Peter Dempf: Herrin der Schmuggler

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Peter Dempf: Herrin der Schmuggler
ET (D)
2015
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783404172238

Informationen zum Buch

Seiten
416

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Eine Böe wehte durch das offene Fenster und brachte Staub des vergangenen Winters von der Gasse mit.

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Augsburg, 1306. Als Frau eines Obsthändlers führt Gera ein einfaches, aber ehrbares Leben - bis ihr Mann ermordet wird. In was war er nur verstrickt? Und warum wird sie selbst plötzlich wie Wild gehetzt? Gera hat nur zwei Anhaltspunkte: ein goldenes Templerkreuz, das einer der Angreifer verloren hat, und ein Kohlestück, das sie zu einer Gruppe von Kohleschmugglern führt. Verfolgt und auf allen Seiten von Verrätern umgeben, sieht Gera nur eine Chance: Sie muss sich den Schmugglern anschließen ...

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Auf den Spuren des Schmugglers…

Ich lese sehr gern historische Romane, nur ins Mittelalter hat es mich noch nicht allzu oft verschlagen, weshalb ich voller Neugierde zu lesen begann.

Bei dem vorliegenden Buch handelt es sich um den Nachfolgeband zu "Fürstin der Bettler", was mir vor Lesebeginn nicht bewusst war. Sicherlich wäre Vorwissen aus dem ersten Teil nicht verkehrt, aber ich denke, dass man dieses Buch auch gut ohne das Andere lesen kann.

Der Autor entführt uns nach Augsburg um 1306. Hier lebt die frisch verheiratete Gera und führt ein beschauliches, aber ehrbares Leben. Doch dann kommt ihr Ehemann Hans ums Leben. Wer hat ihm nach dem Leben getrachtet? Das versucht Gera herauszufinden und befindet sich bald selbst in Gefahr. Wird sie das Rätsel lösen können?

Peter Dempf gelingt es sehr gut die junge Witwe in Szene zu setzen, denn als alleinstehende Frau sah das Leben damals alles andere als einfach aus. Gera hat mit enormen Schwierigkeiten zu kämpfen, denen sie mutig entgegen tritt. Mir wuchs Gera direkt ans Herz und ich habe gern mit ihr gelitten und mit gefiebert.

Sehr speziell empfand ich den Charakter Aigen, ein wirklicher Fiesling wie er im Buche steht. Er ist jemand, dessen Handeln man mit Angst und Sorge verfolgt. Das personifizierte Böse.

Das Thema Schmuggelei war bei mir vorher nie präsent, so dass ich hier einiges an Wissen mitnehmen konnte und der Schleichhandel war auch interessant geschildert.

Besonders spannend war im Roman, was Gera nach und nach über ihren Ehemann herausfindet und auf Schatzsuche geht es auch noch.

Der Schreibstil Dempfs ist schnörkellos, was ein leichtes Vorankommen in der Geschichte ermöglicht. Ich habe mir alles gut vorstellen können und es war immer ausreichend spannend, um weiterlesen zu wollen.

Fazit: Ein solider historischer Roman, von dem ich mich gut unterhalten fühlte und einiges an Wissen mitnehmen konnte. Gern spreche ich eine Leseempfehlung dafür aus.

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