Patricia Mennen: Ellas Geheimnis

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Patricia Mennen: Ellas Geheimnis
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783734100185

Informationen zum Buch

Seiten
608

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Ein dunkles Wolkenband schob sich über den sonnenbeschienenen Horizont.

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Handlungsort

Region
Kontinent
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Ende der Dreißigerjahre lernt die junge Henny auf einem Münchner Faschingsball den Feuerwehrmann Emil kennen. Die beiden verlieben sich Hals über Kopf, heiraten und bekommen wenig später eine Tochter. Doch ihr Glück währt nicht lang. Bereits kurz nach der Geburt kommt es zwischen Henny und Emil zu einem schrecklichen Zerwürfnis. Verzweifelt und tief verletzt vom Misstrauen ihres Ehemanns, beschließt Henny, mit der kleinen Ella nach Afrika zu reisen – das Land, in dem ihre verstorbenen Eltern lebten. Sie ahnt nicht, dass diese Reise ein lang verborgenes Geheimnis ans Licht bringen soll, das ihr Schicksal und das ihrer Tochter für immer verändern wird ...

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Ein wahrer Erzählsog

1937 lernt Henny Emil kennen. Zwischen der jungen Frau und dem Feuerwehrmann ist es Liebe auf den ersten Blick und so ist es nur folgerichtig, dass die beiden heiraten und eine Familie gründen. Doch lange hält das junge Glück nicht - zwischen den Eheleuten kommt es zum Eklat.
Die verzweifelte Henny beschließt daraufhin mit ihrer kleinen Tochter nach Afrika zu reisen und die Brücken hinter sich anzureißen. Auf diesem Kontinent lebten bereits ihre Eltern - kann sie dort dann mit Ella nicht ebenfalls glücklich werden?

Überrascht habe ich festgestellt, dass dieses Buch von zwei Zeitebenen lebt - aufgrund des Klappentextes konnte man das nicht erwarten (wird das sonst nicht immer extra erwähnt?). Zum einen ist da die junge Henny, die sich mit Ella von Deutschland aus auf den Weg auf den afrikanischen Kontinent machen wird, und zum anderen Luise, deren Erlebnisse in Form des von ihr geführten Tagebuches erzählt wird. Die Verbindung zwischen den beiden Frauen ist unklar und ihre Geschichte trennen Jahre, aber es gibt auch Gemeinsamkeiten - beide haben eine Tochter und leben in Afrika.

„Ellas Geheimnis“ ist der erste Roman, den ich von Patricia Mennen gelesen habe. Nach der Lektüre kann ich schon mal sagen, dass es dabei nicht bleiben wird. Die Autorin hat mich rundum überzeugt - mit wirklich starken Figuren, die nicht schwarz-weiß, sondern glaubhaft mit Schwächen und Fehlern ausgestattet sind. Sowohl Henny als auch Luise haben einiges einzustecken und zu verarbeiten - dabei kamen sie mir nicht nur realistisch vor, nein, sie wurden mir auch sehr sympathisch. Ich habe von beiden Frauen gerne gelesen und mit ihnen mitgefühlt - ohne einen der parallel erzählten Stränge zu bevorzugen.

Patricia Mennen hat ein Händchen für die Spannungskurve: durch zahlreiche Cliffhanger vor dem Ebenenwechsel hat sie es geschafft, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Zumal der Titel ein Geheimnis andeutet, ich aber während der Lektüre gelernt habe, dass es hier mehrere gibt und das Lüften eines noch nicht das große Ganze offenbart…

Fazit: Tolle Unterhaltung, die von einer interessanten Zeit und einem spannenden Kontinent erzählt und von seinen glaubhaften Charaktern und einem regelrechten Erzählsog lebt!

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Eine packende Geschichte

Die junge Henny geht 1937 mit ihrer Freundin Frieda auf einen Faschingsball. Als sie belästigt wird, hilft ihr der Feuerwehrmann Emil aus der unangenehmen Situation. Die beiden verlieben sich ineinander und so gibt es bald eine Hochzeit und eine kleine Tochter namens Ella. Aber Emil ist auch fürchterlich eifersüchtig und so kommt es immer wieder zu Streit und dann zu einer Trennung. Henny reist mit ihrer kleinen Tochter nach Afrika, wo ihre verstorbenen Eltern gelebt haben. Sie ahnt nicht, was für Geheimnisse dort ans Tageslicht kommen werden.

Diese Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Wir lernen die Geschichte von Henny in einer Zeit, die von Angst und Verfolgung geprägt ist, kennen und aus Tagebuchauszügen die Geschichte von Luise, die um die Jahrhundertwende spielt.

Bei allen drei Frauen – Luise, Henny und Frieda – dachte ich zunächst: Oh, wie naiv sie doch sind. Doch sofort wurde mir klar, dass sie einfach jung sind und Träume haben. Sie treffen ihre Entscheidung und stehen dann dazu, auch wenn es schwierig wird. Je besser ich die Frauen kennenlernte, umso sympathischer wurden sie mir und ich habe sie für ihren Mut bewundert. Dabei haben sie alle auch ihre Schwächen, was sie authentisch und menschlich macht.

Luise kann ihre Liebe nicht bekommen und will den ihr zugedachten Mann nicht heiraten und so sucht ihr Glück an der Seite eines Missionars in Afrika. Sie will dort Kinder unterrichten. Dass ihr das Land und seine Bewohner so ans Herz wachsen würde, hatte sie wohl nicht gedacht. Ihr Mann Thomas zeigt Seiten, von denen sie vor der Abreise nichts ahnte.

Henny muss sich nach der Trennung von Emil mit ihrer Tochter alleine durchschlagen und wird sehr angefeindet. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als aus Deutschland wegzugehen. In Afrika wird sie da schon herzlicher aufgenommen. Daher sieht sie dort ihre Zukunft. Aber das Schicksal hat noch einiges mit ihr vor.

Frieda liebt den falschen Mann und auch sie hat es nicht einfach. Henny und Frieda sind sehr gute Freundinnen, die sich aufeinander verlassen können, auch wenn sie unterschiedliche Meinung haben.

Die Lage in Deutschland verändert sich immer mehr und viele Menschen jubeln dem Führer zu. Auch Emil kann sich dem Charisma nicht entziehen. Ich hätte ihn oft schütteln können, denn er merkt lange nicht, dass er manipuliert wird. Erst als er etwas tun soll, was ihm nicht behagt, schaltet er seinen Verstand ein. Aber die Verhältnisse lassen nicht zu, ein Gewissen zu haben. Wie wird er sich entscheiden?

Am Ende verbinden sich die Handlungsstränge und einige Geheimnisse kommen ans Licht.

Das Buch hat mich wirklich gepackt und ich ganz es nur empfehlen.

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