Susanne Goga: Das Haus in der Nebelgasse

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Susanne Goga: Das Haus in der Nebelgasse
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453358850

Informationen zum Buch

Seiten
448

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Katie wankte die Treppe hinunter, glitt aus und konnte sich gerade noch an den rauen Mauersteinen abstüzten, sonst wäre sie gefallen.

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Handlungsort

Stadt
Kontinent
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London 1900: Matilda Gray ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt das Leben einer unabhängigen Frau. Als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden, zu fadenscheinig sind die Begründungen des Vormunds. Eine verschlüsselte Botschaft, die ihr Laura auf einer Postkarte schickt, bringt Matilda auf die Spur des Mädchens. Ihre Suche führt sie zu dem Historiker Stephen Fleming und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, tief hinein in die verborgensten Winkel der Stadt.

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Auf Spurensuche im viktorianischen London

Matilda Grey lebt im Jahr 1900 in der Hauptstadt des Vereinigten Königreichs das Leben eine sehr modernen, unabhängigen Frau. Sie arbeitet als Lehrerin in einem Mädcheninternat und wohnt zur Untermiete bei einer älteren Dame, die sie unter ihre Fittiche genommen hat und in der jungen Frau eine Zuhörerin und Beraterin für ihre schriftstellerische Arbeit gefunden hat.
Als eine Schülerin von heute auf morgen von ihrem bis dato nicht bekannten Vormund von der Schule genommen wird, sieht Matilda das sehr kritisch. Während ihre Kolleginnen sich nicht weiter wundern, dass einem Mädchen keine weitere Schulbildung zugestanden wird, ist Matilda schockiert, denn Laura war nicht nur äußerst begabt, sondern auch gewillt, die Schule bestmöglich abzuschließen.
Während Matilda sich anfangs noch zurücknimmt, ändert sich das spätestens, als sie eine Postkarte aus Italien erreicht, auf der sich eine winzige geheimnisvolle Botschaft ihrer ehemaligen Schülerin befindet.

Was nun folgt, ist eine Art Schatzsuche durch das viktorianische London - denn Matilda macht sich mit der Hilfe eines Historikers und der Fürsprache ihrer Hauswirtin auf die Spur eines alten Geheimnisses, dass sich unter jahrhundertealten Schichten der Stadtgeschichte verbirgt...

Susanne Goga hat mit "Das Haus in der Nebelgasse" einen richtig tollen Roman vorgelegt, der mich von der ersten Seite gefesselt hat. Alleine die sympathische Hauptfigur, Matilda Grey, ist derart couragiert und dabei durchweg glaubhaft, dass ich sie am liebsten begleitet hätte. Zum Glück findet sie mit Stephen Fleming, der sich bestens mit der Stadtgeschichte Londons auskennt, und ihrer Vermieterin Mrs Westlake, treue Berater, denen ich Matilda bedenkenlos anvertraut habe. Bemerkenswert fand ich dabei übrigens nicht nur, wie engagiert Matilda die ihr anvertrauten Schülerinnen zu eigenständigem Denken ermutigt, sondern dass auch Stephen Fleming und Mrs Westlake fortschrittliche und dennoch realistische Ideen haben, die jede für sich deutlich machen, wie sich eine Gesellschaft durch mutige Beharrlichkeit weiterentwickeln kann.

Während Matilda sich auf eine Art Schnitzeljagd begibt, gibt es allerlei Interessantes zu erfahren - teilweise aus den historischen Facetten der englischen Hauptstadt, teilweise auch aus dem damaligen Zeitgeschehen rund um Matilda und ihre Mitstreiter. Dabei habe ich beispielsweise Wissenswertes über den zweiten Burenkrieg und die Menschenrechtsaktivistin Emily Hobhouse erfahren.

Bei all dem bleiben die Rätsel rund um Laura sehr spannend und die Erlebnisse der Protagonisten sind so lebhaft geschildert, dass ich regelrecht mit ihnen mitgefiebert habe.

Alles in allem ein großartiger, sehr unterhaltsamer und spannender Roman, der neben viel Wissenswertem auch mit einer guten Prise Humor und Schlagfertigkeit aufwarten kann - und einer ganz und gar nicht kitschigen, zarten Liebesgeschichte.

Wer das viktorianische London, eine geheimnisvolle Geschichte rund um liebeswerte Figuren mag: unbedingt lesen!

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Spurensuche in der Vergangenheit

London 1900: Nach den Sommerferien erscheint eine der begabtesten Schülerinnen der jungen Lehrerin Matilda Gray nicht mehr zum Unterricht – Grund ist eine Erkrankung der Atemwege. Jedoch hat Matilda den Verdacht, dass etwas anderes hinter Lauras Wegbleiben stecken könnte, etwas, das mit einem Geständnis von vor einigen Wochen zu tun haben könnte. Als Matilda dann eine unverfängliche Ansichtskarte von Laura erhält, schürt das noch mehr ihren Argwohn. Und tatsächlich findet sie unter der Briefmarke eine geheime Botschaft, die sie zu einem Holzkasten führt, den Laura in ihrem Zimmer in der Schule versteckt hält und dessen Inhalt in die Vergangenheit führt.

Mit Matilda Gray und dem sympathischen Professor Stephen Fleming hat die Autorin Susanne Goga ein flottes und kluges Ermittlerduo geschaffen, von dem ich hoffe, in Zukunft noch mehr lesen zu können. Matilda Gray lebt in einer Zeit, in der die Rechte der Frauen noch sehr beschnitten sind. Als junge Frau ist sie jedoch einer moderneren gesellschaftlichen Rolle der Frauen zugetan, allerdings sind ihr – zu ihrem größten Bedauern - in ihrem Lehrberuf die Hände gebunden, da junge Mädchen zwar Bildung erhalten, aber höchstes Ziel immer noch eine vorteilhafte Heirat ist, die die Frauen danach an Heim und Herd bindet.

Mit ihren Ermittlungen wegen Lauras Schicksal und dem Rätsel in dem Holzkasten, das in das 17. Jahrhundert zurückführt, muss sie sehr vorsichtig sein, um ihren Arbeitsplatz nicht zu riskieren, da es nicht gerne gesehen wird, wenn die Lehrerinnen sich zu sehr für ihre Schülerinnen interessieren.

Was die Lösung des Rätsels in dem Holzkasten angeht, war ich zwar ziemlich schnell auf der richtigen Spur, aber das hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, denn die teilweise unkonventionellen Ermittlungsmethoden der cleveren Matilda sowie ihrem Begleiter, dem Historiker Fleming, fand ich äußerst unterhaltsam und spannend. Und mindestens ebenso spannend wie die Spurensuche fand ich die Entdeckungsreise des historischen Untergrunds Londons, der Stadt unter der Stadt, auf welche Fleming Matilda und uns Leser mitnimmt.

Der Professor Stephen Fleming ist ein moderner Mann, der das Studium von Frauen an seiner Universität fördert und für seine etwas unkonventionelle Lehrweise im Kollegenkreis bekannt ist. Er hilft Matilda gerne bei der Entschlüsselung eines alten Notizbuches, erkennt er doch schnell, dass sie eine kluge Frau ist, die die richtigen Schlüsse zieht. Allerdings hütet er ein Geheimnis, das mich ziemlich verblüfft hat.

Der Roman ist in meinem Augen aber auch deswegen so lesenswert, weil die Autorin den Leser mit vielen Details und Informationen aus dem Londoner Leben der damaligen Zeit versorgt. Zum Beispiel findet auch der Burenkrieg in Südafrika Erwähnung, in dem Matildas Bruder mitkämpft. Nicht nur diesen Krieg betrachtet die Autorin aus verschiedenen Perspektiven, auch die Lösung von Lauras Rätsel ist vielschichtig, so dass der Roman alles andere als einseitig ist.

Ein weitere wunderbare Figur ist Matildas Vermieterin Mrs. Westlake, eine wohlhabende Witwe, die sich ihre Zeit mit dem Schreiben von Abenteuerromanen die Zeit vertreibt, in denen eine weibliche Heldin die Hauptrolle spielt. Wenn sie Matilda von den neuesten Erlebnissen ihrer Romanheldin erzählt, möchte man sich am liebsten mit einer heißen Tasse Tee dazusetzen und ihren Erzählungen lauschen. Außerdem hat sie ein offenes Ohr für Matildas Sorgen und kann ihr immer wieder mit gutem Rat zur Seite stehen.

Für mich ist „Das Haus in der Nebelgasse“ ein rundum gelungener Roman, ebenso das Nachwort , welches den Leser mit weiteren interessanten Hintergrundinformationen versorgt. Ich hoffe sehr, dass es ein Wiedersehen mit Matilda Gray und Professor Stephen Fleming geben wird.

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Die Stadt unter der Stadt

Matilda Gray bedauert es, dass eine ihrer Schülerinnen nicht mehr zum Unterricht erscheint. Da Laura ein ehrgeiziges und wissbegieriges Mädchen ist, kann Matilda die Begründung für Lauras Abwesenheit nicht glauben. Angeblich ist Laura in den Ferien erkrankt und nun mit ihrem Vormund, dem Anwalt Mr. Easterbrook, auf einer Genesungsreise durch Europa. Als sie dann eine Postkarte mit einem versteckten Hinweis erhält, macht sie sich auf die Suche nach Hintergründen, um Laura helfen zu können.
Ich liebe historische Romane und dieses Buch hat mich von Anfang an gefangen genommen.
Die sympathische Matilda hat früh ihre Eltern verloren und musste sich mit ihrem Bruder durchschlagen. Nun ist ihr Bruder als Soldat in Afrika und sie unterrichtet an einer Mädchenschule, in der die Schülerinnen auf ein Leben als Ehefrau vorbereitet werden. Matilda ist eine unabhängige junge Frau, der es lieber wäre, dass die Schülerinnen auf einen Beruf vorbereitet würden. Um ihre Stelle nicht zu gefährden, muss sie vorsichtig sein, aber es fällt ihr oft sehr schwer, sich zurückzuhalten. Matildas Vermieterin Mrs. Westlake ist Matilda in allem eine große Stütze. Auch sie ist ein unabhängige Frau, die als Autorin von abenteuerlichen Geschichten ihren Unterhalt verdient. Ihre herzerfrischenden Kommentare bauen Matilda immer wieder auf, wenn Zweifel aufkommen. Sie ist es auch, welche die Kontakte vermittelt, die Matilda auf die richtige Spur bringen. Der seltsame Antiquitätenhändler und Sammler Mr. Arkwright gibt Hinweise wie auch Historiker Professor Stephen Fleming. Aber warum ist Arkwright so konsequent gegen Fleming?
Matildas Ermittlungen führen sie in die verschiedensten Winkel von London, auch das unterirdische London wird nicht ausgespart. London und sein Nebel sind bekannt und berüchtigt; man kann sich vorstellen, wie bedrückend die Atmosphäre im nebeligen London sein kann. Ich hätte Matilda gerne begleitet, denn ich mag es, mich auf den Spuren der Vergangenheit zu bewegen.
Es ist eine spannende Ermittlung, bei der wir Matilda begleiten dürfen und die einige hundert Jahre in die Vergangenheit führt. Doch was haben die Geheimnisse der Vergangenheit mit Laura zu tun? Es ist nicht ganz ungefährlich für Matilda, aber sie ist mutig und gibt nicht auf. Sie will ihrer Schülerin helfen, aber es packt sie auch ein gehörige Portion Abenteuerlust. Dass Stephen Fleming sie dabei unterstützt, gefällt ihr sehr.
Mir hat dieses Buch mit der ganz besonderen Atmosphäre in London und den tollen Charakteren gut gefallen. Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam.

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Ein großes Abenteuer in London

In ihrem neuesten Roman "Das Haus in der Nebelgasse" entführt uns die Bestsellerautorin Susanne Goga nach England. Hier befinden wir uns in London um 1900 und die Autorin lässt in diesem Roman die Geschichte Londons lebendig werden.

Wir lernen eine besondere Protagonistin kennen, und zwar Matilda Gray. Sie ist Lehrerin an einer Mädchenschule und führt ein unabhängiges Leben. Ihre Vermieterin ist eine bezaubernde Dame mit der sie unterhaltsame Stunden verbringt. Als nach den Ferien ihre Lieblingsschülerin Laura nicht mehr zum Unterricht erscheint, ahnt Matilda, dass diese in Gefahr ist. Zu plötzlich ist ihr Verschwinden und zu fadenscheinig sind die Begründungen ihres Vormunds. Als Matilda eine Ansichtskarte von Laura mit einer verschlüsselten Botschaft erhält, begibt sich Mathilda auf die Suche. Ihre Wege führen sie zu dem Historiker Stephen Fleming. Und mit ihm zu einem jahrhundertealten Geheimnis, das tief hinein in die verborgenen Winkeln der Stadt führt.

Nachdem ich das Buch beendet habe, habe ich immer noch dieses Gänsehautfeeling. Der Schreibstil der Autorin ist so herausragend. Ich bin sofort in die Geschichte eingetaucht und sie hat mich nicht mehr losgelassen. Wenn ich die Augen wandere ich über die Straßen Londons und sehe aber die Stadt unter der Stadt. Die Geschichte wird ja von Seite zu Seite spannender und ich begleite Matilda bei ihrem Abenteuer, das nicht immer ganz ungefährlich ist. Mathilda ist ja eine bezaubernde Protagonistin, eine beliebte Lehrerin, die mit ihren Vorstellungen bei ihrer Vorgesetzten nicht immer Wohlwollen findet. Aber die Mädchenschule, in der Matilda unterrichtet, wird nach strengen Regeln geführt. Man kann jedoch fühlen, wie beliebt Matilda bei ihrer Schülerinnen ist. Toll ist auch, dass Matilda auf ihrer Suche Unterstützung von dem Historiker Stephen Fleming bekommt. Aber dieser ist nicht nur an der Geschichte von Laura interessiert. Ist doch da dieses zarte Knistern zwischen Matilda in ihm zu spüren. Es ist ja interessant, so viel über London zu erfahren. Mich hat die Geschichte wirklich sehr fasziniert. Die Geschichte wird in diesem Roman einfach wieder lebendig.

Für mich ein absolutes Lesehighlight, das mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Das etwas melancholische Cover passt auch hervorragend zur Geschichte. Begeistert bin ich auch von dem Stadtplan auf der Innenseite des Buches. Man taucht sofort ein in diese vergangene Zeit. Ich habe mit diesem herausragenden Buch wunderbare spannende und unterhaltsame Lesestunden verbracht - Lesevergnügen pur. Selbstverständlich vergebe ich gerne 5 Sterne (leider können es nicht mehr sein).

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Spannendes London um 1900

Die junge Lehrerin Mathilda, gerät in ein großes Abenteuer, als eine ihrer Schülerin plötzlich von ihrem Vormund aus der Schule genommen wird. Sie hat Zweifel an der vorgebrachten Begründung und macht sich so ihre Gedanken dazu. Als sie plötzlich eine Postkarte von dem Mädchen bekommt, ist sie sich sicher, dass etwa faul an der Sache ist. Ihre Vermieterin Mrs. Westlake bekräftigt Matilda in ihrem Vorhaben etwas in der Sache zu unternehmen und so landet sie schließlich auf Umwegen bei Prof. Fleming. Der teilt ihre Meinung zu dem Vorfall und gemeinsam machen sie sich daran, das Rätsel um die Schülerin zu lösen...

Auch dieses Buch der Autorin hat mir richtig gut gefallen !
Zuvor las ich schon welche aus der Leo-Wechsler-Reihe von ihr und bei dieser Reihe mochte ich ganz besonders die Atmosphäre, die die Autorin in ihren Geschichten erschaffte. Hier in London ist es wieder genau das selbe; die Charaktere sind so zugänglich und haben diese besondere Art miteinander umzugehen, die mir so gut gefällt. Man möchte sich am liebsten dazusetzen und Teil des Ganzen sein. Und das London um 1900 ist es bestimmt wert, das man es ergründet. Die Emanzipation der Frauen findet langsam eine Stimme und hier und da auch schon Gehör und so macht es viel Spaß zu lesen, wie sich Matilda und besonders ihre Vermieterin, mit einem Augenzwinkern und aufrechter Haltung, über bestehende Konventionen hinwegsetzen. Es ist schön zu sehen, wie Frauen sich nach und nach immer mehr trauten, ihr eigenes Leben selbstbestimmt zu führen und der sensible Umgang der Autorin mit diesem Thema, verpackt in diese spannende Detektivgeschichte, ist eine klasse Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte.
Ich hoffe sehr, das wir Matilda und Stephen mal wiedersehen werden !

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Spannend bis zum Ende

"Das Haus in der Nebelgasse" von Susanne Goga ist ein spannender historischer Roman um die Zeit des 19. Jahrhunderts, in dem eine junge Frau sich auf Spurensuche begibt.
Mathilda, die Hauptprotagonistin, ist eine junge Lehrerin die ihr Leben frei leben kann. Gerne möchte sie ihre Schützlingen ( Mädchen einer Privatschule ) aufs Leben vorbereiten, in dem sie ihnen Werte vermittelt die nicht selbstverständlich zur damaligen Zeit gewesen sind. Mathildas Leben entspricht nicht unbedingt dem der üblichen Damen zur damaligen Zeit. Sie lieb ihre Arbeit als Lehrerin und so läuten bei ihr die Alarmglocken als ihre Lieblingsschülerin Laura nicht zum Unterricht erscheint, es ist nicht nur ein Tag, nein sie bleibt dem Unterricht komplett fern.
Sorgen macht sie sich, da der Vormund von Laura, bei einer zufälligen Begegnung , keinen guten Eindruck auf sie gemacht hat. Fakt ist, dass der Vormund mit Laura ohne erklärlichen Grund verschwunden ist.
Hilferuf von Laura per Postkarte, dass kann und will Mathilda nicht auf sich beruhen lassen.
Nun wirft sie ihre Zurückhaltung über Bord und begibt sich auf die Spurensuche, wobei ihr der Historiker Stephen Fleming behilflich ist. Die Vermieterin hatte ihr zwar empfohlen sich an einem Sammler zu wenden, doch Mathilda hat sich doch anders entschieden.
Mit Stephen begibt sie sich auf auf die Suche, wobei sie auf ein Geheimnis stoßen das Jahrhunderte zurück liegt.
Mehr möchte ich von dieser spannenden Geschichte nicht verraten.

Meine Meinung:
Susanne Goga, ein Name den ich mir gemerkt habe. Die Autorin hat es geschafft mich von der ersten Seite an mit zu nehmen. Mathilda ist mir sehr sympathisch, aber auch die Charaktere der anderen Protagonisten sind gut geschildert. Der Schreibstil ist flüssig und spannend zu gleich. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, mein Spekulationsmodus war angeschaltet, und die Geschichte Londons fand ich sehr interessant.
Ich kann diesen Roman nur weiterempfehlen.

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Das alte London

Matilda Gray ist in London Lehrerin in einer Mädchenschule und unterrichtet dort junge Frauen, die vielleicht auch nicht nur als brave Ehefrau und nette Gastgeberin an der Seite ihres Mannes enden wollen. Das ist nicht immer leicht, denn eigentlich darf sie mit keiner der Schülerinnen befreundet sein und es wird von ihr erwartet, das sie ihnen genau das beibringt. Nach den Sommerferien kommt Laura eine ihrer besten Schülerinnen nicht zurück und schickt ihr eine rätselhafte Postkarte aus Italien. Dort ist sie auf Genesungsurlaub mit ihrem Vormund, der sie auch in der Schule abgemeldet hat.
Matilda Gray macht sich auf die suche nach einen Schatz und kommt einen Geheimnis, das älter als 200 Jahre ist, immer näher. Gut das sie von einem Professor unterstützt wird, der sich im alten London sehr gut auskennt.
Mir hat das Buch, das auch einen gut recherchierten historischen Eindruck bei mir hinterlässt, sehr gut gefallen. Meistens geht es allein um die suche nach diesem Geheimnis, aber mit einigen Wendungen, so das es nicht langweilig wird. Ich persönlich hätte ein paar mehr Nebenhandlungen begrüßt, aber das ist Geschmackssache.
Der Schreibstil ist fliesend zu lesen und die Charaktere wurden lebensecht dargestellt. Ich kann das Buch jeden empfehlen, der etwas mehr über das alte London erfahren möchte und das ganze nett verpackt mit sympatischen Protagonisten erleben möchte. Matildas Vermieterin hat bei mir auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen, sie hat mit ihrer eigensinnigen Art immer wieder zu einem schmunzeln beigetragen.

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