Brigitte Riebe: Liebe ist ein Kleid aus Feuer

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Brigitte Riebe: Liebe ist ein Kleid aus Feuer
Verlag
ET (D)
2006
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783453265202

Informationen zum Buch

Seiten
656

Sonstiges

Erster Satz
Der Taubenschlag war Eilas Lieblingsplatz.

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Sie könnten unterschiedlicher nicht sein: Eila, die amazonengleiche Tochter des Ritters Raymund von Scharzfels, und Roswitha, die schon als Kind seltsame, in die Zukunft weisende Träume hat und später als die Dichterin Roswitha von Gandersheim in die Geschichte eingehen wird. Zwei ungewöhnliche Frauen und deren Schicksal in Zeiten der Eroberungskriege.

Scharzfels im Harz 946 n. Chr.: An einem kalten Wintertag kommt Roswitha auf die Burg des Grafen Raimund aus Lothringen. Der waffenerprobte Kämpfer steht im Dienste des Königs Otto I. und sieht seine geliebte Tochter Eila immer nur auf der Durchreise. So wachsen die beiden Mädchen zusammen auf, halten einander fest, obwohl sie wie Feuer und Wasser sind. Roswitha hört Wolken und Bäume sprechen, hält stets Wachstafel und Griffel bereit, Eila hingegen ist am liebsten auf Falkenjagd. Und so wird ihre Freundschaft Jahre später auf eine harte Probe gestellt: Während Eila in die Welt hinauszieht, der italienischen Königin Adelheid zur Flucht verhilft und schließlich die wahre Liebe findet, sucht Roswitha Zuflucht hinter den schützenden Mauern von Stift Gandersheim. Das Schicksal reißt sie auseinander, ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen ...

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Liebe ist ein Kleid aus Feuer

Ich habe den ersten von drei Teilen, knapp die Hälfte des Buches, beendet und beschlossen, dass damit auch das Buch im Ganzen für mich beendet ist. Der Roman ist ein Paradebeispiel dafür, dass gute Recherche nicht alles ist, denn der Funke ist immer noch nicht übergesprungen. Mir gefallen Schreibstil und Erzähltempo, aber die Handlung nicht. Wenn es darum geht, ihren Protagonisten ein schweres Schicksal aufzubürden, dann unterscheidet sich Riebe leider nicht von anderen historischen Autoren, und ich gönne den Handelnden auch mal ein wenig Spaß. Den haben sie zwar auch kurzzeitig, aber nur um dann quasi dafür bestraft zu werden - was das angeht, wird die mittelalterliche Sicht, dass das Leben eine Prüfung Gottes sei, sehr gut getroffen.

Außerdem wage ich zu behaupten, dass ich manche der angedeuteten Geheimnisse schon erahne. Die grobe Handlung der restlichen Seiten kann ich mir gut genug vorstellen, um sie nicht lesen zu müssen, auf die ein oder andere Intrige verzichte ich dabei gern.

Die meisten Figuren sind eigentlich gut charakterisiert, haben ihre Ecken und Kanten und sind bis auf einige Ausnahmen auch nicht rein gut oder böse, sondern menschlich. Allerdings entwickeln sie sich nicht wirklich weiter. Zum Beispiel Oda ist auf den ersten Blick eine vielschichtige Figur, aber dennoch wurde auch manches verschenkt. Die Freundschaft zwischen Eila und Rose ist zwar vorhanden, aber mehr, weil sie beschrieben, nicht weil sie gezeigt wird. Sie wirkt auf mich bisher eher wie eine Zweckgemeinschaft, da sie nun mal gleichaltrige Mädchen sind, die sonst keine Freunde oder Beschäftigungen haben.

Insgesamt kann der wirklich gut recherchierte und in die Handlung eingebundene historische Kontext diese Schwächen nicht ausgleichen, zumal trotz allem bei den Nebenfiguren auf Klischees zurückgegriffen wurde („Das gute Kräuterweib“ vs. „Das böse Moorweib“, „Die starke Frau aus dem Volk“, „Der zwielichtige Schurke“, …). Dass ich allergisch auf überdosierte Dramatik reagiere, tut sein übriges.

Noch ein Wort zur Aufmachung des Buches: ein fundiertes Nachwort gibt einen Überblick über die tatsächlichen historischen Rahmenbedingungen und weist auf die Aspekte dichterischer Freiheit hin, die sich Brigitte Riebe herausgenommen hat. Außerdem bietet sie dem Leser eine Auswahl weiterführender Fachliteratur. Leider kann man die Stammbaum und Karte nur als „gut gemeint“ verbuchen, denn der Stammbaum zeigt die Familie König Ottos, die aber gar nicht so umfangreich zum Tragen kommt, und auf der Karte sucht man vergeblich nach den Schauplätzen des Romans.

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Eila und Rose wachsen im 10. Jahrhundert unter ottonischer Herrschaft auf Burg Scharzfels auf. Während Eila ihr Leben am liebsten bei den Falken und in der freien Natur verbringt, hält sich Rose lieber bei Wachstafel und Griffel in den Burggemächern auf. Trotz aller Unterschiede fühlen sich die Mädchen stark miteinander verbunden und helfen sich gegenseitig, ihren persönlichen Lebensweg zu finden...

„Liebe ist ein Kleid aus Feuer“ ist nicht der erste Roman gewesen, den ich von Brigitte Riebe aus dem Regal holen durfte, sodass ich schon mit hohen Anforderungen mit dem Lesen begonnen habe. Tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil! Schon nach den ersten Seiten war ich vollkommen ins Mittelalter eingetaucht, konnte förmlich den Würzwein schmecken und die unterschiedlichsten Gerüche riechen. Besonders spannend an dieser Reise in die Vergangenheit ist, daß die Autorin auf Menschen und Umstände hinweist, über die man sich in unserer heutigen Zeit keine Gedanken macht, z.B.: Wie wichtig war ein Schmied im Tross und für seinen Ritter? Wie genau wird geschmiedet, wie sieht die Klinge in den verschiedenen Stadien der Verarbeitung aus?

Es ist allerdings nicht das authentisch anmutende Ambiente allein, das mir so gut gefiel. Außergewöhnlich ist auch die Ausarbeitung und Entwicklung der verschiedenen Charaktere. Jede Person wird von allen Seiten gezeigt, es wird dem Leser nach und nach klar, daß eine Schwarz-Weiß-Einteilung nicht möglich ist und dass jede Person sich durch ihre eigene Lebensgeschichte, ihr Schicksal, vollkommen verändern kann. Kurz gesagt: Die Personen sind durch und durch menschlich und werden in jeder Facette akzeptiert.

Das alles mit einem flüssigen, sehr schön zu lesenden Schreibstil präsentiert, hebt dieses Buch unter vielen anderen hervor und macht es zu einem absoluten Lesetipp für jeden Liebhaber fundierter historischer Romane.

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