Maria W. Peter: Die Melodie der Schatten

Maria W. Peter: Die Melodie der Schatten

 
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Maria W. Peter: Die Melodie der Schatten
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783404177745

Informationen zum Buch

Seiten
672

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Zu behaupten, Fiona Hemington sei eine junge Dame von besonderer Scheu, ja Furchtsamkeit des Charakters, wäre eine Übertreibung gewesen.

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Schottland, 1837: Die junge Fiona Hemington ist auf dem Weg zu ihrer Tante in den Highlands, als ihre Kutsche in einen Hinterhalt gerät. Halbtot vor Angst und Erschöpfung schlägt sie sich bis zu einem abgelegenen Herrenhaus durch. Doch der Besitzer ist Fiona ebenso unheimlich wie das alte Gemäuer. Nachts quälen sie dunkle Traumbilder und seltsame Geräusche: Schritte, Stimmen, eine wiederkehrende Melodie. Liegt tatsächlich ein Fluch auf dem Haus, seit die gälischen Pächter gewaltsam vertrieben wurden? Oder ist Fiona dabei, den Verstand zu verlieren? 

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Die Melodie der Schatten

Schottland, 1837

Fiona Hemington ist eine scheue und unsichere junge Frau, die nicht auffallen und im Hintergrund bleiben will. Doch gibt es einen Grund für ihre Furchtsamkeit: Sie leidet unter plötzlichen Attacken, die sie zuckend und ohnmächtig zu Boden stürzen lassen. Noch viel verstörender sind die häufigen Albträume und zudem die Melodien, die sie schon ihr ganzes Leben verfolgen und im Grunde ihre Gefühle und Gedanken widerspiegeln. Sprechen kann sie darüber mit niemanden, vor allem nicht mit ihrem Vater, Earl Hemington, Richter seiner Majestät des Königs, ohne befürchten zu müssen, in einer Anstalt zu landen.

Auf dem Weg zu ihrer Tante in den schottischen Highlands ist sie nach dem Überfall auf die Kutsche, bei dem sie als einzige mit dem Leben davonkommt, gezwungen, Zuflucht auf Thirstane Manor zu erbitten. Ein Herrensitz, der mit düsterem Laird und wenigem Personal mehr als uneinladend erscheint. Schon bald verstärken sich Fionas Traumbilder. Dunkel sind sie und werden von seltsamen Geräuschen und Stimmen begleitet. Und auch die Töne nehmen zu, besonders eine Melodie kehrt immer wieder...


Maria W. Peter führt mit „Die Melodie der Schatten“ in das Jahr 1837 nach Schottland und spricht in ihrer Geschichte einen Teil der wechselhaften Historie dieses Landstrichs und seiner Bewohner an. Daneben bindet sie Mythen, Legenden und Gebräuche ein und ergänzt sie mit authentisch wirkenden Beschreibungen einer Kulisse, die außerdem eine dichte und rätselvolle und undurchsichtige Atmosphäre entfaltet. Über dem ganzen Geschehen liegen viele Geheimnisse, so dass die Lektüre zu einem wahren Ereignis wird, während der Lesers beim Rätseln und Überlegen ständig auf der Suche nach einem der wenigen Hinweise ist.

Bei der Findung und Entwicklung ihrer beiden Hauptfiguren hat die Autorin hervorragende Arbeit geleistet. In Fiona und Aidan entdeckt der Leser keine zwei strahlenden Helden, sondern Persönlichkeiten, die bereits einiges in ihrem Leben durchgemacht haben und davon geprägt wurden.

Maria W. Peter gelingt es, die sich aufblühenden Gefühle von Fiona und Aidan ohne Pathos zu vermitteln. Zu Beginn empfindet Fiona Aidan als unheimlich und sieht sich von seinen ständig wechselnden Stimmungsschwankungen herausgefordert. Während sie eine neue Seite an ihm bemerkt, bleibt eine andere verborgen. Aber trotzdem wird es offenkundig, dass sie ihn mehr als nur mag, und so unglaublich es auch klingt, zum ersten Mal in ihrem Leben verspürt Fiona so etwas wie Freiheit in ihrer Entscheidung.

Aidan ist ein äußerst komplexer Charakter, dessen Verhalten ihn am Anfang nicht unbedingt zum Sympathieträger macht. Erst nach und nach werden bei ihm Schicht für Schicht seines Wesens freigelegt. Er ist ein Mann, der jahrelang gegen die Dunkelheit ankämpfen musste, die ihn zu überwältigen drohte, und es auf eine gewisse Art und Weise geschafft hat, sich seinen Dämonen zu stellen. Mit der Anwesenheit von Fiona beginnt eine Verwandlung, es treten lange verloren geglaubte Empfindungen zutage. Und doch vermag er diesen nicht nachzugeben, zu sehr schmerzen die Vergangenheit und drückt die Last einer vermeintlichen Schuld.

Daneben kann sich Fiona durchaus behaupten. Zunächst lassen sich ihre versteckten Stärken lediglich erahnen, da sie augenscheinlich beeinflusst von der ihr bislang entgegen gebrachten Ablehnung und Ausgrenzung ist. Ihre Art und Weise auf Menschen zuzugehen, ihre positive Einstellung, Hochsensibilität und Feinsinnigkeit, die nur wenigen Menschen inne wohnt, sprechen von Anfang an für sie. Erst recht, als sie ihren eigenen Bedürfnissen mehr Wert beimisst und ihr Leben mit Sinn ausstatten und frei von Zwängen sehen will.

„Die Melodie der Schatten“ ist ein akribisch recherchierter historischer Roman, der nicht allein wegen seiner umfangreichen Zusatzinformationen wissenserweiternd und überzeugend ist, sondern daneben eine ergreifende Handlung sowie außergewöhnliche und vielschichtige Protagonisten präsentiert, denen mit Begeisterung Lesezeit gewidmet werden kann.

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Schaurige Stimmung

Mit letzter Kraft kann Lady Fiona sich in das riesige Anwesen "Thirstane Manor" retten, nachdem ihre Kutsche aufs brutalste überfallen wurde. Doch sobald sie sich von ihrem Schock etwas erholen kann, muss sie feststellen, dass irgendwas in diesen alten Mauern nicht mit rechten Dingen zugeht. Der Hausherr scheint auch nicht gerade über ihre Anwesenheit begeistert zu sein, am liebsten würde er sie gleich wieder loswerden. Dieses Haus ist ein einziges großes Geheimnis und Lady Fiona muss sich wirklich fragen, ob ihr Verstand ihr Streiche spielt. Dann geht sie der Sache auf den Grund und entdeckt Schauriges...

Völlig überzeugen konnte mich das Buch leider nicht. Aber der Reihe nach.

Gut finde ich, dass der Leser gleich im ersten Kapitel mitten ins Geschehen geworfen wird. Er hat kaum Fiona kennengelernt, schon wird die Kutsche überfallen und man muss um Fionas Leben bangen.

Als Fiona dann kurz darauf im Herrenhaus ankommt, wird gleich klar gestellt, wie schaurig man alles zu finden hat: Das Anwesen ist riesig, doch es lebt kaum einer dort. Die meisten Zimmer werden nicht genutzt, immer ist das Licht schummerig, meistens ist es still. Hinzu kommt die wilde romantische Landschaft der Highlands, und Lady Fiona, die meistens alleine gelassen wird. Und ein Hausherr der immer in den unerwartetsten Momenten auftaucht.
Dieses Szenario lässt einem natürlich viel Platz für die schaurigsten Fantasien. Oder sollte es zumindest. Da Fionas Tage (Die Kapitel sind im ersten Teil in Tage aufgeteilt) immer nach dem gleichen Muster aufgebaut sind, nutzt sich dieses "Gruselige" recht schnell ab. Irgendwann hatte ich dann das Gefühl, dass die Geschichte nicht voran geht. Lady Fiona tritt zu lange auf die gleiche Stelle. Ungeduld machte sich bei mir breit.

Zum Glück ändert sich das schlagartig als eine gewisse Person im Herrenhaus auftaucht. Endlich tat sich was und dadurch kamen auch endlich die Figuren aus ihren Schneckenhäuser. Überhaupt veränderte sich ab diesem Moment die gesamte Stimmung des Buches. Als hätte man die Geschichte wach geschüttelt.

Es ist das erste Mal dass ich ein Buch von dieser Autorin gelesen habe, deswegen weiß ich nicht, ob sie immer so aufgebauscht schreibt. Ihre Worte fand ich manchmal richtig aufgeplustert, sie benutzt gerne viele Adjektive, um etwas bis ins kleinste Detail zu beschreiben. Das stört mich normalerweise nicht, eigentlich mag ich ja detailreiche Geschichten. Allerdings war das im ersten Teil schon auffällig viel, es hat zu etlichen Längen geführt.

Die Figuren waren genauso, wie man sie sich in solch einem Roman vorstellen würde: Die zarte zurückhaltende Lady und der grobe undurchschaubare Hausherr. Die stillen und verschwiegenen Dienstboten, wobei natürlich eine darunter ist, die gerne zuviel ausplaudert. Der versoffene Halunke und das zickige Fräulein. Sehr stereotyp also. Wobei ich das nicht allzu schlimm finde, denn es zählt ja, was man aus den Figuren letztendlich macht, und wie deren Entwicklung ist. Nun, sie entwickeln sich anschließend genauso, wie man es sich in solch einem Roman vorstellen würde. In der Hinsicht gibt es leider keine Überraschung.

Die meiste Zeit habe ich mich ganz gut unterhalten gefühlt, auch wenn das jetzt nicht so klingt. Ein bisschen enttäuscht bin ich allerdings schon, wo das Buch doch überall so gute Stimmen bekommen hatte. Ab und zu wäre etwas weniger, mehr gewesen, besonders im ersten Teil. Vielleicht bin ich auch einfach das falsche Publikum für ein solches Buch.

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