Lena Johannson: Die Bernsteinhexe

 
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Lena Johannson: Die Bernsteinhexe
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746633152

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Winter des Jahres 1629 war hart und ohne Gnade.

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Handlungsort

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Usedom, 1629: Während des Dreißigjährigen Krieges, als auf Usedom Not und Elend herrschen, entdeckt die Pfarrerstochter Maria eine Bernsteinader. Mit dem Erlös hilft sie den Armen und Hungernden. Zum großen Missfallen des Amtshauptmannes, der seine Macht auf der Insel schwinden sieht. Also sinnt er auf Rache und streut das Gerücht, dass Maria eine Hexe sei. Ob es ihrer großen Liebe Rüdiger gelingen wird, sie vor dem sicheren Flammentod zu bewahren?

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Usedom, während des Dreißigjährigen Krieges. In der Bevölkerung herrschen Hunger und Armut. Auf der Insel Usedom ist es noch nicht ganz so schlimm wie anderswo, aber im Luxus schwelgen sie auch nicht. Maria ist die Tochter des örtlichen Pfarrers, ihr Vater und sie geben alles, um ihren Schäfchen so gut wie möglich zu helfen und beizustehen. Doch ihr Vater ist ein streitbarer Mann und wettert immer wieder von seiner Kanzel gegen den zuständigen Hauptmann, der Geld, das der Gemeinde zusteht, nicht auszahlt und somit das Elend noch verschlimmert. Der Hauptmann wiederum lässt das natürlich nicht auf sich sitzen und rächt sich bei jeder Gelegenheit am Pfarrer und seiner Tochter.

Als Maria in der Nähe auf eine reiche Bernsteinader stößt, sieht es zunächst so aus, als könnten sie damit den Dorfbewohnern helfen. Maria macht sich auf eine gefährliche Reise durch das kriegsgebeutelte Land, um den Bernstein in der reichen Kaufmannsstadt Danzig zu verkaufen.
Doch als sie wieder zurückkehrt und sich alles zum Guten zu wenden scheint, kommt auch erstes Misstrauen über den plötzlichen Reichtum der Gemeinde auf. Schnell ist eine Schuldige gefunden: Maria muss eine Hexe sein!

Mich konnte das Buch leider nicht wirklich überzeugen. Ich habe schon einige Bücher über Hexenverfolgung gelesen und bin von dem Thema vielleicht etwas übersättigt. Allerdings spielt diese Thematik hier erst im letzten Drittel des Buches wirklich eine Rolle. Vorher geht es um das Leben auf der Insel, die Dorfbewohner, einen Fremden, der plötzlich auftaucht und sich in der Nähe ansiedelt, die Streitereien zwischen dem Pfarrer und dem Hauptmann und dann um Marias Reise nach Danzig. Das liest sich alles ganz nett, aber nicht sonderlich fesselnd. Gut dargestellt fand ich allerdings die Dorfgemeinschaft und wie einfach es ist, in Zeiten von Not und Elend Misstrauen zu wecken und Zwietracht zu säen, insbesondere gegen jeden Fremden, aber in diesen abergläubischen Zeiten auch gegen jemand, von dem die Menschen es eigentlich besser wissen müssten – wir verbrennen heute keine Hexen mehr, aber wenn man sich manche Auswüchse in TV und Social Media so ansieht, sind wir davon gar nicht so weit entfernt.

Relativ unglaubwürdig kam für mich die eingebaute Liebesgeschichte daher. Ich hatte sogar auf einen anderen Kandidaten gesetzt und war daher recht erstaunt über die Wendung in dieser Hinsicht.

Insgesamt ein halbwegs unterhaltsamer historischer Roman vor der Kulisse Usedoms und des Dreißigjährigen Krieges, aber für mich leider kein Highlight.
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Die Bernsteinhexe
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In ihrem historischen Roman „Die Bernsteinhexe“, greift die Autorin Lena Johannson die Geschichte eines Ostsee-Mythos auf, eine dramatische Geschichte über eine mutige junge Frau auf Usedom.

Dabei entführt sie ihre Leser in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges, genauer gesagt ins Jahr 1629. Es ist eine schreckliche Zeit, eine Zeit, in der Not und Elend herrschen und ums tägliche Überleben gekämpft werden muss. So ergeht es auch den Bewohnern einer kleinen Gemeinde auf Usedom. Da stößt die Pfarrerstochter, Maria Schweidler, auf eine Bernsteinader, um das schwere Los der Gemeindemitglieder zu lindern nimmt sie einen langen und gefährlichen Weg in Kauf, um die kostbaren Steine zu Geld zu machen.

Da Maria dadurch an Ansehen unter den Dorfbewohnern gewinnt, ist sei leider auch einigen Menschen ein Dorn im Auge, allen voran dem Amtshauptmann von Appelmann. Dieser seiht mehr und mehr seinen Einfluss und seine Macht auf der Insel schwinden. Aus diesem Grund versucht er Maria aus dem Weg zu schaffen und ersinnt einen düsteren Plan.

Maria wird plötzlich bezichtigt eine Hexe zu sein, niemand, nicht einmal die Menschen, denen sie in ihrer Not geholfen hat stehen zu ihr. Ihr Schicksal scheint besiegelt und sie wird zum Scheiterhaufen verurteilt. Einzig Rüdiger, ihre große Liebe, kann sie noch vor dem Flammentod retten, doch auch hier hat von Apellmann wieder seine Finger im Spiel und versucht mit allen Mitteln Marias rechtzeitige Rettung zu verhindern.

Meinung:

Beim Lesen wirkt die gesamte Handlung so, als hätte die Autorin vorher ein Konzept erarbeitet, das nun nach und nach niedergeschrieben wird. Sie erzählt Kapitel für Kapitel ihre Geschichte, was regelrecht abgearbeitet wirkt. Mal mit einer recht geballten Handlung und mal mit Nebensächlichkeiten. Insgesamt mangelt es am mitreißenden, an etwas das die Handlung lebendig und nicht nur dahin geschrieben wirken lässt.

So wie der Handlungsverlauf wirken leider auch die Protagonisten nicht gerade lebendig. Sie agieren zwar, doch so richtig ein- und mitfühlen vermag man beim Lesen nicht mit ihnen. Hilfreich und schöner wären hier der Einbau mehrerer Dialoge und Gefühle, sowie ein bildlicher Schreibstil gewesen.

Ebenso wirkt auch der Schreibstil sehr „trocken“ auf mich, viele Stellen musste ich mehrmals lesen, da meine Gedanken immer wieder abschweiften.

Fazit:

Insgesamt erzählt die Autorin eine recht interessante Geschichte, die allerdings sehr „abgehandelt“ wirkt, es gibt keine echten Emotionen und alles wirkt nicht gerade lebendig. Wem dies nicht stört, der wird durchaus gut unterhalten werden. Für meinen Geschmack mangelt es hier allerdings an zu vielen Stellen, so dass ich diesen Roman nur als mittelmäßig einstufen kann.
B
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