Carlton Mellick III: Die Kannibalen von Candyland

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Carlton Mellick III: Die Kannibalen von Candyland
Verlag
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Cannibals of Candyland
ET (Original)
2009
ISBN-13
9783865520951

Informationen zum Buch

Seiten
160

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Franklin hasst Kinder, er liebt Tiere, und er hat eine Todesangst vor den Zuckermenschen.

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Handlungsort

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Als er noch ein Junge war, sah Franklin Pierce die Candyfrau mit dem rosa Zuckerhaar zum ersten Mal. Sie machte die Kinder mit ihren betörenden Erdbeerduft willenlos und fraß sie auf. Aber niemand glaubte seine Geschichte. Seither ist Franklin Pierce besessen davon, zu beweisen, dass die Kannibalen von Candyland wirklich existieren. Doch dazu muss er erst einen fangen ... tot oder lebendig. Jahrzehnte später findet er den Zugang ins unterirdische Candyland und wird der Sexsklave der zuckersüßen Frau mit Biss ... Erotik-Horror vom King of Bizarro Fiction. Böse, verstörend und absurd einfach Carlton Mellick der Dritte.

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Franklin Pierce kleidet sich ausschließlich in rote Farben, in seinem Spazierstock steckt ein verborgenes Schwert, er hasst seine Frau und liebt seine Katze Crabcake. Seitdem er als Kind miterleben musste, wie eine Zuckerfrau seine Geschwister zerfleischt hat, ist er auf der Suche nach einem Beweis der Existenz dieser seltsamen Wesen. Und tatsächlich: Jahrzehnte nach seinem traumatischen Erlebnis stößt er auf die Spur eines Zuckermenschen. Bewaffnet mit einer Pistole folgt er diesem in das unterirdische Reich Candyland.

Das bunte Cover schrie mich beim ersten Mal an: "NIMM MICH" - es ist so schrecklich, so hässlich, so wunderbar und zuckersüß, dass ich das Buch einfach haben musste - dabei lese ich inzwischen nur noch sehr selten Horrorromane. Man kann nur sehr schwer beschreiben, was einen nach dem Lesen der ersten Sätze erwartet. Eigentlich beginnt alles recht harmlos. Franklin wird vorgestellt und obwohl man überwiegend Mitleid mit ihm empfindet, gewinnt man diesen verschrobenen Kerl richtig lieb.

Carlton Mellick III wird zugeschrieben, das Genre "Bizarro Fiction" erfunden zu haben. Nachdem ich dieses Werk gelesen habe, kann ich mir das nur allzu gut vorstellen. Tatsächlich ist "Die Kannibalen von Candyland" mehr als nur bizarr. Es ist seltsam, sowohl richtig mies als auch überragend gut. Sprachlich nicht sonderlich wertvoll, hat es mich dennoch immer wieder zum Weiterlesen animiert. Ich wurde schnell gefangen genommen von der Faszination des Grauens. Mellick III schreibt so übertrieben, dass ich mir sehr abgebrüht vorkam, als es mir nicht den Magen herumdrehte, wenn ich darüber als, wie kleine Kinder zerstückelt und gefressen wurden. Franklin werden Körperteile abgenagt, er bekommt Prothesen, die aus Zuckerwerk bestehen, hat Sex mit einer Zuckerfrau, indem er sich durch ihre Bonbonschicht leckt und die Kinder der Zuckermenschen kommen als Schokoladeneier auf die Welt. Zeitweise fehlten mir die Worte, um diese Absurdität zu beschreiben.

Auszug aus der Beschreibung des Verlages:

Wie echte Kult-Filme ist Bizarro Fiction manchmal surreal, manchmal revolutionär, manchmal idiotisch, manchmal blutig, oft derb pornografisch und fast immer radikal abgedreht.

Bizarro Fiction ist wie: Franz Kafka trifft John Waters - Kinderbücher nach der Apokalypse - Takashi Miike trifft William S. Burroughs - Alice in Wonderland für Erwachsene - Japanisches Kino unter der Regie von David Lynch.


Der Festa-Verlag hat bei der Gestaltung von "Die Kannibalen von Candyland" einen hervorragenden Job gemacht. Das Buch ist höchste Kunst und schon alleine deshalb den Kauf allemal wert. Wo sonst findet man einen Horrorroman mit rosa Seiten und einer schreiend bunten Zuckerfrau auf dem Cover, die Erdbeerduft verströmt, wenn man - nach der Aufforderung "Streichel mich und rieche Candyland" - über ihren (Buch)bauch streichelt. Wer mit völlig surrealen, bizarren Geschichten nichts anfangen kann, sollte es trotzdem alleine der Ausstattung wegen in sein Regal stellen. Es ist so hässlich, dass es schon wieder schön ist. Das enthaltene Lesebändchen ist dazu noch die Kür. Nicht nur ein Buch, sondern Kunst- und Sammlerobjekt für Bibliophile.

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