Neal Stephenson: Quicksilver

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Neal Stephenson: Quicksilver
Verlag
ET (D)
2004
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Quicksilver
ET (Original)
2003
ISBN-13
9783442545681

Informationen zum Buch

Seiten
1184

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Enoch biegt gerade in dem Moment um die Ecke, als der Henker die Schlinge über den Kopf der Hexe hebt.

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Handlungsort

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Europa, um 1665: Daniel Waterhouse, Querdenker, Puritaner und Verächter der alten Geheimwissenschaften, strebt mit seinem Freund Isaac Newton und einigen anderen großen Geistern des barocken Europa nach Wissen und Erkenntnis, während die Welt ringsum ein einziges Chaos ist. Überall ringt die Vernunft mit dem blutigen Ehrgeiz der Mächtigen, und jederzeit können Katastrophen - ob natürlich oder hausgemacht - die politische Landschaft über Nacht verändern. In dieser Zeit steigt Jack Shaftoe vom Londoner Gassenjungen zum legendären König der Vagabunden auf. Er riskiert Leib und Leben für sein Glück und seine Liebe - und verliert durch die Syphilis schleichend den Verstand. Gleichzeitig schlägt sich seine Geliebte Eliza, die er aus einem türkischen Harem befreit hat, bis zum Hof Ludwigs XIV. durch, wird Mätresse, Spionin und Schachfigur in den Händen von königlichen Staatenlenkern. Die Wege von Daniel, Jack und Eliza führen kreuz und quer durch das zerrissene Europa, sie berühren und verschlingen sich, während allerorten ein neues Zeitalter seine Schatten voraus wirft.

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Nach drei Monaten Lesezeit, 1129 Seiten, unterbrochen von mehreren Zweitbüchern, ist es vollbracht: Ich habe mich durch Quicksilver gekämpft. Der Silberlack auf dem Cover ist inzwischen fast abgerieben und das Buch musste sogar einen Wasserschaden durch eine Kindertrinkflasche hinnehmen - weil das Buch eine sehr lange Zeit quer durch meine Wohnung verbracht hat.

Quicksilver zu beschreiben, kann man entweder ellenlang machen oder nur ähnlich kurz wie in der Kurzbeschreibung: Daniel Waterhouse, Wissenschaftler und Fellow der Royal Society, macht seine Erfahrungen mit der Wissenschaft und den Auswirkungen der Religion auf die Lebensumstände, je nachdem, wer gerade wo herrscht. Jack Shaftoe, europaweit bekannte Vagabunden-Legende, befreit auf einem seiner Streifzüge durch Europa die Sklavin Eliza. Zwar liebt er sie innig, das hindert aber weder ihn noch Eliza daran, eigene Wege zu gehen. Ansonsten passiert schlicht ungeheuer viel in den drei Büchern, die in Quicksilver zusammen gefasst sind.

Alle drei Figuren dienen sehr oft nur als Vehikel, die das politische und gesellschaftliche Geschehen begleiten, von dem uns Stephenson erzählt. Waterhouse ist zum Beispiel bei der Royal Society, aber kein wirklich brillanter Kopf. Die Show stehlen im Hooke, Newton oder Leibniz. Und so bleibt Waterhouse einfach immer dran, damit der Leser erfährt, was die anderen gerade tun. Jack Shaftoe ist der abenteuerlustige Kerl, der Waterhouses Erlebnisse nach 416 Seiten ablöst und es kommt Leben in die Bude. Während er selbst Vagabund bleibt und dabei immer wieder schlechte Erfahrungen einstecken muss (und für das Buch notwendigerweise überlebt), steigt Eliza gesellschftlich auf. Sie wird im Lauf der Geschichte geadelt, damit sich die Leute am Hof mit ihr treffen können; denn Eliza, die zur guten Bekannten von Leibniz geworden ist, versteht sich auf Finanztransaktionen und handelt für verschiedene Höflinge in den Niederlanden an der Börse.

Nach etwa 800 Seiten wurde es für mich anstrengend. Das liegt an drei Gründen:

• Mit dicken Büchern habe ich eigentlich immer Probleme und dieses hier ist besonders dick, und

• es ist sehr ausschweifend und man muss sich ganz ordentlich konzentrieren, damit man den Intrigen und geschichtlichen Wirrungen, den Verwandtschaften in den royalen Familien etc folgen kann (und ich habe die ganzen Wechsel auf den Thronen nicht alle nachvollzogen), und

• ich habe nach all den Seiten keine Ahnung, warum ich die drei Hauptpersonen eigentlich begleitet habe.

Aus verlässlicher Quelle weiß ich, dass man den kompletten Barock-Zyklus lesen muss, um ganz am Ende alles zu verstehen und zu erfassen. Wer es bis hierher geschafft hat, hat ein offenes Ende bei Jack (das man akzeptieren kann), eine Zukunftsvision für Eliza (die nicht gemütlich, aber regelbar ist), und eine optimistische Zukunftsvision für Daniel. Eigentlich nicht schlecht als Ende, wenn denn erkennbar wäre, wozu da alles gut war. Für den Sinn der bisherigen Seiten müsste ich jetzt noch locker 2100 weitere Seiten lesen. Das ist keine Lektüre, das ist Arbeit! Trotzdem liegt der Folgeband Confusion noch im Bücherregal, ich habe ihn nicht weggefeuert, weil Quicksilver auch faszinierende Passagen hatte und ich das für eine eventuelle Fortsetzung recht ermutigend finde.

Während Quicksilver empfehle ich hin und wieder eine kleine Nebenlektüre und auch nach Quicksilver eine Lesepause mit Büchern unter 200 Seiten.

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