Dörthe Binkert: Weit übers Meer

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Dörthe Binkert: Weit übers Meer
Verlag
ET (D)
2008
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783423211864

Informationen zum Buch

Seiten
336

Sonstiges

Erster Satz
Sie stand im fliederfarbenen Licht der Dämmerung.

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Antwerpen, am Abend des 23. Juli 1904. Eine Frau von nicht einmal dreißig Jahren geht - nur mit einem langen weißen Abendkleid und ein paar Diamant-Ohrringen bekleidet - an Bord eines Überseedampfers. Sie hat kein Gepäck, keinen Pass, kein Geld und keine Papiere. Am nächten Morgen meldet sie sich als Blinde Passagierin beim Kapitän. Wer ist diese Frau? Welches Geheimnis verbirgt sie?

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Das Geheimnis um die Frau im weißen Abendkleid

Antwerpen im Juli 1904: Kurz vor dem Ablegen des Überseedampfers nach New York geht eine junge Frau im langen weißen Abendkleid an Bord. Obwohl sie bereits da für Aufsehen sorgt, macht sich keiner über sie Gedanken. Am nächsten Tag meldet sie sich jedoch als blinder Passagier auf dem Schiff an und die Passagiere an Bord des Schiffes beginnen sich zu fragen, was es mit dieser Frau auf sich hat. Dabei machen sich viele auch Gedanken darüber, warum sie wohl als blinder Passagier an Bord gegangen ist, vor welchem Leben sie wohl geflohen ist und viele fragen sich, ob sie selber nicht auch diesen Schritt gerne tun würden oder tun sollten.

Die Erzählperspektive wechselt über die verschiedenen Passagiere hinweg und nach und nach, erfährt der Leser nicht nur das Schicksal der Dame in weiß, sondern auch die Schicksale vieler anderer sich an Bord befindenden Mitreisenden. Dabei kommen tragische, traurige, aber auch interessante Schicksale zu Tage und gegen Ende habe ich nicht nur mit der Dame in weiß mitgefiebert.

Mit schöner Erzählkunst und Liebe zum Detail hat die Autorin aus einem wahren Zeitungsausschnitt über eine blinde Passagierin im weißen Abendkleid einen gesamten Roman gewebt, der sehr gut auf die Konventionen und Regeln der damaligen Zeit eingeht und ein detailliertes Bild des frühen 20. Jahrhundert zeichnet.

Den Figuren wurde allen Leben eingehaucht und gegen Ende des Buches hatte ich das Gefühl, dass ich liebgewonnene Freunde wieder verlassen muss. Dabei hat die Autorin geschickt den Spagat zwischen offenem Ende, das aber doch Hoffnung macht, und endgültigem Abschluss hinbekommen.

Alles in allem in schöner Roman, der mir einige schöne Lesestunden beschwert hat und mich mit einem guten Gefühl zurück gelassen hat.

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1904 betritt eine Dame in einem weißen Abendkleid in Antwerpen einen Überseedampfer, der seine Passagiere in die Neue Welt bringen soll. Die Dame hat kein Gepäck, noch nicht einmal einen Mantel - und schon gar keine Fahrkarte.

Schon bald nachdem sie dem Kapitän diesen Umstand geschildert hat, wird sie zum Gespräch der Leute an Bord. Alle sind neugierig auf den sehr ungewöhnlichen blinden Passagier...

Dörthe Binkert erzählt eine Geschichte um einen Zeitungsartikel aus der damaligen Zeit, die zwar fiktiv ist, aber die Atmosphäre und die Gegebenheiten von damals wunderbar schildert. Die Passagiere projizieren ihre eigenen Träume in die unbekannte Dame in Weiß, lernen ihre eigenen Sehnsüchte kennen und stellen meist auch fest, dass nur sie allein ihr Glück in den Händen halten und häufig auch etwas dafür getan werden muss.

"Weit übers Meer" ist eine wunderschöne Geschichte mir viel Gefühl, aber ohne Kitsch, und ein äußerst spannendes Gesellschaftsportrait der Zeit nach der vorletzten Jahrhundertwende und vor den Weltkriegen. Ebenfalls erwähnenswert finde ich das sprachliche Können der Autorin, das äußerst stimmig zum Erzählten ist.

Fazit: Mir hat dieses Buch zu Beginn des Jahres einige sehr schöne Lesestunden beschert - ein echter Lesegenuß!

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Es war ein sehr schönes Buch. Ruhig und in einer leisen Sprache wunderbar bildhaft beschrieben, dass man hätte glauben können selbst mit dabei gewesen zu sein, auf dieser Schiffsreise im Jahre 1904. Dabei ließ mich die Autorin vor allem in die Welt der Gedanken, Ängste und Hoffnungen vieler Passagiere eintauchen, die bei dieser Überfahrt von Antwerpen nach Amerika, mehr oder weniger, alle miteinander verbunden schienen. Verbunden durch den Anblick einer Frau, die als blinde Passagierin, es wagte einen mutigen Schritt zu tun. Doch war es wirklich Mut, der sie trieb?

Dörthe Binkert hat es hier wahrlich geschafft mich Menschen genauer betrachten zu lassen. Menschen, die glaubhaft entschlossen wirkten genauso, wie jene, die vielleicht ein Geheimnis mit sich trugen. Die Unterschiedlichkeit der Menschen, ihrer Schicksale und Vergangenheiten standen hier im Vordergrund und gaben diesem Roman seinen ganz besonderen Anstrich.
Lebendig und zugleich schön war dieses "Vakuum" der Schiffsüberquerung beschrieben, auf deren Passagiere die Autorin so gut einzugehen wusste.
Auch mir hat dieses Buch sehr schöne Lesestunden beschert und ich werde es gerne weiter empfehlen.

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