Sarah Waters: Solange Du lügst

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Sarah Waters: Solange Du lügst
ET (D)
2003
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
Fingersmith
ET (Original)
2002
ISBN-13
9783352007019

Informationen zum Buch

Seiten
623

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
In jenen Tagen hieß ich Susan Trinder.

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Handlungsort

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London im 19. Jahrhundert: Susan Trinder ist eine Waise. Ihre Mutter starb am Galgen - so jedenfalls hat es ihr Mrs. Sucksby erzählt, die Frau, bei der Sue Unterschlupf fand. Mrs. Sucksby steht einem Haus von Dieben vor. Ihre Schützlinge betteln und stehlen, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Nur Sue behandelt sie mit ausgesuchter Höflichkeit, als sei das Mädchen etwas Besonderes. Eines Tages taucht ein Mann auf, den alle "Gentleman" nennen. Als vermeintliche Zofe soll Sue ihm helfen, die unbedarfte Adelige Maud Lily zu heiraten und so an ihr Vermögen zu gelangen. Ist die Heirat vollzogen, will er die junge Frau in ein Irrenhaus einweisen lassen. Ein angeblich narrensicherer Plan, doch Sue muss bald erkennen, dass ihr in diesem Stück nicht nur die Rolle der skrupellosen Betrügerin zukommt. Bald verwischen sich die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Liebe und Hass.

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„Solange du lügst“ spielt im England des 19. Jahrhunderts. Susan Trinder ist als Tochter einer verurteilten und hingerichteten Mörderin in einem Londoner Hehlerhaus aufgewachsen und hat, obwohl selbst nicht als Diebin tätig geworden, keinen all zu großen Respekt vor dem Gesetz. So zögert sie auch nur kurz als „Gentleman“, ein Betrüger und bislang erfolgloser Heiratsschwindler sie als Komplizin für einen perfiden Plan anwirbt. Sie soll Zofe bei einer naiven jungen Dame werden, die bei ihrem exzentrischen, Bücher sammelnden Onkel auf dem Lande lebt und ein Vermögen bei der Hochzeit erhalten wird. Als Zukünftiger ist natürlich Gentleman vorhergesehen, der sich seiner Braut direkt nach der Hochzeit dadurch entledigen will, dass er sie in ein Irrenhaus abschiebt, von Susans Zeugnis für ihren Wahnsinn unterstützt. Das ist zwar nur das erste Viertel des Buches, aber mehr kann ich vom Inhalt nicht verraten, ohne die erste von mehreren überraschenden Wendungen preiszugeben, denn hier ist fast nichts so, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Susan ist ein bisschen einfach gestrickt, aber trotz ihrer Herkunft kein wirklich schlechtes Mädchen und dem entsprechend dem Leser durchaus sympathisch, so dass man zwischen den besten Wünschen für ein Gelingen und Mitleid mit der armen Maud, die hereingelegt werden soll, hin und herschwankt und eigentlich beiden ein Happy End wünscht. Das alltägliche Leben und die äußere Umgebung sind manchmal erschreckend realistisch gezeichnet und dieser Realismus zieht durch seine kleinen Details den Leser in seinen Bann. Nach der ersten Wendung ist man zudem gespannt, welche Zukunft die Autorin für ihre Figuren plant und ich muss zugeben, ich habe durchaus mal ein paar Seiten vorgeblättert, weil ich zu neugierig war.

"Solange du lügst" ist mehr ein Abbild der verschiedensten Gesellschaftsschichten als ein tatsächlicher Kriminalroman, was auch daran liegt, dass es keinen guten Helden gibt, sondern jede Figur ihre sympathischen und auch ihre nicht ganz so netten Seiten hat, von denen jede zwischendurch einmal die Oberhand gewinnt. Auf alle Fälle ist das Buch eine schöne Lektüre zum darin versinken.

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London im 19. Jahrhundert. Susan Trinder ist bei Mrs. Sucksby aufgewachsen, nachdem ihre Mutter als Verbrecherin gehängt wurde. Mrs. Sucksby zieht Findelkinder groß, verhökert sie dann an andere Leute, während ihr Lebensgefährte Mr. Ibbs als Hehler arbeitet.

"Gentleman", einer von Mr. Ibbs' Kumpanen, hat vor, ein ganz großes Ding zu drehen. Er will eine reiche Erbin ehelichen, die nur unter der Bedingung, dass sie heiratet, an ihr Erbe kommt, und sie anschließend in eine Irrenanstalt schaffen, um das Geld für sich zu haben. Um eine Komplizin im Haus zu haben, schleust er Susan als Zofe bei seiner "Auserwählten" Maud Lilly ein, die mit ihrem verschrobenen Onkel zusammenlebt, und verspricht ihr einen hübschen Anteil an seiner Beute, sobald Maud in der Klapsmühle ist.

Susan lässt sich willig darauf ein - doch am Ende kommt alles ganz anders, als sie sich das vorgestellt hat, nichts ist so, wie es zu sein scheint.

Eine sehr stimmungsvolle Geschichte, die ziemlich effektvoll mit Wahrheit und Lüge und verschiedenen Blickwinkeln spielt.

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