Mika Waltari: Sinuhe der Ägypter

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Mika Waltari: Sinuhe der Ägypter
ET (D)
1955
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Sinuhe Egyptiläinen
ET (Original)
1945
ISBN-13
9783404100408

Informationen zum Buch

Seiten
752

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Handlungsort

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In der Einsamkeit der Verbannung, erfüllt von der Sehnsucht nach seiner Heimatstadt Theben, schreibt der Arzt Sinuhe die Geschichte seines bewegten Lebens. Es ist zugleich die Kultur, und Sittengeschichte des vorchristlichen Orients, umhüllt von Glanz und Rausch, bis an den Rand gesättigt mit grausamen Lüsten und den Mysterien heidnischer Erotik...

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Inhaltsangabe:

Der junge Ägypter Sinuhe wächst bei seinen Stiefeltern, einem Arzt und seiner Frau auf. Bald ist sein berufliches Ziel klar: auch er will Arzt werden. Durch gute Verbindungen erhält er die Chance, am Hof des Pharao tätig zu werden. Voller Begeisterung beginnt er zu lernen, doch er muss bald feststellen, dass Wissbegier und das Hinterfragen alt hergebrachter Heilungsmethoden als unbequem empfunden werden. Schließlich lernt er Nefer kennen – die Frau, für die er sich komplett zum Narren macht, sich selbst und seine Stiefeltern ruiniert und deretwegen er aus Ägypten fliehen muss. Sinuhe reist durch viele Länder, lernt die Welt seiner Zeit kennen und erweitert sein medizinisches Wissen. Als er Jahre später wieder nach Ägypten zurück reist, hat sich dort viel geändert: der junge Pharao Echnaton hat die Macht der alten Tempel beschnitten und seine politischen, kulturellen und religiösen Reformbestrebungen stürzen das Volk in Unruhe. Sinuhe bleibt als Echnatons Leibarzt am Hof und muss erleben, wie das Land sowohl innen- als auch außenpolitisch aus dem Gleichgewicht gerät. Nach Echnatons Tod beginnen die Rangeleien um seine Nachfolge, und Sinuhe steckt – als Arzt am Pharaonenhof – mitten im Geschehen ...

Die Geschichte spielt im 14. Jahrhundert v. Chr.

Der erste Satz:

„Dieses schreibe ich, Sinuhe, der Sohn Senmuts und seines Weibes Kipa – nicht um die Götter Kêmets zu preisen, denn der Götter bin ich überdrüssig, – nicht um Pharaonen zu verherrlichen, denn auch ihrer Taten bin ich müde.“

Meine Meinung zum Buch:

Die Geschichte ist in Tagebuchform geschrieben. Sinuhe blickt als alter Mann auf sein Leben zurück und erzählt dem Leser seine Erlebnisse in chronologischer Folge von seiner Kindheit an. Mir hat diese Art gut gefallen, denn als Leser steckt man im Kopf der Hauptperson und leidet direkt mit ihr mit. Das gibt der Geschichte eine sehr persönliche Note. Leider waren besonders zum Ende hin, trotzdem man im Kopf des Erzählers steckt und eigentlich alles wissen müsste, nicht mehr alle Handlungen Sinuhes für mich nachvollziehbar. Hier fehlten mir dann doch einige Erklärungen.

Auf große Erklärungen verzichtet der Autor insgesamt in diesem Buch gerne. Vieles muss man zwischen den Zeilen lesen, vieles wird über die Beschreibung von scheinbar nebensächlichen Dingen erklärt. Das war nun wieder ein Punkt, der mit teilweise fasziniert hat. Besonders die Veränderungen in Politik und Gesellschaft während der Herrschaft des Pharao Echnaton wurden durch die Schilderung kleiner Ereignisse besonders deutlich gemacht.

Interessant war auch die Zeitlosigkeit der geschilderten, menschlichen Bedürfnisse und Bestrebungen. Geld und Sex haben eben schon immer die Welt regiert. Viele Aussprüche, die Waltari seinen Figuren in den Mund legt, könnte man 1:1 in die heutige Zeit übernehmen.

Sprachlich fand ich die Geschichte wunderschön. Der Autor schafft es, dass man als Leser glaubt, tatsächlich eine altägyptische Geschichte zu lesen. Das merkt man schon am obigen Zitat des ersten Satzes. Zwar musste ich mich erst an den Stil gewöhnen, aber zum Schluss las ich das Buch wie jedes andere auch.

Ein bisschen störend waren die Wiederholungen in der Handlung. Ein paar lasse ich mir ja durchaus gefallen, aber besonders Sinuhes Reisen ähnelten sich für mich zu sehr. Das machte das Lesen zeitweise anstrengend Lediglich sein Besuch Kretas unterschied sich von allen anderen Reisezielen und erzählt eine interessante Interpretation der Minotaurus-Sage.

Ebenfalls interessant, sprachlich sehr schön und bildhaft habe ich Sinuhes Reflexionen über sein Leben empfunden. Besonders ein Abschnitt, in dem er sich über die zerrinnende Zeit Gedanken macht, wird mir lange im Gedächtnis bleiben.

Trotz allem hat mich die Lektüre nur abschnittweise begeistern können. Zu deprimierend waren die Ereignisse und zu verbittert der Ton, in dem sie erzählt wurden. Trotzdem bin ich froh, das Buch zu Ende gelesen zu haben.

Noch ein paar Worte zum Hintergrund:

Die „Geschichte von Sinuhe“ gibt es tatsächlich in der altägyptischen Literatur. Sie wurde aber um 1900 v. Chr. verfasst, der Autor hat sie ca. 500 Jahre später spielen lassen.

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Sinuhe der Ägypter

Für mich der beste historische Ägypten-Roman aller Zeiten! Seit vielen Jahren lese ich dieses Buch mindestens einmal im Jahr - gäbe es eine Zeitmaschine, würde ich wohl die geschichtsträchtige Zeit des Pharao Echnaton besuchen. Ein absolutes Muss für jeden, der an der Historie Ägyptens nicht nur auf tatsächlichen Fakten basierend interessiert ist.

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