Kai Meyer: Loreley

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Kai Meyer: Loreley
Verlag
ET (D)
1998
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453187115

Informationen zum Buch

Seiten
397

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Handlungsort

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Von der blonden Fee Loreley hat jeder irgendwie schon einmal gehört - mit der Betonung auf "irgendwie". Sitzt sie doch oben auf einem Felsen am Rhein, kämmt sich die langen Locken und betört nichts ahnende Schiffer mit ihrem Gesang, sodass diese von Stromschnellen erfasst werden und an Felsklippen zerschellen. Kai Meyer geht den Stoff anders an: Seine Erzählung beginnt mit der wilden Jagd auf ein kleines Mädchen, das gefangen und in einen tiefen Schacht auf dem Lurlinberg gesperrt wird. Und ihr Gesang ist es, der aus dem Schacht heraus erklingt und noch unten am Fluss zu hören ist.

Die junge Ailis, die mehr aus Versehen an dieser Jagd teilgenommen hat, ist tief erschüttert. Es will ihr nicht gelingen, die Hilferufe der Kleinen aus ihren Gedanken zu bannen. Auch das Verhältnis zu ihrer Freundin Fee, der Tochter des Burgherren, leidet unter der unerklärlichen Tat. Ailis führt ein ereignisloses Leben als Lehrmädchen des Schmiedes. Ein Besuch des Spielmanns Jammrich bringt etwas Farbe in ihren Alltag, doch auch er will ihr nicht sagen, was es mit ihrem außergewöhnlich guten Gehör und der "Musik hinter der Musik" auf sich hat. Erst die Hochzeit von Fee mit dem Ritter Baan und der damit verbundene Abschied von ihrer besten Freundin wecken sie aus ihren Tagträumen, und nun beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen. Sie ergreift die Gelegenheit und folgt dem Spielmann in eine andere Welt.

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Ailis und Fee sind von Kindertagen an fast wie Schwestern auf der Burg von Fees Onkel am Rhein aufgewachsen und waren stets trotz ihrer grundverschiedenen Charaktere die allerbesten Freundinnen, bis es zwischen ihnen zu einem Bruch gekommen ist, den beide schwer überwinden können.

Als Spielleute auf der Burg zu Gast sind, bemerkt Ailis, dass sie in der Lage ist, eine "Melodie hinter der Melodie" zu hören, die magische Kräfte besitzt. Doch das ist nicht ihre einzige merkwürdige Entdeckung - eines Tages erlebt sie auf dem Lurlinberg hoch über dem Rheintal eine Überraschung: das kleine Mädchen, das sie ein Jahr zuvor im Wald gefunden hatte, ist dort in einem hermetisch verriegelten und gesicherten Brunnenschacht gefangen. Recht schnell wird klar, dass es sich dabei um kein normales Kind handeln kann, sondern um ein Wesen mit enormem Gefahrenpotential, das in der Lage ist, Menschen auf unheimliche Weise in seinen Bann zu ziehen.

Als Fee in diese Gefahr gerät, setzt Ailis alles daran, ihre immer noch geliebte Freundin zu retten ...

Der Loreleyfelsen regt seit Jahrhunderten die Phantasie der Menschen an, so auch die von Kai Meyer, der daraus einen stimmungsvollen Mittelalterroman mit ein paar phantastischen und unheimlichen Elementen gemacht hat.

Seine Figuren sind plastisch, wenn auch ab und an ein bisschen klischeehaft (Ailis ist die typische Frau in Hosenrolle und Fee das zarte, hübsche Prinzesschen), die Loreley-Gestalt des unschuldig scheinenden und gerade deshalb furchteinflößenden Kindes gefiel mir jedoch sehr gut.

Die Verflechtung von historischen Fakten, Legenden, Landschaften und dem Alltag auf der Burg ist gelungen und liest sich spannend und flüssig. Abgerundet wird das Buch durch ein Nachwort, in dem Meyer auf die geschichtlichen Tatsachen sowie Sagen und Fakten rund um die Loreley eingeht (und Lust darauf macht, sich den sagenumwobenen Felsen mal aus der Nähe anzuschauen).

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Die Loreley kannte ich bisher als Nixe, die sich mit einem goldenen Kamm ihr blondes Haar kämmt, und durch ihrem Gesang die Rheinschiffer so ablenkt, dass dessen Schiffe an dem Felsen zerschellen. Hier ist sie etwas anderes, uraltes - ursprünglich die Wächterin eines Tores zwischen der Menschenwelt und Titanias Reich Faerie, der Welt der Feen.

In dieser Geschichte herrscht eine unheimliche Grundstimmung, die sich nach einem eher ruhigen Beginn von Seite zu Seite steigert. War es anfangs noch ein angenehmes mystisch-schauriges Kribbeln, so gab es später auch einige Szenen, die mir eine Gänsehaut verpasst haben. Der Schreibstil und die besondere Atmosphäre haben mich schnell gefesselt, so dass ich einfach in jeder freien Minute in diese Welt eintauchen musste.

Die beiden Hauptfiguren Ailis und Fee wurden vielversprechend eingeführt, ich konnte schnell einen Bezug zu ihnen aufbauen. Allerdings hätte ich mir mehr Details zu ihrer Freundschaft gewünscht, oft habe ich da keine besondere Nähe gespürt. Gerade weil diese so wichtig für die weitere Entwicklung ist und sich für mich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, fand ich die etwas oberflächliche und blasse Darstellung unbefriedigend.

Dafür fand ich die Beschreibungen rund um die Spielleute bunt und lebendig. Mir hat auch gefallen, wie Ailis diese Leute nach und nach besser kennen lernt und mehr als das ungewöhnliche Erscheinungsbild sieht. Überhaupt haben mir hier viele Außenseiter gefallen - so gut, dass ich gern mehr über sie erfahren hätte, z.B. auch über Fees Tante.

Das Ende kam mir im ersten Moment etwas überstürzt und abrupt vor. Plötzlich war die letzte Seite da, und es gab keinen Hinweis darauf, was einige Figuren nun weiterhin tun werden. So kann man aber auch die eigene Phantasie spielen lassen und sich ein Ende nach dem Ende ausdenken.

Unbedingt lesen sollte man dann aber noch das Nachwort des Autors, in dem auf historische Eckdaten und die Entwicklung der Sage der Loreley eingegangen wird.

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