Ulf Schiewe: Thors Hammer

 
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Ulf Schiewe: Thors Hammer
Verlag
ET (D)
2017
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783426520024

Informationen zum Buch

Seiten
475

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Schlagworte
Erster Satz
Ich bin Harald, Sigurds Sohn und von königlichen Blut.

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AD 1027: Harald ist zwölf Jahre alt und jüngster Sohn aus edlem Hause. Er will Krieger werden und seinem Halbruder Olaf nacheifern, der Kriegsherr und König von Norwegen ist. Doch ein Aufstand der Jarls treibt Olaf aus dem Land. Harald bereitet sich auf den Tag vor, da sein Bruder mit einem Heer zurückkehrt. Drei Jahre später ist es so weit. Blutjung zieht Harald in den Krieg. Es kommt zur entscheidenden Schlacht von Stiklestad. Olaf stirbt, und Harald muss schwer verwundet fliehen. An seiner Seite die junge Sklavin Aila. Ihr gemeinsamer Weg führt nach Russland.

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Gelungener Auftakt der Trilogie um den norwegischen König Harald

Mit „Der Herrscher des Nordens“ betrat ich Neuland, was die Geschichte Skandinaviens angeht, in diesem Fall handelt es sich um das Leben und den Aufstieg des späteren norwegischen König Harald. Das Buch wird aus der Perspektive von Harald erzählt und beginnt in seiner Jugendzeit, als noch sein Bruder Olaf König ist, der jedoch wegen des Dänenkönigs und einem Aufstand der eigenen Jarls in das Land der Rus fliehen muss, um dort die Rückeroberung seines Throns vorzubereiten.

Gleichzeitig war es auch mein erstes Buch des Autors Ulf Schiewe, der mit diesem Roman eine gut recherchierte und kurzweilige Handlung für den Leser bereithält. Überhaupt war ich sehr überrascht, wie viele Details aus Haralds Leben historisch überliefert sind, wie man im Nachwort des Autors erfährt – immerhin liegen die Ereignisse knapp 1000 Jahre zurück.

Auch wenn Harald noch sehr jung ist, wird schnell klar, dass er sehr ehrgeizig ist, was seine Karriere als Krieger und Kämpfer angeht. Außerdem mangelt es ihm nicht an Mut, Klugheit und Voraussicht, welche ihm den Respekt seiner Mitkämpfer einbringt. Nicht umsonst konnte Harald bereits als junger Erwachsener eine akzeptierte Führungsrolle übernehmen. Zusätzlich hat er den Vorteil, dass er die Fehler, die sein Bruder Olaf gemacht hat, erkennt und hoffentlich daraus lernen wird.

Harald konnte mich für sich einnehmen, weil er wiederum seine Mitmenschen, vor allem diejenigen, die ihm wichtig sind und nahestehen, mit Respekt behandelt und durchaus auch Dinge tut, die für die damalige Gesellschaftsstruktur nicht selbstverständlich waren. Da noch zwei weitere Bücher folgen, bin ich auf seine weitere Entwicklung gespannt.

Spannend fand ich den in dem Buch beschriebenen Konflikt zwischen dem nordischen Götterglauben und dem sich immer weiter ausbreitenden Christentum, der seine Spuren im einfachen Leben der Menschen bis zu den Handlungen der herrschenden Köpfe hinterlässt.

Besonders gut haben mir die Beschreibungen der norwegischen Winter gefallen, wie die Menschen sich damals mit dem rauhen Klima arrangierten. Aber auch die Beschreibung der ersten Schlacht von Harald an der Seite seines Bruders fand ich sehr gelungen, da ich hier einen guten Einblick nicht nur in das Schlachtengeschehen bekommen habe, sondern auch, was im Vorfeld eines solchen Kampfes vorzubereiten ist und wie die Krieger mit ihren Ängsten umgehen.

Da alle drei Bände von „Thors Hammer“ eine durchgehende Geschichte bilden, gibt es am Ende des Buches einen kleinen Cliffhanger. Aber wir müssen glücklicherweise nicht lange auf die Fortsetzung warten, auf die mich sehr freue.

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Abenteuer in Norwegen

„Thors Hammer“ ist der Auftakt der Trilogie „Herrscher des Nordens“. Hier wird die Geschichte des Norwegerkönigs Harald Hardrada erzählt. Er lebte im 11. Jahrhundert in Skandinavien. Dieser erste Band erzählt das Leben des jungen Norwegers noch vor seiner Zeit als König. Hier kann der Leser miterleben, wie sich sein Leben gestaltete und was er vermutlich erlebt hat. Mir hat gut gefallen, wie der Autor Ulf Schiewe seine Geschichte erzählt. Aus der Ich-Perspektive spricht Harald quasi selbst mit den Lesern und lässt sie teilhaben an seinem Leben.

Die historischen Details sind dabei gut eingebettet in die fiktive Geschichte. Leider ist einiges was die Handlung betrifft dann doch vorhersehbar gewesen. Sein Leben verläuft eben so, wie man es sich von einem Nordmann mit seinem Hintergrund eben vorstellt. Aus einem Jungen wird schnell ein großer Krieger, dem alles zu gelingen scheint. Eine Liebe darf natürlich auch nicht fehlen. Hier ist es ein Sklavenmädchen, welches für Harald zu einer wichtigen Person in seinem Leben wird. Diese Ereignisse sind ein bisschen einfach gestrickt, aber trotzdem unterhaltsam zu lesen.

Dafür sind dem Autor aber die Beschreibungen der Schlachten wirklich gut gelungen. Hier wird gerade so viel erzählt, wie es braucht, um sich ein Bild davon zu machen, aber nicht zu viel, dass einem beim Lesen schlecht wird. Auch die Beschreibungen von Landschaft, Leute und allem was dazu gehört, sind bildhaft in Szene gesetzt.

Mir hat das Bild, welches Schiewe von Harald gezeichnet hat gut gefallen. Seine Werdegang war/ist aufregend zu lesen. Die Menschen, die ihn auf seinem Weg begleiten, bereichern die Geschichte, auch wenn sie vielleicht ein paar Ecken und Kanten mehr hätten haben können. Die Charaktere, die die schlechten sind, scheinen auch nur schlechte Eigenschaften zu haben, und diejenigen unter ihnen, die man wohl als die guten bezeichnen kann, haben eben auch keine anderen Eigenschaften. Hier hätte ich mir schon etwas mehr Vielfalt gewünscht. Aber trotz einiger Kritikpunkte habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Ich warte voller Ungeduld auf die Fortsetzungsromane und bin gespannte, was Harald auf seinem Weg zum König noch alles erleben wird.

Ein ausführliches Nachwort am Ende, klärt Fiktion und Wahrheit und hat auch noch ein paar historische Details parat. Ein Personenregister erzählt davon, welche Figuren historisch sind und welche der Fantasie des Autors entsprungen sind. Ein Glossar klärt dann auch noch die fremden Begriffe der Zeit.

„Thors Hammer“ ist ein gelungener Auftakt einer Reihe über den Norwegerkönig Harald. Hier ist alles vorhanden, was ich von einem guten Abenteuerroman erwarte. Spannende Figuren, nachvollziehbare Handlungen und Ereignisse, die mich in die Zeit hineinversetzten. Ich fühlte mich von der ersten Seite an wunderbar unterhalten und freue mich auf die Fortsetzungen, die nicht mehr lange auf sich warten lassen.

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Interessantes und spannendes Buch mit geschichtlichem ´Hintergrund

Es geht hier in diesem Buch um das Leben von König Harald von Norwegen. Doch dieses Buch ist nur ein Teil davon. Und Harald war zu Anfang zwölf Jahe alt.
Der König Knut von Dänemark hatte König Olaf von Norwegen den Thron geraubt und Olaf hatte sich vorgenommen, ihn sich zurückzuholen…
Olafs Mutter hatte sich, nach dem Tod ihres Mannes Sigurd, um das kleine Reich Hringarike gekümmert, denn Sigurds ältester Sohn Guttorm war damals noch viel zu jung. Auch Harald war auf Wunsch seiner Mutter getauft worden, doch veehrten sie trotzdem die alten Götter…
Haralds Bruder Olaf war auch zum Christentum übergetreten und vertrat seine Meinung dazu dem Volk gegnüber energisch….
Viele Jarls und freie Bauern waren von Olaf abgefallen und zu Knut übergewechselt. Olaf jedoch musste ein Heer aufstelen, wenn er sein Reich zurückerobern wollte…
Und doch war dieses Heer immer noch nicht groß und stark genug…
Wieso hatte Knut von Dänemark Olaf den Thron geraubt? Würde es Olaf gelingen, Knut zu besiegen und den Thron zurück zu erobern? Warum war Harals auch getauft worden? Sie waren doch im Herzen gar keine Christen? Ging Olaf da mit Gewalt vor? Sind deshalb die Jarls von ihm abgefallen? Und zu Knut von Dänemark gewechselt? Wie wollte Olaf ein großes Heer aufstellen, wenn die eigenen Landsleute ihm nicht mehr vertrauten? Wieviel Mann hatten Olaf und Harald zusammenbekommen? Warum war dieses Heer doch noch zu klein? Was geschah auf dem Schlachtfeld von Stikla Stad? Was hatte Harald seinem Bruder versprochen, sollte dieser fallen? Würde er sein Versprechen halten können? Nicht alle diese Fragen – aber auch noch viel mehr – werden in diesem Buch beantwortet.

Meine Meinung
Dies ist das erste Buch, das ich von Ulf Schiewe gelesen habe. Es ist der erste Teil einer Trilogie, die sich um das Leben Haralds von Norwegen dreht. Es ließ sich leicht und flüssig lesen. Manche Zeichen – Namen betreffend – waren nicht so klar, aber man konnte sich schon denken, welchen Buchstaben sie darstellen sollten. Im Lesefluss hat mich dies nicht behindert. Olaf war eigentlich an seinem Mangel an Söldnern selbst schuld, hatte er doch die Christianisierung erzwungen. Aber so ging es eben in diesen Zeiten zu. Olaf war da nicht der Einzige. Und er war ein überzeugter Christ. Nach der Schlacht auf dem Feld von Stikla Stad blieb Harald nichts anderes übrig als zu fliehen. Er musste sich um den ‚zukünftigen‘ König von Norwegen kümmern, um Magnus, Olafs Sohn. So hatte er es seinem Bruder versprochen. Doch auf dem Weg dorthin erlebte er noch viele Abenteuer, denn auch bei den Rus gibt es Betrüger. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie Haralds Geschichte weitergeht und werde den nächsten Band definitiv lesen! Von mir bekommt das Buch eine Lese-/Kaufempfehlung und volle Bewertungszahl.

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spannende Norwegersaga

Harald Sigurdson ist noch ein Teenager, als sein Bruder Olaf den Kampf um die norwegische Königskrone verliert. Harald überlebt schwer verletzt und gelangt mit einer Handvoll treuer Freunde schließlich nach Russland, wo er sich als Söldner verdingen will.
„Thors Hammer“ ist der erste Band einer inhaltlich zusammenhängenden Trilogie, die der Knaurverlag innerhalb weniger Monate herausbringt. Der Autor, Ulf Schiewe, hat sich das spannende Leben des wohl bekanntesten norwegischen Königs, Harald, zum Dreh- und Angelpunkt seiner Geschichte auserkoren. Da es über diese Zeit im 11. Jahrhundert wenig schriftliche Unterlagen gibt, hat er vor allem die mündlichen Überlieferungen und die Niederschriften der „Edda“ als dramaturgisches Gerüst gewählt. Freilich musste er Lücken und Ungenauigkeiten mit eigener Phantasie füllen. Dies gelingt ihm aber, dank ausführlicher Recherche über Land und Leute zur damaligen Zeit, hervorragend.

Harald und seine Mannen sind Wikinger, wie man sie sich vorstellt. Starke und raubeinige Männer mit einem Schwert in der einen Faust und einer hübschen Sklavin an der anderen Hand. Aber sie waren natürlich noch viel mehr. Sie waren Seefahrer und Eroberer, verdingten sich als Söldner und verteidigten ihre Familie und ihre Freiheit auch mit dem eigenen Leben. Durch Harald lernen wir die Norweger als sympathische und auf ihre Götter und die eigene Stärke vertrauende Menschen kennen. Bereits in jungen Jahren scheint Harald Klugheit und nicht nur eine ungewöhnliche Körpergröße sondern auch Führungsqualitäten besessen zu haben. Es macht großen Spaß zu beobachten, wie aus dem Jungen nach und nach ein Mann wird. Die politischen Verwicklungen sind ebenso spannend wie die kulturellen Umbrüche, an denen auch der christliche Glauben seinen Anteil hat.

Wer bereits die Normannensaga von Ulf Schiewe kennt, wird Gemeinsamkeiten erkennen und den unterhaltsamen Schreibstil schätzen. Vor allem der Hauptcharakter macht bereits in diesem ersten Teil eine nachvollziehbare Entwicklung durch. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

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Harald, ein Wikinger ohne Furcht und Tadel

Der Norweger Harald Sigurdsson, genannt Hardrada, gilt als einer der großen Wikingerkönige!
Gestützt auf Quellen, allen voran die "Heimsklingla", ein Epos des Isländers Snorri Sturlason, eines Sängers und Dichters von Heldenliedern, erzählt Ulf Schiewe Haralds abenteuerliche und faszinierende Geschichte.
Bereits als Halbwüchsiger zeigten sich die staunenswerten Qualitäten des jungen Harald, der unter der Obhut seiner verwitweten Mutter Asta im Kreise seiner Geschwister aufwuchs. Als sein Halbbruder Olaf seine Königswürde und sein Reich an den Dänen Knut verlor und beides in der historischen Schlacht von Stikle Stad zurückerobern wollte, kämpfte der gerade 15 Jahre zählende Harald an seiner Seite. Er zeichnete sich durch große Tapferkeit und Klugheit aus, wurde aber in der verlorenen Schlacht, die seinem Bruder das Leben kostete, schwer verwundet und musste nach seiner Genesung aus der Heimat fliehen. Nach gefahrreicher Reise kam er, trotz seines jugendlichen Alters längst zum verantwortungsvollen, vorausschauenden und umsichtigen Anführer geworden, mit einer stetig anwachsenden Gruppe von Getreuen schließlich an den Hof des Großfürsten und Herrscher der Rus, Jarisleif der Weise, bei dem er und seine Männer sich als willkommene Söldner, Waräger genannt, verdingten.
Mit Haralds Ankunft in Russland endet der erste von drei Romanen um Harald Hadrada!

Der Autor hat mich mit seinem umfassenden Wissen über das Thema, dessen er sich in seinem Werk über den bewunderten Norwegerkönig Harald angenommen hat und das er in eine packende Erzählung verwebt hat, mehr als überzeugt! Als ich schließlich das Buck zuschlug, konnte ich noch lange nicht Abschied nehmen von Harald und den realen wie auch fiktiven Figuren, die ihm Ulf Schiewe zur Seite gestellt hatte.
Lebensechter, wahrer, aber auch einfühlsamer und voller Sympathie hätte man sie kaum zeichnen können! Sie nehmen Gestalt an vor den Augen des Lesers, begleiten ihn, berühren ihn. Sie laden dazu ein, Partei für sie zu ergreifen oder sie aus tiefstem Herzen zu verabscheuen. Sie werden zu Freunden oder zu Todfeinden.
Gerade die negativen Charaktere wirken in ihrer abgrundtiefen Bösartigkeit ungeheuer kraftvoll und schillernd, sie ziehen den Leser ebenso in ihren Bann wie Harald, die Lichtgestalt, der sich im Laufe der Handlung so überzeugend vom ungestümen Knaben zu einem wahren Führer seines Volkes entwickelt, der Freund und Feind gleichermaßen für sich einzunehmen versteht.

Doch ist der Autor nicht nur ein wahrer Meister in der Schilderung seiner handelnden Personen, denen er auf unnachahmliche Weise Leben einhaucht, sondern er versteht es auch glänzend, dem Leser das Leben in der Zeit der Wikinger, in diesem Band ab dem Jahre 1027, nahezubringen!
So birgt der Roman eine Fülle von detaillierten Informationen nicht nur über die Kriege sowie deren Hintergründe, und die unweigerlich damit einhergehenden Gräuel, sondern auch über den Alltag eines Volkes, mit dem man im allgemeinen vor allem Raub, Plünderung, Piraterie, ungebändigte Wildheit, Totschlag und mordlustiges Erobern assoziiert.
Jedoch, so erfährt man mit Staunen, waren die Wikinger nicht nur tapfere Krieger, - nein, sie waren weit mehr! Geschickte Handwerker findet man unter ihnen, neugierige Reisende in der damals bekannten Welt. Und zumeist lebten sie innerhalb eines geordneten Systems, stets im Einklang mit der Natur, umgeben von ihren Mythen, die eine große Rolle im Leben eines jeden Nordländers spielten und die gegen Bedrohungen von außen, wie zum Beispiel die langsame, nicht selten gewaltsame Durchsetzung des Christentums, verteidigt wurden. Sie betrugen sich in ihrem Alltag gesittet und kultiviert, legten Wert auf Gepflegtheit und Sauberkeit und pflegten enge Familienbande.

So mancher Leser von "Thors Hammer" mag sich nun von alten Vorurteilen verabschieden müssen - was aber nicht schwer fallen kann, denn im Gegenzug gewinnt er differenziertere Kenntnisse des fernen Seefahrervolkes, das immer wieder aufs Neue inspiriert, genauso wie der Welt, in der es sich bewegte und die Unbillen, mit denen es sich auseinandersetzen musste. Ulf Schiewe vermittelt sie großzügig und auf ungemein fesselnde Art, so dass man kaum anders kann als mit Spannung auf die beiden Folgebände zu warten!

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