Mac P. Lorne: Der Pirat

 
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Mac P. Lorne: Der Pirat
Untertitel
Ein Francis-Drake-Roman
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783426517482

Informationen zum Buch

Seiten
656

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

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Er war ein Abenteurer, Weltumsegler, Raubritter der Meere und Spaniens größter Alptraum: Francis Drake, Pirat Ihrer Majestät Königin Elisabeth I., 1581 zum Ritter geschlagen. Mac P. Lorne lässt neben dem Mythos auch den Menschen Drake lebendig werden, den engagierten Bürgermeister und betrogenen Ehemann, der Frauen gegenüber eher schüchtern gewesen sein soll. Und er lässt uns mit hinaus segeln aufs ungezähmte, freie Meer, Spione befreien, Santo Domingo erobern und schließlich die Spanische Armada mit neuartigen Kanonen in ihr nasses Grab versenken. Hei-ho, Piraten, Leinen los und Kurs auf den Horizont!

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Der Pirat

Francis Drake – eine schillernde Persönlichkeit, damals wie heute. In diesem Buch geht es um die erfolgreichsten Jahre des englischen Piraten und wie er es geschafft hat, England zur Blüte seiner Zeit zu verhelfen. Spannend und unterhaltsam!
Die Person des Francis Drake wurde mir mit jeder Seite sympathischer. Er zeichnet sich durch viele gute Seiten aus, aber auch seine herrlich schlechten Fähigkeiten, zum Beispiel in Diplomatie machen ihn noch sympathischer. Doch zeigen sich auch später durch sein sehr bestimmtes, teilweise an Arroganz grenzendes Verhalten, weniger positive Seiten, das vor allem nachhaltige schreckliche Konsequenzen nach sich zieht. Aber gerade diese Sachen lassen Drake menschlich erscheinen, was mir an dem Buch sehr gut gefällt.
Es könnte natürlich schnell geschehen, dass neben Drake alle anderen Personen blass erscheinen, aber der Autor verkennt nicht, dass es noch andere Personen gab, die Drake geholfen haben, das zu vollbringen, was er vollbracht hat. So gab es noch den Schiffsbauer Matthew Baker und den etwas eigenbrödlerischen Joachim Gans. Doch auch seine Crew, allen voran Diego halten ihm immer wieder den Rücken frei. Und ohne Queen Elizabeth und ihrem Berater Walsingham wäre Drake nicht zu der Figur geworden, die er war. Die Figuren werden ebenso schön beschrieben und trotz der vielen verschiedenen Namen, die auftauchen, schafft der Autor es durch seine Beschreibungen jede Person eigenständig werden zu lassen.
Die Handlung mutet teilweise schon märchenhaft an, aber wie später im umfangreichen Nachwort nachzulesen ist, hält der Autor sich hier an historischen Fakten, die trotzdem spannend und unterhaltend erzählt werden. Es gibt einige Überraschungen und Drake bei seinen Reisen und Abenteuern zu begleiten, macht sehr viel Spaß, weswegen ich das Buch wärmstens empfehlen kann.

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Francis Drake – Pirat Ihrer Majestät Elisabeth I.

1580 kehrt der Abenteurer und Pirat Francis Drake von seiner Weltumseglung zurück nach England und bringt reiche Beute mit. Drake fürchtet weder Tod noch Teufel auf See und ist der Alptraum der spanischen Weltmacht. In England wird er zum Ritter geschlagen und auf eine geheimnisvolle Mission nach Venedig geschickt, deren erfolgreicher Ausgang am bestehenden Weltmachtgefüge rütteln kann.

Da ich nicht viel über die damalige politische Situation und noch weniger über die Seefahrt des 16. Jahrhunderts Bescheid wusste, hat mich dieses Buch besonders angesprochen. Francis Drake war mir zwar als großer Seefahrer ein Begriff, aber Details aus seinem Leben und seine Bedeutung für England waren mir ebenfalls unbekannt.

Das hat sich mit diesem spannenden und sorgfältig recherchierten Roman grundlegend geändert. Der Leser lernt Drake als einen ehrgeizigen und mutigen Kapitän kennen, dem die Seefahrt im Blut liegt. Er ist ein exzellenter Stratege, der alles auf eine Karte setzt, wenn es notwendig ist. Dabei steht das Glück auf seiner Seite, dass es schon beinahe unheimlich ist. Nicht umsonst kochen bei den Spaniern die wildesten Gerüchte hoch, wenn es um ihren Erzfeind El Draque geht. Außerdem ist er seiner Königin Elisabeth I. treu ergeben, die diese Treue zu schätzen weiß, zumal er regelmäßig die Staatstruhen sehr gut auffüllt.

Aber auch menschlich hat er viele positive Seiten: so legt er überhaupt keinen Wert darauf, vornehme Distanz zu seiner Mannschaft zu halten, vielmehr ist er einer der Ersten, der Hand anlegt; dafür lieben ihn seine Männer. Außerdem lehnt er die Sklavenhaltung ab, sein treuester Freund und Diener Diego ist ein ehemaliger Sklave, dem Drake die Freiheit ermöglicht hat. Er sagt offen seine Meinung, die Diplomatie ist nicht seine Stärke – was ihm den einen oder anderen Feind im eigenen Land einbringt. Und er ist ehrlich und anständig: er steht zu seinem Wort, egal, ob er es einem Freund oder Feind gibt.

So mutig Drake als Kapitän ist, so zurückhaltend ist er, was die Frauen angeht. Dadurch, dass er nicht in der Lage ist, hier über seinen eigenen Schatten zu springen, erlebt er eine persönliche Tragödie.

Die Beschreibungen durch den Autor sind wirklich sehr detailliert, und gerade bei einigen Begriffen der Seefahrt wusste ich zwar nichts mit ihnen anzufangen (das anhängende Glossar deckt nicht alle Begriffe ab), aber das hat bei mir den Erzählfluss nicht gestört. Besonders gut gefallen haben mir die lokalen, politischen und gesellschaftlichen Beschreibungen von Venedig, als Drake das erste Mal die Serenissima besucht.

Der Leser bekommt einen umfassenden Einblick in die damalige politische Situation, in die Probleme, die durch Spaniens Vormachtstellung in der Welt entstehen und den Unmut, den diese Stellung bei den anderen Nationen hervorruft. Es ist aber nicht nur ein Kampf um Weltmachtstellung, sondern es geht auch um den Kampf zwischen Katholizismus und Protestantismus, welcher durch die Regentschaft der protestantischen Königin Elisabeth I. in England und ihrer katholischen Rivalin Maria Stuart genügend Nahrung erhalten hat.

Ein genialer Kapitän und Pirat, ein herausragender Mathematiker, tätig im englischen Schiffsbau, ein Kanonengießer mit unschätzbarem Wissen und ein Geheimdienstchef, dem nichts entgeht – das ist die Mischung, mit der England im 16. Jahrhundert es schaffte, das Ruder im wahrsten Sinne des Wortes für sich herumzureißen.

Das Zusatzmaterial im Buch, wie Personenregister, Glossar und Zeittafeln, sowie das ausführliche Nachwort des Autors runden diesen spannenden und lehrreichen Roman perfekt ab.

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Abenteuer im Dienste ihrer Majestät

Francis Drake, der Freibeuter Königin Elisabeth I., hier wird ein Teil seines Lebens erzählt. Er ist um die Welt gesegelt, hat Spanien um sein Gold und Silber erleichtert. Am Ende England vor einer Invasion bewahrt oder zu mindestens dabei geholfen. Der Autor Mac P. Lorne hat diesem Freibeuter im Dienste ihrer Majestät, hier nun ein Gesicht gegeben.

Der Autor erzählt aus dem Leben des Freibeuters und lässt den Leser an dessen großen Taten teilhaben. Es geht einmal um die Welt und nach Venedig. Aber nicht nur der große Held wird gezeigt, vielmehr der Mensch, der dahinter steckte und das, was seinen Charakter ausmachte und ihn dazu antrieb immer wieder auf Fahrt zu gehen. Sein Verhältnis zur Königin und eben auch ein bisschen sein Privatleben, schließlich war er sogar zweimal verheiratet. Geschickt hat hier Lorne das Leben des Freibeuters erzählt und die politischen Ereignisse mit eingebunden. Er hat ein glaubhaftes Bild dieses Mannes entstehen lassen.

Zudem geht Lorne gekonnt ins Detail, so fällt es nicht im geringsten schwer, sich die Schiffe vorzustellen. Er schildert sie genau, vor allem Leser, die die Technik und Ausstattung der Schiffe interessiert, kommen hier voll auf ihre Kosten. So ganz nebenbei erfährt man, wie die Rüstungsindustrie damals vonstattenging und wie kompliziert alles miteinander zusammenhing. Auch die politisch schwierige Situation im 16. Jahrhundert, zwischen England und Spanien wird gut dargestellt.

Der bildhafte Erzählstil von Mac P. Lorne sorgt zudem dafür, dass man beim Lesen direkt mit an Bord der Golden Hind ist. Deutlich kann man das Meer hören oder das klirren der Klingen beim entern eines Schiffes, genauso wie das zischen und donnern der Kanonen. Eben großes Kopfkino, ich jedenfalls war angetan. Mir hat es großen Spaß gemacht, der Pirat zu lesen. Ich konnte wunderbar mit Francis Drake auf Kaperfahrt gehen und ihn ein bisschen dabei beobachten, wie er sogar politische Erfolge für sich verbuchen konnte.

Zudem gibt es hier einiges an Zusatzmaterial, begonnen mit einem Personenregister, am Ende ein Glossar der fremden Begriffe (nicht jeder kennt sich mit nautischen Begriffen aus), einer Zeittafel, Literaturhinweisen und einem ausführlichen Nachwort, welches Fiktion und Wahrheit trennt und noch ein paar Einblicke in den historischen Hintergrund bietet. Kurz um, ein gelungener Roman über den Freibeuter Francis Drake, der einfach Spaß macht zu lesen und gut unterhält. Gerne mehr davon.

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Hei ho ...

Wer kennt ihn nicht – den Piraten Francis Drake? Mac P. Lorne erzählt uns in seinem Roman mehr über den Menschen Sir Francis Drake. Im Auftrag Ihrer Majestät Königin Elisabeth I. war er als Freibeuter unterwegs und umsegelte dabei die Welt. Nicht nur die Spanier fürchteten ihn wie der Teufel das Weihwasser. Lorne nimmt die bekannten Fakten und füllt phantasievoll Lücken in der Vita Drakes, so dass eine höchst spannende und unterhaltsame Geschichte entstanden ist.
Drake ist ein Mensch, der kein Risiko scheut. Er liebt das Abenteuer und genießt sein Leben als Freibeuter. Selbst in ausweglosen Situation ist ihm das Glück hold und er weiß sich hinaus zu manövrieren. Seine Mannschaft liebt und geht für ihn durchs Feuer, denn im Gegensatz zu vielen anderen Kapitänen stellt er sich nicht über seine Mannschaft. Bei den Kämpfen steht er mitten unter ihnen. Aber auch seiner Königin gegenüber verbiegt er sich nicht. Niemand sonst wagt es, in einer derart lässigen Kleidung zu erscheinen und so undiplomatisch seine Meinung zu äußern. Er ist der Königin sehr ergeben und umgeht dennoch ihre Befehle, wenn sie wieder einmal zu zögerlich ist, weil ihre Berater kein Risiko eingehen wollen und auf Diplomatie setzen. Elisabeth I. schätzt ihren Piraten, denn er bringt ihr schöne Geschenke und füllt die Staatskasse und so kommt es, dass ein Pirat zum Ritter geschlagen wird. Die Feinde Englands fürchten El Draque und zollen ihm doch Respekt.
Aber wir lernen auch den Ehemann kennen, der seine Frau Mary liebt und ihr dennoch nicht verzeihen kann und der später noch einmal eine innige Beziehung mit Elisabeth eingeht. Während seiner Zeit an Land trägt man ihm das Bürgermeisteramt an und er nimmt es und versucht für seine Stadt Plymouth Verbesserungen herbeizuführen.
Doch nehmen ihm gibt es noch einige andere interessante Personen, wie der Mathematiker und Schiffsbauer Baker, der Metallurge Gans und Walsingham, der einen Geheimdienst aufgebaut hat und einen guten Überblick über das politische Geschehen außerhalb Englands hatte. Diesen Männern ist es auch zu verdanken, dass Drake so erfolgreich war.
Neben der Geschichte Drakes sind aber auch die politischen Verhältnisse sehr spannend. Es geht um den Glauben und um die Vormachtstellung in der Welt. Drakes Erfahrung und Strategie ist es zu verdanken, dass den Spaniern Einhalt geboten wird bei der Eroberung immer weiterer Länder, die sie ausbeuten können.
Es hat ungemein viel Spaß gemacht, mit Francis auf Piratenjagd zu gehen.

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