Silvia Stolzenburg: Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

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Silvia Stolzenburg: Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783839219102
Empfohlenes Alter

Informationen zum Buch

Seiten
406

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Die Dämonen waren ihm dicht auf den Fersen.

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Der elfjährige Waisenjunge Jona ist ein Bettler. Ein Bettler und ein Dieb. Als er im Februar 1409 in Nürnberg ankommt, ist sein Leben kaum mehr einen Pfifferling wert. Es ist eiskalt, und er ist nur noch Haut und Knochen. Jona kann sein Glück kaum fassen, als ihm ein reicher Städter etwas zu essen und ein Lager für die Nacht anbietet. Allerdings fordert dieser dafür eine, wie er sagt, harmlose Gegenleistung. Jona willigt ein. Und gerät damit in einen Strudel aus Täuschung und Gewalt, in den schon bald auch die Salbenmacherin Olivera hineingezogen wird, die den Bettelknaben halb totgeschlagen in ihrem Hinterhof findet …

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Gelungene Fortsetzung um die Salbenmacherin Olivera

Nürnberg, Februar 1409: Der elfjährige Waisenjunge Jona schlägt sich nach Nürnberg durch, doch auch in der Stadt ist das Leben für einen Bettelknaben nicht weniger hart. Als ein gut gekleideter Städter ihm Essen und Unterkunft sowie Arbeit anbietet, überlegt Jona nicht lange. Jedoch wird ihm schnell klar, dass hier irgendwas faul ist. Es gelingt ihm zwar die Flucht, aber seine Verfolger geben nicht auf und er endet schlussendlich halb totgeschlagen im Hinterhof der Salbenmacherin Olivera.

Auf das Wiedersehen mit Olivera und Götz und ihrer Familie habe ich mich nach dem ersten Buch „Die Salbenmacherin“ schon sehr gefreut, schließlich war ich neugierig, wie es ihnen seit ihrem Weggang aus Tübingen ergangen ist. Wie auch schon der erste Band ist auch dieses Buch eher ein historischer Krimi mit viel Spannung und Dramatik. Ich denke, man kann dieses Buch auch ohne Kenntnisse des ersten Bandes lesen, denn die Autorin hilft an den richtigen Stellen mit den nötigen Erklärungen aus.

Seit sechs Wochen befindet sich die Familie in Nürnberg und wartet sehnlichst auf die Berufung von Götz zum Apothecarius. Dabei sind Götz und Olivera darauf bedacht, dass niemand herausfindet, dass sie nicht verheiratet sind. Schnell sprechen sich Oliveras Kenntnisse in Nürnberg rum, was ihr zwar lukrative Aufträge einbringt, aber auch Gefahren mit sich bringen.
Und ständig sitzt den beiden die Angst im Nacken, die den Namen Laurenz Nidhard trägt, Götz' Bruder und Oliveras rechtmäßiger Ehemann, von dem sie nicht wissen, wo er abgeblieben ist.

Bereits der Prolog ist sehr spannend und unheimlich und erinnert den Leser an die schaurigen Ereignisse aus dem ersten Buch. Geschickt verknüpft die Autorin Historie und Fiktion mit der Kulisse Nürnbergs zu einer gelungenen Romanhandlung.

Besonders freut es mich, dass die Autorin angekündigt hat, dass es mit Olivera und Götz weitergehen wird.

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Ein spannender Historischer Roman

Im Prolog rennt ein Knabe vor etwas davon, das ihn aber letztendlich doch einholt…
Jona war ein Bettelknabe und ein Dieb. Aus Bamberg hatte er fliehen müssen und was nun nach Nürnberg gekommen. Und er hatte kein Geld, er würde betteln müssen, auch wenn er keine Marke hatte, die man hier in Nürnberg brauchte….
Jona war erwischt worden und musste nun schwer schuften, eigentlich ging es über seine Kraft….
Olivera war mit ihrem Gefährten Götz nach Nürnberg geflohen, wo sie sich eine Existenz aufbauen wollten. Sie hoffte, Götz würde hier eine Apotheke eröffnen dürfen…..
Olivera selbst mischte Salben. Die Rezepte hatte sie aus Konstantinopel mitgebracht. Als eines Tages eine reiche Patrizierin etwas von ihr forderte, was ihr eigentlich gar nicht gefiel, musste sie es doch tun, denn ihre Existenz würde auf der Kippe stehen…
Jona hatte sich mit Casper angefreundet, und er überzeugte ihn, zu fliehen. Als ein gutangezogener Herr Jona und Casper ein Essen und ein Lager anbot, konnten die beiden nicht nein sagen, doch das was dafür von ihnen verlangt wurde, verstanden sie nicht. …
Olivera fand Jona schwerverletzt ihn ihrem Hof. Zum Glück konnte sie Götz davon abhalten, ihn den Stadtwachen zu übergeben….
Doch Jona traute niemandem mehr. Er musste das Haus, aus dem er geflohen war, finden und seinen Freund Casper befreien, auch wenn er dadurch Olivera bestehlen und hintergehen musste…..
Und dann war da noch Laurenz, der ein gesuchter Verbrecher war. Olivera war eigentlich mit ihm verheiratet doch hatte sie gehofft, er sei tot…. Außerdem hatte Laurenz auch hier in Nürnberg einiges auf dem Kerbholz…
Wer ist der Knabe, der ihm Prolog vor etwas flieht? Was würde mit Jona geschehen, wenn er in Nürnberg ohne Bettelmarke bettelte? Welche schwere Arbeit musste Jona verrichten, die über seine Kräfte ging? Würde es Götz schaffen, sich in Nürnberg eine richtige Existenz in Form eine Apotheke zu errichten? Was wollte die Patrizierin von Olivera? Konnte sie ihr so sehr schaden, wenn Olivera ihr den Wunsch nicht erfüllte? Konnte die Sache für die Patrizierin vielleicht aber auch tödlich enden? Warum waren Jona und Casper nicht misstrauisch diesem Mann gegenüber? Was wollte der von ihnen? Warum fand Olivera Jona schwerverletzt in ihrem Hof? Was wäre passiert, wenn Götz ihn den Stadtwachen übergeben hätte? Warum traute Jona niemandem mehr? Warum vertraute er sich Götz und Olivera nicht an? Was hatte Laurenz in Nürnberg angestellt? Alle diese Fragen - und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch

Meine Meinung
Das Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Es ist der erst historische Roman, den ich von der Autorin gelesen habe. Bisher hat sich meine Bekanntschaft mit ihr auf die beiden Krimis ‚Tödliche Jagd‘ und ‚Die Fliege‘ beschränkt. Doch ich bereue nicht, ihn gelesen zu haben. Das Buch fing ja mit der abrupt beendeten Flucht des Jungen schon sehr spannend an. Wer verfolgte ein Kind? Dann ging es etwas ruhiger weiter, doch auch die Forderung der Patrizierin war allerhand. Aber hätte Olivera ihr nicht geholfen, wären Götz‘ Chancen gleich null gewesen. Die hätte sie fertig gemacht. Deshalb kann ich Olivera auch verstehen, dass sie es getan hatte. Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt unkompliziert, es stellten sich mir keine Fragen nach dem Sinn eines Wortes oder gar Satzes. Es gab einen Vorgängerband, in dem erzählt wird, wie Olivera von Konstantinopel nach Deutschland gekommen ist und wieso sie mit Laurenz verheiratet war. Was da passiert ist und wieso Laurenz zum Verbrecher wurde. Das Buch heißt ‚Die Salbenmacherin‘. Aber man kann diesen zweiten Band auf ohne Vorkenntnisse des ersten lesen. Allerdings fürchte ich, dass mir da was entgangen ist. Deshalb muss ich mir den unbedingt auch noch zulegen. Auch wenn dieses Buch ab 16 Jahren empfohlen wird, empfinde ich es nicht als reines Jugendbuch. Alles in Allem hat es mir sehr gut gefallen. Es bekommt von mir eine Lese-/Kaufempfehlung und natürlich die volle Bewertungszahl.

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Die Salbenmacherin und der Bettelknabe

Nürnberg im Februar 1409: Der elfjährige Waisenjunge Jona ist ein Dieb und Bettler. Kurz nach seiner Ankunft in Nürnberg wird er beim Stehlen erwischt und zu Zwangsarbeit verurteilt. Zusammen mit einem Leidensgenossen kann er fliehen und streunt halb verhungert und frierend durch die Stadt. Als ihn ein Mann anspricht und eine leichte Anstellung sowie eine Unterkunft und Verpflegung anbietet, kann er nicht widerstehen und sagt zu. Angeblich soll er nur eine kleine Gefälligkeit dafür erledigen. Aber ehe er sich versieht, steckt er in großen Schwierigkeiten, denn er ist in eine sehr dubiose Sache hinein geraten. Zu spät erwacht Jonas Misstrauen gegenüber seinem Auftraggeber, und er endet schwer verletzt in einem Hinterhof. Dort findet ihn die Salbenmacherin Oliviera und gerät ebenfalls in große Gefahr.

Dies ist der zweite Band und damit der Nachfolger des Romans „Die Salbenmacherin“. Die optische Gestaltung ist hervorragend auf den ersten Teil abgestimmt, und die beiden Bücher bilden eine harmonische und sehr schöne Einheit im Regal.
Endlich können wir das Schicksal von Oliviera weiter verfolgen, die ein Jahr zuvor ihre Heimat Konstantinopel verlassen hatte und nach Tübingen gereist war. Ich möchte nicht zu viel verraten und gehe daher gar nicht tiefer auf die Handlung und das private Umfeld der Protagonistin ein. Nur so viel: Oliviera lebt nun in Nürnberg und ist dabei, sich eine neue Existenz aufzubauen.
Es ist nicht unbedingt notwendig, den ersten Band gelesen zu haben, denn die wesentlichen Fakten zu früheren Ereignissen lässt Silvia Stolzenburg zwischendurch gekonnt in die Handlung einfließen, so dass man sich stets gut zurecht findet, und die Geschichte um den Waisenjungen Jona findet hier erst ihren Anfang. Aber ich empfehle doch, zuerst „Die Salbenmacherin“ zu lesen, denn das erhöht den Lesegenuss und sorgt auch für ein noch besseres Verständnis der Zusammenhänge.
Der neue Roman ist wieder spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Auch diesmal gibt es einen düsteren, leicht gruseligen Hintergrund. Auf Oliviera warten neue Probleme und Herausforderungen, und die Schatten der Vergangenheit lauern auch hier in der Stadt, die sie als ihre neue Heimat gewählt hat. Alle Charaktere, die in der Geschichte agieren, sind vielschichtig dargestellt und nicht immer leicht durchschaubar. Die Autorin versteht es meisterhaft, unheimliche Szenen sehr plastisch zu schildern, was einem beim Lesen häufig eine Gänsehaut beschert. Mir hat hier besonders gut gefallen, dass die Geschichte in Nürnberg spielt und die Schauplätze so ausführlich gezeichnet sind. Nürnberg ist eine Stadt, die ich häufig und gerne besuche, und in diesem Roman konnte ich im Geiste durch die Gassen wandern. Viele der beschriebenen Ecken waren mir vertraut, weil ich sie aus heutiger Sicht kenne. Auch wenn sich das Stadtbild natürlich sehr gewandelt hat, konnte ich mir die ganze Handlung noch viel besser vorstellen, denn die alten Gebäude sind ja noch vorhanden.
Ich mag den Schreibstil der Autorin sehr gerne, denn er ist flüssig, dabei aber nicht oberflächlich, sondern sehr eindrucksvoll. Jedenfalls war ich wieder ganz im Bann der turbulenten Ereignisse. Viel zu schnell war ich auf der letzten Seite des Buches angekommen. Aber für alle, denen es ebenso erging, hat die Autorin eine gute Nachricht; es wird eine Fortsetzung geben. Darauf freue ich mich schon sehr, denn die historischen Romane von Silvia Stolzenburg sind gut recherchiert und versprechen immer wieder ein fesselndes Lesevergnügen der Extraklasse.

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