Eva-Ruth Landys: Stadt der Schuld

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Eva-Ruth Landys: Stadt der Schuld
Verlag
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783937357881

Informationen zum Buch

Seiten
544

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Handlungsort

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England 1840: Cathy und Aaron sind vor Isobels Rache in die Industriestadt Manchester geflohen. Das Leben dort ist hart, die Not allgegenwärtig. Aaron lässt sich angesichts des Elends auf gefährliche politische Aktionen ein und kommt erneut mit dem Gesetz in Konflikt. Die reiche Mrs Ashworth bietet ihm Hilfe an, aber der Preis dafür ist hoch.

Währenddessen brechen über Horace Havisham die Folgen seiner skrupellosen Unternehmungen herein. Dabei hat er gerade die Liebe seines Lebens kennengelernt. Und diese Frau ist nicht sein eigenwilliges Eheweib IsobelNach den Ereignissen auf Whitefell, dem Landsitz der Havishams, müssen Cathy und Aaron fliehen. In Manchester finden sie Arbeit, aber das Elend dort ist schier unerträglich. Als Cathy ihr Kind zur Welt bringt und obendrein noch drei Waisen aufnimmt, wird die Lage äußerst prekär. Zunehmend verbittert lässt Aaron sich mit einer gewaltbereiten Arbeiterbewegung ein und landet im Gefängnis. Cathy versucht verzweifelt, ihn zu retten, da ihm drakonische Strafen drohen. In ihrer Not wendet sie sich an die Unternehmersgattin Deodra Ashworth, doch was sie nicht weiß: Diese hat schon länger ein Auge auf Aaron geworfen.
Unterdessen holen Horace Havisham die Schatten der Vergangenheit ein. Seine eigene Frau Isobel zeigt ihn wegen des Verdachts an, den Mord an ihrem Bruder in Auftrag gegeben zu haben. Und das ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem Havisham beschließt, sein Leben grundlegend zu ändern. Er hat sich heftig in die sanfte Meredith Baker verliebt. Doch Isobel ist wild entschlossen, ihn zu vernichten. Einen tatkräftigen Unterstützer findet sie in dem skrupellosen Berufsspion Armindale, der ebenfalls noch eine Rechnung mit Havisham offen hat.

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4.5  (2)
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4.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Doppel- und Scheinmoral im viktorianischen England

Im 2. Teil der viktorianischen Trilogie um die adelige Isobel und Cathy durfte ich als Leser das weitere Schicksal der beiden Hauptprotagonistinnen und noch einiger anderer bereits aus Teil eins bekannten und zum Teil liebgewonnener Figuren mitverfolgen. Die Schicksale und Wendungen haben mich wieder ziemlich in Atem gehalten, jedoch gab es auch sehr viele sehr positive Überraschungen, die diesen 2. Teil zu einem schönen Lesevergnügen gestaltet haben.

Während Cathy und Aaron in Manchester versuchen sich ein eigenes Leben aufzubauen, kann man miterleben, wie Isobel doch ihre Grenzen erreicht und sich dran macht alles zu zerstören, was ihr eigentlich wichtig ist. Da Isobel auch in diesem Band leider ein Charakter geblieben ist, der mir zutieft unsympathisch ist, konnte ich doch eine gewisse Schadenfreude über sie nicht unterdrücken. Schön ist jedoch, dass es einen Charakter gibt, der sich rundum positiv entwickelt hat und mittlerweile zu meinem absoluten Lieblingscharakter geworden ist.

Wie auch schon in Teil 1 hat Eva-Ruth Landys sehr gut die politischen Begebenheiten und äußeren Umstände der damaligen Zeit gut mit in die Geschichte eingeflochten. So lernt der Leser zum einen die furchtbaren Umstände in den Fabriken kennen und auch das Thema Homosexualität und der Umgang damit wird sehr gut beleuchtet. Gleichzeitig werden auch wieder sehr gut, wenn auch erschreckend, die menschlichen Abgründe aufgezeigt und die damals vorherrschende Doppel- und Scheinmoral gut beschrieben.

Das Ende kann mehr oder weniger für sich alleine stehen und zeigt einige Hoffnungsschimmer am Horizont, was für mich einen sehr gelungenen Abschluss für den Mittelteil einer Trilogie darstellt.

Alles in allem ein sehr gelungenes Buch, das mich nach anfänglichen Schrecken, doch noch sehr positiv überrascht hat und das ich mit einem sehr guten Gefühl zugeklappt habe. Jetzt freue ich mich schon auf den letzten Teil!

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5.0
Sprache & Stil 
 
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Stadt der Schuld

Die Fortsetzung von "Die dritte Sünde" bietet genauso viel wie der Vorgänger - und sogar noch mehr. Während die Ereignisse sich schon im ersten Band überschlagen haben, wird man hier nahezu davon überrollt. Die Figuren werden älter, ihr Handlungsspielraum größer. Gefallen dabei hat mir vor allem, dass alles so unberechenbar war und viele Sachen geschehen sind, mit denen ich nicht gerechnet habe, weil ich mir das nicht mal in meinen kühnsten Träumen hätte ausmalen können. ;) Und der andere große Punkt war die Wandelbarkeit der Charaktere. In diesem Buch sollte man ebenso wenig davon ausgehen, dass die Charaktere, einmal in einem Schema gefangen, sich nicht weiterentwickeln können. Im Gegenteil - vor allem Horace macht Entwicklungen durch, die ich ihm nach dem ersten Teil gar nicht zugetraut hätte. Sowas ist immer wieder schön, denn auch Menschen können sich verändern - durch neue Lebenssituationen, Umgang etc.

Besondere Aufmerksamkeit bekommt in dem Buch die Arbeiterschicht. Entsetzlich und beeindruckend zugleich werden in dem Buch die Misstände dieser Zeit aufgetan und der Schrecken der Industriellen Revolution wird nur allzu deutlich. Interessant dabei ist, dass sowohl auf die Arbeiter eingegangen wird, als auch auf die Fabrikbesitzer. So wird die Situation von beiden Seiten beleuchtet, was aber eigentlich nur umso abartiger wird. In dieser Zeit zu leben, war zumindest für die arme Bevölkerung wahrhaftig kein Zuckerschlecken.
Dabei wird das Handeln der ärmeren Personen toll beschrieben. Ihre Not, ihre Neugier, ihre Wut und die Verzweiflung, die manchmal in so ganz auswegslosen Situationen führt. Aber dennoch schafft es die Autorin, ihre Schützlinge - meistens - aus diesen Situationen herauszumanövrieren.
Eine Randgeschichte bekommt die eines Homosexuellen, die ich auch sehr interessant aber ebenso schrecklich fand. Doch es ist gut gemacht, wie die ganze Epoche in ihrer Grausamkeit dargestellt wird, und es trotzdem hin und wieder durch die handelnden Personen noch Lichtblicke gibt. (Ansonsten wäre das Buch auch schwer zu ertraugen.)

Allen in allem ein guter Nachfolger, auch wenn ich den Vorgänger ein wenig besser fand.

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