Thilo Scheurer: Quadriga

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Thilo Scheurer: Quadriga
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783937357720

Informationen zum Buch

Seiten
428

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

Handlungsorte
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Zum Jahresende 1806 verschleppen Napoléons Truppen die Quadriga vom Brandenburger Tor. Die Kriegsbeute aus Berlin landet in Paris, verschwindet dann aber spurlos im Chaos von Anordnungen und Zuständigkeiten. Sieben Jahre später, nach Napoléons vernichtender Niederlage bei der Völkerschlacht von Leipzig, rücken preußische und verbündete Truppen in Frankreich ein. Leopold Berend und Carl von Starnenberg, zwei junge Agenten der preußischen Geheimpolizei, begleiten eine Vorausabteilung Kosaken. Neben der Zerstörung der Telegrafenlinie von Mainz nach Metz lautet ihr geheimer Zusatzbefehl: Findet die Victoria mit ihrem Siegeswagen . Die Operation hinter den feindlichen Linien entwickelt sich schnell zu einem gefährlichen Unterfangen. Auf tragische Weise kreuzt sich der Weg der preußischen Agenten mit dem der Tochter eines französischen Generals. Doch Gut und Böse sind bald nicht mehr zu unterscheiden; auch einer der Agenten hat in Paris noch eine persönliche Rechnung zu begleichen ...

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Quadriga

1806 marschieren die Franzosen nach den Schlachten bei Jena und Auerstedt und dem Sieg über die preußische Armee in Berlin ein. Es kommt zu furchtbaren Gräueltaten wie der Vergewaltigung einer jungen Frau, deren Namen wir erst einmal nicht erfahren. Doch schnell wird klar, dass ihr Schicksal eine wichtige Rolle für den weiteren Verlauf des Romans spielt, als zwei junge preußische Agenten den Geheimauftrag erhalten, die Telegrafenlinie Metz – Paris zu zerstören und, in Paris angekommen, nach dem Verbleib der vom Brandenburger Tor geraubten Quadriga zu forschen. Während der kampftechnisch noch recht unerfahrene Carl von Starnenberg den Auftrag als Ehre im Dienst des Vaterlandes ansieht, hat sein Kamerad Leopold Berendt vor allem das Ziel, die verhasste sogenannte „Bestie“ zu finden. Gemeinsam mit einem Trupp Kosaken machen sich die beiden Offiziere auf den gefährlichen Weg.

Parallel zum blutigen Kriegsgeschehen werden immer wieder Kapitel aus Sicht einer jungen französischen Frau eingestreut, die zum einen die Sichtweise der anderen Seite zeigen, aber auch einen Gegenpol zu den oft grausamen Ereignissen rund um den kleinen Reitertrupp bilden.

Dem Autor gelingt es, den Schrecken und Wahnsinn des Krieges der damaligen Zeit sehr eindrucksvoll und realistisch zu schildern. Einige Beschreibungen fand ich ein wenig langatmig, aber gerade die seitenlange Darstellung, wie ein Gewehr damals geladen werden musste, führt dem Leser die damaligen Verhältnisse plastisch vor Augen. In eher nüchternem und unaufgeregten Schreibstil werden unbeschreibliche Grausamkeiten geschildert, die in Kriegszeiten leider an der Tagesordnung waren. Die beiden Hauptfiguren Carl und Leopold bilden durch ihre unterschiedlichen gesellschaftlichen Hintergründe hier einen interessanten zweifachen Blickwinkel auf die Ereignisse.

Die Suche nach der titelgebenden Quadriga kam mir in der Handlung etwas zu kurz, das Hauptaugenmerk liegt auf anderen Ereignissen.

Auch nicht so ganz überzeugen konnte mich die eingeflochtene Liebesgeschichte, die wirkte auf mich recht aufgesetzt und eher unglaubwürdig. Auf diese Fügungen am Ende hätte ich auch ganz verzichten können, da hätte mir als Leser nichts gefehlt.

Insgesamt ein recht spannender historischer Roman, bei dem ich eine etwas andere Handlung erwartet hatte, der mich aber dennoch gut unterhalten hat.

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Schuld und Sühne

Inhalt
Napoleonische Kriege, 1813: Die preußischen Agenten Leopold Berend und Carl von Starnenberg bekommen den Auftrag, die Telegraphenlinie Mainz – Metz durch Zerstörung einiger Telegraphen zu unterbrechen und damit den napoleonischen Truppen eine wichtige Informationsquelle zu nehmen. Als Geheimauftrag sollen sie dann in Paris die von den Franzosen entwendete Quadriga aufspüren. Unterstützt werden sie dabei von einer Einheit Kosaken, deren Anführer sie mit seiner Erfahrung durch einige brenzlige Situationen führt.

Was Leopold aber am meisten antreibt, ist die Suche nach der französischen „Bestie“, die vor Jahren seine Familie ins Unglück gestürzt hat. Diesen Mann zu finden und sich an ihm zu rächen ist sein Ziel. Doch die großen und kleinen Schlachtfelder des Krieges fordern viel von der kleinen Gruppe und auch die junge französische Adlige Isabelle, für die der Krieg bisher immer weit weg war, bekommt dessen Grausamkeit zu spüren.

Meine Meinung
Mit Quadriga bietet der Autor Thilo Scheurer einen interessanten und recht spannenden Roman zur Zeit der Niederlage Napoleons, der einige historische Ereignisse mit dem Schicksal seiner Protagonisten verbindet. Viele detailliert recherchierte Beschreibungen lassen dabei nicht nur die damaligen Geschehnisse und die Umgebung, sondern auch die Bekleidung und besonders den Gebrauch der Waffen vor Augen entstehen. Teilweise wirkte dies auch mal etwas langatmig und nahm etwas das Tempo aus der Geschichte, doch größtenteils gefiel mir dies gut, denn gerade diese kleinen Details versetzten einen sehr gut z. B. in eine unheimliche Stimmung bei der gefährlichen Überquerung eines Flusses oder mitten in die sorglose Völlerei einer vornehmen Gesellschaft. Oder eben auch auf ein totes Schlachtfeld, dessen eindringliches Bild sich mir fest eingeprägt hat. Häufig wurde die Handhabung der Waffen genau erklärt, was vielleicht den ein oder anderen zum Überlesen reizen könnte, aber andererseits gerade auch sehr gut zeigte, wie aus heutiger Sicht umständlich und langwierig der Umgang damit war.

Die Personen waren sympathisch dargestellt, wobei der Schwerpunkt auf Leopold lag. Ihn konnte ich am besten kennenlernen, denn aus seiner Sicht bzw. seine Gedanken wurden am ausführlichsten erzählt. So spürte ich gut seine Verbissenheit und seine Rachegedanken, aber auch manchmal seine Zerrissenheit, wenn ihn die Kriegsgräuel unterwegs einholten. Doch trotzdem konnte ich auch gut mit seinem Kollegen Carl, der in der Realität der Kämpfe schnell seine Kriegseuphorie verlor, und dem Kosakenführer Portjanow, der einfach nur seine Leute lebend aus dem Krieg heimbringen wollte, mitfühlen. Von der Französin Isabelle hätte ich gerne etwas mehr gelesen, denn ihr frisches und oft kritisches Nachdenken über die Leute ihres eigenen Standes hat mir gut gefallen. Für eine tiefere Ausarbeitung der Figuren hätte ich mir auf jeden Fall einige Seiten mehr gewünscht, denn ich mochte die Figuren und es wäre schön gewesen, etwas länger mit ihnen zu verweilen. So blieb für mich z. T. einiges an der Oberfläche und insgesamt ging es mir am Ende etwas zu schnell. Auch die Suche nach der Quadriga nahm weniger Platz ein, als es der Buchtitel vermuten ließ. Wichtiger als die Suche nach der Quadriga erschien mir hier aber die Auseinandersetzung der Figuren mit Gut und Böse, Schuld und Rache und mit den Auswirkungen eines grausamen Krieges und was dieser aus einzelnen Menschen macht und wie er sie verändert. Das fand ich gut gelungen.

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(Aktualisiert: 03 Mai 2013)
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Zwei Agenten in der Zeit von Napoleon 1813

Inhalt:
Dezember 1813: Napoleon wird nach dem mißlungenen Rußlandfeldzug und der Völkerschlacht bei Leipzig von den alliierten Truppen immer weiter nach Paris zurückgedrängt. Die beiden preussischen Lieutnants Leopold Berend und Carl von Starnenberg bekommen den Auftrag, die französische Telegraphenlinie zwischen Mainz und Metz zu sabotieren, damit die Nachrichtenübermittlung der Franzosen unterbrochen wird. Anschließend sollen die beiden Agenten in Paris nach der verschwundenen Quadriga des Brandenburger Tors suchen, die 1806 von den Franzosen entwendet wurde.
Für Leopold Berend gibt es aber noch einen persönlichen Auftrag, den er in Paris erledigen will.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist mein erster Roman, der in der Zeit von Napoleons Niedergang spielt. Die historischen Fakten zu diesem Buch sind gut recherchiert und werden stellenweise sehr detailliert geschildert. Manche Textstellen, wie z.B. das Laden einer Waffe können dadurch zwar auf den ersten Blick etwas lang erscheinen, aber machen dafür umso deutlicher, wie zeitaufwendig diese Handlung eben damals war und welche Probleme sich daraus später in brenzligen Situationen ergeben können.

Die Handlung selbst ist spannnend beschrieben und flüssig zu lesen. Sehr gut gefallen haben mir die detaillierten Beschreibungen der Handlungsorte, so daß ich die Örtlichkeiten bildlich vor mir hatte.

Obwohl der Titel des Buches einen Schwerpunkt auf die Suche nach der Quadriga vermuten läßt, kam mir diese Suche eher nebensächlich vor. Für mich lag die Haupthandlung des Buches vielmehr auf der Beschreibung der Kriegszustände sowie der damit verbunden Schicksale der betroffenen Menschen, die der Autor gekonnt breitgefächert vor dem Leser ausbreitet.
Ein weiterer Schwerpunkt der Handlung ist die persönliche Rache von Leopold Berend, deren Befriedigung er in Paris sieht.

Bei der Beschreibung der Charaktere hätte ich mir bei einigen Personen, die mit Leopold eng in Verbindung stehen, noch etwas mehr Hintergrundinformationen gewünscht, so wie das bei Leopold der Fall war. Gut gelungen fand ich die Entwicklung und die Zweifel der Protagonisten während ihres Auftrags: diese fand ich sehr glaubhaft und nachvollziehbar.

Die romantischen Szenen fand ich etwas zu kitschig, außerdem entwickeln sie sich für meinen Geschmack viel zu schnell und zu glatt, da sie aber nur einen winzigen Teil der Handlung ausmachen, fand ich das nicht allzu störend.

„Quadriga“ ist mein erster Roman von Thilo Scheurer, welcher mir gut gefallen hat. Ich bin gespannt auf seine zukünftigen Bücher.

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Benutzerkommentare

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Historischer Roman aus dem Napoleonischen Krieg

„Quadriga“ von Thilo Scheurer ist ein historischer Roman, der um 1813 in Frankreich und Deutschland spielt. Napoleons Truppen sind auf dem Rückzug und preußische und russische Truppen ziehen gegen Frankreich. Im Mittelpunkt der Handlung stehen einerseits die zwei preußischen Agenten Leopold Berend und Carl von Starnenberg, zum anderen die junge adlige Französin Isabelle. Während die beiden Preußen mit einer Vorausabteilung Kosaken versuchen, die Telegrafenlinie von Mainz nach Metz und damit die französische Kommunikationsmöglichkeiten zu zerstören, geht Isabelle in die Tanzschule und Kleider und Bälle stehen im Mittelpunkt ihres Denkens. Diese Gleichzeitigkeit von Krieg und Zerstörung und sorglosem Leben der Oberschicht wird als starker Kontrast deutlich. Doch letztlich holt der Krieg alle ein.
Für mich stand in dieser Geschichte nicht die titelgebende Berliner Quadriga im Mittelpunkt, die 1806 von den Franzosen verschleppt und von Leopold und Carl gesucht wird, sondern die Schrecken des Krieges und was er mit den Menschen macht. Das hat der Autor Thilo Scheurer gut dargestellt. Die Geschichte ist spannend und die Personen gut gezeichnet.
Mein Fazit: ein empfehlenswerter historischer Roman aus einer Zeit, über die ich noch kein Buch gelesen habe.

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Quadriga

INHALT
Nach der verheerenden Niederlage von Napoleons Armee bei der Völkerschlacht von Leipzig erhalten die beiden jungen Lieutenants Leopold Berend und Carl von Starenberg im Jahre 1813 den Geheimauftrag, die französische Telegrafenlinie zwischen Mainz und Metz zu zerstören, um damit die für Napoleon sehr bedeutsame Nachrichtenübermittlung nach Paris zu unterbrechen . Denn noch ist der grausame Krieg zwischen Napoleons Grande Armee und den Alliierten Truppen nicht beendet.
Als Agenten der preußischen Geheimpolizei wird ihnen zusätzlich der Befehl erteilt, die Quadriga vom Brandenburger Tor ausfindig zu machen, die 1806 auf Napoleons Geheiß als Kriegsbeute nach Paris verschleppt wurde und seither als verschollen gilt. Bald brechen die Geheimagenten gemeinsam mit dem Offizier Nikolai Portjanow und seinem russischen Kosakenregiment als Begleitschutz zu ihrer heiklen Mission auf. Doch hinter den feindlichen Linien lauert so manche tödliche Gefahr auf sie und macht ihren Auftrag zu einem äußerst schwierigen Unterfangen. In Kriegszeiten ist es nicht immer einfach Gut und Böse zu unterscheiden und richtig zu handeln.

MEINE MEINUNG
Dieser gut recherchierte, historische Roman ist eine gelungene Mischung aus Abenteuerroman und interessanter Geschichtsvermittlung gewürzt mit einer kleinen Liebesgeschichte.
Basierend auf realen historischen Ereignissen und Begebenheiten zu Zeiten der napoleonischen Kriege, wie beispielsweise dem Raub der Quadriga vom Brandenburgischen Tor 1806 in Berlin, dem Rheinübergang der verbündeten Truppen in der Silvesternacht 1813/14 bei Caub oder der optischen Telegrafenlinie Napoleons nach Paris, entspinnt sich die fesselnde, fiktive Handlung um die so ungleichen Weggefährten, den beiden preußischen Geheimagenten Leopold und Carl und ihrem russischen Kameraden Portjanow.
Sehr interessant und lebensnah sind auch die beiden Protagonisten gezeichnet, die sich nicht allein wegen ihrer sozialen Herkunft und Stellung sondern auch charakterlich sehr voneinander unterscheiden, und auf ihrer Mission eine glaubhafte Entwicklung erfahren.
Leopold Berend wird uns als ein bereits kriegserfahrener junger Mann geschildert, der wegen seiner militärischen Verdienste und seiner Tapferkeit zum preußischen Secondelieutenant ernannt wurde, obwohl er eigentlich als mittelloser Beamtensohn aus einfachen Verhältnissen kommt. Sehr spannend ist es, nach und nach über Leos wahren Motive, an dieser Mission teilzunehmen, zu erfahren. Er ist getrieben von dem Gedanken, Rache für eine unglaubliche Tat nehmen zu müssen, die sich 1806 in Berlin ereignet hat und sein Leben seither bestimmt hat. Auch die Darstellung des gebildeten, ostpreußischen Adligen Carl von Starnenberg ist sehr gelungen. Mit grenzenloser Naivität zieht er zunächst mehr aus Pflichtgefühl und reiner Abenteuerlust in den Krieg, um schließlich schnell in der brutalen Realität anzukommen und an den alltäglichen Herausforderungen zu reifen.
Parallel hierzu führt Scheurer in einem weiteren Erzählstrang auch die französische Gegenseite ins Geschehen ein, die in der französischen Hauptstadt noch unbekümmert ihre luxuriösen Feste feiert. Noch ahnt kaum jemand von der bevorstehenden Invasion der feindlichen Truppen und welch furchtbare Bedrohung auf Paris zukommt. Mit der jungen Baronesse Isabelle de Rousselot lernen wir eine gebildete, selbstbewusste Tochter aus gutem Hause in Paris kennen und haben unmittelbar Anteil an ihrer Sicht der Dinge und ihrem Schicksal.
Der Autor schildert uns sehr detailgenau und authentisch zahlreiche Episoden aus dem damaligen Alltag der Armee, dem täglichen Schrecken und Wahnsinn des Kriegs auf beiden Seiten. Sehr nachdrücklich werden uns die verheerenden Folgen dieses Kriegs für Soldaten und Zivilbevölkerung vor Augen geführt, dabei spart der Autor auch die Schilderung alltäglicher Kriegsgräuel und Verrohung der Menschen nicht aus. Sehr deutlich hat Scheurer hier zum Ausdruck gebracht, dass während des Kriegs Gnade und Moral nicht mehr zählen, sondern letztlich nur noch das nackte Überleben und einfache Instinkte.
Nach einigen überraschenden, teilweise aber vorhersehbaren Wendungen werden dann zum Ende hin die verschiedenen Erzählstränge zusammengeführt und laufen auf einen im Großen und Ganzen zufriedenstellenden Abschluss und gelungenen Ausgang der Geschichte hin.
Für meinen Geschmack wurde die Suche nach der titelgebenden Quadriga leider am Ende zu rasch abgehandelt und mir kamen etwas zu viele Zufälle bei der Auflösung ins Spiel. Die sich zum Schluss noch rasch entwickelnde Liebesgeschichte empfand ich als eher unglaubwürdig und hätte mir daher einen offeneren Ausklang des Romans gewünscht.
Sehr hilfreich ist das am Ende des Romans angehängte Glossar, das vor allem militärische Begriffe erklärt. Auf den Buchinnenseiten findet sich zur besseren Orientierung für den Leser Kartenmaterial zur Telegrafenlinie zwischen Mainz und Metz sowie ein historischer Stadtplan von Paris mit den in der Geschichte erwähnten Schauplätzen.

FAZIT
„Quadriga“ ist ein spannender historischer Roman, der mich insgesamt gut unterhalten hat.
Die zu Zeiten der antinapoleonischen Kriege angesiedelte Handlung ist vielschichtig, lehrreich und regt zum Nachdenken an.

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