Saygin Ersin: Der Meisterkoch

 
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Saygin Ersin: Der Meisterkoch
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783455001488

Informationen zum Buch

Seiten
368

Sonstiges

Originalsprache
türkisch
Übersetzer/in
Erster Satz
An diesem Abend wurde im Haus des angesehenen Istanbuler Kaufmanns Hüsnü Bey Zümrützade ein Gast bewirtet, der nicht nur von seiner körperlichen Statur, sondern auch vom Rang her zu den wirklich Großen zählte.

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Istanbul um 1600, Blütezeit des Osmanischen Reichs. Im Topkapi-Palast kommt ein außergewöhnliches Kind zur Welt, der junge Pascha verfügt über einen absoluten Geschmackssinn. Als der Sultan all seine männlichen Verwandten ermorden lässt, überlebt der Junge das grausame Massaker mithilfe des Küchenchefs. Ihm gelingt die Flucht, und er beginnt seine Lehrjahre. In Bagdad studiert er Sternen- und Naturheilkunde, auf der Insel Hormus unterweist ihn die Herrin der Aromen in Gewürzkunde, und die symbolische Meisterschaft verleiht ihm ein Bibliothekar in Alexandria. Als Meisterkoch kehrt er zurück nach Istanbul, wo er seine große Liebe Kamer, die begnadete Tänzerin, wiederfinden will. Und er hat sich geschworen, Rache zu nehmen für die Ungerechtigkeiten, die ihm als Kind widerfahren sind. Schließlich wähnt er sich am Ziel seines Strebens: die legendäre Palastküche, Inbegriff aller kulinarischer Wonnen, raffiniertester Intrigen und gefährlicher Eifersucht …

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Magische Genüsse

Schon der Einband ist optisch sehr ansprechend, aber auch die Geschichte ist einfach nur wunderschön.
In Istanbul ist um 1600 ein mächtiger Sultan an der Macht. Er läst alle männlichen Verwandten töten. Aber der junge Pascha, der einen absoluten Geschmackssinn hat, kann dem mit Hilfe des Küchenchefs entkommen. Er geht in zu einem Koch in die Lehre. Er verliebt sich in eine Tänzerin, eine aussichtslose Liebe, denn sie lebt im Harem, zu dem er keinen Zutritt hat. Daher macht er sich auf eine Reise, um sein Können zu vervollkommnen. Aber er vergisst seine Liebe nie. Als er nach Istanbul zurückkehrt, ist er ein Meisterkoch. Aber er hat auch noch anderes im Sinn, er will die Tänzerin wiederfinden und Rache nehmen für die Ungerechtigkeit, die er erlitten hat. Dann bringt ihn der Zufall zurück in die Küche des Topkapi-Palast – oder ist es gar kein Zufall, sondern ein sorgsam ausgearbeiteter Plan? Der Meisterkoch sieht sich seinem Ziel nahe.
Es ist eine märchenhafte Geschichte, die uns der Autor Saygin Ersin hier erzählt. Die Sprache ist blumig und sehr poetisch. Es ist ein Buch, das man nicht einfach so herunterliest, man muss sich völlig in diese Geschichte hineinfallen lassen. Es ist die Blütezeit des Osmanischen Reiches, eine Zeit, in der Astrologie eine große Rolle Spielte und die Medizin der des Abendlandes überlagen war.
Es ist eine ganz besondere Welt, die wir hier erleben dürfen und ich hatte beim Lesen den Eindruck, die Aromen zu riechen und auf der Zunge zu spüren.
Genauso schillernd und vielfältig wie die orientalische Welt geschildert wird, so sind auch die Charaktere beschrieben.
Es geht immer wieder um das Essen, aber es ist auch eine Geschichte die erzählt, dass man Widrigkeiten entkommen kann und trotz Hindernissen seinen Weg machen kann, wenn man nur beharrlich genug ist und sein Ziel nicht aus den Augen verliert.
Mich hat die Geschichte von der ersten Seite an gepackt und mir schöne und unterhaltsame Lesestunden bereitet.
Eine märchenhafte Geschichte voller Magie, die einen verzaubert.

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Geschichte wie aus 1000 und 1 Nacht

Saygin Ersins "Meisterkoch" ist ein märchenhaftes, geradezu formvollendetes Literaturerlebnis, das mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen hat.

Die Geschichte um den geheimnisvollen Küchenmeister Cihan mit dem ultimativen Geschmackssinn, die um 1600 spielt, ist ein Fest für alle Sinne. Vor allem Liebhaber orientalischer Gaumenfreuden werden hierbei auf ihre Kosten kommen.

Cihan ist ein stiller, unnahbarer Zeitgenosse mit einer tragischen Vergangenheit. Doch durch sein Talent gelangt er eines Tages an den Hof des Sultans von Istanbul. Hier, im Serail, will das einstige Wunderkind nicht Karriere machen, sondern seine Jugendliebe Kamer, eine Tänzerin und Sängerin im Harem, zurückerobern.
Doch bis dahin hat er einige Prüfungen zu bestehen und muss ein ums andere Mal über sich hinauswachsen.

Ersins Hauptfigur Cihan fasziniert den Leser, weil sie ungewöhnlich und sehr mysteriös, durch seine Fähigkeiten gar übermenschlich in Erscheinung tritt. Auch Cihans romantische Liebelei mit Kamer vermag durch seine Parallelen zu den Erzählungen aus "1000 und 1 Nacht" mitzureißen. Ihre unstandesgemäße Verbindung und ihre heimlichen Treffen im Stile von Romeo und Julia bzw. Pyramus und Thisbe lassen das weibliche Leserherz nicht kalt. Die übrigen Nebendarsteller, Gesellen, Ausbilder, Herrin der Aromen etc., und das mondäne Setting, Sultanspalast, stehen den Hauptprotagonisten in nichts nach.

Der Spannungsbogen innerhalb der Handlung wird zudem durch die häufigen Wechsel innerhalb der Erzählzeit, Cihans Vergangenheit und Werdegang vs. Jetztzeit, konstant hoch gehalten.

Darüber sind es die eingestreuten philosophischen Lebensweisheiten, wie man sie bereits aus Coelhos "Alchimisten" kennt, die der Geschichte das besondere Etwas verleihen. Ganz zu schweigen von Saygin Ersins wunderbar leichtfüßigem wie poetischem Märchenerzählstil, der auf zauberhafte Weise mit dem gold-roten Cover harmoniert. Und die fulminant bildhaften Essensbeschreibungen wirken ungemein appetitanregend. Kurzum, die 311 Romanseiten lasen sich wie von selbst.

FAZIT
Ersins Buch ist eine zauberhafte Melange aus "1000 und 1 Nacht" und Coelhos "Alchimisten". Ein Märchen, das vor allem die weibliche sowie die kochaffine Leserschaft ansprechen wird. Eine absolut lesenswerte Geschichte aus einem Guss, die sich wunderbar zum Verschenken eignet.

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Der Meisterkoch

„Der Meisterkoch“ ist ein historischer Roman aus der Feder des 1975 in Manisa / Westanatolien geborenen Autoren Saygin Ersin.

Um was geht es?

Istanbul um 1600, in der Küche des Sultans zieht ein neuer Koch ein. Da er soviel Talent hat und genau herausschmecken kann welche und wie viele Gewürze in die jeweiligen Speisen gehören wird er von Allen nur der „Meisterkoch“ genannt.

Mit seinen Speisen verzaubert er regelrecht die Menschen, doch nicht sein kulinarischer Ehrgeiz hat ihn in die Küche des Sultans geführt, seine Absichten sind ganz anderer Natur.

Meinung:

Das Cover in rot- und Gold-Tönen ausgestattet ist wunderschön und erinnert an ein Märchenbuch aus „1001 Nacht“. Und so wie dieses Buch an ein Märchenbuch erinnert ist auch die Handlung eine Mischung aus historischen Roman und Märchen, es wird mit viel Poesie, „Zauber“ und am Ende Fantasy aufgewartet.

Dennoch ist die Lektüre nicht einfach so nebenbei zu lesen, der Roman ist schon aufgrund des schwerfälligen und gewöhnungsbedürftigen Schreibstiles keine „leichte Kost“.

Der Protagonist ist so wie die Handlung anfangs sehr geheimnisvoll. Leider wird er bis weit über den Mittelteil hinaus nur als der „Meisterkoch“ bezeichnet. Einen Namen bekommt er erst später. So blieb er mir leider sehr „Gesichtslos“, es viel mir schwer mir ein Bild von ihm zumachen, geschweige denn mich richtig in ihn hineinzuversetzen. Im ganzen Roman blieb er mir leider sehr farblos und fern.

Was dem Autoren hervorragend in diesem Roman gelungen ist, mich, als Leser von kulinarischen Gerichten träumen zu lassen. Immer wenn von kochen, Speisen und Gerichten die Rede war, konnte ich den Duft dieser förmlich in der Luft riechen.

Fazit: Mischung aus historischen Roman und Märchen, mit etwas gewöhnungsbedürftigen Schreibstil

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