Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen

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Maja Lunde: Die Geschichte der Bienen
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Bienes historie
ET (Original)
2015
ISBN-13
9783442756841

Informationen zum Buch

Seiten
512

Sonstiges

Originalsprache
norwegisch
Übersetzer/in
Auszeichnungen
Ausgezeichnet mit dem norwegischen Buchhändlerpreis
Erster Satz
Wie verwachsene Vögel balancierten wir auf unseren Ästen, das Plastikgefäß in der einen Hand, den Federpinsel in der anderen.

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England im Jahr 1852: Der Biologe und Samenhändler William kann seit Wochen das Bett nicht verlassen. Als Forscher sieht er sich gescheitert, sein Mentor Rahm hat sich abgewendet, und das Geschäft liegt brach. Doch dann kommt er auf eine Idee, die alles verändern könnte – die Idee für einen völlig neuartigen Bienenstock.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker George arbeitet hart für seinen Traum. Der Hof soll größer werden, sein Sohn Tom eines Tages übernehmen. Tom aber träumt vom Journalismus. Bis eines Tages das Unglaubliche geschieht: Die Bienen verschwinden.

China, im Jahr 2098: Die Arbeiterin Tao bestäubt von Hand Bäume, denn Bienen gibt es längst nicht mehr. Mehr als alles andere wünscht sie sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Als der jedoch einen mysteriösen Unfall hat, steht plötzlich alles auf dem Spiel: das Leben ihres Kindes und die Zukunft der Menschheit.

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Autoren-Bewertungen

2 Bewertungen

Spannende Geschichte mit wichtiger Botschaft
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4.0
England, Ohio und China in einer Zeitspanne von fast 250 Jahren. Drei Familien versuchen ihr tägliches Einkommen zu sichern. Während zwei davon Bienen für sich arbeiten lassen, hat die dritte Familie am Ende des 21. Jahrhunderts die Bestäubungsaufgabe der mittlerweile ausgerotteten Bienen selbst übernommen. Alle leben mehr schlecht als recht, bis eines Tages etwas passiert, das ihr Leben aus der Bahn wirft.

Die einzelnen Handlungsstränge waren zwar spannend, kamen aber nie richtig zur Entfaltung, was ihrer Kürze geschuldet ist. Drei Einzelschicksale auf rund 500 Seiten erschöpfend zu behandeln und gleichzeitig eine Kernaussage zu vermitteln ist eigentlich nicht möglich. Dabei spielen die Bienen zwar eine wesentliche Rolle, die Beziehungen in den Familien sind aber nicht minder interessant. Am besten gefiel mir William im England des Jahres 1852. Seine Erlebnisse waren gut nachvollziehbar, außerdem kam sein Charakter am besten zur Geltung, auch wenn diese Abschnitte gefühlt die kürzesten waren. George in Ohio um 2007 war mir ähnlich fremd, wie er sich seinem Sohn gegenüber gab, und Tao im China der Zukunft war buchstäblich zu weit entfernt und die Entwicklung ihrer Geschichte zu schnell, um mich richtig einzufühlen.

Interessanter war es darüber zu spekulieren, worin die Beziehung zwischen den drei Handlungssträngen bestand, sowie vor allem die Botschaft des Buches: übermäßige oder falsche Nutzung von natürlichen Ressourcen, die das natürliche Gleichgewicht ins Wanken bringt. Wir erleben mit den Protagonisten drei Meilensteine der Kultivierung und Nutzbarmachung von Bienen bis hin zum Kollaps. Letzterer erfolgt durch die Verwendung von Gift, die falsche Ernährung und Milben. Zumindest in zweierlei Hinsicht ist also der Mensch daran schuld, dass die Lebensbedingungen für Bienen immer bedrohlicher werden. Viel schlimmer ist dabei aber die Kettenreaktion, die dadurch in Gang gesetzt wird und letztlich sogar das Überleben der Menschheit beeinflussen kann. Dieser Gedankengang wurde im Buch zwar angedeutet, aber leider nicht konkreter behandelt.

„Die Geschichte der Bienen“ überbrückt mehrere Generationen und hat ebenso etwas von einem historischen Buch sowie den Hauch einer Dystopie. Durch die Einteilung in drei Handlungsstränge und teilweise recht kurze Kapitel wird es nicht langweilig. Gleichzeitig bringt das aber auch mehr Unruhe ins Buch als nötig. Die Darstellung der Charaktere könnte ausgefeilter sein, aber für das persönliche Lesevergnügen hängt es wahrscheinlich auch davon ab, ob die Figuren oder die Aussage des Buches als wichtiger empfunden werden. Die Autorin lässt noch Freiraum für das Weiterspinnen der Gedanken über das Ende der Handlung in China. Die Zeit einzelner menschlicher Individuen ist begrenzt, aber es hängt von uns ab, wie wir den Weg für unsere Nachkommen bereiten. Das wurde ohne erhobenen Zeigefinger gut umgesetzt.
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Bei diesem Roman ist das Ganze viel mehr als die Summe der Teile
Gesamtbewertung 
 
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Plot / Unterhaltungswert 
 
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Sprache & Stil 
 
5.0
Inhalt:
England, 1852. Der Biologe und Samenhändler William forscht über Bienen und entwickelt einen Bienenstock, der es dem Imker leichter machen soll, sich um seine Bienenvölker zu kümmern. Aber er muss immer wieder einen Rückschlag hinnehmen. Zu seinem Leidwesen interessiert sich sein Sohn Edmund überhaupt nicht für seine Arbeit.

USA, 2007. George ist Imker mit Leib und Seele. Seine Bienen bedeuten ihm alles. Und er wünscht sich nichts mehr, als dass sein Sohn Tom einmal den Hof übernimmt. Dieser hat jedoch andere Pläne. Außerdem macht das weltweite Bienensterben auch vor Georges Hof nicht Halt.

China, 2098. Tao muss Tag für Tag auf Bäume klettern und mühsam mit dem Pinsel Pollen verteilen, sonst gibt es keine Nahrung für die Menschen. Ihr dreijähriger Sohn Wei-Wen soll es einmal besser haben. Deshalb versucht Tao, ihn zu fördern und zu fordern, so gut es geht. Doch dann geschieht ein Unglück …

Meine Meinung:
Ich bin wegen der guten Bewertungen lange um dieses Buch herumgeschlichen und konnte mich einfach nicht durchringen, es zu lesen. Denn ich mag keinen Honig, also interessierten mich auch Bienen nicht allzu sehr. Nun bekam ich es durch Zufall in die Hand, und darüber bin ich sehr froh. Denn der Roman entpuppte sich als ein Highlight.

Er besteht aus drei Handlungssträngen in drei Zeitebenen an drei verschiedenen Orten. 1852 ist die Welt noch in Ordnung. Den Bienen geht es gut. Die fleißigen Insekten bestäuben die Blütenpflanzen. Es gibt ausreichend Nahrung für die Menschen und Tiere. 2007 sind wir dann Zeuge des weltweiten Bienensterbens. Und 2098 erleben wir hautnah die Folgen mit. Sehr plausibel legt Maja Lunde dar, wie es zum Bienensterben kam und was es für die Menschheit bedeutet. Es ist bei Weitem nicht nur der Honig, der nicht mehr auf den Tisch kommt, sondern hat Einfluss auf die gesamte Flora und damit auf die Nahrungskette mit schier unübersehbaren Auswirkungen. Es ist höchste Zeit, etwas dagegen zu tun!

Die Perspektive wechselt mit jedem Kapitel zwischen den drei Protagonisten Tao, George und William, die in der Ich-Form erzählen. Man weiß aber trotzdem immer, wer gerade dran ist, denn der Name findet sich vor jedem Kapitel und am Fuß jeder einzelnen Seite. Außerdem unterscheidet sich das Setting so gewaltig, dass kaum eine Verwechslungsgefahr gegeben ist.

Maja Lunde konnte mich mit jedem einzelnen Handlungsstrang fesseln, aber ihre volle Wirkung entfalten sie erst im Zusammenspiel. Je weiter die Handlung voranschreitet, umso bewusster wird einem, dass alles irgendwie über die Jahrhunderte und weltweit zusammenhängt. Somit ist das Ganze dieses Romans viel mehr als die Summe der einzelnen Teile.

Der Schreibstil ist der jeweiligen Zeit und dem Ort angemessen. Er ist leicht zu lesen und bildgewaltig. Die Autorin transportiert hier Gesellschaftskritik ohne erhobenen Zeigefinger. Ich bin nun sehr froh, dass ich dieses Buch lesen konnte und kann es nur wärmstens empfehlen.
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Benutzer-Bewertungen

3 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.7  (3)
Charaktere 
 
4.7  (3)
Sprache & Stil 
 
4.7  (3)
Ratings
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Kommentare
Sehr ergreifend
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5.0
Zunächst war ich etwas skeptisch, ob das Buch was für mich ist, da ich Dystopien eigentlich nicht so gerne mag.
Aber Bienen und das Bienensterben, was bei uns ja auch schon zu beobachten ist, interessieren mich doch sehr und so hat es das Buch dann doch geschafft, mich von der ersten Seite an zu packen.
Es gibt drei Erzählstränge:
England im Jahr 1852: Der Samenhändler William ist depressiv und verläßt seit Wochen nicht mehr sein Bett. Grund dafür war, dass er sich als Forscher gescheitert sieht und sich auch sein Mentor Rahm von ihm abgewendet hat. Doch irgendwann hat er doch die zündende Idee einen ganz neuartigen Bienenstock zu konstruieren.

Ohio, USA im Jahr 2007: Der Imker Georg will seinen Hof vergrößern damit sein Sohn Tom eines Tages alles übernehmen kann. Doch Tom interessiert sich leider nicht für die Bienen sondern für den Journalismus. Aber dann passiert die Katastrophe und die Bienen sind eines Tages verschwunden.

China, im Jahr 2098: Die Bäume müsen von Menschenhand bestäubt werden, da es schon lange keine Bienen mehr gibt. Tao wünscht sich ein besseres Leben für ihren Sohn Wei-Wen. Doch eines Tages hat Wei-Wen einen mysteriösen Unfall und das Leben des Kindes und die Zukunft der Menschheit ist bedroht.

Die drei Personen erzählen ihre Geschichte in der Ich-Form, zum Schluß hin führen die Stränge zusammen und dem Leser wird klar, wie alles zusammenhängt.
Ich fand alle drei Geschichten sehr ergreifend, doch am meisten konnte mich Tao in der Zukunft berühren, denn so könnte es wirklich eines Tages enden.
Bei uns werden die Bienen auch schon mit jedem Jahr weniger, somit ist diese Zunkunftsvision gar nicht mal so sehr aus der Luft gegriffen.
Die Autorin hat einen sehr schönen und flüssig zu lesenden Schreibstil und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil jede Person abwechselnd erzählt hat und die Geschichten immer an spannenden Stellen aufgehört haben.
Mich hat die Geschichte jedenfalls sehr berührt, nachdenklich gemacht und mir bewiesen dass wir noch viel bewußter mit unserer Umwelt und den Tieren umgehen müssen.
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Ein großartiger Roman, der zum Nachdenken anregt
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5.0
In ihrem Buch „Die Geschichte der Bienen“ nimmt mich Maja Lunde mit auf eine Zeitreise und in die Welt dreier ganz verschiedener Familien.
Im Jahr 1852 bin ich in Maryland, Hertfordshire, England und lerne den bettlägerigen William Savage, seine Frau Thilda, seine 7 Töchter und seinen einzigen Sohn Edmund kennen. William zweifelt an sich, bis es sein Sohn schafft ihm wieder Lebenswillen zu geben. Er rafft sich auf und baut einen neuartigen Bienenstock. Doch nur seine Tochter Charlotte teilt mit ihm die Liebe zu den Bienen.
2007 verbringe ich mit dem Imker Georg, seiner Frau Emma und seinem Sohn Tom in Autumnhill, Ohio, USA. Georg will seinen Hof und damit das Erbe von Tom vergrößern. Der allerdings hat ein Stipendium bekommen und möchte Journalist werden. Als auch bei ihm, wie im ganzen Land auch, die Bienen verschwinden, ist Georg am Boden zerstört.
Die Pflanzenbestäuberin Tao lebt zusammen mit ihrem Mann Kuan und dem dreijährigen Sohn Wei-Wen im Jahr 2098 in Sichuan, China. Per Hand wird hier jede einzelne Blüte mit einem Pinsel aus Hühnerfedern bestäubt. Pflanzenschutzmittel hatten die Bienen schon ab 1980 vertrieben. Tao´s ganzes Glück ist der kleine Wei-Wen. Als der eines Tages nach einem Picknick ins Krankenhaus kommt und dann verschwindet, bricht für sie eine Welt zusammen.
Durch die Bienen sind die Schicksale der drei Familien miteinander verbunden.
Es ist erschreckend, wie nahe die Geschichten an unserer Realität dran sind.

Zeitgleich werden die Geschichten der drei Familien erzählt, wobei es sehr hilfreich ist, dass die Autorin jedem Kapitel den Namen über den es handelt stellt. Auch am jeweiligen Seitenende steht dieser Vorname. So weiß ich immer gleich um wen es hier geht. Die Kapitel selbst haben eine angenehme Länge und lassen sich sehr gut lesen. Vor allem auch die bildhafte Schreibweise lassen in meinem Kopf gleich Bilder entstehen und ich bin schnell mittendrin in der Geschichte.

Es baut sich auch eine leise Spannung auf, da ich unbedingt wissen will, wie die einzelnen Geschichten weiter gehen und wo die Bienen abgeblieben sind und welche Konsequenzen das für uns Menschen hat. Da sich diese Zusammenhänge erst ganz zum Schluss erklären, konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Durch die sehr gut dargestellten Emotionen der Protagonisten bin ich total von diesem Buch gefesselt. Besonders die Geschichte von Tao, die nicht aufgibt ihren kleinen Sohn zu finden, hat mich sehr berührt.

Noch kennen wir eine Welt mit unseren Bienen. Aber wie wird es sein, wenn sie verschwinden?

Das Buch hat mich mit einigen Fragen zum Nachdenken zurückgelassen. Ich habe schon lange kein so interessantes und zugleich informatives Buch gelesen.
Meine absolute Leseempfehlung.
G
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Das Wasserbuch war überzeugender!
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4.0
Maja Lundes »Die Geschichte der Bienen« ist der erste erschienene Band eines "Klima-Quartetts", aber schon das zweite Buch, welches ich aus dem Quartett gelesen habe. »Die Geschichte des Wassers« habe ich mir bereits im Sommer 2018 gegönnt und war begeistert davon. Wenn ich die beiden Romane nun so vergleiche, kommen die Bienen bei mir mit "nur" vier Sternen nicht ganz so gut weg.
Einerseits waren natürlich meine Erwartungen nach dem Wasser sehr hoch, aber das ist bestimmt nicht der alleinige Grund, weshalb die Bienen bei mir schlechter wegkommen.

Anders als beim Wasser, gibt es bei den Bienen keine zwei, sondern gleich drei Zeitstränge: Mitte des 19. Jahrhunderts in England, Gegenwart in den USA und Ende des 21. Jahrhunderts in China. Ich bin grundsätzlich kein großer Fan von vielen Zeitsträngen, da es mir durch mehrere Handlungen schnell mal zu viel wird. Drei Zeitstränge sind dabei das absolute Maximum für mich.
Da die Kapitel einigermaßen kurz sind und es dann immer in einer anderen Zeit weitergeht, kommt man recht schnell in den "gleich-noch-EIN-Kapitel"-Lesemodus.

Der Teil aus der Vergangenheit mit William kam erst nicht wirklich in Schwung. Die Handlung plätschert dahin, ohne dass etwas Nennenswertes passieren würde. Erst als der Mann endlich aus dem Bett kam, wurde es interessanter.
In der Gegenwart mit George sieht das Ganze schon anders aus. In diesem Teil haben mich vor allem die aktuellen Geschehnisse, das Bienenverschwinden betreffend, gefangen genommen. Die Buchfigur George ist eine ewig besorgte und ängstliche. Seine Bienen sind ihm heilig und man kommt als Leser nicht umhin, sich seiner Besorgnis anzuschließen, wenn man all das hört, was in anderen Bundesstaaten der USA mit den Bienen passiert.
Der Zukunftsteil, obwohl der eigentlich der wichtigste zu sein scheint, hat mich leider nicht durchgehend fesseln können. Die Arbeiterin Tao war mir nicht sympathisch, da sie (wie auch schon Signe im Wasserbuch) so emotionslos gewirkt hat ... Aber bis auf diese häufig übertriebenen, sinnlos seitenfüllenden Wege- und Umgebungsbeschreibungen fand ich den Teil relativ spannend.

Dass Bienen für das Überleben der Menschheit enorm wichtig sind, ist klar. Was mir in diesem Buch aber ein wenig gefehlt hat, war die Dramatik bei der ganzen Sache. Die kommt einfach nicht so gut rüber! Maja Lunde hat zwar einen sehr nüchternen Schreibstil und dadurch fühlt man sich mehr abgegrenzt von der Geschichte. Aber im Wasserbuch hat sie es in meinen Augen trotz ihres Stils viel besser hinbekommen, das ganze Ausmaß des Leids für die Menschen spürbar werden zu lassen.
Schade fand ich auch, dass im Zukunftsteil das Wasserproblem keine Erwähnung gefunden hat. Das hat für mich gar nicht zusammengepasst, erst in der Geschichte des Wassers lesen zu müssen, dass Mitte des 21. Jahrhunderts die Welt ein großes Problem hat, weil es kaum noch Trinkwasser gibt und in der Geschichte der Bienen wird es 2098 nicht mal erwähnt? Ich weiß, im Roman soll es um das Bienenproblem gehen, aber ich finde das Zukunftsszenario so eben nicht wirklich realistisch ...

Wie hängen die drei Zeitstränge nun zusammen? Diese Auflösung ist leider auch viel weniger spektakulär als ich es erwartet habe. Da bin ich wohl vom Zusammenhang der beiden Zeitstränge aus dem Wasser noch zu verwöhnt ...
Wie dem auch sei. Das hört sich für vier Sterne wahrscheinlich alles viel zu kritisch an. Soll es aber gar nicht. Trotz alledem ist es ein gutes Buch, das mich durch die Handlung größtenteils fesseln konnte und das ich wegen der Wichtigkeit seines Themas gerne weiterempfehle.
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