Bernard Cornwell: Schwertgesang

Bernard Cornwell: Schwertgesang

Hot
 
4.3 (2)
 
0.0 (0)
2265   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Bernard Cornwell: Schwertgesang
Verlag
ET (D)
2008
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Sword Song
ET (Original)
2007
ISBN-13
9783499248023

Informationen zum Buch

Seiten
480

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Dunkelheit.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)
Ich war ein Kriegsherr in all seiner Pracht, und ich war gekommen, um zu töten. Im Jahre 885 herrscht ein brüchiger Friede in England. Den größten Teil des Landes halten die Dänen besetzt, nur Wessex im Süden ist noch frei. Dessen König Alfred beauftragt Uhtred den Kämpfer, die große Stadt Lundene zurückzuerobern. Wer sie hält, kontrolliert die Themse, Englands Lebensader. Aber herrschen soll nicht Uhtred, sondern sein unfähiger Vetter Æthelred. Uhtred fühlt sich an seinen Eid gebunden, er nimmt die Stadt für Æthelred ein. Der aber begeht prompt eine furchtbare Dummheit, und seine schwangere Frau gerät in die Hände der Nordmänner. Nur einer wagt sich ins feindliche Lager: Uhtred. Dort wartet indessen eine Überraschung auf ihn ...

Autoren-Bewertungen

2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0  (2)
Charaktere 
 
4.5  (2)
Sprache & Stil 
 
4.5  (2)
Gesamtbewertung 
 
4.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Bernard Cornwell - Schwertgesang

Wir schreiben das Jahr 885. In England herrscht ein brüchiger Frieden. Uhtred, Gefolgsmann König Alfreds von Wessex, lebt mit seiner Frau Gisela und mittlerweile zwei Kindern in einem Dorf an der Themse, wo er für König Alfred eine Befestigungsanlage baut. Doch von Osten und Norden her setzen die Dänen den sächsischen Bewohnern der Königreiche Mercia und Wessex zu. Die Dänen unternehmen immer wieder Streifzüge per Schiff auf der Themse ins Landesinnere, und besetzen schließlich Lundene (London). Uhtred muß aktiv werden, um Alfreds Macht zu sichern.

Dies ist der vierte Band der Reihe "Saxon Stories" um König Alfred und seinen Gefolgsmann Uhtred von Bebbanburg. Seit dem Ende von Band 3 ("Die Herren des Nordens") sind einige Jahre vergangen. Uhtred konnte ein relativ friedliches Leben mit seiner Frau Gisela führen, die kleine Familie ist gewachsen und das dritte Kind ist unterwegs. Eines Nachts prophezeit ein aus dem Grab aufgestandener Toter Uhtred eine machtvolle Zukunft...

Gleichzeitig möchte König Alfred seine Macht in Wessex und Mercia sichern und verheiratet seine Tochter Æthelflæd mit Uhtreds Cousin Æthelred, den er als König von Mercia einsetzen möchte. Doch um die Verhältnisse zu stabilisieren, muß zunächst London von den Truppen der beiden dänischen Brüder Sigefrid und Erik befreit werden. Hier folgt Bernard Cornwell wieder einem bekannten Muster: Uhtred, Alfreds Mann für schwierige Unterfangen, wird mit dieser fast unmöglichen scheinenden Aufgabe betraut und darf sein ganzes strategisches Geschick spielen lassen, um die Kastanien für andere aus dem Feuer zu holen. Ebenfalls nach bekanntem Muster schmücken sich wieder einmal andere mit Uhtreds Erfolgen, und genauso gewohntermaßen werden einige Männer der christlichen Kirche reichlich negativ geschildert (nicht alle).

Es gibt wieder einmal reichlich blutige Kämpfe, Schlachten und Gemetzel in diesem Buch, dennoch wird es nicht langweilig, denn es gibt auch Strategie, Politik, Liebe und Verrat. Man muß als Leser einfach auf Uhtreds Seite stehen und mit ihm mitfiebern. Uhtred ist zwar manchmal brutal und im Kampf unerbittlich gegen seine Gegner, aber nicht gewalttätig gegenüber Frauen, Kindern und Schwächeren (im Gegensatz zu anderen Personen in dieser Geschichte), außerdem ist er ehrlich und loyal und hat strategisches Geschick.

Im Nachwort erklärt Bernard Cornwell, welche Fakten seines Romans auf historischen Tatsachen beruhen. Ein ziemlich wesentlicher Teil der Geschichte ist frei erfunden - ich finde das allerdings nicht schlimm, wenn man es weiß und die Ausgangslage an Fakten so dünn ist, daß keine Widersprüche zu den echten historischen Ereignissen entstehen. Bernard Cornwell ist wieder ein sehr spannender Roman gelungen und wer die ersten drei Teile der Reihe kennt, wird diesen auch lesen wollen.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
4.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0

"Schwertgesang" ist Cornwells vierter Roman um die fiktive Persönlichkeit Uthred von Bebbanburg und Alfred dem Großen. Die ersten drei Teile habe ich nicht gelesen, dennoch hatte ich keine Probleme mich zurechtzufinden, da viele Ereignisse aus der Vergangenheit erwähnt wurden und alle auftretenden Personen sofort in Uthreds Kontext gebracht werden.

Ich habe schon gehört, dass Cornwells Stil nicht jedermanns Sache ist. Das liegt wahrscheinlich vor allem an den expliziten Beschreibungen, da spritzt nun mal nicht wenig Blut und Gedärme werden rausgerissen und dergleichen. Allerdings befinden wir uns im 9. Jahrhundert nach Christus - in jedem Geschichtsbuch kann man nachlesen, dass diese Zeit nicht unbedingt rosig gewesen ist. Von daher finde ich, dass es Cornwell gut gelungen ist, diese Zeit realistisch darzustellen, so sehr dass ich sogar die Gedanken der Krieger nachvollziehen konnte, auch wenn ich heute über so etwas den Kopf schütteln würde.

Schön fand ich auch, dass auf Schwarzmalerei weitestgehend verzichtet wurde. So sind die Feinde nicht einfach nur Feinde, es stehen auch Menschen dahinter. Uthred bekämpft zum Beispiel als Sachse die Dänen, hat aber mit Gisela eine dänische Frau. Auch über die Priester verliert er selten (wahrscheinlich zu recht) nette Worte, dennoch gibt es mit Pater Pyrlig oder Pater Beocca auch sympathische Vertreter dieser Zunft.

Die Geschichte ist spannend erzählt, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass der Klappentext etwas weniger verrät. Langweilig wird es jedoch nie, als ich einmal in der Geschichte drin war, konnte ich kaum aufhören zu lesen.

Im Nachwort erklärt der Autor, was an der Geschichte Fiktion und was Realität ist, sowas finde ich immer sehr gut. Außerdem gibt es am Anfang einen Kartenausschnitt von England und eine Liste mit historischen Orts- und Flussnamen und deren heutige Entsprechung. Glaubt man den Amazon-Rezensionen, so gibt es in diesem Band mehr Fiktion als in den vorhergehenden Bänden, was mich aber nicht weiter gestört hat. Schließlich verkauft Cornwell seine Fiktion nicht als Wahrheit.

Fazit

Da ich neugierig auf Uhtreds Vergangenheit geworden bin, werde ich die ersten drei Romane der Reihe sicherlich auch noch lesen genauso wie den fünften Teil, den es laut Nachwort des Autors auf jeden Fall geben wird.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

In dieser Liste gibt es noch keine Bewertungen.
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

 

Affiliate-Programm von LCHoice (lokaler Buchhandel) und Amazon. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue