Ulrike Renk: Das Versprechen der australischen Schwestern

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Ulrike Renk: Das Versprechen der australischen Schwestern
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783746632117

Informationen zum Buch

Seiten
608

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
"Am Anfang der Zeit und lange danach lebten hier drei Stämme", sagte Darri in ihrer Singsang-Stimme zu Mina.

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Schicksalhafte Jahre zwischen Sydney und Hamburg

Drei Schwestern, zwei Kontinente: Jede der drei ist ihren Weg gegangen. Elsa arbeitet in Sydney, Mina hat nach Jahren endlich ihren heimlichen Verlobten William geheiratet, und Carola lebt glücklich mit Werner in Hamburg. Doch dann ist ihr aller Glück in Gefahr: Nicht nur ein Todesfall erschüttert die Familie in ihren Grundfesten, sondern es bricht auch der Erste Weltkrieg aus. Plötzlich leben Carola, Elsa und Mina in verfeindeten Ländern. Wird das Band, das die drei Schwestern zusammenhält, stärker sein als die Schatten des Krieges?

Das bewegende Leben der australischen Schwestern zwischen Krieg und Frieden.

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Lesenswerte Familiensaga

Mit Das Versprechen der australischen Schwestern liegt nun der dritte und letzte Band der Australien-Saga von Ulrike Renk vor. Ein sehr gelungener, wie ich schon einmal vorausschicken möchte - aber nun der Reihe nach:

Elsa, Mina und Carola, die Enkelinnen von Emilia und Karl Lessing, mit denen alles begann, stehen in diesem Buch im Mittelpunkt. Sie führen unterschiedliche Leben und sind ihrer Familie dennoch sehr verbunden: während die Großeltern in Australien sesshaft wurden, ist Carola in Deutschland - von ihrem Vater als ältestes Kind an Verwandte verschachert - hat sie ihren Weg gemacht und sich ein weitgehend glückliches, privilegiertes Leben aufgebaut. Anders ihre Schwestern, die in Australien verblieben sind und im Begriff sind, ihr Leben zu meistern. Mina heiratet ihre große Liebe und Elsa geht einer Arbeit nach, die ihr Freude bringt - doch sie hat in ihrem Hinterkopf ihren Traummann und die Hoffnung, dass es mit ihnen etwas werden könnte...
Man kann dieses Buch eigenständig lesen, da der Einstieg durch einen Stammbaum und Einblicke in die große Familie erleichtert wird. Aber ich kann nur dazu raten, die anderen beiden Bände ebenfalls zu lesen - einfach, weil es zu schade wäre, wenn man sich die Geschichten, die ihren Fokus immer auf andere Figuren der Familien Lessing und te Kloot legen, entgehen lassen würde!
Die australischen Lessings sind einfach liebenswert, authentisch und vor allem sehr gut gezeichnet. Man kann den Charakter der Figuren greifen und sie so gut nachvollziehen. So muss ich gestehen, dass ich ihr Leben sehr gerne begleitet habe und in schwierigen Zeiten mit ihnen gelitten habe. Doch nicht nur der Familiengeschichte auf zwei Kontinenten gilt es zu folgen, nein, es gibt auch noch schöne Einblicke in die Kultur der Aborigines und den weniger schönen Umgang der weißen Einwanderer mit den Ureinwohnern. Als dann auch noch die dunklen Wolken des Ersten Weltkrieges aufziehen, wird spätestens klar, dass das auch für die Lessings/ te Kloots schwierige Zeiten mit sich bringen wird...

Man merkt, dass sich die Autorin mit den Aborigines befasst hat und so hat man die Gelegenheit, mehr über ihre für uns Europäer ungewöhnliche Kultur zu erfahren. Aber vor allem merkt man, dass Ulrike Renk ihre Figuren ins Herz geschlossen hat. Sie alle haben eine wirklich gute Tiefe und glaubhafte Schicksale, so dass ich schlicht und ergreifend gerne über sie gelesen habe. Zu keiner Zeit ist die Geschichte langatmig oder sind die Personen zu ausschweifend beschrieben - für mich ist es ein echter Kunstgriff, eine Geschichte über drei nicht gerade dünne Bände zu erzählen und dabei so prächtig zu unterhalten.
Zusätzlich zur für mich sehr spannenden historischen Einbettung haben mir auch die Episode der Schiffsreise von Australien nach Deutschland, aber auch die zwischenmenschlichen Nöte und die Erlebnisse, die teilweise in Form von berührenden Briefen, die riesige Entfernung zwischen Australien und Deutschland überspannend, erzählt wurden, ausgesprochen gut gefallen. Zusammen mit den Figuren war dieses Buch deshalb schlichtweg ein Lesegenuss.

Fazit: Eine berührende, sehr lesenswerte deutsch-australischen Familiensaga. Für mich ein Highlight.

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Familienzusammenhalt

Nach „Die Australierin“ und „Die Australischen Schwestern“ ist dies nun der dritte Band dieser Familiensaga. Vom ersten Band an war ich an der Geschichte interessiert, aber es hatte sich nicht ergeben, die Bücher zu lesen. Nun habe ich also mit dem dritten Band angefangen, den man ohne Weiteres auch alleine lesen kann, aber er macht neugierig darauf, die ganze Geschichte kennenzulernen.

Drei Schwestern entscheiden sich für unterschiedliche Lebensentwürfe. Inzwischen sind sie junge Frauen und haben ihren Weg gefunden. Elsa hat studiert und hat nun einen befriedigenden Job. Mina hat geheiratet und erwartet ihr erstes Kind. Auch Carola ist verheiratet, aber sie hat es nach Deutschland verschlagen.

Alles könnte wunderbar laufen, wenn nicht der erste Weltkrieg ausbrechen und Australien und Deutschland auf verschiedenen Seiten stehen würden. Wird das die Schwestern auseinander bringen?

Das Buch liest sich einfach wundervoll. Alle Charaktere sind ausführlich und sehr authentisch geschildert, so dass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Die Schwestern sind in ihrer Persönlichkeit höchst unterschiedlich, aber der Zusammenhalt ist trotzdem sehr stark. Ich mochte sie alle drei.

Als Australien-Fan haben mich natürlich die Beschreibungen des australischen Kontinents fasziniert. Aber auch die historischen Zusammenhänge finde ich sehr interessant, da ich nicht allzu viel über die Geschichte Australiens weiß und ebenso wenig über die Auswirkungen des Krieges in Europa auf Australien. Auch das Thema Aborigines wurde angesprochen und es ist erschütternd zu lesen, mit welcher Überheblichkeit gegen die Ureinwohnern Australiens vorging.

Diese unterhaltsame Familiengeschichte hat mich gefesselt und ich kann sie nur empfehlen.

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Schönes Ende der Trilogie

Das Versprechen der Australischen Schwestern“ ist der Abschluss der historischen Trilogie über die Familien de Kloot. Im ersten Teil lag der Schwerpunkt auf Emilia und ihrem Mann Carl, die nach Jahren auf See endgültig nach Australien auswanderten. Ihre 9 Kinder und die Enkelkinder sind die Großfamilie, um die es in den zwei Folgebänden geht. Im vorliegenden Band ist die jüngste Generation nun in den Mittelpunkt gerückt.
Mina möchte endlich Pfarrer William heiraten. Elsa hofft auf eine Ehe mit Cousin Otto und entwickelt sich zu einer selbstständigen, beruflich erfolgreichen Frau. Und zu guter Letzt Carola, die von ihrem Vater als einziges seiner Kinder nach Deutschland zurückgeschickt wurde, wo sie nur durch Briefe Kontakt zu ihrer leiblichen Familie hat.

Die drei Schwestern erleben Ähnliches. Die große Liebe, der Wunsch nach Ehe und Kindern, die Suche nach Erfüllung im Beruf oder der Berufung. Eingebettet in ein gut funktionierendes soziales Umfeld, behütet und geliebt von Großmutter, Geschwistern und Tanten, finde die jungen Frauen für sich einen Weg zu privatem Glück. Jede auf ihre Weise. Jede etwas anders. Auf unaufgeregte Weise erzählt Ulrike Renk vom Leben im ersten Drittel des 20.ten Jahrhunderts. Auch wenn die Handlung auf zwei verschiedenen Kontinenten spielt, so sind doch die Träume und Hoffnungen der drei Schwestern ähnlich und die lebhaft Korrespondenz lässt sie am Leben und Lieben der anderen teilhaben . Neben kleinen liebevollen Details des Alltags wie z.B. der neuen Kochmaschine, werden auch viele historische Ereignisse, allen voran der erste Weltkrieg, in die Handlung eingebunden. Auch Australien und die Aboriginies spielen eine Rolle in dieser Geschichte und werden vor allem durch zwei Haushälterinnen vertreten, anhand deren Leben die Autorin einen Einblick in die Welt der Ureinwohner und deren Probleme mit den „Weißen“ gibt.

Der Schreibstil ist sehr gut lesbar und die Protagonisten sind fast zur Gänze liebenswert. Das würde ich vielleicht auch als kleinen Kritikpunkt anmerken, dass es kaum nennenswerten Streit und keine wirklich dramatischen Entwicklungen gibt. Es gibt nur eine Person, an der ich mich wirklich reiben konnte, die aus dem Rahmen dieser netten Darsteller etwas herausfällt. Es ist natürlich ein Buch, welches sich reale Geschehnisse zum Hintergrund genommen hat. Deshalb sollte man keinen richtigen Spannungsroman erwarten, es ist einfach die Lebensgeschichte der Frauen einer Auswanderer-Familie. Ruhig erzählt und ohne wirkliche „Action“ außer der, die aus einem ziemlich normalen Alltag entsteht.

Mir hat das Buch gut gefallen. Es liest sich schnell, da man gerne erfährt, wie es mit den drei Mädels weitergeht. Am Ende findet die Geschichte der Australierinnen einen gelungenen Bogen zu Carola in Deutschland. Betrachte ich die gesamte Trilogie, dann hat mir der erste Teil am Besten gefallen, aber ich bin froh, dass ich die Familie noch zwei weitere Bücher begleiten durfte.

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