Ralf H. Dorweiler: Das Geheimnis des Glasbläsers

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Ralf H. Dorweiler: Das Geheimnis des Glasbläsers
ET (D)
2018
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783404176274

Informationen zum Buch

Seiten
573

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Trinkt, mein Vögelchen! Trinkt!"

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Handlungsort

Stadt
Kontinent
Handlungsorte
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Anno Domini 1452: Glas, so klar wie ein Gebirgsbach - so etwas hat im Heiligen Römischen Reich noch niemand gesehen, nicht einmal Kaiser Friedrich III. In seinem Auftrag wird der junge Glasbläser Simon ausgesandt, die geheime Rezeptur des Kristallglases zu stehlen. Nur ein Tumber und ein Esel begleiten ihn auf der gefahrvollen Reise über die Alpen in die prachtvolle Lagunenstadt Venedig. Mithilfe einer Kurtisane kommt Simon dem Geheimnis näher. Doch ein skrupelloser Serienmörder und eine betörend schöne Frau lassen die kaiserliche Mission zur Nebensache werden - und führen Simon mitten hinein in die Schlacht um Konstantinopel ...

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Ein Abenteuerroman

Simon, ein kleiner Glasbläser aus dem Schwarzwald träumt davon, einmal ein Ritter zu sein. Das Schicksal meint es dann aber anders mit ihm. Es schickt ihn auf die Reise über die Alpen. Er bekommt den Auftrag herauszufinden, wie Kristallglas hergestellt wird. Nur die Glasbläser in Venedig verstehen sich darauf, dieses reine Glas herzustellen. Für Simon bedeutet es eine lange gefahrvolle Reise. Er bekommt als Begleitung den Scherbensammler Ulf an die Seite gestellt. Zu dritt machen sie sich auf den Weg nach Venedig, der Dritte im Bunde ist ein herzensguter aber störsicher Esel.

Die Geschichte um Simon findet ihren Anfang damit, dass dieser für die Tochter des Burgvogts schwärmt. Er will ihr ein Geschenk machen und wird dabei erwischt. Nun muss er, um Strafe zu umgehen, nach Venedig und dort das Geheimnis der Glasherstellung stehlen. Natürlich wird er auf dem Weg dorthin einige Gefahren überstehen müssen und auch in der Stadt angekommen, läuft es nicht so, wie es sich Simon vorgestellt hat. Dafür lernt er aber immer wieder Menschen kennen, die ihn unterstützen. Vor allem seinem Begleiter Ulf hat er es zu verdanken, dass er immer wieder Unterstürzung findet und so weiterkommt.

Für mich ist ohnehin Ulf der wahre Held dieser Geschichte. Seine treue Art, sein ganzes Wesen überzeugen einfach. Er wird schon im Klappentext als Tumb bezeichnet und es ist schnell klar, dass Ulf schon einiges im Leben hinter sich hat. Er ist sicher nicht der Klügste unter der Sonne, aber durch seinen Mut und sein Herz hält er alles zusammen.

Ralf H. Dorweiler lässt seine Protagonisten so einiges erleben. Sie reisen nicht nur nach Venedig, sondern noch viel weiter und geraten zudem noch mitten hinein in einen Krieg um Konstantinopel, und als wenn dies alles noch nicht genug wäre, treibt auch noch ein Serienmörder sein Unwesen und kreuzt immer wieder auch die Wege von Simon. Dies alles steht auch schon auf dem Klappentext und ist somit keine Überraschung mehr beim Lesen.

Auf der einen Seite hat der Autor die einzelnen Reiseabschnitte wunderbar erzählt. Abenteuer, die Simon und Ulf überstehen mussten, um an ihr Ziel zu kommen, sind gut ausgearbeitet. Aber auf der anderen Seite kann es dann doch auch zu viel werden. Da ist dann noch dieser Mörder, der ja eigentlich gejagt und gefasst werden sollte. Aber dieser Teil der Geschichte rückt immer mehr in den Hintergrund. Schade, denn hier wäre sicher viel Spannung möglich gewesen. So bleibt eben doch nur eine Reisebeschreibung und die Suche nach der Liebsten lenkt auch irgendwie komplett vom eigentlichen Thema ab. Mir waren hier schon fast zu viele Schauplätze vorhanden, allerdings versteht der Autor es, seine Geschichte gut zu erzählen.

„Das Geheimnis des Glasbläsers“ ist ein schöner historischer Abenteuerroman. Er ist leicht und schnell zu lesen, hat ein paar Wendungen, die vielleicht nicht unbedingt vorhersehbar waren und eine kleine Liebesgeschichte, die zwar mir an manchen Stellen etwas zu vordergründig war, aber ansonsten gut unterhalten hat. Ein kleines Nachwort und ein ausführliches Personenregister beenden dann das Buch.

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Das "Cristallo"-Geheimnis

1452 feiert König Friedrich III. seine Hochzeit mit Eleonore, bevor er zum Kaiser des Römischen Reiches gekrönt werden soll. Zwischen all den Geschenken, die aus aller Welt eintreffen, findet das Präsent eines Ratsmitglieds aus Venedig. Emilio Nani überreicht zwei kristallene Glaspokale, dessen Material „Cristallo“ genannt wird. Solche Pokale hat noch niemand gesehen, ist man doch nur grünen Trinkglas gewohnt. Friedrich möchte unbedingt das Geheimnis des „Cristallo“ herausfinden und überträgt seinem Kanzler die Aufgabe, dieses den Venezianer abspenstig zu machen. Der Kanzler findet in dem jungen Glasbläser Simon seinen Spion, den er nach Venedig entsendet, um dort das „Cristallo“-Rezept zu entwenden und an den Hof zu bringen. Simon wird von dem etwas unbedarften Scherbensammler Ulf und der Eselin Lilly begleitet. Die Reise birgt schon jede Menge Gefahren, doch auch der Aufenthalt in Venedig wird durch einen Serienmörder, der dort sein Unwesen treibt, recht turbulent. Zudem begegnet Simon auch noch die Liebe in Gestalt eines schönen Mädchens, was in zeitweilig seine eigentliche Aufgabe vergessen lässt und ihn sogar nach Konstantinopel treibt. Werden die Gefährten das Geheimnis des „Cristallo“ lüften?

Ralf W. Dorweiler hat mit seinem Buch „Das Geheimnis des Glasbläsers“ einen sehr fesselnden und unterhaltsamen historischen Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist flüssig, spannend und bildgewaltig. Schnell taucht der Leser in die vergangene Zeit ab, um an der Seite von Simon und Ulf die gefährliche Reise vom Schwarzwald über die Alpen nach Venedig und weiter nach Konstantinopel anzutreten und zum anderen die erfolgreiche Bordellbesitzerin Serena, die Ulf und Simon unter ihre Fittiche nimmt. Die Handlung wird aus zwei Perspektiven erzählt und lässt den Leser zum einen an der Welt von Simon und Ulf teilnehmen, zum anderen Serenas Leben und ihre Gedanken kennenlernen. Sehr schön verwebt der Autor beide Handlungsstränge geschickt, so dass sie im Verlauf eine Einheit bilden. Dorweiler schildert die gefährliche Reise von Simon und Ulf so plastisch, dass der Leser alles vor dem inneren Auge miterleben kann und sich als Teil der Reisegesellschaft einschließlich Esel fühlt. Ebenso bildhaft wird die Lagunenschönheit Venedig und die Insel Murano geschildert sowie das Handwerk der Glasbläserei, durch das so viel mystische Schönheit entsteht. Der Spannungsbogen wird schnell aufgebaut und steigert sich im Verlauf der Geschichte immer mehr in die Höhe bis zum finalen Schluss. Durch die Verflechtung von Fiktion und historisch belegten Fakten wird die Handlung noch glaubhafter.

Die Charaktere sind sehr detailliert und liebevoll ausgearbeitet und mit individuellen Eigenschaften versehen. Sie wirken durchweg real und authentisch. Simon ist ein junger Mann mit einem Hang dazu, sich ständig in Schwierigkeiten zu bringen. Er ist ein talentierter Glasbläser, doch durch seine Eskapaden ist seine berufliche Laufbahn nicht gerade von Erfolg gekrönt. Simon und Ulf mögen sich zu Beginn überhaupt nicht, sind aber in einer Zweckgemeinschaft aneinander gebunden. Ulf ist ein Riese mit dem Geist eines Kindes. Doch er setzt sich für seine Freunde ein, und während der langen und gefährlichen Reise lernen er und Simon sich gut kennen und schätzen, man könnte sagen, da haben sich Freunde fürs Leben gefunden. Auch sollte man Ulf nicht unterschätzen, sieht er viele Dinge doch genau so, wie sie wirklich sind. Beeindruckend ist die Entwicklung sowohl von Simon als auch von Ulf während ihrer gemeinsamen Reise. Serena ist eine geschäftstüchtige Frau, die zwar hart sein kann, aber ihr Herz auch für Gestrandete öffnet und ihnen zu Hilfe eilt. Eine weitere Hauptrolle in dieser abenteuerlichen Geschichte spielt die Eselin Lilly.

„Das Geheimnis des Glasbläsers“ ist ein durch und durch gelungener historischer Roman, der sowohl Abenteuer als auch Liebe und kriminalistische Elemente miteinander vereint. Ein Buch, das der Leser – einmal begonnen – nicht mehr aus der Hand legen wird, bis die letzte Seite verschlungen ist. Absolute Leseempfehlung!

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Erwartungen nicht wirklich erfüllt

Prolog. Rom, 16. März 1452. König Friedrich erhielt aus dem Staat Venedig sehr wertvolle Gläser als Geschenk…
Simon Glasbläser zu Hauenstein, machte der Tochter des Waldvogts immer wieder Geschenke. Doch dann wurde er dabei erwischt…
Da er nicht ‚würdig‘ war, der Waldvogtstocher Geschenke zu machen, wurde er zum Tode verurteilt. Nur die Gier nach dem Christallo, das den König Friedrich, jetzt Kaiser, erfasst hatte bewahrte ihn davor….
Simon musste mit Ulf, einem Burschen, der nicht so war, wie ein Kerl in diesem Alter sein sollte, wurde ihm als Begleiter mitgegeben….
Unterwegs nach Venedig/Murano hatten die beiden viele Gefahren zu bestehen….
In Venedig landeten die beiden bei Serena, der Leiterin eines besseren Freudenhauses, die auch gute Beziehungen zu dem Glasbläser auf Murano hatte….
So kam Simon nach Murano, aber noch hatte er das Rezept für das Christallo, dass sein Kaiser von ihm verlangte, nicht finden können…
Außerdem gab es da noch Marietta, die Tochter des Glasbläsers…
Was waren das für Gläser, die König Friedrich als Geschenk erhielt? Warum wurde Simon erwischt? Wie konnte das passieren? Wusste er nicht, dass das tödlich für ihn ausgehen könnte? Was wollte Friedrich von ihm? Wieso schickte er ihn nach Murano? Und Warum musste ausgerechnet Ulf mit ihm gehen? Wie kamen die beiden zu Serena? Inwiefern hatte sie gute Beziehungen zu dem Glasbläser auf Murano? Wurde Simon dort als Glasbläser eingestellt? Würde er das Rezept finden? Und was war mit Marietta, der Tochter des Glasbläsers? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.

Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht lesen. Allerdings ist der Schreibstil des Autors nicht mein Geschmack. Ich fand ihn irgendwie, ja ich möchte sagen ‚langweilig‘. Es zog sich und es war nur mäßig spannend. Immer mal ein kleines Zipfelchen auf dem Weg nach Venedig, das aber ganz schnell wieder vorbei war. Dann gab es noch den Kreuzmörder, doch auch hier gab es nur kurze Episoden, man kann das alles nicht als spannend bezeichnen. Etwas Spannung kam erst auf, als Simon und Ulf von Murano flohen und mit Begleitung Richtung Konstantinopel fuhren. Und das auch nur sehr langsam. Wirklich spannend waren dann nur die letzten knapp hundert Seiten. Aber ein Buch lebt nicht nur vom Schluss! Ich möchte damit sagen, dass ich doch von diesem Buch enttäuscht war, es hat mich nicht überzeugt. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Allerdings hat es am Ende eine Auflistung der handelnden Personen, und hier wird auch durch ein Sternchen klargemacht, welche historisch belegt sind. Das ist etwas, was ich eigentlich bei allen historischen Romanen erwarte, aber trotzdem nicht immer vorfinde, also noch ein positiver Aspekt. Da es dennoch nicht ganz uninteressant war, gebe ich ihm noch mit viel gutem Willen drei von fünf Sternen bzw. sechs von zehn Punkten.

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