Michelle Marly: Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe

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Michelle Marly: Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe
Verlag
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783746633497

Informationen zum Buch

Seiten
496

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Eins, zwei, drei, vier, fünf ... eins, zwei, drei, vier, fünf ...

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Handlungsort

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Paris, 1919: Coco Chanel ist es gelungen, ein erfolgreiches Modeunternehmen aufzubauen. Doch als ihr Geliebter Boy Capel bei einem Unfall stirbt, ist sie vor Trauer wie gelähmt. Erst der Plan, ihrer Liebe zu ihm mit einem Parfüm zu gedenken, verleiht ihr neue Tatkraft. Auf ihrer Suche danach begegnet sie dem charismatischen Dimitri Romanow. Mit ihm an ihrer Seite reist Coco nach Südfrankreich, in die Wiege aller großen Düfte, und kommt schon bald dem Duft der Liebe auf die Spur.
Coco Chanel – eine einzigartige Frau und eine große Liebende. Dies ist ihre Geschichte.

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Eine Hommage an Coco Chanel

Mit sanften, einfühlsamen Tönen beschreibt die Autorin in diesem Buch die Entstehung des größten Parfüms aus dem Hause Chanel: Chanel No. 5. Dabei verfolgt sie vor allem Coco Chanels Lebensweg, gespickt mit leidenschaftlichen Affären und anstrengender Arbeit.

Das helle Cover, das ein altes Bild von der Seine in Paris zeigt und die blassrosa Schrift vermitteln einen passenden ersten Eindruck des Buches. Sanft lässt die Autorin ein Bild von Gabrielle Coco Chanel, von der sie passenderweise als Gabrielle schreibt, entstehen. Ein vielseitiges Bild, das sowohl eine um ihre große Liebe trauernde Frau zeigt, eine starke Geschäftsfrau mit einem unglaublichen Gespür für die Modewelt, eine leidenschaftliche Geliebte, die immer genau weiß, was sie gerade von einem Mann will, als auch eine Freundin, die ihre Liebsten um sich herum schätzt, aber dennoch ihr eigenes Glück dafür nicht völlig aufgibt. Der durchweg plausiblen Schilderung verfolgte ich mit immer größer werdenden Interesse und obwohl ich als Leserin von Anfang an wusste, wie es ausgehen wird und das Gabrielle ihren Traum von ihrem Parfüm erfüllen wird, verschwand ich in einem Sog und verfolgte gespannt, den Weg dorthin. Die Seiten flogen nur so dahin, die Zeit verstrich unbemerkt. Dabei fühlte ich mich der Protagonistin so nahe, dass es mich selbst während des Lesens in eine Parfümabteilung zog und ich einen passenden Duft für mich persönlich aussuchte.

Doch nicht nur die Person von Coco Chanel gefiel mir ausgesprochen gut, auch alle anderen Charaktere wurden in ihren unterschiedlichen Facetten wunderbar gezeichnet. Dadurch dass Chanel sich in illustren Künstlerkreisen bewegte, waren auch die Personen teilweise entsprechend unterhaltsam, aber niemals überzogen dargestellt. Auch die Geliebten Gabrielles waren in ihrer Darstellung ein Balsam für die Seele. Die teilweise traurigen Wendungen berührten mich zwar und ließen mich melancholisch werden, aber es war eher eine sanfte Melancholie, die einem immer noch ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

Die Autorin hat es geschafft durch die Person von Coco Chanel mein Herz zu berühren. Mit stetig wachsender Begeisterung habe ich jede Seite in mich aufgesogen und kann diesen Roman jedem empfehlen, der sich für Coco Chanel interessiert.

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Mitreißende Lebens- wie Liebesgeschichte von Coco Chanel

Die Autorin Michelle Marly hat in Vorbereitung für diesen autobiografischen Roman über die legendäre französische Modeschöpferin Coco Chanel (1883-1971) nicht nur zeitgenössische Quellen studiert, sondern auch neun verschiedene Biografien konsultiert, die sich inhaltlich z. T. stark voneinander unterschieden haben. Letzteres ist der Mystifizierung geschuldet, die Gabrielle Chanel, genannt Coco, bereits zu Lebzeiten erfahren und die sie selbst durch bewusst gestreute Informationen bzw. Geheimniskrämerei gesteuert hat. Kurzum, Marly hat für dieses Buch eine umfangreiche Recherche betrieben, die sich m. E. auch ausgezahlt hat. Denn kenntnisreich und mit viel Sinn für die damalige Zeit schildert sie Coco Chanels Werdegang und vor allem ihre große Liebe zu Lebemann Boy Capel. Letzterer starb auf tragische Weise 1919 bei einem Autounfall und ließ seine tief erschütterte Partnerin zurück. Erst die Kreation des berühmten Parfüms Chanel No. 5 als Erinnerung an Boy ließ sie weiterleben und eine neue Liaison mit dem Zarenneffen Dimitri Pawlowitsch Romanow eingehen. Doch die unruhigen politischen Verhältnisse in Russland und Dimitris Standesbewusstsein verhinderten eine Hochzeit und damit eine gemeinsame Zukunft. Schlussendlich war Coco Chanel eine beruflich immens erfolgreiche Unternehmerin, aber eine privat oft einsame und durch diverse Schicksalsschläge gebeutelte Frau. Erst der frühe Tod der Mutter, dann ihr Aufenthalt im Waisenhaus und letztendlich das Drama um ihre große Liebe Boy Capel. Er war ihr Anker und zugleich ihr Motor. Nach ihm hatte sie abgesehen von der ernsthaften Beziehung mit Dimitri nur noch lose Affären mit Bohemiens. Was sie allerdings bei aller Tragik ihres Lebens nie verlor, ist die Liebe zur Mode. Ihr geradliniger, androgyner Stil und ihr Mut, gegen die herrschenden Moralvorstellungen wie Kleidervorschriften zu rebellieren, machten sie berühmt wie verrufen. Sie traute sich, was anderen niemals in den Sinn gekommen wäre (z. B. entwarf sie Hosen für Frauen) und ließ jegliche kreative Spinnerei zu. Zudem muss sie eine recht ehrgeizige Autodidaktin und Kämpferin gewesen sein, die als Hutmacherin begann und am Ende die feinen Damen einkleidete. Chapeau, vor dieser Lebensleistung im mehr als bewegtem 21. Jahrhundert.

Hinter dem Pseudonym Michelle Marly verbirgt sich eine deutsche Bestsellerautorin, der es vortrefflich gelungen ist, Belletristik und Autobiografie, also Fiktion und Wirklichkeit, perfekt miteinander in Einklang zu bringen. Dadurch wurde man als Leser ab der ersten Zeile von der Erzählung mitgerissen und wollte gar nicht mehr mit der Lektüre aufhören. Ein Pageturner, der nicht nur viel Charme und künstlerisches Lebensgefühl der damaligen Epoche transportiert, sondern auch in Coco Chanels verwundete Seele blicken lässt. Hauptfigur Coco und ihre Freunde bzw. Wegbegleiter sind von Marly derart feinsinnig ausgearbeitet wurden, dass man sich schnell in die geschilderte Zeit zurückversetzt fühlt.

FAZIT
Ein grandios komponierter Roman über eine der schillerndsten Persönlichkeiten des 21. Jahrhunderts, den jeder einmal gelesen haben sollte.

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Ein Parfum für eine Liebe

Gabrielle Chanel wird nach dem Tod der Mutter von ihrem Vater im Zisterzienserkloster Aubazine abgeliefert und dann lässt er sich nicht mehr blicken. Das Mädchen möchte möglichst schnell wieder weg von den Nonnen und hofft, dass sie später als Näherin in Paris zu etwas bringt. Es sind verwegene Träume die sie da hat, aber tatsächlich gelingt es ihr, sich als Coco Chanel einen Namen zu machen. Obwohl Coco eine Reihe von Affären hatte, ist es bei Arthur Chapel (Boy) anders. Er wird ihre große Liebe. Doch dann stirbt ihr Geliebter bei einem Unfall und Coco ist verzweifelt und zieht sich zurück. Ein Gespräch mit ihrer Freundin Misia bringt sie darauf, dass sie das Projekt, welches sie zusammen mit Boy durchführen wollte, nun alleine in die Hand nehmen sollte. So beschließt sie den Duft zu entwickeln, der für ihre Liebe zu Boy steht. Voller Tatkraft macht sie sich auf die Suche und begegnet dabei dem charismatischen Dimitri Pawlowitsch Romanow . Sie reist mit ihm nach Südfrankreich, in die Wiege aller großen Düfte, und kommt dem Duft der Liebe auf die Spur. Der ehemalige Parfümeur der russischen Zarenfamilie Ernest Beaux hat entscheidenden Anteil an dem Parfum, welches wir heute noch als Chanel No. 5 kaufen können.
Aber nicht nur dieser Duft ist etwas Besonderes, auch Coco Chanel ist eine interessante Persönlichkeit. Das harte Leben bei den Nonnen weckt in ihr den Wunsch, nur schnell wieder dort wegzukommen und etwas mit Mode zu schaffen. Sie hat noch keine Vorstellungen, was das bedeutet, aber sie geht das sehr zielgerichtet an. Ihr Gespür für Stil und Eleganz ist dabei sehr hilfreich. Zunächst macht sie als Hutmacherin auf sich aufmerksam, um später die Frauenmode zu revolutionieren. Ihr ist es zu verdanken, dass das Korsett verschwindet und dass Hosen für Frauen salonfähig werden.
In diesem Buch dürfen wir Coco Chanel ein paar bewegte Jahre ihres Lebens begleiten. Die Schreibstil lässt sich sehr angenehm lesen.
Aber es gibt noch eine Reihe anderer Persönlichkeiten, die im Leben der Coco Chanel eine Rolle spielen: Pablo Picasso, Jean Cocteau, Igor Strawinsky und andere mehr.
"Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe" ist die Geschichte über eine begnadete Modeschöpferin, die ihren eigenen Stil entwickelt hat und es ist die Geschichte über eine große Liebe und das Parfum Chanel No. 5.
Die Geschichte hat mich begeistert und ich kann sie nur empfehlen.

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Die Entstehung des berühmtesten Parfüms der Welt - Chanel No 5

Nach dem Tod der Mutter wird Gabrielle „Coco“ Chanel von ihrem Vater, einem Hausierer, in einem Kloster abgeladen, und verbleibt dort, bis sie als junge Frau über ihren Geliebten, den Industriellensohn Ètienne Balsan nach Paris kommt und mit seiner finanziellen Unterstützung ein Hutatelier eröffnet. Schnell erfreuen sich ihre ungewöhnlich schlichten Kreationen einer großen Beliebtheit und bescheren ihr mehr und mehr die Aufmerksamkeit der feineren und reichen Gesellschaft. Coco verliebt sich in den Engländer Arthur „Boy“ Chapel und obwohl dieser eine Ehe eingeht, bleiben die beiden fest liiert, bis Chapel Weihnachten 1919 bei einem Autounfall ums Leben kommt. Coco ist untröstlich und zieht sich völlig aus der Öffentlichkeit zurück um zu trauern. Dabei kommt ihr die Idee, Boy mit einem eigenen Duft ein Denkmal zu setzen. Dieses möchte sie ihren besten Kundinnen als limitierte Ausgabe zum Geschenk machen. Auf der Suche nach dem geeigneten Duft erhascht sie „eine Nase voll“ von einem Parfüm, das einst in Russland gefertigt wurde für die feine Gesellschaft und dessen Rezeptur nun nicht mehr existiert. Aber genau dieser Duft soll es sein, den Coco für sich auserwählt hat. Nun gilt es nur noch, den geeigneten Parfümeur zu finden, dem Coco mit Ernest Beaux begegnet. Schon bald ist das „Chanel No 5“ geboren und alle Frauen fliegen auf den Duft…

Michelle Marly hat mit ihrem Buch „Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“ einen sehr unterhaltsamen und biografischen historischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig und lässt den Leser schnell in die Zeit Anfang des 20. Jahrhunderts eintauchen, um Gabrielle Coco Chanel auf Schritt und Tritt zu folgen und hautnah an ihrem Leben und ihren Ideen teilzuhaben. Die Autorin hat akribisch recherchiert und neben dem historischen Hintergrund auch den damaligen Freundes- und Künstlerkreis, in dem sich Coco Chanel bewegte, mit in die Handlung eingeflochten. Da tummelten sich neben dem Maler Pablo Picasso unter anderem Sergej Diaghilew, Igor Strawinsky und Georges Auric. Auch der engen Freundschaft zu Misia Sert und die Beziehung zu Dmitri Pawlowitsch Romanow wird Rechnung getragen und ausführlich beschrieben. Die Autorin hat sich sehr eng an die ihr zur Verfügung gestellten historischen Unterlagen gehalten, ebenso vieles hinterfragt, um möglichst nahe an der Wirklichkeit zu bleiben.

Die Charaktere sind sehr detailliert und liebevoll ausgearbeitet und mit Leben versehen worden. Sie wirken sehr realitätsnah und authentisch, so dass man sich als Leser ein sehr gutes Bild von ihnen machen kann. Gabrielle „Coco“ Chanel wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und hat sich aus eigener Kraft hervorgekämpft. Zuerst macht sie sich als Hutmacherin einen Namen, um schon bald mit eigenen einfachen Entwürfen für Matrosenhemden und kürzeren Röcken auf sich aufmerksam zu machen und zum Liebling der besser gestellten Gesellschaft zu avancieren. Gabrielle liebt ihre Arbeit, besitzt ein sicheres Stilgefühl, hat ständig neue Ideen im Kopf und ist doch gleichzeitig immer neugierig auf die Welt und neue Erfahrungen. Sie leidet immer mal wieder darunter, von dem einen oder anderen nicht anerkannt zu werden. Gleichzeitig hat sie ein großes Herz und unterstützt arme Künstler und deren Familien mit großen Summen, aber auch die Kunstszene an sich, indem sie Gelder für eine Ballettaufführung bereitstellt. Mit Arthur Chapel hatte sie ihre große Liebe, der noch viele Liebschaften folgten, aber ihren sicheren Hafen hat Coco Chanel nie gefunden.

„Mademoiselle Coco und der Duft der Liebe“ ist ein wunderschöner Roman über das Leben der Gabriele Coco Chanel und die Entstehung des Duftes Chanel No 5, dem meistverkauften Parfüm der Welt. Eine unterhaltsame autobiografische Reise in das Paris der 20er Jahre einschließlich der großen Künstlergemeinde, die man alle gerne einmal kennengelernt hätte. Eine Homage an eine außergewöhnliche Frau! Unbedingt lesen!!!
Autor: Michelle Marly

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