ahnt nicht, dass Jeremy in England bereits vergeben ist.

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Die Farbe der Pfefferblüte

1624 in Brasilien: Catarina da Silvera ist die uneheliche Tochter eines portugiesischen Adligen. Da die neue Frau ihres Vaters Catarina ablehnt und es immer wieder zu Reibereien kam, wurde Catarina nach Brasilien geschickt zu ihrem Onkel, der eine Zuckerrohrplante führt. Hier lernt Catarina den Engländer Jeremy kennen, dessen Schiff in einem Sturm beschädigt wurde und der auf der Zuckerrohrplantage vorübergehend Obdach findet. Catarina verliebt sich in Jeremy und ahnt nicht, was für Folgen ihre Begegnung mit dem Engländer haben wird.

Mein Leseeindruck:

Die Geschichte spielt vorwiegend in Brasilien, aber auch England und Portugal sind Schauplätze der Handlung. Sehr interessant waren für mich die Schilderungen des Lebens auf der Zuckerrohrplantage. Catarina kämpft für bessere Lebensumstände der Sklaven und setzt sich immer wieder dafür ein, auch wenn das für sie selbst Nachteile mit sich bringt. Es ist zum Teil schon sehr bedrückend, über die Sklavenhaltung und die unmenschliche Behandlung zu lesen, zugleich hat mir aber gerade das wirklich gut gefallen, weil mich das Thema interessiert. Auch wurde mir durch die Beschreibungen der Lebensumstände sowohl der Sklaven als auch der Plantagenbesitzer das Leben auf einer Zuckerrohrplantage im 17. Jahrhundert nähergebracht, und ich konnte mich ganz in die Geschichte hineinfühlen.

Die Figuren haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Catarina ist eine sympathische Protagonistin. Anfangs ist sie wirklich sehr naiv, aber im Laufe der Geschichte kann man ihre Entwicklung sehr gut mitverfolgen.

Auch ein Pluspunkt für mich sind die Schauplätze der Handlung. Der größte Teil der Geschichte spielt in Brasilien, aber ein guter Teil führt uns dann auch über das Meer nach England und Portugal. Durch diesen Wechsel kam keine Langeweile auf; es kamen neue Charaktere und neue Lebensumstände hinzu.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm. Sie schreibt leicht, locker, dabei aber mitreißend und spannend.

Ich hatte mit diesem Buch sehr schöne Lesestunden und konnte mich in die Welt von Catarina und Jeremy fallenlassen. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und werde auf jeden Fall weitere Bücher der Autorin lesen!

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(Aktualisiert: 26 November 2015)
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Opulenter Liebesschmöker in historischer Kulisse


Wir befinden uns im 17. Jahrhundert; Catarina da Silveira, uneheliche Tochter eines portugiesischen Adligen, lebt abgeschieden auf der Zuckerrohrplantage ihres Onkels in Brasilien. In ihrer Unerfahrenheit lässt sie sich auf den Engländer Jeremy Glanville ein, der durch einen Sturm gezwungen ist, die brasilianische Küste anzulaufen. Was sie für Liebe hält, ist für Jeremy nur ein Abenteuer - schließlich wartet in London seine Verlobte auf ihn. Das kleine Liebesabenteuer bleibt aber nicht ohne Folgen, und so sind die vorgezeichneten Lebenspläne plötzlich völlig aus der Bahn geworfen.

Meine Meinung:

Wo Laila EL Omari draufsteht, ist auch Laila El Omari drin. Die Autorin präsentiert uns ein weiteres Mal ein opulente Liebesgeschichte mit viel Irrungen und Wirrungen in einem historisch-exotischen Setting. Diese Kulisse machte für mich vor allem und in erster Linie den Reiz aus, das Buch zu lesen.

Die Beschreibung der tropischen Orte mit ihrer vielfältigen Natur, den Farben, Gerüchen und Geräuschen, ist der Autorin wunderbar gelungen. Dabei ist neben Brasilien auch London ein Schauplatz des Geschehens, wodurch ein toller Kontrast entsteht, der sehr anschaulich heraus gearbeitet wird; zum Beispiel wenn eine brasilianische Sklavin erstmals englischen Boden betritt und ihr Eindrücke angesichts der grauen, düsteren Atmosphäre geschildert werden. Aber auch die Szenen auf See haben mir aufgrund ihrer anschaulichen Darstellung sehr gut gefallen.

Die Geschichte von Catarina und Jeremy ist geprägt von vielen Missverständnissen, Wirrungen und Zwängen der damaligen Zeit. Ich war mir dabei bewusst, dass die Historie hier in erster Linie als Bühne dient und die Protagonisten in ihrem Verhalten an unsere Zeit und unser Rollenverständnis moderat angepasst sind. Dennoch konnte ich mir sehr gut vorstellen, mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten. Besonders hervorheben möchte ich dabei Catarinas Bemühungen um die Sklaven auf der Plantage. Sklaverei war damals eine Selbstverständlichkeit und der Umgang mit ihnen wird sehr eindringlich geschildert, da warten auch einige sehr bedrückende Szenen auf die LeserInnen. Dennoch ist es erfrischend zu sehen, wie Catarina sich um sie bemüht und sich ihre Menschlichkeit nicht nehmen lässt.

Andererseits ist sie sehr naiv, vor allem was den Umgang mit dem anderen Geschlecht betrifft - aber dadurch ergibt sich ja erst die ganze Geschichte. Jeremy dagegen war für mich ein sehr blasser Charakter, der zuerst gar nicht gut wegkommt und erst am Ende ein wenig Substanz gewinnt, hier konnte ich also ein kleine Entwicklung ausmachen. Die Wirrungen zwischen beiden sind vorprogrammiert und an manchen Stellen auch vorhersehbar. Nichts desto trotz hat Laila El Omari auch für dieses Paar nach einigen theatralischen Auftritten ein versöhnliches und glaubhaftes Ende gefunden.

Die historischen Ereignisse des 17. Jahrhunderts, vor allem der Kampf zwischen den Kolonialmächten um die Vorherrschaft in Brasilien sind Thema der Handlung, aber nicht übermäßig präsent. Die Details werden erwähnt, aber nicht vertieft, so dass ich mir ein grobes Bild machen konnte, ohne dass das Ganze in Geschichtsunterricht ausartete. Gut dabei fand ich die Zeitleiste am Ende des Buches, die mir ab und zu auf die Sprünge half, ebenso das Personenregister.

Was noch zu erwähnen wäre, sind die gelegentlichen Bezüge auf den Roman "Der Duft der Muskatblüte", der sich um die Vorfahren von Catarina, Jeremy und ihren Familien dreht. Diesen hatte ich noch nicht gelesen und stolperte daher über manche Bemerkung hinsichtlich der Vergangenheit. Kein Problem, aber wer sowieso vorhat, beide Bücher zu lesen, sollte dies vielleicht in der richtigen Reihenfolge tun.

Mein Fazit: "Die Farbe der Pfefferblüte" hat mir gut gefallen und mich gut unterhalten. Ich mag nach wie vor den unkomplizierten und bildhaften Schreibstil von Laila El Omari, und empfehle das Buch gerne weiter an LeserInnnen, die gerne opulente Liebesschmöker in historischer Kulisse lesen.

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Eine ergreifende Geschichte

17. Jahrhundert: Um der neuen Frau ihres Vaters aus dem Weg zu sein, wird Catarina da Silvera, die junge uneheliche Tochter eines portugiesischen Adligen, zu ihrem Onkel nach Brasilien geschickt. Der Onkel hat dort eine Zuckerrohrplantage. Sie lernt Jeremy Glanville, einen Engländer kennen, den ein Schiffsschaden nach einem Sturm auf die Plantage verschlagen hat. Catarina verliebt sich in Jeremy. Doch er meint es nicht ernst mit Catarina, denn er ist in London längst gebunden. Die Liaison bleibt nicht ohne Folgen.
Ich mag den Schreibstil der Autorin, er liest sich angenehm flüssig. Dieser Roman spielt sowohl in Portugal und London, als auch in der exotischen Umgebung Brasiliens, die wundervoll beschrieben ist. So fühlt man sich in diese Atmosphäre hineingezogen. Die Arbeit auf der Zuckerrohrplantage wird natürlich von Sklaven erledigt. Es ist bedrückend wie diese Menschen ausgenutzt und behandelt werden.
Die sympathische Catarina hat ein sehr mitfühlendes Wesen und sie bemüht sich, das Leben der Sklaven zu erleichtern. Andererseits ist sie behütet aufgewachsen und ziemlich naiv. Sehr verliebt lässt sie sich auf Jeremy ein, ohne zu bedenken, was da für Konsequenzen haben kann. Durch die Umstände entwickelt sie sich aber im Laufe der Geschichte weiter. Jeremy ist für mich kein Mensch, der besonders interessant ist. Er ist ein wenig farblos. Er hat Catarina in diese Situation hineinmanövriert, ohne sich um die eventuellen Folgen zu kümmern. Erst Druck von außen bringt ihn dazu, sich seiner Verantwortung bewusst zu werden.
Im 17. Jahrhundert gab es eine Menge Zwänge, die bestimmten, wie man sich verhält und wann und wie ein Beziehung eingegangen werden konnte. Daher konnte es bei Catarina und Jeremy nur Schwierigkeiten geben. Außerdem musste es zwangsläufig zu Missverständnissen kommen, da er ja sein Verlobte verschwieg.
Einige geschichtliche Aspekte fließen auch in diesen Roman ein, so dass man sich gut ein Bild über die damaligen Verhältnisse machen konnte. Informativ ist auch der Anhang, der für einen besseren Überblick sorgt.
Dieser historische Liebesroman hat mich wunderbar unterhalten.

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